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Negative Sicherheitsbilanz 2011



Getötete in Bielefeld (anklicken)

Nachdem Bielefeld in den letzten 5 Jahren bei der Senkung der Verkehrsopferzahlen auf einem guten Weg war, brachte das abgelaufene Jahr einen Anstieg. Es gab 9 Verkehrstote, zwei mehr als im Vorjahr. Auch bei den Verunglückten (ca. 11% mehr als Im Vorjahr) und besonders bei den Schwerverletzten (ca. 26% mehr) ist die Bilanz schlechter.

Die Entwicklung

Die Zahl der Verkehrstoten stieg auf 9 und liegt damit erstmals seit zwei Jahren über der Grenze von 7 Getöteten, dem Zwischenziel der Vision Zero. Die größte Opfergruppe waren die Fußgänger (4 Tote, zuletzt kurz vor Weihnachten eine 97-jährige Dame, die mit ihrem Rollator die Westerfeldstraße überquerte). Zum ersten Mal seit 2005 (dem Jahr als auf der Herforder Straße bei einem Autorennen am Karfreitag zwei Menschen starben) liegt die Zahl höher als die 5-Jahres-Durchschnittslinie. Der günstige Trend der Verkehrssicherheit in Bielefeld seitdem ist damit unterbrochen worden.




Es gab 2011 in Bielefeld auch mehr Verunglückte (ca. 11%) und erheblich mehr Schwerverletzte (ca. 26%, dies sind hochgerechnete Zahlen aufgrund der Monatsdaten bis November, die Polizei legt die endgültigen Zahlen im Februar vor). Zwar stieg auch bundesweit die Verunglücktenzahl um 5%, in Bielefeld war die Entwicklung jedoch deutlich ungünstiger. Von dem Ziel der Vision Zero, einem Straßenverkehr ohne Getötete und dauerhaft Geschädigte sind wir ein Stück abgekommen, die Stadt, die Polizei und alle Verkehrsteilnehmer müssen daraus Konsequenzen ziehen.

Dagegen wird EU-weit bis zum Jahr 2020 eine deutlich verbesserte Verkehrssicherheit angestrebt. Gegenüber dem Stand 2010 soll die Zahl der Verkehrstoten um 50% sinken (das sind in Bielefeld noch höchstens 4 Tote). Dieses Minderungsziel ist nur zu erreichen, wenn ein deutlich höherer Sicherheitsstandard auf den Straßen eingeführt wird.

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