Der VCD Nordost unterstützt "RIO96"
Auf der Ferieninsel Rügen soll die Bundesstraße 96 neugebaut werden. Der VCD Nordost lehnt dieses Vorhaben ab und befürwortet den Gegenentwurf der "Rügener Initiative ohne Bundesstraße 96 neu" (RIO96). Dieser Entwurf sieht eine Entlastung der staugefährdeten Gebiete vor und setzt zudem auf ein umfassendes ÖPNV-Konzept.
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PM: Bauen und Bewahren statt Rügen - eine Insel aus Beton!
Greifswald, 15. November 2011
Am 9. November 2011 führte die "Rügener Initiative Ohne Bundesstraße
96 Neu" (RIO96) in der Universitäts- und Hansestadt einen Diskussions-
und Unterstützungsabend durch.
RIO96 engagiert sich seit mehr als 10 Jahren gegen die geplante und
den derzeit mit Hochdruck beginnenden Neubau der Bundesstraße 96n auf
der Insel Rügen. Die Bürgerinitiative sieht in der aktuellen Form des
Verkehrsweges als separate Kraftfahrstraße, die 85 Millionen Euro
Steuergelder verschlingen wird, keine Lösung der eklatanten
Autoverkehrsprobleme während der Sommerurlaubssaison. Dies wird
lediglich zur Stauverlagerung an die beide Enden - Rügendamm und
Bergen - führen. Mit dem Bau werden einmalige Naturbiotope und
Landschaften zerstört, die lokale Wirtschaft insbesondere die
Landwirtschaft geschwächt und laut einschlägiger Expertenmeinung in
absehbarer Zeit die Tourismusbranche der Insel beschädigt.
Aus diesen Gründen hat RIO96 in ehrenamtlicher Arbeit eine alternative
Straßenplanung erarbeitet, die maßgeblich auf den Ausbau der
derzeitigen Bundesstraße 96 an notorisch staugefährdeten Stellen sowie
auf eine Entmischung von Durchgangsverkehr, langsam fahrenden
Wirtschaftsverkehr und ÖPNV setzt. Ein kostenloses, hochfrequentes
Bus-ÖPNV Angebot für die Sommergäste der Insel komplettiert die
alternative Verkehrslösung. Finanziert sollte
letzteres Angbot durch fixe Anteile aus der Kurtaxe werden. Dieses
ÖPNV Konzept wird im Besonderen von den Rügener Grünen mit großer
Vehemenz verfolgt. RIO96 rechnet für ihre Planungsalternative
lediglich mit maximal 20 Millionen Euro Umsetzungskosten, die zudem
maßgeblich in die lokale Bauwirtschaft fließen könnten, da deultich
kleinere Losgrößen am Bau ermöglicht werden.
Aktuell soll ein am Landtag Mecklenburg / Vorpommerns angesiedelter
Petitionsausschuss die beiden Planungsvarianten gegeneinander abwägen
und eine Handlunsgempfehlung aussprechen. Am Oberverwaltungsgericht in
Leipzig ist eine mehrheitlich von RIO 96 finanzierte Klage vom NABU
gegen den Neubau der Bundesstraße 96 Neu anhängig.
Der VCD Nordost unterstützte die Veranstaltung im Vorfeld mit einer
Plakataktion in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie bei
der Organisation des Abends.
Der VCD Nordost unterstützte die Veranstaltung im Vorfeld mit einer
Plakataktion in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie bei
der Organisation des Abends.
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