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VCD: Ausbau des Flugplatzes Speyer stoppen

Verkehrsclub sieht negative Auswirkungen für Anwohner und Umwelt

Oppenheim, 7. Dezember 2010

Der VCD Rheinland-Pfalz (Verkehrsclub Deutschland) hat sich entschieden gegen den vorgesehenen Ausbau des Flugplatzes Speyer ausgesprochen. Die negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur wären nicht zu verantworten. So sollen für den geplanten Ausbau der Start- und Landebahn um 450 m auf 1.677 m die Hartholzbestände im Auwald des Naturschutzgebietes Horn geopfert werden, nur um den Flughafen an die geänderten Sicherheitsrichtlinien anzupassen und nach neuem europäischem Recht weiter als Verkehrslandeplatz betreiben zu können. Nach Auffassung des VCD dient dies lediglich den Interessen weniger Geschäfts- und Privatflieger auf Kosten der Sicherheit und Wohnqualität tausender Bürger. Die unmittelbare Lage an der Stadt führe außerdem zu schwerwiegenden Sicherheitsbedenken: Die Einflugschneise führe direkt über die Altstadt mit Schulen und Kindergärten über den Domgarten, am Weltkulturerbe Dom vorbei, über das Schwimmbad, IMAX, Technikmuseum und die Wohngebiete von Altlußheim und Rheinhausen. In unmittelbarer Nähezur Landebahn liege die Raffinerie, das Tanklager mit fast einer Milliarde Liter hochexplosiven Treibstoffs und im Süden das Kernkraftwerk Philipsburg. Neben der Beeinträchtigung der Sicherheit und der Wohnqualität sei auch eine deutlich zunehmende Lärmbelastung für die Anwohner zu erwarten, wie die VCD-Landesvorsitzende Dr. Helga Schmadel ausführt. Lärm sei bekanntlich gesundheitsschädlich, führe zu Konzentrations- und Lernstörungen bei Kindern, bei erwachsenen Menschen zu Herz-Kreislaufschädigungen.

Zudem sei der Standort des Flugplatzes für eine Expansion nicht geeignet. Auch aus wirtschaftlicher Sicht sei die Maßnahme völlig verfehlt. Bereits in der Vergangenheit sei der Flughafen mit erheblichen Steuermitteln subventioniert worden und der Ausbau würde den Steuerzahler weitere Millionen kosten.

Der Verkehrsclub appelliert an die politisch Verantwortlichen, die „Notbremse" zu ziehen und die Ausbaumaßnahmen zu stoppen. Dies sei dringend geboten, wolle man nicht große finanzielle Risiken für die öffentliche Hand eingehen.

Nachfragen bitte an die Vorsitzende des VCD Landesverbandes RLP,
Dr. Helga Schmadel, rheinhessen@vcd.org

 

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