Angebote zur Mobiltätserziehung in der Kita
Nachhaltige Mobilität muss man lernen und je früher man damit beginnt, desto besser. Für Kinder ist es elementar wichtig, sich zu bewegen und die eigene Umgebung selbständig zu erschließen. Schon im frühesten Kindesalter werden die Grundlagen für das Mobilitätsverhalten des ganzen Lebens gelegt.
Das Projekt “selbst sicher mobil” möchte Erzieherinnen dabei unterstützen, Kindern mit viel Spaß die Lust am Bewegen und Entdecken sowie die vielfältigen Möglichkeiten der selbständigen Fortbewegung näher zu bringen. Dafür haben wir ein Angebotspaket vorbereitet, aus dem Sie die passenden Bausteine für die Arbeit in Ihrer Kita auswählen können.
Hier finden Sie das aktuelle Angebot für Kitas.
Fortbildung zur Mobilitätserziehung
Seit 2010 bietet der VCD Nordost in Berlin eine Fortbildung zur Mobilitätserziehung in der Kita an.
Die Teilnehmer erhalten fundierte Hintergrundinformationen und lernen Methoden, Übungen und Spiele kennen, die leicht im Kita-Alltag umgesetzt werden können und zu einer nachhaltigen Mobiltätsbildung beitragen.
Die nächste Fortbildung findet am 26.10.2012 statt. Anmeldeformular hier erhältlich.
Die Mobilitätsfibel - Berliner Ausgabe
Kinder, die voller Tatendrang die Welt entdecken –die laufend, hüpfend, springend und hellwach Wohnung, Haus und Stadtteil erkunden. Wer wünscht sich das nicht? Doch allgegenwärtige Gefahren, Platzmangel und die Interessen der Kinder scheinen dagegen zu sprechen, dass sie sich allein auf den Weg machen und auf eigenen Beinen ihr Umfeld erkunden. Die Mobilitätsfibel soll Eltern ermuntern, das trotzdem zuzulassen und gibt ihnen viele Informationen, wie sie ihren Kindern dabei helfen können, selbstständig mobil zu werden und warum sie das tun sollten.
Die Berliner Ausgabe der Mobifibel kann gegen eine Schutzgebühr von 1,- Euro zzgl. einer Portopauschale in unserer Geschäftsstelle oder per Online-Formular bestellt werden.
Eine elektronische Version der Mobilitätsfibel gibt es hier zum Download.
Mitarbeit im Projekt "selbst sicher mobil"
Der VCD Nordost möchte die frühkindliche Mobilitätserziehung in Berlin stärken. Bereits seit 2009 unterstützen wir mit den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten" (in Kooperation mit dem Arbeitskreis Mobilitätserziehung Berlin) Berliner Grundschulen und Kitas dabei, nachhaltige Mobilität bewußt zu thematisieren und in ihr pädagogisches Konzept zu integrieren. Dazu wurde beispielsweise eine Material- und Aktionskiste zusammengestellt.
In diesem Jahr wollen wir auch stärker in den Kitas aktiv werden. Dafür benötigen wir noch ehrenamtliche Unterstützung. Wer sich vorstellen kann, Elternabende und Sommerfeste zu organisieren und durchzuführen kann sich gern unter selbstsichermobil@
vcd-nordost.de melden.
Auch in anderen Bereichen, wie der Ansprache von Kitas oder Logistik freut sich das "selbst sicher mobil"-Team über Unterstützung.
Materialien für die Kita
Sie suchen Anregungen für den Kita-Alltag? Wir haben für Sie eine Materialsammlung zusammengestellt, in der Sie z.B. Mal- und Bastelvorlagen zur Mobilitätserziehung finden. Zur Sammlung gelangen Sie hier.
Wenn Sie noch mehr zum Thema Roller, Laufrad und Radfahren lernen in der Kita wissen wollen, finden Sie zahlreiche Informationen und Materialien unter radschlag-info.de.
Vom verkehrsgerechten Kind zum kindgerechten Verkehr
Unter dem Motto "Platz da, Kinder spielen draußen" startete der Verkehrsclub Deutschland im März 1996 seine Kampagne zur Situation von Kindern im Verkehr. Der VCD stellte zusammen mit dem Deutschen Kinderschutzbund der Öffentlichkeit Eckpunkte für einen kinderfreundlichen Verkehr vor und informierte gemeinsam mit dem Ökologischen Ärztebund den Zusammenhang von Verkehr und Kinderkrankheiten. Aktionen zum Tempo 30 im innerstädtischen Bereich, eine Fachtagung und Vorschläge für eine neue Mobilitätserziehung waren weitere Bausteine im Aktionsjahr.
Forderungen des VCD:
Entschleunigung:
Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften
Verbesserung der rechtlichen Situation von Kindern im Straßenverkehr: Nach bisherigen Recht sind Kinder im Straßenverkehr bereits ab sieben Jahren schuldfähig. Zwei Drittel der Unfälle im Straßenverkehr mit Kindern werden auf " kindliches Selbstverschulden " zurückgeführt. Es wird übersehen, daß Kinder altersgemäß nicht in der Lage sind, sich verkehrsgerecht zu verhalten
Kinderfreundliche Straßengestaltung: Die Bedürfnisse von Kindern müssen bei der Gestaltung von Straßen, Plätzen und Stadtteilen berücksichtigt werden. Kinder brauchen, wie alle Fußgänger, ein zusammenhängendes Fußwegenetz, unterstützt durch mehr Mittelinseln auf den Straßen, kurze und sichere Wege durch mehr Zebrastreifen, ampelgeregelte Übergänge mit längeren Grünphasen.
Kinderorientierte Grenzwerte: Bei der Festlegung von Grenzwerten für Schadstoffe muß der empfindliche Organismus des Kindes zugrunde gelegt werden. Bei Überschreitung der Grenzwerte ist das Verursacherprinzip anzuwenden, d.h. " Autos in die Garage, damit Kinder draußen spielen können "
Neue Wege in der Mobillitätserziehung: Die veraltete, autoorientierte Verkehrserziehung muß durch umweltorientierte Mobilitätserziehung ersetzt werden.
Verkehrsschulung für Erwachsenen: Fehlverhalten von Erwachsenen im Verkehr hat größere Auswirkungen als das von Kindern. Deshalb darf Verkehrserziehung nicht in der Schule enden. Bei der Ausbildung in Fahrschulen muss z.B. defensives Fahren zentrales Moment sein.
Förderung des Umweltverbundes: Öffentliche Verkehrsmittel attraktiv für Kinder, Jugendliche und Familien
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