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Resolution der LDV 2008 zum Bedienzuschlag

Die Landesdelegiertenversammlung 2008 des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) NRW protestiert gegen den von der DB AG geplanten "Bedienzuschlag" von 2,50 EUR für den Fahrkartenverkauf am Schalter, da dies zu weiteren Schließungen von Schaltern auch in NRW führt, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die Bedingungen, Provisionen etc. für Verkauf am Schalter o.ä. müssen so gestaltet sein, dass möglichst viele dauerhaft existieren können.

Begründung:

In den letzten Wochen wurde in Presseberichten über die geplante Schließung von DB-Reisezentren mittlerer bzw. kleinerer Größe berichtet. Aktuell bezog sich dies auf die zwei DB-Reisezentren Bad Neuenahr und Remagen im Kreis Ahrweiler, Land Rheinland-Pfalz (und somit einem Teil des Kreisverbands Bonn/Rhein-Sieg/Ahr). Der zuständige Zweckverband SPNV-Nord in Koblenz informierte in diesem Zusammenhang über ein Programm 2010 der DB Fernverkehr AG zur Schließung von Reisezentren. Die zwei genannten Reisezentren haben ein geschätztes Umsatzvolumen von je rd. 3-4 Mio. EUR und jeweils 3-5 Beschäftigte.

Diese Planungen sowie die kürzlich bekannt gewordenen Pläne der DB AG, einen "Bedienzuschlag" von 2,50 EUR für den Fahrkartenverkauf am Schalter einzuführen, nähren den Verdacht, dass es sich um ein flächendeckendes Konzept zur Reduzierung von Reisezentren handelt. Betroffen wären demnach vor allem ländliche Bereiche. Alternativen zum Wegfall der Reisezentren sind nicht bekannt.

Anmerkung: Die Resolution beruht auf einem Antrag des VCD-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

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