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Pressemitteilung der VCD-Landesverbände Rheinland/Pfalz und Saarland

VCD Saarland und Rheinland Pfalz fordern S-Bahn von Homburg bis Zweibrücken zu verlängern

Saarbrücken/Mainz, 31.12.2010

Die beiden Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz des Verkehrsclub Deutschland VCD begrüßen die Initiative des rheinland-pfälzischen Minister­präsidenten Beck, im Kontext der beabsichtigten Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken als S-Bahn dem Saarland finanziell entgegen zu kommen. Angesichts der Bereitschaft in Rheinland-Pfalz zur Teilfinanzierung auch der Strecke im Saarland, um mit S-Bahn-Zügen von Mannheim über Homburg nach Zweibrücken zu fahren, kann die Landesregierung des Saarlandes nach Ansicht des VCD nun nicht mehr dies grundsätzlich ablehnen.

Da die Landesregierung im Saarland sehr für die Elektromobilität eintritt, dürfte dieser neue, elektrische Schienenverkehr ganz in Ihrem Interesse sein. Zwei neue Haltepunkte sollten auch im Saarland entstehen und zwar in Beeden (mit Anschluss des Industriegebietes) und in Schwarzenacker (Römermuseum). Die Sorge eines Parallelverkehrs mit dem bisher schon existierenden Regionalbus ließe sich durch eine neue Streckenführung des Busse über die Unikliniken in Homburg vermeiden. Dadurch könnte man nach Meinung des VCD für den Bus sogar neue Fahrgäste gewinnen, während die S-Bahn als schneller Zubringer zum Homburger Bahnhof dient.

Auch die Befürchtung zu geringer Fahrgäste für die S-Bahn hält der VCD für unbegründet. Nach bisherigen Erfahrungen haben die Reaktivierungen und die Einführung der S-Bahn in Rheinland- Pfalz überall zu einem beachtlichen Anstieg der ÖPNV-Nutzer geführt. Schließlich erhöht diese Strecke die Attraktivität und Mobilität der Region auch im saarländischen Teil erheblich. Vorsorglich wurde die Strecke auch bereits in die Ausschreibung des Rheinland-Pfalztaktes ab 2015 aufgenommen.

Diese Reaktivierung bietet zu einem späteren Zeitpunkt nach Meinung des VCD auch die Gelegenheit, den Schienen­strang zwischen Homburg und Blieskastel und weiter bis Rohrbach zu elektrifizieren. Dies erlaubte, die Stadt Blieskastel attraktiv anzubinden, gegebenenfalls sogar mit einem S-Bahn-Anschluss bis Mannheim. Ferner könne die Regionalbahnlinie von Illingen über Neunkirchen nach Homburg über Blieskastel bis mindestens Rohrbach verlängert werden. VCD-Vorstandmitglied Manuel Schauer: „Die Stadt Blieskastel könne dadurch seiner Rolle als Eingangstor zum Biosphärenreservat Bliesgau gerecht werden; es müsse sich allerdings seiner Bahnanbindung und der Zukunftsfragen von Mobilität stärker bewusst werden.“ Elektrische Bahnen bieten mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit im Betrieb und schaffen zusätzliche Kapazität im Streckennetz. Sie können ferner mit umweltfreundlich gewonnener Elektrizität versorgt werden. Der Dieselbetrieb sollte wo immer möglich einer modernden E-Mobiltät weichen, darunter auch die Strecke entlang von Blies, Würzbach, und Schwarzbach

Kontakt: E-Mail Link folgtsaarland@vcd.org / PDF-Version hier

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