Stammkunden des Nahverkehrs zahlen für Autofahrer mit!
Hamburg, 13.08.07: Der Hamburger Senat plant im Rahmen des Klimaschutzes zahlreiche Aktivitäten im Verkehrsbereich, u.a. die Ausweitung des Angebotes im Nahverkehr und mehr Radwege. Damit sieht man sich schon als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Diese politische Weichenstellung wird – sofern sie denn ernst gemeint und konkretisiert wird - vom VCD Landesverband Nord ausdrücklich begrüßt. Es gibt aber erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser verkehrspolitischen Vorsätze, weil sie nur in wenigen Fällen konkret beschrieben und in diesen stark anzuzweifeln sind: Vier autofreie Sonntage sind hervorragend, aber auf freiwilliger Basis werden sie verpuffen und flankiert mit kostenfreien Fahrscheinen gehen sie zu Lasten der Stammkunden. Während der HVV-Dauerkunde dieses Jahr bereits eine Preiserhöhung von 3,5% hinnehmen musste, bekommt der Autofahrer seinen Fahrschein geschenkt. Auch eine Ausweitung des Angebotes im Nahverkehr hört sich sehr gut an. Wer jedoch berücksichtigt, dass Hamburg im laufenden Jahr im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern die Kürzung der Regionalisierungsmittel nicht einmal anteilig kompensiert, muss starke Zweifel an der Ernsthaftigkeit hegen. Den Radverkehr zu fördern ist ebenfalls visionär, doch Bettelampeln und Tempo 60 sind real. Erst wenn die Fehler der bisherigen klimafeindlichen Verkehrspolitik in Hamburg erkannt und behoben werden, kann den Versprechungen dieses Wochenendes Glauben geschenkt werden.
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