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Norderstedt-Kiel - Ohne Umsteigen

Ein Schreiben im Sinne dieses Berichtes hat der VCD-Landesverband im September an die LVS (Landesverkehrs-Servicegesellschaft) mit der Bitte um Stellungnahme geschickt.

Der VCD Schleswig-Holstein (Nord) hatte im Januar 2005 und Oktober 2005 eine Stellungnahme gegenüber Herrn Minister Rohwer (nach Neubildung der Landesregierung gegenüber Herrn Minister Austermann) abgegeben. Im Hinblick auf die angespannte Haushaltslage hatten wir vorgeschlagen, zunächst den Verkehr im Abschnitt Kiel – Norderstedt Mitte zu beschleunigen. Inzwischen hat die Landesregierung das Konzept „Schienenflieger" wegen der hohen Kosten abgelehnt. Das Teilziel einer Aufwertung der Verbindung Kiel – Norderstedt Mitte, das mit sehr viel weniger Aufwand zu verwirklichen wäre, ist nach Ansicht des VCD weiterhin zu verfolgen. Hierzu wären vor allem folgende Maßnahmen erforderlich (in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit):

  1. Durchgehende Züge mit kurzer Haltezeit in Neumünster.
  2. Beschleunigung der Züge zwischen Neumünster und Bad Bramstedt von 80 km/h auf 100 km/h, besser noch auf 120 km/h.
  3. Ab Kaltenkirchen Halt nur noch in Henstedt-Ulzburg, gegebenenfalls in Ulzburg-Süd.

Hierdurch ließe sich die Fahrtzeit Kiel-Norderstedt von derzeit 103 bis 110 Minuten unseres Erachtens spürbar senken. Genauso wichtig wie die Fahrtzeitverkürzung erscheint uns, daß den Fahrgästen aus / nach Norderstedt das zweimalige Umsteigen in Neumünster und Ulzburg-Süd erspart bleibt. Besonders für Fahrgäste mit Kinderwagen, Fahrrädern und schwerem Gepäck, sowie für Behinderte wäre dies eine große Erleichterung.
Was für die AKN-Strecke gilt, trifft auch auf die Strecke Bad Oldesloe - Bad Segeberg – Neumünster zu. Auch hier besteht der Wunsch nach einer durchgehenden Verbindung zur Landeshauptstadt Kiel, sowie nach Hamburg. Im Einzugsbereich beider Strecken leben über 150000 Menschen. Was spricht nach Harmonisierung des Fahrzeugparks bei AKN und Nordbahn gegen eine Vereinigung / Flügelung der Triebwagen aus / nach Norderstedt und Bad Oldesloe in Neumünster?
Daß so ein Vorgang nur drei Minuten erfordert belegt das Flügeln und Vereinigen zu Vollzügen bei der S1 in Ohlsdorf, nach Inbetriebnahme der Flughafen S-Bahn.
Auch die hier skizzierten Vorschläge kosten Geld. Die Aufwendungen dürften jedoch nur zum Bruchteil der Kosten für den Schienenflieger betragen und hätten ähnlich positive Wirkung. Die Investition wäre für eine bessere Erreichbarkeit der Landeshauptstadt Kiel sehr gut angelegt.

Und hier können Sie die Antwort der LVS abrufen (PDF).

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