Unsere Pressemitteilungen dürfen Sie veröffentlichen. Bedingungen sind: Angabe der Quelle und ungekürzt - wir bitten um ein Belegexemplar.
Busreisen als umweltfreundliche Alternative
![]() | |
Busse als moderne und umweltfreundliche Reisefahrzeuge präsentieren sich vor dem Saarbrücker Schloss. |
Pressemitteilung 15. März 2008 Karl Heinz Janson
Am 14. März 2008 fand im Saarbrücker Schloss der siebte südwestdeutsche Omnibustag statt. Etwa 150 Vertreter der Busunternehmen sowie von Betreibern des ÖPNV als auch aus Verbänden, darunter auch des VCD, waren gekommen. Dazu gab es eine Anzahl von Ausstellungen und Ausstellern rund um das Thema Bus. Über 20 neue Busse wurden vor dem Saarbrücker Schloss präsentiert.
Der Vorsitzende der Fachvereinigung Omnibusverkehr, Hans Gassert, beklagte den ungleichen Wettbewerb der Verkehrsträger. So werde der Bus als das nachweislich ökologischste Verkehrsmittel nicht subventioniert, während Flugzeug und Bahn Milliarden erhielten. Großunternehmen verdrängen den Mittelstand, der sehr mit dem Anstieg der Kraftstoffpreise und den neuen EU-Lenkzeiten zu kämpfen habe. Wirtschaftsminister Joachim Rippel versprach sich für sinnvolle Regelungen seitens der EU einzusetzen.
Den erfolgreichen saarländischen Verkehrsverbund will das Ministerium mit einer Anschlussregelung fortsetzen. Auch will man mehr Kontrollen zur Tariftreue durchführen und besteht nicht mehr zwingend auf Ausschreibungen bei der Neuvergabe von ÖPNV-Verkehren.
Professor Elsner plädierte in Anbetracht des Preisdrucks im ÖPNV-Markt für mehr und stärkere Kooperationen der Busunternehmen untereinander. Dies auch im Hinblick auf die kommenden Veränderungen durch die demografische Entwicklung.
Diese ist für die Bustouristik als umweltfreundlichste Art zu Reisen lauf Professor Barg eine Chance. Die „jungen Alten“ werden zukünftig die wichtigste Zielgruppe werden. Einfachreisen nehmen ab, Eventreisen zu Kultur, Natur, Sport u.ä. nehmen stark zu. Die Kunden legen Wert auf ein Erlebnis bei ihrer Reise. In der anschließenden Diskussion wurde nochmals viel über Wünsche und Bedürfnisse der Kunden gesprochen. Leider, so der VCD Saarland als Verband von ÖPNV-Nutzern, befand sich im Podium kein wirklicher Vertreter der Kundenseite, sondern nur Verbandsvertreter der Omnibusunternehmen.
Meinungsaustausch mit der CDU
Pressemitteilung März 2008 Karl Heinz Janson
Der Verkehrsclub Deutschland sieht sich als Interessenvertretung von Bus- und Bahnnutzern sowie Fußgängern, Radfahrern und umweltbewussten Autofahrern. Er sucht deshalb auch den Austausch mit der Politik. Im Zuge der Umbildung der saarländischen Landesregierung übernahm Michael Schley MdL die Funktion des verkehrspolitischen Sprechers der CDU Landtagsfraktion. Anlass für den Vorstand des VCD Saarland, das Gespräch mit ihm über verkehrspolitische Themen zu suchen und ihm den VCD vorzustellen.
Übereinstimmung herrschte, dass der saarländische ÖPNV Verkehrsverbund gut angelaufen ist und auch nach Ende der Anschubfinanzierung 2010 weiter fortgeführt werden sollte. Die Zusammenarbeit der Partner könnte dabei weiter intensiviert werden. Ebenso sind die Einflüsse der demografischen Entwicklung zu berücksichtigen. Gleicher Meinung war man auch bei der Verbesserung der Fernverkehrsanbindung des Universitäts- und Wirtschaftsstandortes Homburg. Hier ist die DB gefordert die Anbindung an Mannheim mit mehr durchgehenden Relationen zu realisieren als auch durch technische Verbesserungen Fahrzeit zu gewinnen. Breiten Raum in der Diskussion nahm auch die derzeitige Situation der Saarbahn ein. Schley verwies auf die Stärken des Systems, von der Region in das Zentrum zu fahren. Allerdings sollte dort, wo eh schon ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr auf der Schiene erfolgt, nicht noch parallel die Saarbahn fahren.
Weitere Themen waren der Stand des Verkehrsentwicklungsplanes sowie die Mobilitätserziehung im Rahmen des Unterrichts an den Grundschulen. Positiv bewertet der VCD auch die Investitionen des Saarlandes in das Radwegenetz für den Tourismus. Allerdings wünscht man sich vom VCD, dass das Land auch ein Fördergramm auflegt zur Verbesserung des Alltagsradwegenetzes in den Orten. So könnten viele Kurzfahrten in den Orten gespart werden. Man kam überein den Meinungsaustausch zu gegebenem Zeitpunkt fortzusetzen.
Nein zur Teilprivatisierung der Bahn
pressedienst ver.di saar 111/07 - 04. September 2007
ver.di und VCD-Saarland fordern die SPD-Fraktionsvorsitzenden auf Bundes-, EU- und Landesebene auf, sich in ihrer heute und morgen stattfindenden Konferenz gegen die Teilprivatisierung der Bahn auszusprechen.
Saarbrücken: ver.di-Landesleiter, Alfred Staudt sowie Andrea Schrickel, Mitglied des Vorstandes des VCD, Verkehrsclub Deutschland-Landesverband Saarland e.V., fordern die SPD-Fraktionsvorsitzenden auf Bundes-, EU- und Landesebene auf, sich in ihrer heute und morgen auf dem Saarbrücker Halberg stattfindenden Konferenz gegen die Teilprivatisierung der Bahn auszusprechen.
Damit unterstützt ver.di und der VCD-Saar die saarländische SPD, die sich ebenfalls gegen eine Teilprivatisierung der Bahn öffentlich aussprach.
ver.di als Mitglied im Bündnis „Bahn für Alle“ und der VCD-Saarland, wollen eine Kapitalprivatisierung der Bahn verhindern. Zwei Drittel der Bundesbürger/innen lehnen, laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die Privatisierung ab. 67 % der Bundesbürger/innen (72% der SPD-Anhänger/innen, 71% der CDU/CSU-Anhänger/innen; so eine Emnid-Umfrage von Anfang August, im Auftrag der Zeitung „Die Zeit“) wollen, dass die Bahn in öffentlicher Hand geführt wird.
Gerade die Länder und Kommunen werden durch die geplante Teilprivatisierung schwerwiegend getroffen. Nach Ansicht von Staudt und Schrickel hätte die Teilprivatisierung nachfolgende Auswirkungen:
Politik, insbesondere Kommunen und Länder, verlieren noch mehr Einfluss auf die Bahnhofs- und Netzentwicklung.
Private Investoren engagieren sich nur, wenn sich ihre Investition lohnt. Rendite
schaffen sie durch Senken der Betriebskosten, z. B., geringere Instandhaltung, Streckenstilllegungen, geringere Lohnkosten und durch Personalabbau.
Die Einstellung der InterRegios und deren Ersatz durch Nahverkehrszüge zeigen eine Entwicklung auf, die sich noch verstärken kann: „eigenwirtschaftliche“ Fernverkehrsleistungen werden durch bestellte und von den Ländern bezahlte Nahverkehrsleistungen ersetzt.
Ein Rückzug und eine Verschlechterung des Schienenverkehrs aus der Fläche schränkt die Mobilität vieler Bürger/innen ein und führt zu Verschlechterungen für die verladene Wirtschaft.
Öffentliches Vermögen würde weit unter dem Wert abgegeben werden.
Gerade im Saarland konnten die Bürger/innen in den vergangenen Jahren einen Teil der negativen Entwicklung der Bahn in Vorbereitung des beabsichtigten Börsengangs spüren. Deshalb erwarten der ver.di-Landeschef Staudt und VCD-Saar-Vorstandsmitglied Schrickel, von der heute und morgen stattfindenden Konferenz der SPD-Spitzen klare Signale gegen eine Teilprivatisierung der Bahn.
Hinweis
Der VCD-Saarland lädt Interessierte zur Vorführung des Films „Bahn unterm Hammer“ und zur anschließenden Diskussion über den Eisenbahnverkehr in Deutschland, am 07.09.07, um 19.30 Uhr, im Kino Achteinhalb in Saarbrücken ein. Nähere Informationen erteilt der VCD, Ev.–Kirch-Straße 8, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-46720, Manuel Schauer 0178-5642983, Schauer@vcd-saar.de
Protest gegen erneute Fahrpreiserhöhung
April 2007 Karl-Heinz Janson Pressemitteilung
Zum 1. April 2007 hat der Saar VV erneut die Preise erhöht, nachdem dies schon einmal in 2006 der Fall war. Damit sind insbesondere die Einzelfahrkarten im SaarVV mit Abstand die teuersten in den Verkehrsverbünden.
Der VCD begrüßt zwar, dass mit der SaarVV Karte ähnlich der Bahncard Preisnachlässe möglich sind und jetzt auch im Stadtverband eine Schüler und Auszubildentenfahrkarte eingeführt wurde. Ziel sollte aber sein mit insgesamt günstigen Tarifen auch Autofahrer zum umsteigen auf Busse und Bahnen zu bewegen.
Während es in Saarbrücken eine Kurzstreckenkarte gibt und die Wabe Saarbrücken ein großes Gebiet umfasst, kritisiert der VCD, dass in den ländlichen Bereichen einzelne Orte gleich in mehrere Waben aufgeteilt sind, wie in St. Ingbert oder Heusweiler, und damit der Preis entsprechend erhöht ist. Hier fordert der VCD nach wie vor an eine wabenübergreifende Kurzstreckenkarte. Gerade im Hinblick auf den Klimaschutz sollten nach Ansicht des VCD Anreize geschaffen werden Auf Busse und Bahnen umzusteigen. „ Hierzu wird vom Saar VV noch zuwenig getan“ äußerte dazu der stellvertretende Vorsitzende des VCD Saar, Karl Heinz Janson. Er sieht bei noch weiter steigenden Preisen die Gefahr, dass sogar wieder aufs Auto umgestiegen wird.
Service Point im Saarbrücker Hauptbahnhof ist derzeit eine Zumutung
Mai 2007 - Karl Heinz Janson Pressemitteilung
Umbauten bringen naturgemäß oft Provisorien mit sich. So auch beim Umbau des Saarbrücker Hauptbahnhofes. Doch kann man nach Ansicht des VCD Saar auch Provisorien kundenfreundlich gestalten. Ein krasses Negativbeispiel ist aber der derzeitige Service Point. Wie der Name schon sagt dient er dem Service des Kunden. Was sich die DB wohl dabei gedacht hat diesen Service in den letzten Gebäudeecken unterzubringen muss man sich fragen.
„Die Standorte sind eine Zumutung für die Kunden aber auch für die DB Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ äußert dazu Karl Heinz Janson; stellvertretender Vorsitzender des VCD Saarland. Der VCD fordert , dass der Service Point ähnlich den Verkaufsständen gut findbar in einem Container am Bahnhof untergebracht wird, oder in das Service Center integriert wird, dort wo ihn auch oft die Kunden suchen.
Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt Erfolge des Saarländischen Verkehrsverbunds (SaarVV)
15.12.2006 (VCD Manuel Schauer, Vorsitzender VCD Saarland)
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saarland e. V., sieht in der Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV einen deutlichen Fortschritt für den öffentlichen Personennahverkehr im Saarland.
Mit Einführung des Verbundes habe das leidige Lösen von Einzelfahrscheinen beim Umsteigen ein Ende, und es gebe eine übersichtliche Tarifstruktur. Die neue Nummerierung der Busse schaffe größere Übersichtlichkeit für die Kunden. Die kürzlich vorgestellte Einjahresbilanz habe gezeigt, dass verbesserte Angebote des ÖPNV auch einen Kundenzuwachs brächten. Der VCD hatte sich seit Jahren für einen Verkehrsverbund stark gemacht, wie er in den anderen Bundesländern schon seit langem existiert.
Man dürfe sich jedoch nicht mit den ersten Erfolgen zufrieden geben, sondern müsse weitere Verbesserungen im Verkehrsverbund anstreben, so Vorstandssprecher Manuel Schauer. Der VCD wünscht sich nach wie vor einen Kurzstreckenfahrschein, der auch wabenübergreifend gilt: So ließen sich teure Fahrscheine für eine kurze Strecke – z. B. von Rentrisch nach Scheidt, von Sulzbach nach Dudweiler oder von Eiweiler nach Heusweiler vermeiden. Die in einzelnen Gemeinden – z. B. in Saarbrücken, St. Ingbert und Püttlingen - angewendeten Kurzstreckenregelungen sollten in das Tarifsystem des SaarVV integriert werden. Der VCD fordert außerdem die Überprüfung zu eng geschnittener Waben, insbesondere im Raum St. Ingbert. Eine zentrale Forderung ist die Geltung des Saarland-Rheinland-Pfalz-Tickets der DB in sämtlichen Verkehrsmitteln des SaarVV. Dieses Ticket gilt bisher nur in den Zügen der DB und den Regionalbuslinien der RSW, jedoch nicht in der Saarbahn und den anderen im Verbund fahrenden Bussen.
Der VCD bemüht sich darum, im Gespräch mit dem SaarVV für diese Anliegen der ÖPNV-Benutzer eine gute Lösung zu finden.
Verkehrsclub lehnt Weiterbau der Saarbahn ab
Bahn-Strecke reicht aus, Vorsitzender bestätigt
09.02.2006 Saarbrücker Zeitung
Saarbrücken. Die Saarbahn soll nicht bis nach Völklingen ausgebaut werden. Das hat der neue Vorstand des Landesverbandes des Verkehrsclubs Deutschland auf seiner konstituierenden Sitzung in Saarbrücken gefordert.
Der Club, der sich als Sprachrohr für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und für Fußgänger sieht, machte gleichzeitig konkrete Vorschläge, wie man das öffentliche Verkehrsnetz im Saarland günstiger und effizienter ausbauen könnte. "Die Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Völklingen funktioniert gut. Es ist völlig unsinnig, hier die Saarbahn fahren zu lassen", stellte der alte und neue Vorsitzende Manuel Schauer fest. Stattdessen schlägt der Club vor, entlang der Bahnstrecke neue Haltepunkte einzurichten, so etwa in Völklingen am Amtsgericht oder in Altenkessel am IT-Park. Weiterhin plädiert der Clubvorstand dafür, zwischen Dillingen und St. Ingbert Regionalbahnen im Halb-Stunden-Takt fahren zu lassen.
Vorsitzender bestätigt
Dem neuen Vorstand gehören neben Schauer Karl-Heinz Janson, Andrea Schrickel, Michael Ames, Gerhard Fischer, Gabriele Langenstein und Dietrich Strohmaier an. Verbesserungsvorschläge haben sie auch für den Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV), dessen Einführung 2005 zwar begrüßen, der ihrer Meinung nach jedoch noch an einigen Anfangsfehlern leidet. "Wir fordern eine wabenüberschreitende Kurzstreckenregelung, damit das Überfahren von Wabengrenzen nicht mehr so teuer wird", erläutert Schauer. Auch die "mangelnde Öffentlichkeitsarbeit des SaarVV" kritisierten die Vorstandsmitglieder in ihrer Sitzung. "Die wenigsten Leute wissen, dass sie mit ihrer Bahn-Card in Saarbrücken auch eine Ermäßigung in den Bussen bekommen", erläuterte Manuel Schauer.
Als weiteres Ziel hat sich der Club eine Kampagne zum Thema Lärm vorgenommen. "Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf der Stadtautobahn könnte man den Lärm schon um einiges verringern", regte Gabriele Langenstein dazu an. ut
Verkehrsverbund schnell verbessern
19.10.2005 Saarbrücker Zeitung
VCD und Verdi: Auf kurze Wartezeiten sowie attraktive Anschlüsse kommt es an Im saarländischen Verkehrsverbund wird es keine Kinderfahrscheine geben, die den ganzen Tag gelten. Dies kündigte der Geschäftsführer der Regionalbus Saar-Westpfalz, Dieter Grünewald, bei einer Informationsveranstaltung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) an.
Saarbrücken. Schnelle Verbesserungen im saarländischen Verkehrsverbund fordern der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der an der Saar 500 Mitglieder hat, und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. So müsse den Kunden ein noch höherer Nutzen geboten werden, wozu möglichst kurze Umsteigezeiten und eine engere Vertaktung der Fahrpläne gehörten. Es reiche nicht, nur verbilligte Tarife auf den Strecken anzubieten.
Die Gesellschaft SaarVV, die den Verkehrsverbund koordiniert, müsse für eine noch bessere Öffentlichkeitsarbeit sorgen, fordert der Vorsitzende des VCD Saar, Manuel Schauer. So fehle immer noch eine einheitliche Hotline, bei der Kunden schnell Auskunft erhalten. Auch bleibe die Werbung für den Verbund hinter den Erfordernissen zurück. Dies betreffe besonders die Deutsche Bahn AG. So würden weder die Vorteile der Bahn-Card 25 hervorgehoben, noch werde den Bahnkunden gesagt, dass sie mit ihrem Fahrschein im Saarland auch jeden beliebigen Bus zu ihrem Fahrziel nutzen können. Wer die Bahn-Card 25 nutzt, erhalte auch bei jeder Busfahrt 25 Prozent Preisnachlass. Dieter Grünewald, Geschäftsführer der Regionalbus Saar-Westpfalz (RSW) und einer der Koordinatoren des Verkehrsverbundes, kündigt bereits Verbesserungen an.
So werde die Anzahl der Waben zur Ermittlung der Fahrpreise überprüft und in einigen Landesteilen verändert, insbesondere im Großraum St. Ingbert. Dort hat die jetzige Wabenstruktur für zum Teil erhebliche Verteuerungen gesorgt. Auch soll die Übersichtlichkeit der Angebote an den Fahrkarten-Automaten verbessert werden. Wer heute ein Tagesticket für den gesamten Verbund lösen will, sucht vergeblich nach einer Taste mit der Aufschrift "Tageskarte Verbund". Er muss einen Ort an der Landesgrenze eingeben, etwa Tettingen-Butzdorf unweit von Perl. Gleichgültig, ob er zu diesem oder einem anderen Ort fahren will. Dieses komplizierte Verfahren soll schnell geändert werden.
Nicht geändert werde die Regel für Kinderfahrscheine. Hier wurde die Altersgrenze von zwölf auf 14 Jahre angehoben, die Tickets gelten an Schultagen aber nur nachmittags. Wären sie ganztags gültig, ginge dies zu Lasten des Verkaufs von Schüler-Monatskarten. Monatskarten, die ganztags gültig sind, seien günstig und ermöglichten beliebig viele Fahrten zur Schule und privaten Zielen, so Grünewald. Mittlerweile lösten so viele Schüler morgens Einzelfahrscheine beim Busfahrer, dass es immer häufiger zu Verspätungen komme, räumt der VCD ein. ts
Schienenpersonennahverkehr im Saarland
Wünsche an DB Regio und das Ministerium für Wirtschaft
Rechtliche Rahmenbedingungen
2005 VCD Saarland - Manuel Schauer
Das Saarland hat durch einen Verkehrsvertrag die DB Regio AG mit der Erbringung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) beauftragt: DB Regio fährt die RE-und RB-Züge im Auftrag des Landes. Der Inhalt des Verkehrsvertrages ist der Öffentlichkeit nicht bekannt; es ist davon auszugehen, dass in dem Verkehrsvertrag die Standards der Bedienung festgelegt sind. Das Saarland erhält vom Bund aufgrund des Regionalisierungsgesetzes erhebliche Mittel, mit denen „insbesondere der Schienenpersonennahverkehr zu finanzieren ist“.
Missstände und Vorschläge zur Abhilfe
1. Pünktlichkeit und Anschluss-Sicherung
Durch den Einsatz beschleunigungsstarker Fahrzeuge ist es – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Fahrplans – gelungen, die Pünktlichkeit des Schienenpersonennahverkehrs zu steigern. Verspätungen, die häufig auf betriebsfremden Ursachen beruhen, lassen sich indes nicht völlig ausschließen. Die – von DB Regio so genannte – Pünktlichkeitsoffensive führt dazu, dass Züge in den Knotenbahnhöfen (z. B. Saarbrücken, Dillingen) nach Plan abfahren, ohne die Ankunft eines – auch nur wenige Minuten - verspäteten Zuges abzuwarten. Zum Beispiel ist häufiger zu beobachten, dass in Dillingen die RB nach Niedaltdorf abfährt, obwohl der RE aus Trier auf einem anderen Gleis – mit wenigen Minuten Verspätung - einfährt; dies ist besonders ärgerlich, da der „Anschlusszug“ vor den Augen von Fahrgästen abfährt. Das „Abfahren nach Plan“ der RB nach Niedaltdorf lässt sich nicht mit betrieblichen Notwendigkeiten begründen, da dieser Zug an seinem Zielbahnhof Niedaltdorf keinen Anschluss sicherzustellen hat.
Abhilfe könnte durch die Herstellung von Anschlüssen bei wenig verspäteten Zügen geschaffen werden, wobei – selbstverständlich – eine differenzierte Betrachtung zu erfolgen hat: Dort, wo der Anschluss-Zug seinerseits einen Anschluss sicherzustellen hat, ist eine verspätete Abfahrt weniger in Betracht zu ziehen als dort, wo kein weiterer Anschluss sicherzustellen ist. Ferner ist zu berücksichtigen, wann der nächste planmäßige Anschlusszug fährt: Wenn der nächste Anschlusszug planmäßig erst in 60 Minuten fährt, sollte länger gewartet werden als dann, wenn er in 30 Minuten fährt. Die Anschlussregelungen sollten im Voraus festgelegt (z. B. Abfahrt des RE in Saarbrücken HBf Richtung Kaiserslauten verzögert sich bis zu 3 Minuten, wenn RE aus Koblenz in Saarbrücken HBf verspätet eintrifft und hierdurch der Anschluss hergestellt werden kann) und den Fahrgästen kommuniziert werden.
Ferner sollten Anschlusszüge (z. B. RE aus Koblenz in Saarbrücken HBf, RE in Saarbrücken HBf Richtung Kaiserslautern) am selben Bahnsteig ein- bzw. abfahren; bei ankommenden RE-Zügen.
2. Fahrkartenverkauf im Zug
Durch den Verzicht auf den Einsatz von Zugbegleitern besteht für Kunden keine Möglichkeit mehr, im Zug einen Fahrschein zu erwerben. Ist der Fahrscheinautomat am Bahnhof defekt oder kommt der Fahrgast erst kurz vor Abfahrt des Zuges zum Bahnsteig und steigt dann ohne Fahrkarte ein, wird bei einer Kontrolle durch den „Prüfdienst“ ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ erhoben. Die Beweislast für den defekten Automaten trägt der Fahrgast.
Abhilfe könnte durch den Einbau von Fahrkartenautomaten in den Zügen geschaffen werden.
3. Einsatz von Zugbegleitern
Der Verzicht auf den Einsatz von Zugbegleitern führt nicht nur zu erhöhtem „Schwarzfahren“, sondern auch zu einer Einbuße der Sicherheit im Zug, zumindest des subjektiven Sicherheitsgefühls, da gegen Störungen (z. B. Rauchen, Pöbeln, Vandalismus) nicht mehr eingeschritten wird. Abhilfe könnte durch Einsatz von Zugbegleitern zumindest in den Abendstunden geschaffen werden. (MS)
Expertenrunde für Saarbrücken
13.07.2005 Pressemitteilung VCD
Die Grünen hatten mehrere Experten eingeladen, die zur aktuellen Verkehrssituation in Saarbrücken Stellung nahmen. Dabei seien nach Ansicht des VCD Saarland (im Verkehrsclub Deutschland) auf erhebliche Versäumnisse in der Verkehrspolitik hingewiesen worden, die nachhaltig auch mit für die marode finanzielle Lage der Landeshauptstadt verantwortlich seien.
Wenn für den Autoverkehr im Durchschnitt etwa 130 Euro pro Einwohner und Jahr (Prof. Monheim, Trier) ausgegeben würden, die nicht direkt im Haushalt erschienen, so seien dies für Saarbrücken über 20 Millionen! "Am Beispiel der aktuellen Großprojekte Ostspangenknoten und Ludwigsbergkreisel mit dem Ziel der Stauvermeidung und der beginnenden Schließung von Schulen, Schwimmbädern, Theater usw. wird deutlich, dass der Autoverkehr allem anderen die Luft nimmt" erklärt Dietrich Strohmaier, der 2. Vorsitzende des VCD Saarland. Staus könnten durch eine intelligente Verkehrspolitik - so eine weitere These von Prof. Monheim - reduziert werden.
Hierzu müsste der öffentliche Nah- sowie der Radverkehr gestärkt werden. In "intelligenteren" Regionen gebe es beispielsweise Firmen, die ihren Mitarbeitern Leihräder zur Verfügung stellten damit diese von und zu Bus und Bahn radeln könnten. Für diese Firmen würde dies sich sogar rechnen, weil sie nicht so viele Parkplätze bräuchten. "Das sind doch Ansätze, die sich wohltuend von der derzeitigen Denke einer angeblich autogerechten Stadt unterscheiden" so Strohmaier weiter.
Der Weg von Stadtplaner Dr. Häckelmann (siehe Artikel in der SZ vom 8.7.05 "Der Mann, der in grünen Wellen denkt") sei pragmatisch und nachzuvollziehen, so der VCD weiter. Mit der Schaltung der Ampeln hätte er richtig versucht, den vorhandenen Straßenraum optimal zu nutzen. Unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen seien dabei leider die Potentiale von Fuß- und Rad-Verkehr zu kurz gekommen. "Und dennoch beschweren sich viele Autofahrer über das häufige Ampelrot. Wollen die denn, dass alle Ampeln auf Grün gestellt werden?" fragt Strohmaier.
Auf ein weiteres Versäumnis habe der Chef von Cambio-Carsharing, R.Jahn, zu Recht hingewiesen. Weder die Wirtschaft noch die Verwaltung hätten die Vorteile von Carsharing in Saarbrücken erkannt: Geringere Kosten und weniger Parkraum. Außerdem führe Carsharing zu einer intelligenteren Auswahl der Verkehrsmittel je nach Sachlage. "Dies ist das wichtigste Ziel des auf ökologischen Verkehr ausgerichteten VCD" erklärt hierzu Manuel Schauer, der neue 1. Vorsitzende des VCD Saarland. So sei es nicht verwunderlich, erklärt der VCD weiter, dass unter den geschilderten Bedingungen dem Vertreter der Schwächsten im Straßenverkehr - nämlich der Radfahrer,
Thomas Fläschner vom ADFC blieb nur übrig, die desolate Situation des Radverkehrs in Saarbrücken zu beklagen. Die Menschen hätten Angst, auf der Straße zu fahren da Radwege fehlten. Und die neue Koalition im Stadtrat sei zudem dabei, das von der Lokalen Agenda 21 und dem ADFC entwickelte und vom alten Rat beschlossenen Veloroutenkonzept zu zerschlagen. "Hier schließt sich wieder der Kreis" sagt Schauer. "Der kostengünstige Radverkehrt wird bekämpft, der teure Autoverkehr gehätschelt - und dann wundert man sich wenn kein Geld mehr da ist". (VCD)
Langjährige Forderung des Clubs erfüllt
07.07.2005 (VCD Manuel Schauer)
Der Landesverband Saarland des Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV zum 1. August 2005. „Endlich ist es möglich, mit einem Ticket beispielsweise von der Saarlouiser Innenstadt zur Uni-Klinik in Homburg zu fahren“ so sein Sprecher Manuel Schauer. Damit wird eine seit langem erhobene Forderung des Clubs erfüllt, dessen Ziel die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs ist. „Erfreulich ist auch, dass die BahnCard zum Erwerb ermäßigter Fahrschein in den Bussen berechtigt. Damit wird diese zu einer Mobilitätskarte aufgewertet.“
Der Verkehrsclub übt jedoch auch Kritik: In vielen Fällen wird es zu einer Verteuerung der Fahrpreise kommen, vor allem dort, wo eine Strecke über eine Wabengrenze hinweg zurückgelegt wird: Wer von Luisenthal (in der Wabe Völklingen) nach Burbach (in der Wabe Saarbrücken) mit dem Zug fährt, muss € 2,60 zahlen, während bisher nur € 1,30 zu zahlen sind; auch die Fahrt mit dem Bus von Sulzbach nach Dudweiler wird deutlich teurer, weil die Wabengrenze in die Wabe Saarbrücken überschritten wird. Abhilfe könnte eine Kurzstreckenregelung (zum Beispiel: vier Haltestellenabschnitte im Bus, ein Haltestellenabschnitt in der Regionalbahn, zwei Haltestellenabschnitte in der Saarbahn) bringen. Der Verkehrsclub bezweifelt die Aussage von Minister Georgi (Saarbrücker Zeitung vom 2.Juli 2005), dass in höchstens 10 % der Fälle eine Preissteigerung eintreten werde: Allein durch den Wegfall der kostenfreien Mitnahmeregelung für Kinder unter 14 Jahren in Regionalbahnen und Regionalexpress-Zügen wird für Familien eine Verteuerung eintreten. Auch die Regelung, wonach Einzelfahrkarten für alleinreisende Kinder an Schultagen erst ab 15.30 Uhr gelten, wird als bürokratisch und wenig großzügig kritisiert. Auch für diejenigen Bahnreisenden, die mit der BahnCard 50 bisher eine Ermäßigung von 50 % erhielten, wird es vielfach teurer, weil die BahnCard 50 nur noch eine geringere Ermäßigung bietet.
„Wir wünschen uns die Einführung einer Saarland-Monatskarte zu einem attraktiven Preis, nämlich nach dem Vorbild der Regio-Karte für den Regio-Verkehrverbund Freiburg im Breisgau“ so der VCD-Sprecher. Monatskarten für diesen Verkehrsverbund, dessen Größe dem des Saarlandes entspricht, kosten € 39,50, während die Saarland-weit gültige Monatskarte des neuen Verkehrsverbundes € 133 kostet. „Wenn Monatskarten zu einem attraktiven Preis angeboten werden, werden viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel im Saarland nutzen“, ist der VCD überzeugt. Alternativ könnte daran gedacht werden, waben- oder streckengebundene Monatskarten an Wochenenden zu Gesamtnetzkarten aufzuwerten: Der Wochenendausflug mit Bus und Bahn würde dann nicht an den Kosten scheitern.
SaarVV Verkehrsverbund zum 1. August 2005
06.07.2005 Pressemitteilung VCD
Der Landesverband Saarland des Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV zum 1. August 2005. „Endlich ist es möglich, mit einem Ticket beispielsweise von der Saarlouiser Innenstadt zur Uni-Klinik in Homburg zu fahren“ so sein Sprecher Manuel Schauer. Damit wird eine seit langem erhobene Forderung des Clubs erfüllt, dessen Ziel die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs ist. „Erfreulich ist auch, dass die BahnCard zum Erwerb ermäßigter Fahrschein in den Bussen berechtigt. Damit wird diese zu einer Mobilitätskarte aufgewertet.“
Der Verkehrsclub übt jedoch auch Kritik: In vielen Fällen wird es zu einer Verteuerung der Fahrpreise kommen, vor allem dort, wo eine Strecke über eine Wabengrenze hinweg zurückgelegt wird: Wer von Luisenthal (in der Wabe Völklingen) nach Burbach (in der Wabe Saarbrücken) mit dem Zug fährt, muss 2,60 zahlen, während bisher nur 1,30 zu zahlen sind; auch die Fahrt mit dem Bus von Sulzbach nach Dudweiler wird deutlich teurer, weil die Wabengrenze in die Wabe Saarbrücken überschritten wird. Abhilfe könnte eine Kurzstreckenregelung (zum Beispiel: vier Haltestellenabschnitte im Bus, ein Haltestellenabschnitt in der Regionalbahn, zwei Haltestellenabschnitte in der Saarbahn) bringen.
Der Verkehrsclub bezweifelt die Aussage von Minister Georgi (Saarbrücker Zeitung vom 2.Juli 2005), dass in höchstens 10 % der Fälle eine Preissteigerung eintreten werde: Allein durch den Wegfall der kostenfreien Mitnahmeregelung für Kinder unter 14 Jahren in Regionalbahnen und Regionalexpress-Zügen wird für Familien eine Verteuerung eintreten. Auch die Regelung, wonach Einzelfahrkarten für alleinreisende Kinder an Schultagen erst ab 15.30 Uhr gelten, wird als bürokratisch und wenig großzügig kritisiert. Auch für diejenigen Bahnreisenden, die mit der BahnCard 50 bisher eine Ermäßigung von 50 % erhielten, wird es vielfach teurer, weil die BahnCard 50 nur noch eine geringere Ermäßigung bietet.
„Wir wünschen uns die Einführung einer Saarland-Monatskarte zu einem attraktiven Preis, nämlich nach dem Vorbild der Regio-Karte für den Regio-Verkehrverbund Freiburg im Breisgau“ so der VCD-Sprecher. Monatskarten für diesen Verkehrsverbund, dessen Größe dem des Saarlandes entspricht, kosten 39,50, während die Saarland-weit gültige Monatskarte des neuen Verkehrsverbundes 133 kostet. „Wenn Monatskarten zu einem attraktiven Preis angeboten werden, werden viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel im Saarland nutzen“, ist der VCD überzeugt. Alternativ könnte daran gedacht werden, waben- oder streckengebundene Monatskarten an Wochenenden zu Gesamtnetzkarten aufzuwerten: Der Wochenendausflug mit Bus und Bahn würde dann nicht an den Kosten scheitern.
Mehr Busse zur Lösung der Verkehrsprobleme
23.05.2005 (VCD Dietrich Strohmaier)
Der 1. FC Saarbrücken bleibt weiter in der 2. Liga. Dies bedeute auch weiterhin Verkehrsprobleme bei Spielen im Ludwigspark-Stadion, erklärte jetzt der VCD Saarland (im Verkehrsclub Deutschland LV Saarland). Denn die Landeshauptstadt komme offensichtlich mit den Verkehrsproblemen bei Großveranstaltungen wie etwa auch an der Saarlandhalle und von/zu den Saarterrassen nicht zurecht. Die Stadt habe in der Vergangenheit offensichtlich zu sehr auf das Auto gesetzt. Die
Erfahrungen in anderen größeren Städten zeigten, dass große Menschenmengen angemessen nur mit Bussen und Bahnen bewältigt werden können. Auch Fuß- und Radverkehr könnten einen erheblichen Beitrag leisten, so der VCD weiter. Dies gelte insbesondere für Stoßverkehre wie sie bei Großveranstaltungen entstehen. Autostraßen, Parkplätze und Parkhäuser müssten unverhältnismäßig groß angelegt werden. "Ich verstehe nicht wie jetzt - etwa unter Einsparzwängen im städtischen Haushalt - das Congress-Zentrum Saarland oder der FCS mehr Parkplätze und sogar ein Parkhaus fordern können" sagt hierzu Dietrich A. Strohmaier vom VCD Saarland. Begrüßenswert sei dagegen die Idee eines Kundentickets, so Strohmaier weiter. Wieso sei dies nicht schon längst auch für das Stadion verwirklicht ? In anderen Städten hätten sich solche schon seit Jahrzehnte bewährt wie übrigens auch schon hier an der Saarmesse oder den Güdinger Renntagen.
"Hat hier der stadteigene VVS-Konzern seine Hausaufgaben versäumt?" fragt Strohmaier weiter. Busse, Bahnen und Personal seien jedenfalls vorhanden. Sie müssten nur zielgerichtet zur eingesetzt werden. Der VCD Saarland fordert von der Verwaltung und den in den Aufsichtsräten vertretenen Parteien, ihre Anstrengungen für den Einsatz von mehr Bussen zu verstärken.
Saarlouis: kinder- oder autofreundlich?
04.11.2004 (VCD Gerhard Fischer)
Angesichts der aktuellen bildungspolitischen Diskussion könnte man davon ausgehen, dass uns die Kinder (und deren Entwicklung) wichtig sind. Nun ist Deutschland wahrlich nicht für Kinderfreundlichkeit berühmt. Die Stadt Saarlouis aber hat für ihr diesbezügliches Engagement hohe Auszeichnungen erhalten!
Um so mehr schockt die Diskussion um die Nutzung des Schulhofes (als Parkplatz!) an der Ludwigsschule. Sie ist ein Indiz für einen (gesellschafts-) politischen Irrweg, der offensichtlich von manchen mit Tunnelblick weiterverfolgt wird.
Schulhöfe sind von ihrer Deklaration her Schon- und Bewegungsräume für Kinder (und Jugendliche). Statt solche Tabu-Zonen dem Autoverkehr zu opfern, sollten sich die Ideengeber besser überlegen, ob sie das Weihnachtsgeschäft –wenn das denn wirklich so wichtig ist – mit einer Verbesserung des ÖPNV-Angebotes fördern sollten.
In Deutschland haben wir vier mal soviel Autos wie Kinder. Will denn gerade Saarlouis mit lokalpolitischen Entscheidungen eine solch makabere Entwicklung unterstützen?
Busse und Bahn bleiben im Saarland auf dem Abstellgleis
Landesregierung kapituliert beim Verkehrsverbund
28.04.2001 (VCD Dietrich Strohmaier)
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums droht der Verkehrsverbund zu scheitern. Der Landesregierung gelingt es wie auch der Vorgängerregierung nicht, die saarländischen Verkehrsbetriebe unter einen Hut zu bekommen. Insbesondere die Saarbrücker Verkehrsbetriebe Saartallinien und Saarbahn verhindern mit überzogenen Vorderungen einen Verbund.
Der nun von Wirtschaftsminister Georgi anvisierte Verbund der Unternehmen außerhalb des Stadtverbands Saarbrücken kann den ÖPNV im Saarland kaum attraktiver machen, so Carsten Jung Vorsitzender des VCD Saar, „wenn der Stadtverband Saarbrücken mit seinen 360.000 Einwohnern und 200.000 Pendlern nicht dabei ist, macht ein Verbund keinen Sinn.“
Auch die Hoffnung von Minister Georgi, daß die neue EU-Richtlinie zum ÖPNV für mehr Druck auf die Verkehrsuntenehmen sorgen werde und sie dann zum Verbund bereit währen, teilt der VCD nicht. Die EU-Richtline ist derzeit als Kommisionsvorlage in der Beratung und wird frühestens 2003/04 verabschiedet. Danach folgt eine ca.6-8 Jahre dauernde Übergangsfrist, bevor die Richtlinie dann in etwa zehn Jahren gilt. So lange sollten die Saarländer nicht auf einen Verbund warten müssen, während es Deutschland fast flächendeckend Verkehrsverbünde gibt. Selbst in den dünn besiedelten Regionen um das Saarland herum gibt es nun Verbünde. Der Westpfalz-Verbund startete am 1.4.2000 und der Verkehrsverbund Region Trier startete am 1.1.2001.
Hier stellt sich die Frage, warum es in Rheinland-Pfalz gelingt Verbünde einzurichten und saarländische Landesregierungen daran scheitern. Wieso können die Saarbrücker Verkehrsbetriebe, die sich zu fast zweidrittel aus Zuschüssen von Land und Stadt Saarbrücken finanzieren, mit fadenscheinigen Gründen einen landesweiten Verkehrsverbund blockieren.
Wenn Busse und Bahnen im Saarland einmal Bundesniveau erreichen sollen, ist ein landesweiter Verkehrsverbund aller Unternehmen unerläßlich. Bisher ist der Anteil des saarländischen ÖPNV am Gesamtverkehr nur halb so groß wie im Bundesdurchschnitt.
Der VCD fordert daher die Stadt Saarbrücken als Eigentümerin ihrer Verkehrsbetriebe auf dafür zu sorgen, daß die Blockadehaltung aufgegeben wird. Gleichzeitig muß die Landesregierung endlich das Heft in die Hand nehmen und notfalls störrischen Unternehmen mögliche Konsequenzen aufzeigen.
Die Zukunft des ÖPNV
11. Februar 2003 Podiumsdiskussion in Blieskastel
Mit der Einführung der City-Bahn im Jahr 1989 durch die Deutsche Bundesbahn hat der Öffentliche Nahverkehr im Saarpfalz-Kreis erstmals einen Aufschwung erlebt.
Im Taktverkehr, stündlich und halbstündlich, wurde die Kreisstadt Homburg über St. Ingbert an die Landeshauptstadt Saarbrücken angebunden. Auch die Strecke nach Neunkirchen wurde mit einem Taktverkehr aufgewertet. Im Jahr 1994 folgte die Strecke Zweibrücken - Lautzkirchen - Saarbrücken.
Seit zehn Jahren engagiert sich der Saarpfalz-Kreis finanziell im Öffentlichen Nahverkehr, zunächst mit dem Bliestal-Bus Homburg - Reinheim. Drei weitere Kreisbuslinien wurden seither eingerichtet: Der Höcherberg-Bus mit den Linien Homburg - Höchen - Bexbach und Bexbach - Limbach - Homburg und die Linie Blieskastel - Rubenheim - Aßweiler. Die Einrichtung weiterer Kreisbuslinien, etwa Aßweiler - Ormesheim - Ommersheim - St. Ingbert, steht noch aus.
Mit dem "Kaschtler Dolmusch" war die Stadt Blieskastel 1995 Vorreiter eines Stadtbusses im Saarpfalz-Kreis. Die Stadt Homburg hat vor fünf Jahren ein Stadtbusystem eingeführt, in der Stadt St. Ingbert ist ein solches System in Vorbereitung.
Das Saarland hat seit 1997 drei Regionalbuslinien im Saarpfalz-Kreis eingerichtet: Blieskastel - Flughafen Ensheim - Saarbrücken, Homburg - Zweibrücken und St. Ingbert - Neunkirchen. Keine Frage, der öffentliche Personennahverehr hat in den vergangenen 10 Jahren im Saarpfalz-Kreis einen Aufschwung erlebt. 6 Millionen Fahrgäste befördert die Regionalbus Saar-Westpfalz GmbH in ihren Bussen auf mehr als 40 Linien im Saarpfalz-Kreis . Dazu kommen die Kunden der Bahn.
Ob sich dieser Aufschwung mit der Einrichtung weiterer Linien fortsetzt oder angesichts leerer öffentlicher Kassen ein Rückschritt zu erwarten ist, wollen der Saarpfalz-Kreis und der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saarland, in einer Podiumsdiskussion klären. "Quo vadis ÖPNV - Wohin geht die Reise mit Bus und Bahn im Saarpfalz-Kreis" lautet der provokante Titel. Landrat Clemens Lindemann für den Saarpfalz-Kreis, Vertreter der zuständigen Ministerien in Saarbrücken, Markus Philipp vom VCD, Vertreter der RSW und Helmut Müller für die Agenda 21 (St. Ingbert) diskutieren im Podium die spannende Frage der Zukunft des ÖPNV im Saarpfalz-Kreis und im Saarland und laden zum mitdiskutieren ein.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. Februar 2003, ab 19 Uhr, in der Bliesgaufesthalle in Blieskastel statt.
Autor: ust http://www.saarpfalz-kreis.de/presse/2455.htm


