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Bahn-Standort Saarland gerät immer mehr in Gefahr
Saarbrücker Zeitung 28.01.2012
Die Deutsche Bahn baue an der Saar immer mehr Leistungen ab. Von Intercity-Verbindungen über die Zahl der ICE-Züge. Nach Koblenz verkehrten nur noch Bummelzüge. Die neue Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an der Saar will gegen diese Verschlechterungen vorgehen.
Saarbrücken. Der Bahnstandort Saarland, der sich in knapp zwei Jahrzehnten von 6000 auf 3000 Beschäftigte halbiert hat, gerät nach Ansicht der neu gegründeten Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) immer mehr in Gefahr. „Die Intercity-Bahnverbindungen nach Mannheim und Frankfurt stehen auf der Kippe, zwischen Saarbrücken und Paris verkehren nur noch täglich vier Hochgeschwindigkeitszüge und Richtung Trier, Luxemburg, Koblenz gibt es gar nur noch Bummelzüge“, beklagte der EVG-Landesvorsitzende Ralf Damde bei der Gründungsfeier seiner Gewerkschaft in der Saarbrücker Arbeitskammer.
„Wir werden uns in landespolitische Themen und auch bahnpolitisch im Konzern einmischen“, kündigte Damde im Beisein des EVG-Bundesvorsitzenden Alexander Kirchner und DGB-Landeschef Eugen Roth an.
Die Gewerkschaft EVG Saarland ist aus dem bundesweit schon Ende 2010 erfolgten Zusammenschluss der bisherigen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA hervorgegangen. Sie zählt nach eigenen Angaben 3700 Mitglieder und ist damit nun die fünftgrößte Einzelgewerkschaft im DGB-Landesbezirk. 15 Prozent der Mitglieder sind Frauen. In den letzten Monaten habe es einen zehnprozentigen Mitgliederzuwachs gegeben, berichtete Damde stolz: „Einmalig in der derzeitigen Gewerkschaftssituation“. DGB-Landeschef Roth begrüßte das jüngste Mitglied im Gewerkschaftsbund mit den Worten: „Ihr seid auf guter Schiene“. Es gelte nun dem gegenüber dem Bundesdurchschnitt überproportional starken Rückzug der Bahn im Saarland Einhalt zu gebieten. Das sei keine Kosten-, sondern eine Machtfrage.
Die Staatssekretärin im saarländischen Arbeitsministerium, Gaby Schäfer (CDU), sagte, der Zusammenschluss von Transnet (DGB) und GDBA zur EVG zeige, dass „Einheitsgewerkschaften kein Auslaufmodell“ seien. Sie könnten saarländische Interessen nun noch besser vertreten. Der 44 jährige Ralf Damde, Betriebsratsvorsitzender der DB-Regio wurde von der Versammlung einstimmig gewählt. ulo
Schmerzgrenze bei Preisen erreicht
31.12.2011 Pressemitteilung des VCD Saarland
Karl Heinz Janson, Landesvorsitzender
saarVV Preiserhöhung zum 1.1.2012 -- Der VCD Saarland protestiert
Verärgert zeigt sich der Verkehrsclub Saarland Landesverband Saarland e.V. (VCD) über die zum 1. Januar 2012 beschlossene wiederholte Erhöhung der Preise bei Bus und Bahn. Landesvorsitzender Karl Heinz Janson sieht bei verschiedenen Tarifen mittlerweile eine „Schmerzgrenze“ erreicht. Er und Vorstandsmitglied Peter Thomas wurden deshalb beim saarVV in Völklingen vorstellig, da der VCD befürchtet, dass dies zu einem Rückgang der ÖPNV Nutzer führt. Die Vertreter des Verkehrsverbundes zeigten für die Kritik des VCD Verständnis, wiesen aber auf die wirtschaftliche Situation im ÖPNV hin. Fast alle ÖPNV Verkehrsunternehmen, mit Ausnahme der DB, die klare Gewinnvorgaben zu erfüllen hat, machen mehr oder minder große Verluste. Die Treibstoffkosten sind um 15 % gestiegen und im Saarland schlägt der Rückgang der Bevölkerung zu Buche, so dass laut saarVV leider die Tarife angepasst werden mussten, um die steigenden Kosten auszugleichen.
Die VCD Vertreter stellten beim saarVV in dieser Situation eine gewisse Resignation fest. Es fehlt eine Strategie, nachhaltig für die Nutzung des ÖPNV zu werben und mehr Anreize zum Umsteigen und zur Nutzung zu schaffen. So forderte der VCD als Beispiel zum wiederholten Male, landesweit eine preiswerte auch wabenübergreifende Kurzstreckenkarte für fünf Bushaltestellen einzuführen. Dies wäre eine Alternative zu der die Umwelt in besonderem Maße belastenden Kurzstrecken-Autofahrten in den Orten. Diese Karte muss unbedingt wabenübergreifend gelten, da gerade bei kurzen Strecken die Wabengrenze den Fahrschein sehr teuer macht. Auch bemängelte der VCD die geringe Transparenz und Möglichkeit der ÖPNV Kunden zur Mitwirkung und Verbesserung des ÖPNV. Dies sollte bei der Novellierung des saarländischen ÖPNV Gesetzes unbedingt verbessert werden. Allerdings ist der VCD diesbezüglich von der saarländischen Politik enttäuscht, da den großen Ankündigungen zum ÖPNV im Koalitionsvertrag kaum konkrete Taten folgten und der Masterplan Mobilität im Saarland vor sich hin dümpelt.
(Siehe auch www.vcd.org/vorort/saarland/themen/verkehrsverbund )
Grenzüberschreitenden Nahverkehr ausbauen statt zu behindern
12.10.2011 khj
Der VCD Saarland begrüßt nachdrücklich die Aktivitäten des Saargemünder Bürgermeisters Céleste Lett, die nun dazu geführt haben, dass die Erhöhung der Stationsgebühr von derzeit 42.000 € auf 134.000 € pro Jahr für die Saarbahn vorerst verschoben wurde. Die für den 1. Januar 2012 angekündigten Erhöhung wäre gleichzeitig das Aus für die Saarbahn nach Saargemünd gewesen.
Für den VCD, so Vorsitzender Karl Heinz Janson, besteht die Integration Europas auch aus vielen kleinen Dingen im Grenzverkehr. Das ist zum Beispiel der gemeinsame grenzüberschreitende Radweg im Bliestal als auch die grenzüberschreitende Saarbahn nach Saargemünd. Dieses Leuchturmprojekt im Nahverkehr muss nach Ansicht des VCD dauerhaft bleiben und dient als Vorbild für weitere Projekte. So kann sich VCD vorstellen, die Warndtbahn einst mit einer Saarbahn zu befahren und in Großrosseln eine neue Verbindung nach Lothringen herzustellen zum umfangreichen Netz der ehemaligen lothringischen Grubenbahnen. Vielleicht, so der VCD, mutiert ja die Saarbahn einst zu einer MSL (METROSAARLOR), die unsere Grenzregion noch enger zusammenwachsen lässt.
KH Janson
Landesvorsitzender
Teures Ticket Richtung Mannheim
SZ-Leser-Reporter ärgert sich über Mehrkosten für S-Bahn-Fahrt Für weniger als zehn Euro mit der S-Bahn von Mannheim nach Homburg klingt nach einem echten Schnäppchen. In der Gegenrichtung wird es aber um einiges teurer. Das ärgert SZ-Leser-Reporter Volker Rodewald.
Blieskastel. Ein eklatantes Tarifgefälle bei seinen Bahnfahrten hat Volker Rodewald aus Blieskastel festgestellt: Wenn er mit der S-Bahn von Mannheim nach Homburg fährt, koste ihn das nach dem Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) 8,50 Euro, berichtet der SZ-Leser-Reporter. Ist er in umgekehrter Richtung auf der identischen Strecke unterwegs, müsse er dagegen für eine Bahnfahrkarte 18,70 Euro bezahlen – über zehn Euro mehr.
Für diesen ärgerlichen Missstand glaubt Rodewald, eine einfache Erklärung zu haben: Die Verbindung nach Homburg werde seitens des Landes Baden-Württemberg via VRN subventioniert, während das Land Saarland die Gegenrichtung nicht beziehungsweise weniger bezuschusst. „Die Tarifhoheit liegt bei den beiden Verbänden“, weist eine Bahn-Sprecherin die Verantwortung für die Preisunterschiede von der Deutschen Bahn. Alfred Stuppi, zuständig für Tarifangelegenheiten beim Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV), versucht, diese Regelung zu erklären: An Grenzstellen zwischen zwei Verkehrsverbünden wie in Homburg gebe es „immer wieder Unregelmäßigkeiten“. Zumal zwischen dem VRN und SaarVV keine Vereinbarung über einen Übergangstarif existiere. Die Bezuschussung bis Homburg sei dafür gedacht, dass die Kunden des VRN bis nach Zweibrücken oder Pirmasens weiterfahren können, wo wieder VRN-Tarif gilt. Dass die Kunden ihre Fahrt in Homburg beenden, sei „eigentlich nicht zulässig, aber nicht kontrollierbar“.
Im geschilderten Fall handele es sich um ein „Finanzierungs-Dilemma“ zwischen den beiden Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland. Um die Tarife zu harmonisieren, müsste das Saarland pro Fahrkarte 10,20 Euro drauflegen, erklärt Alfred Stuppi. Diesbezüglich eine klare Regelung zu finden, sei also Aufgabe der Politik und der „ÖPNV-Gesetzeslandschaft“. Sabine Schorr, Sprecherin des Saar-Verkehrsministeriums, beruft sich dagegen darauf, dass dieser Fall häufiger an Grenzen von Verbünden auftrete. Die Bahnstrecke über Rheinland-Pfalz nach Mannheim gehöre zum Bereich des VRN, mit dem das Saarland „nichts zu tun“ habe und dessen „Preispolitik man nicht beeinflussen“ könne. mv
Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von SZ-Leser-Reporter Volker Rodewald aus Blieskastel. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leserreporter@
sol.de
CO2-Wende ohne die Schiene nicht zu schaffen
EU-Zahlen: Verkehrssektor weiter Klimasorgenkind Nummer eins
Pressemitteilung ProBahn http://www.allianz-pro-schiene.de/D2511
Berlin. Der Verkehrssektor ist weiter Europas Klimasorgenkind Nummer eins. Das geht aus kürzlich veröffentlichten Zahlen der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Danach sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs EU-weit seit 1990 um 29 Prozent gestiegen. Alle anderen Sektoren konnten dagegen deutliche Rückgänge verbuchen: Die Industrie kam auf ein Minus von 34 Prozent, bei der Energie-Erzeugung reduzierte sich der Ausstoß von Treibhausgasen um 17 Prozent und die Haushalte konnten immerhin noch Einsparungen von 14 Prozent seit 1990 vorweisen. „Seit Jahren sitzt die Politik den Missstand im Verkehr aus“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag in Berlin.
„Die CO2-Minderung im Verkehr ist eine drängende Herausforderung, die politisch in den Fokus rücken muss“, sagte Flege. „Dabei ist auch Verkehrsverlagerung ein wichtiges Instrument.“ Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer verwies darauf, dass die Eisenbahn viel klimaschonender unterwegs sei als etwa der Lkw. So emittieren Güterzüge in Deutschland pro transportierter Tonne und Kilometer nur ein Viertel so viel CO2 wie Lkw. Noch besser sieht die CO2-Bilanz der Eisenbahn in Österreich aus, wo der Bahnstrom fast vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt: „Hier reden wir über den Faktor 15 im Vergleich zwischen Bahn und Lkw“, sagte Flege und begrüßte, dass im neuen EU-Weißbuch Verkehr erstmals ein verbindliches Treibhausgas-Minderungsziel von minus 60 Prozent bis 2050 für den gesamten Verkehrssektor festgeschrieben worden sei. „Wenn man sich die bisherigen Emissionen des Verkehrssektors vor Augen führt, ist dieses Ziel mehr als ehrgeizig“, sagte Flege. Allerdings verleite der lange Zeitraum dazu, den jetzt schon drückenden Reformstau an die nächste Politikergeneration weiterzugeben. „Dennoch setzt das Weißbuch die richtigen Signale.“
In einem Beschluss vom 17. Juni begrüßte der Bundesrat die Ziele des EU-Weißbuchs, meldete jedoch ebenfalls Bedenken an, ob es ausreichend sei, den Löwenanteil der Minderung erst für die Zeit nach 2030 anzupeilen. „Der Bundesrat hat erhebliche Zweifel an dieser Zukunftsrechnung und hält höhere Reduktionen in den nächsten 10 bis 20 Jahren für erforderlich, um das Minderungsziel bis 2050 insgesamt erreichen zu können“, heißt es in der aktuellen Stellungnahme.
Flege wies darauf hin, dass der EU-weite Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrssektors in den Jahren 2008 und 2009 erstmals nicht weiter angestiegen sei. Nach Ansicht der Allianz pro Schiene ist es aber zu früh, dies schon als Trendwende zu interpretieren. „Man muss bedenken, dass 2008 und 2009 der Verkehr infolge der Wirtschaftskrise fast überall in Europa stark zurückgegangen ist“, sagte Flege. „Auf dem richtigen Weg sind wir erst, wenn sich der Trend sinkender Emissionen in den nächsten Jahren fortsetzt.“
Neuer Fahrplan für die Omnibusse ins Bliestal
Am Montag 6. Juni 2011 tritt ein neues Fahrplanheft der Saarpfalz- Bus GmbH in Kraft. Die meisten Änderungen betreffen den Raum Homburg und Bliestal. Die Abfahrtszeiten der Linien 501, 551, 552 und MS 3 werden leicht verändert. Wie die Firma mitteilt, werden Fahrzeiten um einige Minuten abgewandelt, damit Anschlüsse besser zu erreichen sind. Die Fahrt der Linie 551 ab Homburg um 12:22 Uhr bis Blieskastel bedient ab Montag auch das Saarpfalz-Gymnasium (12.19 Uhr) und das Johanneum (12.26 Uhr). Um besseres Umsteigen nachmittags vom Johanneum ins Bliestal zu ermöglichen, hält die Linie 572 um 15.32 Uhr ab Johanneum auch an der Haltestelle „Schweizerstuben”. Mit mangelnder Nachfrage wird die Abschaffung folgender Fahrten begründet: Die Linie 577 dienstags und donnerstags um 8.10 Uhr ab Gersheim über Peppenkum bis Blieskastel sowie die Linie 578 um 14.10 Uhr ab Peppenkum bis Globus Einöd. Die Fahrt der Linie 506 ab Blieskastel Freizeitzentrum fährt erst ab Busbahnhof um 14:.0 Uhr statt um 14.17 Uhr am Freizeitzentrum. Die neuen Fahrplanhefte liegen in den Stadtbus-Büros Homburg und St. Ingbert, im Rathaus Blieskastel III, im Bickenalb-Center Altheim, im Bliestal- Klinikum Lautzkirchen und im Kreiskrankenhaus St.Ingbert aus. Information bei der Saarpfalz- Bus unter Telefon 0681/ 416230 oder unter www.saarfahrplan.de. (red)
SCHUTZSTREIFEN - Konzept der Zukunft für einen sichereren Verkehr auf unseren Straßen
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SCHUTZSTREIFEN auf der Fahrbahn, KERNFAHRBAHN (Schweiz) oder CHAUCIDOU (Frankreich) - Das ist das Konzept der Zukunft für einen sichereren Verkehr auf unseren Straßen, gerade wenn das Geld knapp wird.
Wir haben daher als VCD beim MUEV (Staatssekretär Grünewald) eingefordert, stärker diese kostengünstige und schnell umsetzbare Maßnahme zu forcieren.
Der 18.06.2011 als Tag der Verkehrssicherheit war Anlass, einmal mehr intelligente Maßnahmen zur Gestaltung des Straßenraumes bekannt zu machen und auf den Weg (eigentlich die Fahrbahn) zu bringen.
Weitere Infos dazu in unserer kurzen Medieninfo anbei.
Einigung auf einen Flughafen für die Großregion
Jährlich acht Millionen € im Saarland einsparen durch Einigung auf einen Flughafen für die Großregion
Windpark statt Flughafen verspricht mehr Rendite
Pressemitteilung 25.06.2011 hier downloaden
Der ökologische Verkehrsclub (VCD) Landesverband Saarland regt an, anlässlich der aktuellen Sparüberlegungen im Saarland und der Flughafengespräche mit Rheinland-Pfalz am 29.6., den Flugverkehr als Einsparpotenzial genauer zu untersuchen.
Nach Analysen des VCD flossen seit 2009 über 30 Millionen Euro aus Steuergeldern in den Saarbrücker Flughafen Ensheim. Seine Eignerin, die „Verkehrsholding Saarland GmbH“ empfängt jährlich acht Millionen Euro aus Landesmitteln für die Flughafen Saarbrücken GmbH (siehe Anlage). Ohne diese öffentlichen Subventionen steht der Flughafenbetrieb vor dem Aus.
Seit Jahrzehnten fließen saarländische Steuermittel zur Förderung einer hier laut VCD Saar ökologisch fragwürdigen Verkehrstechnik. Sie kommt nur Wenigen zu Gute kommt und muss daher besser organisiert werden. Diese Subventionen fließen zudem zusätzlich zu den bestehenden Befreiungen des Flugverkehrs von der Mehrwertsteuer (international) und von der Mineralölsteuer.
Jeder der nur 400.000 Fluggäste ab Saarbrücken wird somit mit rund 20,- € aus dem Saarhaushalt bezuschusst. Aus diesem Grund regt der VCD Saar an, folgende Aspekte in die Diskussion der Haushaltsstrukturkommission einzubringen:
• „Die Großregion braucht höchstens einen gemeinsamen Flughafen und nicht
fünf“, erläutert Werner Matthias Ried vom Vorstand des VCD-Saar die
regionale Flughafensituation mit den konkurrierenden Standorten Luxemburg,
Hahn, Zweibrücken, Ensheim und Metz-Nancy-Lorraine.
• Ein Fortbestehen von fünf internationalen Verkehrsflughäfen, deren paralleles
Überleben jeweils mit erheblichen Steuermitteln betrieben wird, ist nicht
zukunftsfähig, weder ökologisch noch ökonomisch.
• Eine entsprechende Kooperation mit den Nachbarregionen erlaubte,
erhebliche Mittel einzusparen; die Stilllegung von Saarbrücken Ensheim darf
kein Tabu mehr sein.
• Das Einsparen der saarländischen Flughafenmillionen sollte auch die
Diskussion um eine Nachfolgenutzung des Standortes Ensheim beflügeln: „Er
bietet angesichts bereits vorhandener Energieerzeugungsanlagen und dank
seiner Topographie ideale Voraussetzungen für einen Windpark“, so Ried
weiter. Ein Windpark wird zudem ökologisch und ökonomisch mehr Rendite
abwerfen im Vergleich zum derzeit subventionierten Flughafenbetrieb.
Angesichts der Blockadepolitik des Saarlandes bei der Diskussion zur Reaktivierung von Bahnstrecken ist die Subvention des Flugbetriebs in dieser großen Millionenhöhe nach Meinung des VCD unerträglich: Zum Betrieb neuer Bahnen wie z.B. Homburg-Zweibrücken werde um wenige hunderttausend Euro gestritten. Der ökologisch und sozialpolitisch zweifelhafte Flugverkehr erhält hingegen wie selbstverständlich einen jährlichen Steuersegen in Höhe von acht Millionen für ein künstliches Überleben.
Bei Rückfragen:
W. M. Ried, stellv. Landesvorsitzender VCD Saar, Mobil 0151/16407460
__________________
AUSZUG von S. 29 des Haushaltsplanes des Saarlandes für das Rechnungsjahr 2011, Kapitel 21 01 21 02 21 03 21 04 Einzelplan 21
Allgemeine Finanzverwaltung INHALT
Vorbemerkungen Steuereinnahmen, Finanzausgleich und Ergänzungszuweisungen Allgemeine
Bewilligungen Forderungen und Schulden Versorgung
831 17 835 Kapitalzuführung an die Verkehrsholding Saarland GmbH............ 8000000 8000000 — 16185
Die Verkehrsholding Saarland GmbH ist Alleingesellschafter der Hafenbetriebe Saarland GmbH und der Flughafen Saarbrücken GmbH und mit diesen beiden Tochtergesellschaften durch Ergebnisabführungsverträge verbunden.
Acht neue Stadtlinienbusse in Saarbrücken
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Am 30. Mai 2011 hat die Saarbahn acht neue Stadtlinienbusse in Betrieb genommen. Auf dem Platz vor dem Staatstheater wurden die Busse in Anwesenheit von Umweltstaatssekretär Klaus Borger und Oberbürgermeisterin, Charlotte Britz, offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Die neuen Fahrzeuge stellen für die Saarbahn GmbH eine Gesamtinvestition von knapp 1,9 Mio. Euro dar. Mit deren Inbetriebnahme werden acht alte Busse mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren ausgemustert. Staatssekretär Borger überreichte Saarbahn-Geschäftsführer Norbert Reuter dazu einen Scheck über 600.000 Euro. Diesen Betrag erhält das Verkehrsunternehmen als Zuschuss nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für die Anschaffung der Fahrzeuge.
Der Staatssekretär äußerte anlässlich der Übergabe: „Der öffentliche Personennahverkehr muss auch in Zeiten knapper finanzieller Mittel seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Auto halten. Die Förderung der neuen Busse ist hierfür eine wichtige und zukunftsgerichtete Maßnahme. Kontinuierlich in moderne Technologien zu investieren heißt nämlich auch, die Umwelt zu schützen und Barrierefreiheit auszubauen.“ Auch Oberbürgermeisterin Charlotte Britz betonte: „Zur Lebensqualität in der Landeshauptstadt und den Umlandgemeinden gehören auch gute Verbindungen mit Bussen und Bahnen. Die Saarbahn GmbH trägt mit den kontinuierlichen Investitionen in ihren Fuhrpark dazu bei, dass die Qualität des ÖPNV in Saarbrücken mit den Kundenanforderungen wächst. Ich würde mich freuen, wenn die neuen Busse für den ein oder anderen Anlass sind, das Auto mal stehen zu lassen und unseren ÖPNV in und um Saarbrücken zu testen.“
Die neuen Diesel-Solobusse von Mercedes Benz des Typs „Citaro“ verfügen über die Abgasnorm „EEV“ (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) und erfüllen damit den gegenwärtig anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard. Dessen Grenzwerte liegen noch unter denen der Euro 5 Norm. Norbert Reuter, Mitglied der Geschäftsführung dazu: „Die Busflotte der Saarbahn zählt bereits seit vielen Jahren zu den umweltfreundlichsten im gesamten Bundesgebiet. Kostenersparnis, Umweltschutz und Komfort für unsere Fahrgäste sind hierbei wichtige Leitlinien unseres Unternehmens.“
Mit den neuen Citaros nimmt die Saarbahn nun erstmals auch Fahrzeuge in Betrieb, die über Klimaanlagen verfügen, so dass den Fahrgästen auch in den Sommermonaten die Nutzung der Busse bei angenehmen Innenraumtemperaturen ermöglicht wird. Alle Fahrzeuge sind behindertengerecht mit Absenkvorrichtungen und Klapprampen für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ausgestattet. Die Ausstattung trägt dem Kneeling-Konzept des Unternehmens Rechnung, das seit April 2011 umgesetzt wird. Dadurch soll mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, Eltern mit Kinderwagen, sowie Fahrgästen mit Rollator oder schwerem Gepäck der Einstieg erleichtert werden. Darüber hinaus werden die neuen Busse mit einer Videoüberwachung ausgerüstet. Die Kameras sind Bestandteil des Sicherheitskonzeptes der Saarbahn GmbH und sollen Straftaten verhindern und insbesondere präventiv wirken.
Für den VCD begrüßte Landesvorsitzender Karl Heinz Janson die Investition in den ÖPNV. Besonders freut, dass dabei einige Forderungen des VCD aus seinem Positionpapier Berücksichtigung fanden.
Bahn-Reaktivierung Homburg-Zweibrücken unterstützen
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Stillgelegte Schienenstrecken reaktivieren |
Pressemitteilung 14.04.2011
Werner M. Ried VCD Saarland stellv. Landesvorsitzender
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VCD Saarland: kostengünstige Chance für zwei neue, ortsnahe Bahnhöfe in Beeden und Schwarzenacker ergreifen !
Das Saarland muss die Option zur Bahn-Reaktivierung Homburg-Zweibrücken unterstützen - traditionsreiche Elektromobilität statt verkehrspolitischem Stillstand
Der Verkehrsclub Deutschland Landesverband Saarland (VCD) sieht in der Reaktivierung der Bahnverbindung zwischen Homburg und Zweibrücken die besondere Gelegenheit, die Homburger Ortsteile Beeden und Schwarzenacker mit attraktiven Haltepunkten für den Schienenpersonenverkehr und neuem Angebot auszustatten. Nach Vorstellung von Rheinland-Pfalz sollen hier zukünftig direkte Zugfahrten nach Mannheim und Zweibrücken möglich sein.
In Homburg-Beeden bietet sich an, einen neuen Haltepunkt näher zur Siedlung in Höhe der Brücke der „Blieskasteler Straße“ einzurichten. Damit würde die Erreichbarkeit der Bahn deutlich verbessert im Vergleich zur früheren Lage des Haltepunktes. Neben den 3.000 Anwohnern erhielten insbesondere auch die fast 1000 Mitarbeiter der ansässigen Industriebetriebe (u.a. ThyssenKrupp-Gerlach, Finkendei, Homburger Eisengroßhandel, KSB, etc.) eine umweltfreundliche und attraktive Alternative für ihre tägliche An-/ Abreise zum Arbeitsplatz-
In Schwarzenacker kann die Lage des ehemaligen Bahnhofs als neuer Haltepunkt „Schwarzenacker / Römermuseum“ wieder eingerichtet werden. Der Bahnsteig kann dann sowohl von der Brücke „Bierbacher Straße“ als auch von der Homburger Straße am Römermuseum erreicht werden. Zwischen Römermuseum und Bahn sind es kaum 5 Minuten Fußweg. „Die touristische Anziehungskraft werde durch solch eine Kombination deutlich gestärkt“, meint dazu Werner Ried vom VCD Landesvorstand Saar.
In einem Ortstermin hatten sich VCD-Vertreter vom Zustand der Bahnstrecke überzeugt: Die Schienenverbindung ist nur zwischen Schwarzenacker und Einöd auf einer Länge von knapp 400 m unterbrochen. Die verbliebene ehemalige Bahntrasse mit einem Gleis aus Betonschwellen ist noch in einem überraschend guten Zustand.
Der VCD fordert daher die saarländische Landesregierung auf, umgehend die Aktivitäten ihrer rheinland-pfälzischen Kollegen zur Wiederaufnahme des Schienenverkehrs zwischen Homburg und Zweibrücken zu unterstützen. Dazu zähle insbesondere, die Bedienung dieser Strecke im Personenverkehr als Option in das Ausschreibungsverfahren für den Nahverkehr zu integrieren. Andernfalls drohen Mehrkosten, auf deren Senkung ja gerade das Saarland besonderen Wert lege. Ferner müsse man sich bezüglich der jährlichen Betriebskosten von ca. 1 Million Euro auf eine Verteilung einigen.
Hintergrund
Bisher mehr investiert für Ab- statt Aufbau...
Der VCD bedauert, dass ein solches Kapital wie das noch vorhandene Gleis von Homburg nach Schwarzenacker nicht genutzt wird. „Im Saarland wurden in den letzten 30 Jahren offensichtlich mehr Finanzmittel eingesetzt, um vorhandene Schieneninfrastruktur abzubauen denn für einen umweltfreundliches Schienenangebot wieder herzurichten“, kommentierte Werner Ried die groteske Entfernung weniger Meter Gleise zwischen Schwarzenacker und Einöd. „Dieser Abbau hatte ausschließlich zum Ziel, eine Nutzung der Schienenverbindung im Personen- und leider auch im Güterverkehr zu verhindern. So etwas wäre bei Straßen unvorstellbar. Hier wurde unter Tolerierung der zuständigen Behörden bundeseigenes Kapital zerstört.“
Ausbau Elektromobilität als nahe Zukunftsperspektive
Als Zukunftsperspektive sieht der VCD die Chance, bei Aufnahme des Personenverkehrs nach Zweibrücken auch die Schienenverbindung zwischen Homburg und Blieskastel-Lautzkirchen wieder mit einem Personenverkehrs-Angebot auszurüsten und die fehlenden rund 15 Kilometer zwischen Rohrbach und Schwarzenacker für den elektrischen Betrieb herzurichten. Somit erhalte diese „Biosphäre-Bliesgau-Bahn“ eine umweltfreundliche Betriebsweise. Bei Anbindung an Homburg kann die Erreichbarkeit der Biosphäre Bliesgau als ein Fahrtziel Natur deutlich verbessert werden.
VCD von Landespolitik enttäuscht
Der VCD hat wenig Verständnis für die Zurückhaltung des saarländischen Verkehrsministeriums im Bereich Reaktivierung vorhandener, aber bisher ungenutzter Bahninfrastruktur. Trotz der finanziellen Zusagen aus Rheinland-Pfalz hält das Taktieren und der Stillstand in der saarländischer Schienenverkehrspolitik weiter an. Auf der einen Seite würden -so der VCD- Millionen für einen Streckenneubau zur Saarbahn investiert. Eine Nutzung des vorhandenen Kapitals an Schieneninfrastruktur werde jedoch vergleichsweise stiefmütterlich behandelt: Bereits gebaute Strecken werden nicht genutzt, obgleich hier nur ein Angebot auf den bereits gebauten Strecken zu organisieren wäre.
Nach eineinhalb Jahren grüner Verantwortung in der Verkehrspolitik ist der VCD daher enttäuscht: Nennenswerte Fortschritte für eine ökologischen Neuanfang im saarländischen Verkehr sind nicht zu erkennen. Der VCD mahnt, den angesichts von Klimawandel und PeakOil (Maximum der Erdölförderung überschritten) dringend notwendigen Paradigmenwechsel in der Organisation des Verkehrs einzuleiten. Das einseitig auf das Auto orientierte Saarland habe noch großen Nachholbedarf im Bereich der Fahrradförderung, der sicheren Straßengestaltung für den sanften Verkehr und eben im Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Von einer grünen Landesverkehrspolitik erwarte der VCD, dass dieser Rückstand nicht nur überwunden werde. Es bedarf richtungsweisender Projekte, die eine ökologisch und ökonomisch orientierte Neuausrichtung unterstreichen. Demgegenüber erscheine die saarländische Verkehrspolitik ideenlos und konservativ, bedauert der VCD.
Der Bahn fehlen weiter die elektrischen Talente
Presseartikel anbei ein Bericht, der auch das Saarland betrifft in der Verbindung nach Koblenz.
Verkehrsclub: Pläne für Bahnhaltepunkt Burbach-Mitte mangelhaft
Saarbrücker Zeitung 19.03.2011
Burbach. Der Landesverband Saar des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hofft auf eine deutliche Verbesserung der Erreichbarkeit des IT-Parks durch den neuen Haltepunkt der Bahn in Burbach-Mitte. „Mitarbeiter und Geschäftspartner innovativer Unternehmen erwarten heute eine gute öffentliche Nahverkehrsanbindung“, sagt Andrea Schrickel vom VCD Landesvorstand. Unverständlich findet der VCD allerdings den Verzicht auf eine direkte fußläufige Anbindung des Haltepunktes Richtung Osten an die Wohnviertel im Bereich Von-der-Heydt- und Hubert-Müller-Straße. Um von dort zu den Bahnsteigen zu kommen, müssen laut VCD lange Umwege über die Gerhardstraße oder die Weyersbergbrücke in Kauf genommen werden. Weiterer Schwachpunkt ist aus Sicht des VCD die umständliche Zuwegung vom Burbacher Markt über den Marktsteig. Obwohl man die Bahnsteige fast vor sich sehe, erreiche man das gegenüberliegende Gleis nur über die Jakobbrücke. „Wenn dort nicht nachgebessert wird“ sagt Andrea Schrickel, „befürchten wir, dass die erwarteten 200 Fahrgäste pro Tag nicht erreicht werden.“ red
VCD begrüßt neuen Bahnhaltepunkt in Burbach
PRESSEMITTEILUNG 18.03.2011
Andrea Schrickel, Mitglied des Landesvorstandes des VCD Saarland
Planung weist jedoch Mängel auf
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Saarland sieht eine deutliche Verbesserung der Erreichbarkeit des IT-Parks durch den neuen Haltepunkt der Bahn in Burbach-Mitte.
„Mitarbeiter und Geschäftspartner innovativer Unternehmen erwarten heute eine gute öffentliche Nahverkehrsanbindung“, so Andrea Schrickel vom VCD Landesvorstand und fordert deswegen auch die Busfahrpläne so anzupassen, dass in der Jakobstraße ein gut funktionierender Umsteigepunkt von Bahn und Bus entsteht. Die neuen Bahnsteige werden oberhalb des Burbacher Markts liegen und westlich über Gerhardstraße, Jakobbrücke und den Marktsteig angebunden.
Unverständlich findet der VCD den Verzicht auf eine direkte fußläufige Anbindung Richtung Osten, an die Wohnviertel im Bereich Von-der-Heydt- und Hubert-Müller-Straße. Um von hier zu den Bahnsteigen zu kommen, müssen lange Umwege über die Gerhardstraße oder die Weyersbergbrücke in Kauf genommen werden. Weiterer Schwachpunkt ist die umständliche Zuwegung vom Burbacher Markt über den Marktsteig, obwohl man die Bahnsteige fast vor sich sieht. Das gegenüberliegende Gleis erreicht man nur über die Jakobbrücke.
„Wenn hier nicht nachgebessert wird“ so Andrea Schrickel, „befürchten wir, dass die erwarteten 200 Fahrgäste pro Tag nicht erreicht werden“.
Der VCD fordert daher die Stadt Saarbrücken und das für Bahnverkehr zuständige Umweltministerium auf, die Planungen zu ergänzen und zusätzliche Zugänge zu den Bahnsteigen zu schaffen.
Bahn soll attraktiver werden
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich für den Ausbau des Bahnnetzes an der Saar ein. So bestünden etwa gute Chancen, Blieskastel und die Biosphären-Region an die Verbindung Homburg-Zweibrücken anzubinden. Gleichzeitig biete die Reaktivierung ehemaliger Bahntrassen viele Chancen, Fahrgäste zu locken.
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia 25.02.2011
Völklingen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) an der Saar will in Gesprächen mit der Landesregierung, Bürgermeistern und der Bahn erreichen, dass das Nahverkehrsnetz im Saarland ausgebaut und zeitlich attraktiver gestaltet wird. Dabei verfolgt der VCD eine Mehr-Wege-Strategie. Kurzfristig müssten bestehende Verbindungen zeitlich besser aufeinander abgestimmt werden, um Anschlüsse besser zu erreichen, besonders in den Abendstunden. Hier müsse auch über zusätzliche Züge nachgedacht werden. Wenn beispielsweise der letzte Zug von Saarbrücken über Zweibrücken nach Pirmasens kurz nach 21 Uhr fährt, seien zahlreiche Berufspendler, Jugendliche und Besucher gezwungen, grundsätzlich das Auto dem Zug vorzuziehen. Solche Beispiele gäbe es an vielen Stellen im Saarland. Hier sei die Landesregierung als Besteller der Verbindungen gemeinsam mit der Bahn gefordert, Verbesserungen zu erreichen. Als positives Beispiel für attraktive Verbindungen sieht der VCD die Strecke zwischen St. Ingbert und Dillingen an. Dort sei es in den vergangenen Jahren durch eine deutlich bessere Vertaktung gelungen, viele zusätzliche Zugnutzer zu gewinnen.
Im zweiten Schritt setzt sich der VCD für intelligente Erweiterungen an bestehenden Planungen ein. So habe man bei der Diskussion um die Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken bisher vergessen, auch Blieskastel mit der gesamten Biosphärenregion einbinden zu können. Hierzu sei es nötig, in Höhe des Bahnhofs Einöd eine 600 Meter lange Verbindungskurve zu reaktivieren, auf der früher Gleise lagen. So könne man mehr Pendlern im Saarpfalz-Kreis attraktivere Bahn-Verbindungen bieten. Und Urlaubern sowie Besuchern aus Richtung Mannheim/Kaiserslautern ermöglichen, spätestens ab Dezember 2014 die gesamte Biosphärenregion zu erreichen. Das stärke gleichzeitig den Tourismus mit der Hotellerie und Gastronomie.
In einem weiteren Schritt will sich der VCD dafür einsetzen, dass bestimmte stillgelegte Strecken wieder reaktiviert oder bestehende Trassen durch Veränderungen optimiert werden. Dadurch könne man gerade auch in einigen Ballungszentren zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Bestes Beispiel sei die Primstalbahn. Hier müsse Priorität sein, zwischen Dillingen und Lebach die Dillinger Hütte und Ford anzubinden, womit man tausende Arbeitskräfte erreichen könne. Mit einigen neuen Haltepunkten entlang der Strecke entstünden zudem bessere Verbindungen in Richtung Illingen-Neunkirchen.
An der Saar lägen wegen der einst besonders starken Montanindustrie noch zahlreiche Gleise beziehungsweise ehemalige Trassen, die man nutzen könne. Große Hoffnungen setzt der VCD auf die Verlängerung der Niedtalbahn von Dillingen über Niedaltdorf hinaus nach Bouzonville, was Pendler aus Lothringen einbinde. Auch eine bessere Verbindung zwischen Überherrn-Völklingen-Saarbrücken mit der Bisttalbahn sowie eine Saarbahn-Strecke von Saarbrücken nach Völklingen auf der linken Saarseite über Gersweiler schaffe mehr Anreize, das Auto stehen zu lassen.
Meinung
Sinnvolles Konzept
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Die Ideen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), wie man die Nutzung der Bahn an der Saar attraktiver gestalten kann, verdienen Beachtung. Nicht alles wird aus Kostengründen zu realisieren sein, einiges aber schon. Etwa die Optimierung der Anschlüsse an Abenden. Schluss mit Wartezeiten von einer Stunde und länger, weil der Anschluss gerade weg ist. Die Anbindung von Blieskastel und der Biosphärenregion an die Verbindung Zweibrücken-Homburg muss kommen. Das macht auch für den Tourismus Sinn. Hier müssen sich Interessenten laut zu Wort melden. Die Reaktivierung von alten Bahntrassen ist in einigen Fällen sinnvoll. Zumindest muss sie seriös geprüft werden.
Neue Fahrzeuge für Saar-Pfalz-Bus
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Auf dem Homburger Christian-Weber-Platz wurden am 22. Januar acht von insgesamt 17 neuen Linienbussen der Saar-Pfalz-Bus vorgestellt. Deren Anschaffung förderte die Landesregierung, vertreten durch die Umweltministerin Dr. Simone Peter, mit Übergabe eines Schecks in Höhe von 824.000 €, rund
50 % der Buskosten, an die Geschäftsführer Uwe Loeschmann und Bernhard Ehmann. Landrat Clemens Lindemann begrüßte die Unterstützung durch die Landesregierung. Er sah darin eine Anerkennung für das Engagement des Kreises in Sachen Nahverkehr, dessen weitere Verbesserung er als wichtige Aufgabe sieht auch, im Hinblick auf das Biosphärenreservat Bliesgau.
Landesweit hat die Saar-Pfalz-Bus GmbH seit Jahresbeginn 17 Fahrzeuge vom Typ MAN Lions City in Betrieb genommen worden, zehn davon fahren im Saarpfalz-Kreis. Von den dort eingesetzten Bussen verfügten acht über Dieselmotoren mit neuer Abgastechnologie nach Euro-6-Norm, die ab 2012 verbindlich wird. Zwei weitere Busse haben Erdgasantrieb. Die Busse mit Dieselmotor haben 44, die mit Erdgasantrieb 43 Sitzplätze. Neu entwickelte Automatikgetriebe von Voith bzw. ZF in den Bussen tragen mit zur Energieeinsparung bei. Alle Busse sind behindertengerechte Niederflurfahrzeuge. (MP)
Saarbrücken unter Zugzwang
Saar-Airport verliert Verbindungen an Zweibrücken – Wenig Besserung erwartet
Dem Saarbrücker Flughafen gelingt es derzeit nicht, das Angebot an Ferienflügen zu verbessern. Zweibrücken hat bessere Karten bei einigen Reiseveranstaltern. Die Branche setzt verstärkt auf die Pfalz.
Von SZ-Mitarbeiter Otto Deppe 20.01.2011
Saarbrücken. Urlauber, die vorhatten, im Sommer 2011 ab Saarbrücken Ensheim in die Ferien zu starten, müssen ihre Planung ändern. Denn viele Ziele, wie die Kanaren, Ägypten, Kreta, Ibiza oder Tunesien, können nicht mehr non-stop ab Ensheim angesteuert werden. Die bedient der Reiseveranstalter Thomas Cook jetzt stattdessen vom Flughafen Zweibrücken. Grund für die Verlegung war die Insolvenz der Fluggesellschaft Hamburg International im Oktober 2010. Thomas Cook als deren größter Kunde musste kurzfristig schon für den laufenden Winter umdisponieren und hat die Flüge an den benachbarten Flughafen Zweibrücken verlagert, wo Tuifly noch freie Kapazitäten hatte. Die Tui als größter Touristikkonzern Europas war kurzfristig sogar in der Lage, das Angebot weiter aufzustocken. „Wir haben die Kapazitäten der Hamburg International ab Saarbrücken durch eigenes Flugangebot ab Zweibrücken eins zu eins ersetzt und fliegen jetzt mehr, als wir ursprünglich ab Zweibrücken fliegen wollten“, sagt Tui-Deutschland-Chef Volker Böttcher. Mit der Verlagerung hat Saarbrücken die Flüge mittelfristig verloren, denn auch für das Sommerprogramm 2011 stehen keine Änderungen an. Im Gegenteil. Tui und Thomas Cook wollen nun vorrangig von Zweibrücken aus ihre Kunden im Südwesten Deutschlands bedienen. Für Saarbrücken bleiben kaum noch Verbindungen übrig.
„Wir fliegen primär mit Tuifly ab Zweibrücken und mit Air Berlin ab Saarbrücken“, sagt Michael Tenzer, Touristik-Geschäftsführer von Thomas Cook. Air Berlin bietet touristische Non-Stop-Flüge aber nur noch nach Mallorca an. Über das Drehkreuz Palma werden dann zwar auch andere Ziele in Spanien angeflogen, aber eben nicht non-stop. Ab Saarbrücken bedient Thomas Cook dann nur noch die Türkei mit Sun Express und Bulgarien mit Air Via. Auch Tunis Air hat sich von Saarbrücken nach Zweibrücken verabschiedet, um eine Verbindung mit dem neuen tunesischen Flughafen Enfidha herzustellen, der Monastir ersetzt. Saarbrücken hat noch die Hoffnung, touristische Strecken zurückzugewinnen. Zwar kann Saarbrücken mit seinem gut ausgebauten Flughafen gegen die umfunktionierten ehemaligen Militärhallen in Zweibrücken punkten. Dafür besitzen die Pfälzer eine 3000 Meter lange Landebahn. Das sind tausend Meter mehr als in Saarbrücken – bei schlechten Wetterverhältnissen ein wichtiger Faktor.
Tui-Chef Böttcher sieht wenig Notwendigkeit, die aktuellen Festlegungen wieder zu ändern: „Es gibt im Moment keine konkrete Planung, unsere Flugposition in Zweibrücken aufzugeben“, sagt er. Auch der Saarbrücker Flughafenchef Friedhelm Schwan bestätigt dies: „Im Sommer 2011 wird sich bei den touristischen Flügen nichts ändern.“ Dass andere Reiseveranstalter ab Saarbrücken neue touristische Verbindungen aufbauen, gilt bei Experten als eher unwahrscheinlich. Das Aufkommen aus der Region sei nicht groß genug, um profitabel fliegen zu können, nachdem sich die beiden größten Flugreiseveranstalter anders entschieden haben.
Für die Saarbrücker Flughafenleitung ist Überzeugungsarbeit nötig. „Wir sind jetzt in intensiven Gesprächen, und für den Winter deuten sich auch schon neue Perspektiven an“, sagt Schwan.
Meinung
Zusammenarbeit suchen
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Die beste Überlebenschance für die beiden Flughäfen in der Region ist aus heutiger Sicht eine umfassendere Zusammenarbeit. Die könnte so aussehen, dass Langstreckenziele im Ferienflugverkehr stärker von Zweibrücken aus bedient werden, Verbindungen über kürzere und mittlere Distanzen von Saarbrücken aus. Im Gegenzug müsste der gesamte Linienverkehr auf Saarbrücken konzentriert werden. Die Schwäche von Zweibrücken liegt im Angebot an Linienverbindungen. Diese Arbeitsteilung wäre gut. Die Entscheider an den Flughäfen sowie Landespolitiker beider Bundesländer sollten diese Strategie verhandeln.
Der Saarbrücker Flughafen bietet kaum noch Non-Stop-Flüge in die bevorzugten Tourismusregionen an (Bildunterschrift).
Erste Saarbahn in Heusweiler
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Pressemitteilung des VCD Saarland 16.01.2011
Erstmals hat ein Saarbahnfahrzeug am Freitag, den 14. Januar 2011 den Haltepunkt „Heusweiler Markt“ erreicht. Dies ging noch nicht aus eigener Kraft, sondern es wurde per Hilfsfahrzeug dorthin gezogen. Anlass dazu war die Übergabe eines Förderbescheides in Höhe von 37,4 Mio € für den Weiterbau bis Lebach durch die saarländische Umweltministerin Dr. Simone Peter. Die Ministerin freute sich, dass der Bau der Saarbahn bereits so weit fortgeschritten sei. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag, der dem Ausbau des ÖPNV im Saarland Vorrang einräumt. Der Betrieb der Saarbahn erfüllt laut Ministerin ein weiteres wichtiges Ziel der Landesregierung, nämlich die Förderung der Elektromobilität.
Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz dankte als Aufsichtsratsvorsitzende für die Förderung. Sie sieht in der Saarbahn ein wichtiges Element für die bessere Verbindung zwischen Stadt und Umland. Norbert Reuter als Geschäftsführer dankte den Projektingenieuren Erhart und Bürtel für die termingerechte Arbeit an dem Teilstück Etzenhofen-Heusweiler. Er erinnerte daran, dass die Saarbahn für die Nutzer sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bringe. So sei eine Abofahrkarte wesentlich günstiger als die Kosten eines Autos, und mit jeder Saarbahnfahrt werde gegenüber dem Auto CO2 eingespart, was dem Klima nützte. Zur Frage der Inbetriebnahme sicherte er zu, dass bis spätestens zum Bahnjubiläum Ende September die Saarbahn fahren soll.
Auch die anwesenden Bürgermeister Klaus Häusle (Riegelsberg) und Thomas Redelberger (Heusweiler) zeigten sich mit dem Baufortschritt zufrieden, ebenso wie die Köllertaler Vorstandmitglieder des VCD Landesverbandes Karl Heinz Janson und Peter Thomas.
VCD Saarland und Rheinland Pfalz fordern S-Bahn von Homburg bis Zweibrücken zu verlängern
Pressemitteilung der VCD-Landesverbände Rheinland/Pfalz und Saarland 31.12.2010 >>> hier als PDF
Die beiden Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz des Verkehrsclub Deutschland VCD begrüßen die Initiative des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck, im Kontext der beabsichtigten Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken als S-Bahn dem Saarland finanziell entgegen zu kommen. Angesichts der Bereitschaft in Rheinland-Pfalz zur Teilfinanzierung auch der Strecke im Saarland, um mit S-Bahn-Zügen von Mannheim über Homburg nach Zweibrücken zu fahren, kann die Landesregierung des Saarlandes nach Ansicht des VCD nun nicht mehr dies grundsätzlich ablehnen.
Da die Landesregierung im Saarland sehr für die Elektromobilität eintritt, dürfte dieser neue, elektrische Schienenverkehr ganz in Ihrem Interesse sein. Zwei neue Haltepunkte sollten auch im Saarland entstehen und zwar in Beeden (mit Anschluss des Industriegebietes) und in Schwarzenacker (Römermuseum). Die Sorge eines Parallelverkehrs mit dem bisher schon existierenden Regionalbus ließe sich durch eine neue Streckenführung des Busse über die Unikliniken in Homburg vermeiden. Dadurch könnte man nach Meinung des VCD für den Bus sogar neue Fahrgäste gewinnen, während die S-Bahn als schneller Zubringer zum Homburger Bahnhof dient.
Auch die Befürchtung zu geringer Fahrgäste für die S-Bahn hält der VCD für unbegründet. Nach bisherigen Erfahrungen haben die Reaktivierungen und die Einführung der S-Bahn in Rheinland- Pfalz überall zu einem beachtlichen Anstieg der ÖPNV-Nutzer geführt. Schließlich erhöht diese Strecke die Attraktivität und Mobilität der Region auch im saarländischen Teil erheblich. Vorsorglich wurde die Strecke auch bereits in die Ausschreibung des Rheinland-Pfalztaktes ab 2015 aufgenommen.
Diese Reaktivierung bietet zu einem späteren Zeitpunkt nach Meinung des VCD auch die Gelegenheit, den Schienenstrang zwischen Homburg und Blieskastel und weiter bis Rohrbach zu elektrifizieren. Dies erlaubte, die Stadt Blieskastel attraktiv anzubinden, gegebenenfalls sogar mit einem S-Bahn-Anschluss bis Mannheim. Ferner könne die Regionalbahnlinie von Illingen über Neunkirchen nach Homburg über Blieskastel bis mindestens Rohrbach verlängert werden. VCD-Vorstandmitglied Manuel Schauer: „Die Stadt Blieskastel könne dadurch seiner Rolle als Eingangstor zum Biosphärenreservat Bliesgau gerecht werden; es müsse sich allerdings seiner Bahnanbindung und der Zukunftsfragen von Mobilität stärker bewusst werden.“ Elektrische Bahnen bieten mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit im Betrieb und schaffen zusätzliche Kapazität im Streckennetz. Sie können ferner mit umweltfreundlich gewonnener Elektrizität versorgt werden. Der Dieselbetrieb sollte wo immer möglich einer modernden E-Mobiltät weichen, darunter auch die Strecke entlang von Blies, Würzbach, und Schwarzbach.
Weltweit glänzende Aussichten für Bus und Bahn
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Die Bedeutung und Akzeptanz des Busses im öffentlichen Personen-Nahverkehr der Städte wird künftig noch kräftig steigen. Foto: np |
Verkehrsexperten: Öffentlicher Personen-Nahverkehr sichert in Ballungsgebieten zunehmend die Mobilität
Bus und Bahn gehen weltweit glänzenden Zeiten entgegen. Zu diesem Ergebnis kamen Experten auf einem Symposium, das sich mit den Perspektiven des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) beschäftigte. Gastgeber war Mercedes-Benz.
Von unserem Mitarbeiter Stefan Woltereck SZ 24.12.2010
Stuttgart. Mehrere große Trends prägen die Mobilität in Zukunft. Immer mehr Menschen ballen sich zunehmend in ständig weiter ausufernden Riesenstädten zusammen. 2008 lebte erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Großstädten. Autofahrer, die morgens zur Arbeit in die Stadt und abends wieder nach Hause pendeln, ärgern sich über volle Straßen und lange Staus. Daher werden in Ballungsgebieten Busse und Bahnen zunehmend attraktiver. Angesichts des Klimawandels wollen zudem viele Menschen einen möglichst kleinen „CO&-2;-Fußabdruck“ in der Umwelt hinterlassen.
Zwar ist in Deutschland die Verstädterung weniger weit fortgeschritten als in anderen Ländern. Dafür wird hier die Bevölkerung immer älter. Auch dies fördert den Trend zu Bus und Bahn ebenso wie das sich wandelnde Lebensgefühl vor allem junger Leute in der Stadt. Angesichts fehlender Parkplätze und ständiger Staus haben sie wenig Lust auf ein eigenes Auto. Lieber sitzen sie in Bus und Bahn und vernetzen sich dabei über Facebook, Twitter und Co. mit ihren Freunden. Wenn diese Leute ein Auto brauchen, mieten sie es: den kleinen Flitzer für den Besuch bei der Oma weit draußen, das Cabrio für den Wochenendausflug, den Van für das große Urlaubsgepäck. Autovermieter und Car-Sharing-Firmen sehen rosigen Zeiten entgegen. Nicht von ungefähr sind große Automobilhersteller in dieses Geschäft bereits eingestiegen: zum Beispiel Peugeot mit seinem Projekt „mu“ und Mercedes mit „car2go“. Eine zentrale Rolle im künftigen öffentlichen Personen-Nahverkehr spielt der Omnibus. Das Umwelt-Bundesamt hat für Reisebusse einen durchschnittlichen Verbrauch von 1,4 Liter Diesel je Fahrgast auf 100 Kilometer errechnet. Das entspricht einem CO&-2;-Ausstoß von 31 g/km. Er ist damit klarer Emissionssieger vor Bahn, Auto und Flugzeug. Mercedes-Benz geht bei einem voll besetzten Linienbus im ÖPNV-Einsatz sogar von nur 0,5 Liter CO&-2; pro Fahrgast und 100 Kilometer aus. Hybrid-Busse verbessern die Umweltbilanz weiter. 8000 fahren bereits auf der Welt, 3000 von Mercedes-Benz.
Auf eigenen Spuren bewegen sich Busse in Städten am Stau vorbei. „Bus Rapid Transit“ (BRT) heißt das international. In der chronisch verstopften Millionenstadt Istanbul erreicht der „Metrobüs“ auf eigener Trasse 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, das Mehrfache des Individualverkehrs. Ähnliche Beispiele gibt es überall auf der Welt, besonders in Japan und China.
Wie der ICE auf Fernstrecken gewinnt der öffentliche Personen-Nahverkehr allmählich ein positives Image. Der alte Spott, dass er vor allem für „AAA“ da ist, für Alte, Arme und Auszubildende, gilt beispielsweise in der Pariser Metro oder in Madrid längst nicht mehr. Auch bei uns bilden neue, in der Optik wie in den Emissionen saubere Busse und Bahnen mit besserer Ausstattung, mit freundlichen Farben und angenehmer Beleuchtung mehr und mehr eine Alternative für Autofahrer. Die ersten Busse haben sogar WLAN und Stromanschluss für Laptops wie in Fernzügen.
Öffentlicher Nahverkehr und Auto werden sich einander ergänzen. Beim so genannten Smart Mobility Mix fährt man mit dem Auto zu einem der Parkplätze, die entlang der Bus- und Bahnlinien zur Verfügung stehen, steigt um und lässt sich in die City chauffieren. Die Verkehrsunternehmen und ihr Weltverband UITP (Union Internationale des Transports Public) sehen voller Zuversicht in die Zukunft. Bis 2025 soll sich der globale öffentliche Personen-Nahverkehr verdoppeln. Vielleicht gibt es bis dahin sogar Fahrschein-Automaten, mit denen Fremde ohne Hilfestellung zurecht kommen. Wahrscheinlicher buchen sie das Ticket dann jedoch übers Handy.
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Werbung auf Bussen und Bahnen nicht übertreiben !
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Gefängnis-Bus ? |
In letzter Zeit mehren sich Busse und Saarbahnen in Saarbrücken mit Werbung über große Teile und gar die ganzen Fensterflächen. Je nach Gestaltung sehen manche aus wie „Gefängnisbusse“, so Karl Heinz Janson, Landesvorsitzender des VCD Saarland. Janson forderte im Interesse der Kunden, zumindest die Fensterflächen frei von Werbung zu lassen. Mit Werbung zugeklebte Fenster verringern die Sicht nach außen und verhindern fast gänzlich eine Sicht in das Fahrzeug von außen.
Nach Mitteilung der VVS ( Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken), tragen die Werbeeinnahmen mit zur Reduzierung des Defizits im Verkehrsbereich bei. Sie konnten von 100.000 € in 2008 auf 350.000 € in 2009 gesteigert werden.
Auf die massive Kritik des VCD sicherte Herr Reuter als Verantwortlicher für den Verkehrsbereich der VVS in der Pressekonferenz am 2. November zu, bei Bussen und Bahnen keine Vollwerbung mehr auf den Fensterflächen vorzunehmen, sondern diese auf höchstens ein Drittel zu begrenzen. Ähnliche Kritik wie vom VCD hat das Unternehmen zwischenzeitlich auch aus dem Kreis seiner Fahrgäste erhalten, was die Haltung des VCD untermauert. Der VCD hofft, dass das Unternehmen in absehbarer Zukunft ganz auf Fensterflächenwerbung verzichtet.
Ausnahme für Saarbahn
sr-online.de 5.1.2011
Die Saarbahnverbindung nach Saargemünd ist gesichert. Das hat Ministerpräsident Müller bestätigt. Frankreich hat eine Ausnahme bei der Pauschalsteuer für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr beschlossen. Die Saarbahn bleibt verschont.
Die französische Regierung hat die, im vergangenen Jahr eingeführte, Schienensteuer so geändert, dass Züge im grenzüberschreitenden Verkehr bis zum ersten Bahnhof in Frankreich davon befreit werden. Die Saarbahn muss somit keine Steuern zahlen. Über die Entscheidung zeigte sich Saar-Ministerpräsident Peter Müller (CDU) erfreut. Er sagte, mit dieser Ausnahmeregelung sei dem Anliegen des Saarlandes entsprochen worden, die Saarbahnverbindungen nach Saargemünd und Forbach von der Schienensteuer auszunehmen. So sei diese Verbindung auch in Zukunft gesichert, betonte Müller.
Die französische Steuer, die pro Schienenfahrzeug – nicht pro Kilometer – erhoben wird, drohte diese unrentabel zu machen. Die Besteuerung hätte die Saarbahn mehr als 600 000 Euro im Jahr gekostet.
Für die Menschen in der Grenzregion sei dies eine gute Nachricht zu Jahresbeginn, so Müller weiter. Auch in schwierigen Angelegenheiten habe sich die deutsch-französische Zusammenarbeit wieder bewährt.
Grüne begrüßen Ausnahmen für Grenzverkehr
Auch die Grünen sehen den Verzicht auf die Steuer positiv. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Hubert Ulrich, erklärte, damit seien die grenzüberschreitenden Verbindungen gesichert. Die ursprünglich beschlossene Besteuerung hätte zu Nachteilen für die Saar-Region geführt. Gerade im Saarland sei die grenzüberschreitende Mobilität sehr hoch. Der Personennahverkehr solle in der Grenzregion zukünftig auch noch weiter ausgebaut werden. (red)
Saarbahnbetrieb über die Grenze nach Saargemünd gefährdet ?
Im Jahr 1997 wurde der Saarbahnbetrieb bis Saargemünd aufgenommen, auch als ein Beispiel europäischer, grenzüberschreitender kommunaler Zusammenarbeit. Nach Kenntnissstand des VCD nutzen etwa 700 Fahrgäste täglich die Saarbahn in Saargemünd. Nun wird in Frankreich über eine Steuer für die Nutzung von Schienen nachgedacht, die nach den dem VCD zugänglichen Informationen hauptsächlich das Ziel hat, die SNCF vor ausländischer Konkurenz zu schützen. Betroffen davon wäre auch die Saarbahn auf dem Stück von der Landesgrenze bis zum Bahnhof Saargemünd mit Kosten von 23.000 € jährlich pro Straßenbahnzug der die Strecke befährt.
Zu der Diskussion um eine möglicherweise bevorstehende Steuerbelastung des Saarbahnbetriebs auf der französischen Teilstrecke hat sich nun auch die Saarbahn GmbH geäußert, und mitgeteilt, dass sie bereits ein entsprechendes Schreiben an den französischen Finanzminister gesandt hat. Darin wird um eine offizielle Mitteilung gebeten, ob auch die Saarbahn als Regionalbahn von einer künftigen Pauschalbesteuerung betroffen sein wird.
Saarbahn-Geschäftsführer Norbert Reuter sagte dazu: „Zum jetzigen Zeitpunkt liegt uns noch keine offizielle Mitteilung oder eine Forderung bzgl. einer neuen Pauschalsteuer vor. Erst wenn wir die Rückmeldung aus Paris haben, werden wir wissen, ob auf die Saarbahn eine weitere finanzielle Belastung in Form einer französischen Steuer zukommen wird.“ Nach aktuellem Kenntnisstand will der französische Staat rückwirkend zum 1. Januar 2010 die Pauschalbesteuerung für Bahnunternehmen einführen.
VCD-Vorsitzender Karl Heinz Janson hält die neue Steuer in Frankreich in hohem Maße kontraproduktiv für einen zukünftig noch zu verstärkenden grenzüberschreitenden Schienenverkehr in der Großregion.
Ein Preis für herausragende Leistung
Tunnelsanierung für die Saarbahn
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Saarbahn weiter auf dem Weg nach Lebach... (Foto Karl Heinz Janson) |
Als erstes größeres Bauwerk der Saarbahnteilstrecke Heusweiler Lebach wird derzeit der 476 m lange Spitzeichtunnel zwischen Eiweiler und Landweiler saniert. Durch neue Sicherheitsauflagen musste der bisherige Tunnel aufgeweitet werden, damit ein seitlicher Rettungsweg möglich ist. Zudem war das bisherige Tunnelmauerwerk von 1910 recht wasserdurchlässig, was sowohl für die Oberleitung der Saarbahn gefährlich ist als auch im Winter zur Bildung von Eiszapfen führt.
Deshalb wird die bisherige Mauerung abgebrochen und durch eine doppelte und abgedichete Betonschale ersetzt. Die Baumaßnahme wird durch die saarländische Firma SaarMontan bergmännisch durchgeführt und kostet rund 5 Mio € .
An einer Besichtigung der recht aufwändigen Baumaßnahme konnte Ende September auch Karl Heinz Janson seitens der VCD teilnehmen.
VCD erfolgreich bei den Umwelt- und Friedenstagen 2010 in Homburg
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Gute Gespräche am Stand |
Homburg, 18.09.2010 Karl Heinz Janson und Ralph Schrickel
Seit Jahren schon nimmt der VCD an den Umwelt- und Friedenstagen mit einem Stand teil. Diesmal fand diese lokale Umweltmesse bei schönstem Herbstwetter im Homburger Zentrum statt. Der Stand des VCD befand sich auf dem Walter Wagner Platz zwischen den Ständen von ADFC und Verbraucherzentrale. Der Besucherzuspruch war erfreulich, auch viele VCD-Mitglieder kamen zum Stand, um auch über Ihre Situation und Sorgen vor Ort zu berichten. Intensiv wurde über die Probleme von Kindern im Verkehr speziell auf dem Schulweg gesprochen.
Ein Renner war das vom VCD herausgegebene Pixi Heft "Zu Fuß zur Schule", welches junge Familien mit Kindern und Erzieher an den Stand lockte, um dieses Büchlein zu erhalten.
Viele kannten den VCD nicht und wollten informiert werden, welche Ziele der VCD verfolgt. Serviceangebote, wie das Abschleppen eines defekten Autos, waren den Besuchern unseres Standes neu und sehr wichtig. Man stellte uns gutes Zeugnis aus: als Verband sollen wir unsere Lobbyarbeit weiter verfolgen, das sei wichtig - ein Dankeschön für die moralische Unterstützung. Vielleicht wird dieser Besucher ja auch Mitglied, um uns zu unterstützen...
Bahnhofsmission Saarbrücken geehrt
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ein Grund zum Jubeln: Bahnhofsmission in Saarbrücken. Werner Ried zweiter von rechts und Karl Heinz Janson rechts danken der Saarbrücker Bahnhofsmission. |
Saarbrücken, 8.9.2010 Karl Heinz Janson
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist ein Verein, der sich für die Belange der Bus- und Bahnkunden einsetzt. Daher betrachtet er auch mit Wohlwollen die ehrenamtliche Tätigkeit der Bahnhofsmissionen, die insbesondere älteren, behinderten und ortsfremden Reisenden ihre Hilfe anbietet. Diese leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Service vor Ort, der ansonsten bei der Bahn immer mehr zurück geht
Der Landesverband Saarland des VCD nahm deshalb das Jubiläum der Bahnhofsmission im Saarbrücker Hauptbahnhof zum Anlass, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken.
Träger ist der Caritasverband Saarbrücken. Nähere Infos unter http://www.caritas-saarbruecken.de/53770.html
Peter Thomas, Werner Mattias Ried und Karl Heinz Janson vom Landesvorstand überreichten einen Blumenstrauß und einen kleinen Zuschuss. Sie wünschen, daß die 24 MitarbeiterInnen (!) der Bahnhofsmisson auch weiterhin ihren Service für Bahnreisende anbieten. Heute geht es nicht nur um Service, sondern auch erfahrbare Kirche am Bahnhof zu werden. Das bedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin geschult werden, zu erkennen, wer Hilfe nötig hat - für ein besseres und angenehmes Miteinander im ÖPNV. Eine Mitarbeiterin trat übrigens nach der kleinen Feier spontan dem VCD bei.
Gestrüpp der Verantwortlichkeiten beim saarVV
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VORBILDLICHER Haltestellenplan - leider nicht verbundweit - anklicken zum Vergrößern |
Kein gemeinsamer Haltestellenplan !
Die vorherige VCD-Landesvorsitzende Gabriele Langenstein hatte sich schon 2008 bemüht, die Bushaltestellen am Saarbrücker Hauptbahnhof besser zu kennzeichnen, damit man erkennt, welcher Bus fährt wo ab. Leider ist diese Forderung des VCD im Gestrüpp der Verantwortlichkeiten an dieser Saarbrücker Verkehrsdrehscheibe hängen geblieben.
Nun gibt es neuerdings doch einen Plan der die Abfahrtsorte angibt. Allerdings betrifft dieser nur die Saar-Pfalz Busse.
Schade, dass man trotz Verkehrsverbund nicht in der Lage ist, dieses kleine Problem gemeinsam zu lösen.
Karl Heinz Janson, VCD Landesverband Saarland e.V.
Radshow am Bostalsee
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a. Die Ministerin beim Test der Elektrofahrräder b. Diskussionsrunde mit der Minsterin c. Manuel Schauer, Arne Bach und Karl Heinz Janson ließen sich von einem VCD-Experten Details am eFahrrad erklären |
Am Wochenende des 24./25. Juli 2010 machte die bundesweite Radshow Station am Bostalsee. Die von VCD und Verbraucherzentrale während des Seefestes gezeigte Radshow stieß insbesondere mit den ausgestellten Fahrrädern mit Elektroantrieb auf großes Interesse. Schließlich konnte man auf dem Festgelände eine Testfahrt mit diesen Rädern machen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.
Am Sonntag besuchten die saarländischen Umweltminsterin Dr. Simone Peter und der Landrat Udo Recktenwald die Radshow. Beide sprachen sich für eine aktive Förderung des umweltverträglichen Radverkehrs aus und machten auch gleich eine Testfahrt mit "Pedeleks".
Vom VCD Saarland waren Arne Bach, Manuel Schauer und Karl Heinz Janson vor Ort. Schauer und Janson waren mit Ihren Fahrrädern angereist und konnten bei der Gelegenheit feststellen, dass es auch im Nordsaarland im Alltagsradnetz noch ganz erhebliche Lücken gibt.
Gleise kehren auf die Köllertalbahn zurück
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Die Schiene kehrt ins Köllertal zurück |
Schon 25 Jahre ist es her, seit 1985 der letzte Personenzug über die Strecke der ehemaligen Köllertalbahn fuhr. Nach der Stillegung auch des Güterverkehrs 1993, wurden kurz danach die Gleise im Bereich Walpershofen-Heusweiler-Lebach abgebaut. Im unteren Bereich von Püttlingen waren schon 1988 die Gleise entfernt worden.
Nur Visionäre, wie die Mitglieder der Nahverkehrsinitiative Köllertal und einige Aktivisten aus dem VCD, hofften und glaubten an eine Wiederkehr des Schienenverkehrs auf der stillgelegten Strecke. Am 10. Mai dieses Jahres war es nun soweit. In Heusweiler wurden die ersten Gleise für die teilweise Reaktivierung der Strecke verlegt.
Neue Mobilitätszentrale in St. Ingbert
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In der neuen St. Inberter Mobilitätszentrale von links: Jennifer McKay, Markus Phillpp und Christine Martin (Foto K.H.Janson) |
Am 2. Juni 2010 wurde in St. Ingbert die Mobilitätszentrale Saarpfalz-Kreis in den Räumen des Stadtbusbüros offiziell eröffnet. Landrat Clemens Lindemann begrüßte das neue Angebot und sieht den Landkreis auf einem guten Weg zu einer nachhaltigen Mobilität. Dies bestätigte auch der Beigeordnete der Mittelstadt St. Ingbert, Adam Schmidt, der insbesondere den Standort direkt am Abfahrtsterminal der Busse als optimal bezeichnete. Uwe Löschmann, neuer Geschäftführer von Saar-Pfalz-Bus, möchte zukünftig mehr Augenmerk auf den Kunden legen, weshalb ein solches Servicebüro vor Ort für ihn sehr wichtig ist.
Das neu eingerichtete Büro betreuen der Geograph Markus Philipp, der v.a. in den 90er Jahren auch für den VCD aktiv war, und Mobilitätsberaterin Christine Martin. Über die reine Tarif– und Fahrplanberatung gibt es Informationen zu nachhaltigem Tourismus.
Geplant sind zielgruppenspezifische Angebote, zum Beispiel für Senioren, Schüler oder Wanderer. Im Frühjahr ist so bereits ein Wanderführer für Bus- und Bahnnutzer heraus gegeben worden. Vorgesehen sind auch Bürgersprechstunden bei den Gemeinden vor Ort.
Getragen wird die neue St. Ingberter Mobilitätszentrale vom Landkreis und der Saar-Pfalz Bus GmbH. Der VCD Saarland begrüßt diese Einrichtung zu mehr Kundennähe und hofft, dass dadurch mehr Fahrgäste für den ÖPNV im Kreis und dem Biosphärenreservat gewonnen werden können.
Erreichbar ist die Mobilitätszentrale Saarpfalz-Kreis und Stadtbusbüro St. Ingbert unter Tel. 06894 / 13-123. Die Öffnungszeiten sind
Mo-Fr 7:30 – 12 Uhr Mo-Mi 12:30 – 16 Uhr und Do 12:30 – 18 Uhr
VCD informierte an der Universität des Saarlandes
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Infomaterial über umweltorientiertes Verkehrsverhalten ist beim VCD erhältlich |
Am 19. Mai 2010 veranstaltete der AstA der Universität Saarbrücken einen Öko-Tag, an dem auch der VCD LV mit einem Stand teilnahm. Aus Witterungsgründen wurde die Veranstaltung kurzfristig in die Aula verlegt, die etwas abseits auf dem Uni Gelände liegt. Dadurch war der Besucherzuspruch gering.
Andrea Schrickel und Karl Heinz Janson konnten trotzdem ein Vielzahl Kontakte knüpfen und führten mit den Studenten eine Umfrage zur Zufriedenheit bzw. Problemen mit der ÖPNV-Anbindung der Uni durch. Mit den Antworten und weiteren Informationen seitens des AstA will man nötige Verbesserungen und Probleme mit SaarBus besprechen.
VCD beim Nahverkehrstag präsent
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Der Bundesvorsitzende Michael German mit der Landesvorsitzenden Dr. Helga Schmadel aus Rheinland-Pfalz sowie ihrem Kollegen Karl Heinz Janson aus dem Saarland. |
Am 22. und 23. April 2010 fand in Ludwigshafen der "8. Deutsche Nahverkehrstag" statt. Etwa 300 Teilnehmer von ÖPNV Unternehmen, Behörden und Verbänden trafen sich unter dem Motto "Öffentlicher Personennahverkehr in Deutschland" in der Zwickmühle zwischen hohen Erwartungen und knappen Finanzen. Zum Thema wurden eine ganze Anzahl von Info- und Diskussionsforen angeboten.
Für den VCD LV Saarland nahm Karl Heinz Janson an folgenden Themen teil:
* Bus und Bahn als Klimaretter ?
* Wieviel Staat braucht der ÖPNV ?
* Ist der ÖPNV mittelfristig auf dem Land noch bezahlbar ?
Ergänzt wurde der Nahverkehrstag durch eine Anzahl Aussteller zum ÖPNV, darunter auch der VCD Rheinland Pfalz mit einem Infostand.
Erste internationale ic:kurier Station in Paris
Mit der Serviceerweiterung nach Frankreich bieten die Deutsche Bahn und time:matters ihren Kunden neue Transportmöglichkeiten nach Paris. Der zur Lufthansa-Konzernfamilie gehörende Experte für "Special Speed Solutions" time:matters und die Deutsche Bahn bieten ihren Service ic:kurier jetzt auch außerhalb Deutschlands an. Zu den 140 deutschen Bahnhöfen mit ic:kurier-Servicestationen kommt mit Paris die erste internationale hinzu.
Nach erfolgreicher Testphase können Kunden eilige und wichtige Sendungen ab sofort per Bahn auch in die französische Hauptstadt versenden – bei Bedarf inklusive Abholung und Direktzustellung. Die Strecke Frankfurt–Paris (Gare de l'Est) legen TGV (ICE fährt derzeit nur eine Garnitur) fünfmal pro Tag in weniger als vier Stunden mit bis zu 320 km/h zurück. Wie alle Services können Kunden auch ic:kurier Sendungen rund um die Uhr über die Servicehotline buchen.
5-Jahres-Vertrag unterzeichnet - Verkehrsverbund weiter verbessern
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Bei Vertragsunterzeichnung Landrat Dr. Rudolf Hinsberger, Staatssekretär Albert Hettrich, Wirtschaftsminister Joachim Rippel, saarVV Geschäftsführer Dieter Grünewald (von links nach rechts gesehen) |
von Karl-Heinz Janson
Am 29. Juli 2009 wurde im Wirtschaftsministerium ein Anschlussvertrag zur Finanzierung des saarländischen Verkehrsverbundes bis 2015 unterzeichnet. Wirtschaftsminister Joachim Rippel betonte dabei die Wichtigkeit des ÖPNV für die individuelle Mobiltiät, auch im Hinblick auf die ökologische Situation. Das Saarland fördert den Verbund mit insgesamt 28,7 Mio. €, das sind mit 2,4 Mio. € gut 10 % mehr als im vergangenen 5-Jahres-Vertrag.
Der Minister dankte Staatsekretär Albert Hettrich für die Arbeit an dem neuen Vertrag mit den saarländischen ÖPNV-Unternehmen, die gemeinsam im saarländischen Verkehrsverbundunternehmen saarVV organisiert sind.
Für den Vorsitzenden des saarländischen Zweckverbandes ÖPNV, Landrat Dr. Rudolf Hinsberger, ist der saarVV eine Erfolgsgeschichte. Laut Dieter Grünewald von Saar-Pfalz-Bus konnten 2008 die Fahrgastzahlen um 6 % auf 78,6 Millionen Fahrgäste gesteigert werden.
Der VCD Saarland begrüßt die positive Entwicklung des saarVV und den Anschlussvertrag, gibt er doch dem ÖPNV Sicherheit für die weitere Entwicklung. Trotzdem sieht der VCD weiteren Verbesserungsbedarf im Verbund. So erinnerte K. H. Janson an das Problem der Wabengrenzen und der sehr teuren Einzelfahrscheine. Er regte dazu die Einführung eines Gemeindetickets an - ähnlich wie es in Saarbrücken schon existiert. Die VCD-Landesvorsitzende Gabriele Langenstein sprach die unbefriedigende Situation am Busterminal vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof an und forderte für die Busse an Knotenpunkten dynamische Anzeigen.
Die VCD-Verbesserungsvorschläge sollen geprüft werden. Die SZ vom 30. Juli 2009 griff die Kritik des VCD in ihrem Bericht auf.
Neues aus Rheinland-Pfalz mit Auswirkungen auf das Saarland berührt
Grube: Alle Güterverkehrsstellen in Rheinland-Pfalz bleiben
Chef der Deutschen Bahn kündigt Investitionen von 1,3 Milliarden Euro bis 2015 im Land an - Ministerpräsident Beck fordert mehr Mittel für das Schienennetz
Von Eckhard Buddruss Mainz.
Bahnchef Rüdiger Grube hat gestern eine Bestandsgarantie für alle 50 Güterverkehrsstellen in Rheinland-Pfalz gegeben. Grube kündigte bis 2015 Investitionen von 1,3 Milliarden Euro im Land an.
Enthalten in dieser Summe sind rund 50 Millionen Euro für den S-Bahn-Ausbau der Strecke von Ludwigshafen über Frankenthal und Worms nach Mainz. Im Mainzer Hauptbahnhof steht außerdem nun unter der Projektbezeichnung „Nordkopf Mainz" die Beseitigung eines Engpasses durch die kreuzungsfreie Einfädelung der Strecke aus Wiesbaden an. Ministerpräsident Kurt Beck und Wirtschaftsminister Hendrik Hering appellierten gestern bei einem als „Bahngipfel" bezeichneten Zusammentreffen mit Grube in Mainz an den Bund, die für das Projekt veranschlagten 48 Millionen Euro freizugeben. Beck betonte, der Bund dürfe die Mittel für Erhaltungs-, Aus- und Neubaumaßnahmen der Bahn in den nächsten Jahren nicht zurückfahren, sondern müsse die Mittel steigern.
Bahnchef Grube bezifferte das Investitionsvolumen für den auf Rheinland-Pfalz entfallenden Teil des von der Deutschen Bahn (DB) ausgearbeiteten „Wachstumsprogramms" auf 176 Millionen Euro. Dieser Teil des Projekts, für das es noch keine Finanzierungsperspektive gibt, umfasst die Elektrifizierung der Alsenzbahn zwischen Bingen und Hochspeyer sowie der Strecke Neustadt-Wörth samt dem zweigleisigen Ausbau des derzeit nur eingleisigen Abschnitts zwischen Kandel und Wörth. Mit dem „Wachstumsprogramm" will die DB durch den vergleichsweise preisgünstigen Ausbau vorhandener Strecken schneller zusätzliche Kapazitäten schaffen als dies durch teure Neubaustrecken möglich wäre.
Grube sagte gestern auch die „volle Unterstützung" der DB dafür zu, die für das Konzept „Rheinland-Pfalz-Takt 2015" notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zeitgerecht umzusetzen. Beck und Hering bekräftigten gestern den Willen der Landesregierung, gemäß dem mit den beiden für den regionalen Schienenverkehr zuständigen Zweckverbänden in Koblenz und Kaiserslautern vereinbarten Konzept das Angebot im Rheinland-Pfalz-Takt um rund 20 Prozent von 33 auf 40 Millionen Zugkilometer pro Jahr aufzustocken.
Am Rande des „Bahngipfels" wurde gestern bekannt, dass, ohne dass die DB das bisher publik gemacht hat, der „ICE-Sprinter" aus Hamburg (ab 6.09 Uhr) nun freitags bis nach Kaiserslautern (an 11.30 Uhr) und Saarbrücken (an 12.19 Uhr) fährt.
Freitags und sonntags fährt in der Gegenrichtung ein ICE um 13.45 Uhr ab Saarbrücken nach Frankfurt, der allerdings erst ab Mitte August in Kaiserslautern halten soll. Der Zug soll den freitags und sonntags oft ab Saarbrücken überfüllten ICE 9555 (von Paris nach Frankfurt, Kaiserslautern ab 15.36 Uhr) entlasten. Wenn - voraussichtlich 2012 - die bestellten 15 weiteren frankreich-tauglichen ICE zur Verfügung stehen, will die DB der französischen SNCF die Einrichtung eines sechsten ICE-Zugpaars zwischen Frankfurt und Paris durch die Pfalz vorschlagen.
LuRuSchau Dienstag, den 16. März 2010
KOMMENTAR
Stabil in der Krise
Von Eckhard Buddruss
Die Tarifstrategie des VRN hat einen Stresstest bestanden. Die Fahrpreiserhöhung Anfang 2009 wirkt im Nachhinein überzogen.
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat Anfang 2009 seine Preise um durchschnittlich 3,9 Prozent erhöht. Die Entscheidung dafür fiel in einem Kontext der geprägt war durch Öl- und Benzinpreise auf Rekordhöhe und - vor allem bei der Deutschen Bahn (DB) - massiv steigende Personalkosten.
Bis die Preiserhöhung wirksam wurde, stürzten die Benzinpreise ab. Unter diesen Umständen sind die mit einem minimalen Rückgang um 0,1 Prozent nahezu stabilen Fahrgastzahlen als Erfolg zu werten, obwohl der VRN aus früheren Zeiten deutlich bessere Zahlen gewohnt war. Bewährt hat sich gerade im Krisenjahr 2009 vor allem die Strategie, Kunden durch - auch nach der Preiserhöhung immer noch - besonders preisgünstige Jahreskarten zu binden. Während es bei der Laufkundschaft (die pro Fahrt natürlich mehr zahlt) Rückgänge gab, waren - abgesehen von den Fahrkarten für Schüler und Studenten - bei den Jahreskarten sogar noch Zuwächse zu verzeichnen.
Allerdings darf der VRN es mit den Stresstests nicht übertreiben. Das kleine Minus bei den Fahrgastzahlen ist schon ein Hinweis auf die Gefahr, dass die Preisschraube schnell überdreht sein kann, auch wenn die Benzinpreise inzwischen wieder deutlich angezogen haben. Die attraktiven Preise vor allem für die Jahreskarten sind der Hauptgrund für das positive VRN-Image.
Wenn Jürgen Schütz, scheidender Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, heute als Vorsitzender des VRN-Zweckverbands (ZRN) verabschiedet wird, tritt er mit einer stolzen Erfolgsbilanz ab. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass sein Nachfolger in spe Christian Specht sich beim ZRN ebenso bewährt wie Norbert Egger, der Vorgänger von Schütz an der ZRN-Spitze und von Specht als Mannheimer Kämmerer.
Ludwigshafener Rundschau Dienstag, den 16. März 2010
zur sache
Rhein-Neckar-Ticket
Das zum Start der S-Bahn eingeführte Rhein-Neckar-Ticket ist, anders als die auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittenen VRN-Jahreskarten, für jedermann erhältlich. Das Ticket kostet derzeit 69 Euro pro Monat. Der große Erfolg des Angebots erklärt sich wohl dadurch, dass für viele Kunden eine Fahrkarte interessant ist, die über die Pendler-Strecke hinaus im kompletten VRN-Gebiet gilt, das von Zweibrücken bis Würzburg und von Alzey bis Weißenburg reicht. (ebu) Ludwigshafener Rundschau Dienstag, den 16. März 2010
Mehr als 25 000 Rhein-Neckar-Tickets
Fahrgastzahl im Verkehrsverbund Rhein-Neckar 2009 leicht gesunken - Stammkundenanteil steigt
mannheim (ebu). Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat im vergangenen Jahr bei nahezu stabilen Fahrgastzahlen den Anteil der Stammkunden weiter leicht gesteigert. Die Zahl der Besitzer eines Rhein-Neckar-Tickets stieg um 2,4 Prozent auf 25.062.
Der VRN, zu dessen Tarifgebiet die komplette Pfalz gehört, spricht von „stabilen" Fahrgastzahlen; tatsächlich gab es einen minimalen Rückgang um 0,1 Prozent auf 313,8 (Vorjahr: 314,2) Millionen Passagiere. Die Einnahmen stiegen um 3,4 Prozent auf 250 Millionen Euro. Damit lag der Einnahmezuwachs niedriger als die Tariferhöhung zum Jahresanfang mit 3,9 Prozent.
Der im bundesweiten Vergleich ohnehin extrem hohe Anteil von Kunden mit Zeitkarten stieg weiter leicht auf 91,4 (Vorjahr: 91,3) Prozent. Der Anteil der Kunden mit einer VRN-weit gültigen Jahres- oder Halbjahreskarte nahm sogar auf 74,6 (Vorjahr: 73,8) Prozent zu. Bei den Jahres- und Halbjahreskarten gab es Rückgänge beim Semester-Ticket auf 47.679 (Vorjahr: 47.984) und beim Maxx-Ticket (einschließlich Super-Maxx-Ticket) auf 166.156 (Vorjahr: 167.405). Positive Ausnahmen von diesem Trend waren in der Westpfalz zu verzeichnen. In Kaiserslautern stieg die Zahl der Semester-Tickets auf 11.098 (Vorjahr: 10.763). Beim Super-Maxx-Ticket, das anders als das Maxx-Ticket, auch ganztägig in der kompletten Westpfalz gilt und deshalb besonders für Auszubildende in der Westpfalz interessant ist, gab es einen Zuwachs um 6 Prozent auf 3239 (Vorjahr: 3055).
Leichte Zuwächse gab es bei der Karte ab 60 auf 58.874 (Vorjahr: 58.837) und dem Job-Ticket auf 36.479 (Vorjahr: 36.209). Deutlicher war der Zuwachs beim Rhein-Neckar-Ticket auf 25.062 (Vorjahr: 24.471). Kommentar
Ludwigshafener Rundschau Dienstag, den 16. März 2010
VCD fordert »Vision Zero« für mehr Verkehrssicherheit
Pressemitteilung des VCD Bundesverbandes
Schlichtungsstelle Nahverkehr nimmt Dienst auf
Neue Anlaufstelle für Fahrgäste – Stärkung der Kundenrechte
(Frankfurt) Die Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte als unabhängige Einrichtung des Vereins Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V. vermittelt ab dem 1.12.2009 in Auseinandersetzungen zwischen Kunden und den Bus- und Bahnbetrieben des öffentlichen Personenverkehrs (Bus, Straßenbahn, U-Bahn, Eisenbahn) in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Schlichtungsstelle Nahverkehr entwickelt mit Hilfe der Erfahrungen von unabhängigen Schlichtern Problemlösungen im Zusammenspiel mit allen Beteiligten. Dabei steht die Suche nach einer einvernehmlichen außergerichtlichen Lösung im Vordergrund.
Der Verein wird bisher von dreizehn Mitgliedern aus Verbünden und Unternehmensverbänden getragen. Jochen Erlhof, Vorstandsvorsitzender des Vereins: „Die Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte ist eine direkte und verbrauchernahe Lösung bei der Umsetzung der EU-Verordnung zur Stärkung der Rechte von Reisenden. Im Mittelpunkt steht die Schlichtung als Ergänzung des Kundendienstes der Unternehmen und soll die Inanspruchnahme des Rechtsweges möglichst unnötig machen. Damit wird nicht nur die Justiz entlastet, auch Anwaltskosten entfallen.“
Besonders erfreut zeigt sich Jochen Erlhof darüber, dass neben den Mitgliedern aus dem Eisenbahnsektor für die der neue EU-Rechtrahmen ab dem 03.12.2009 unmittelbar gilt auch Bus- und Straßenbahnunternehmen dem Verein beigetreten sind, die nicht unter die neuen EU-Vorgaben fallen. „Dies belegt, dass wir mit unserem Konzept einen zukunftsweisenden Weg eingeschlagen haben. Auf Grund der freiwilligen Selbstverpflichtung der Unternehmen profitieren nun breite Fahrgastkreise von der neuen unabhängigen Schlichtungsmöglichkeit “, Jochen Erlhof weiter.
Die schnelle und unkomplizierte Erreichbarkeit der Schlichtungsstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gewährleistet der Verein über seine verbraucherfreundliche Internetseite www.schlichtungsstelle-nahverkehr-mitte.de. Hier wird der Hilfesuchende über den Hintergrund und den Ablauf des Schlichtungsverfahrens informiert und kann seine Beschwerde direkt online absenden oder das Beschwerdeformular ausdrucken und ausgefüllt an die Schlichtungsstelle senden.
Der Verein Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V., der sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge finanziert, schließt mit seinem Angebot die Lücke vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Kunden und Verkehrsunternehmen und bietet schnelle unbürokratische Hilfe für den Fahrgast.
V.i.S.d.P.:
Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V. (in Gründung)
Mozartstraße 8
55118 Mainz
Uwe Hiltmann
Saarland muss Druck machen
SZ 19.01.2010
Gewerkschaft Transnet sieht Schnellverbindung Paris-Saarbrücken-Frankfurt gefährdet. Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet fordert Ministerpräsident Peter Müller auf, Druck auf Bahnchef Rüdiger Grube auszuüben. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Saarbrücken-Frankfurt sei gegenüber der Konkurrenzstrecke über Straßburg in Gefahr.
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Saarbrücken/Paris. Die Bahn war gestern um Beruhigung bemüht. „Es wird sich nichts ändern. Alles bleibt beim alten“, sagte der Konzernbevollmächtigte für das Saarland und Rheinland-Pfalz, Udo Wagner, gegenüber unserer Zeitung.
Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet sieht dagegen die Zukunft der Hochgeschwindigkeits-Verbindung Paris-Saarbrücken-Frankfurt als gefährdet an. Anlass sind französische Medienberichte, nach denen die Privatbahn Veolia künftig die Verbindung Paris-Straßburg-Frankfurt bedienen und die französische Staatsbahn SNCF preislich um 30 Prozent unterbieten will. Gleichzeitig plane die SNCF aus Kostengründen, einige Fernverbindungen seltener zu bedienen. Ralf Damde, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Transnet in Saarbrücken, befürchtet, dass die Franzosen bei einer künftig preislich und zeitlich attraktiveren Verbindung über Straßburg nach Deutschland nicht mehr die Strecke über Saarbrücken nutzen werden. Deshalb müsse schnell dafür gesorgt werden, dass durch weitere Baumaßnahmen, insbesondere zwischen dem Pfälzer Wald und Mannheim, noch Zeitgewinne auf deutscher Seite erreicht werden. Beispielsweise durch weitere Streckenbegradigungen. Die Möglichkeiten seien bereits diskutiert, es fehle noch die Finanzierung.
Deshalb sei jetzt Ministerpräsident Peter Müller gefordert. Bei seinem Treffen mit Bahnchef Grube am 8. Februar in Saarbrücken müsse Müller die Bedeutung der Strecke Paris-Saarbrücken-Frankfurt für die Weiterentwicklung der Region verdeutlichen, so Damde. Derzeit noch ansteigende Fahrgastzahlen seien ein Beweis hierfür, was auch die Attraktivität der Verbindung für die Bahn steigere. Ziel müsse sein, dass Müller und Gruber gemeinsam im Bundesverkehrsministerium um weitere Zuschüsse für den Streckenausbau werben. Derzeit schlafe das Saarland noch, es werde die Bedrohung unterschätzt. Der zu erwartende Wettbewerb der internationalen Bahngesellschaften ab 2011 um die attraktivsten deutschen Strecken schwäche die Position des Saarlandes und der Deutschen Bahn. Alleine die Privatbahn Veolia habe die Genehmigung für viele Verbindungen beantragt. Darunter Strecken ab Frankfurt nach Berlin, Hamburg, Köln.
Meinung
Konkurrenten ernst nehmen
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Wenn die Privatbahn Veolia von Paris über Straßburg nach Frankfurt fahren und die SNCF preislich um 30 Prozent unterbieten will, gefährdet dies die Strecke über Saarbrücken. Ministerpräsident Peter Müller sollte beim Treffen mit Bahnchef Grube im Februar eine Allianz schmieden, um gemeinsam das Bundesverkehrsministerium zu weiteren Zuschüssen zu bewegen. Zwischen Pfälzer Wald und Mannheim sind noch Zeitgewinne drin. Zeitvorteil und Preis entscheiden, welche Strecke angenommen wird.
BUND gründet Arbeitskreis zum Verkehr
15.01.2010 SZ
Köllertal. Peter Thomas, Sprecher der Regionalgruppe Köllertal des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), regte bei der Mitgliederversammlung im Obersalbacher Bürgerhaus an, einen Arbeitskreis Verkehr zu gründen. BUND-Mitglied Karl-Heinz Janson aus Heusweiler soll ihn leiten. Karl-Heinz Janson ist auch stellvertretender Vorsitzender vom örtlichen Verkehrsclub Deutschland (VCD), der neben den Interessen der Autofahrer auch die anderer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Bahnfahrer vertritt. Mit ins Boot sollen auch der Fahrradclub ADFC und die Nahverkehrsinitiative NVI. hof
saarvv Tariferhöhung -- das falsche Signal
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13.12.2009 Pressemitteilung VCD Saarland
„Wir bedauern, dass der ÖPNV zum Jahreswechsel schon wieder teurer wird. Gerade in einer Zeit, wo das Umsteigen vom Auto auf Bus und Bahn als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz gefordert ist, sollten vom SaarVV positive Signale ausgehen“, stellt die VCD-Landesvorsitzende Gabriele Langenstein fest.
Statt dessen müssten die Kunden für das Busfahren noch tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für eine Einzelstrecke mit Hin- und Rückfahrt mit 4.00 € sei schon derzeit sehr hoch und wirke abschreckend. Innerhalb der letzten fünf Jahre seien die Fahrpreise um 25 % teurer geworden, eine Preissteigerung, die gegenüber anderen Gütern und Dienstleistungen ungewöhnlich hoch sei.
Der VCD fordert zudem eine Vereinheitlichung der Rabatte bei der SaarVV-Card, die sich in den unterschiedlichen Preisstufen von 12,5 bis 25 % bewegten. Dies sei für die Kunden absolut nicht nachvollziehbar.
Dringend notwendig sei, so Langenstein, auch die Einführung einer wabenüberschreitenden Kurzstreckenfahrkarte. Es könne nicht sein, dass Kunden für eine Kurzstrecke von einem Ort zum Nachbarort 2,50 € und von bzw. nach Saarbrücken sogar 3,00 € bezahlen müssten, nur weil sie die Grenze zwischen einer Wabe und der nächsten - z.B. von Sulzbach nach Dudweiler - passierten.
Die neue Landesregierung habe in ihrem Koalitionsvertrag deutliche Akzente in Richtung Verkehrswende und damit für den Öffentlichen Verkehr gesetzt. „Wir erwarten, dass die Jamaika-Koalition angesichts der namhaften Landesförderung für den SaarVV auch ihren Einfluss geltend macht, dass die Qualität des Öffentlichen Verkehrs im Saarland kontinuierlich verbessert wird. Dazu sind aus Sicht des VCD vor allem notwendig: Gute und leicht zugängliche Kundeninformationen, attraktive Tarifgestaltung auch für Gelegenheitskunden, die die Abonnenten von morgen sein könnten, und eine wabenübergreifende Kurzstreckenfahrkarte.
Bei Großveranstaltungen oder auch in der Weihnachtszeit sollten - idealerweise unter Beteiligung der Veranstalter bzw. des Handels - vergünstigte Fahrkarten angeboten werden, um Anreize zu bieten, das Auto zu Hause zu lassen.
VCD Saarland, Gabriele Langenstein Tel. 0681-5847629 (p)
Auch Ministerin wartet auf S-Bahn
Simone Peter will Bahnverbindung des Saarlandes nach Mannheim verbessern
Die neue Saar-Verkehrsministerin Simone Peter will den Bahnverkehr in der Region stark verbessern. Sie sei auch für eine Vergabe der Strecken an Konkurrenz-Firmen der Bahn offen, sagte Peter der SZ.
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Saarbrücken. Die neue saarländische Umwelt-, Verkehrs- und Energieministerin Simone Peter (Grüne) hat im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt, dass sie die Kritik des Bundeschefs des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Gehrmann, am öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Saarland „hundertprozentig“ teilt. Gehrmann hatte in der SZ die Zersplitterung der Zuständigkeiten für den ÖPNV angeprangert, die Praxistauglichkeit des Saarbrücker Eurobahnhofs kritisiert und die Anbindung des Saarlandes an den Knotenpunkt Mannheim als stark verbesserungsbedürftig bezeichnet. „Ich habe auch schon des Öfteren in Kaiserslautern auf dem Bahnhof gestanden und auf die S-Bahn gewartet, um dann eine halbe Stunde später Richtung Mannheim zu zuckeln“, sagte Peter. „Diese Unzulänglichkeiten sind mir bekannt. Der VCD und ich ziehen am gleichen Strang“, erklärte Peter weiter.
In den nächsten fünf Jahren gelte es, Akzente zu setzen. Dafür müsse man nicht einmal immense Mittel einsetzen. So könne man am Eurobahnhof mit Info-Tafeln vieles mit einfachen Mitteln verbessern. Und die auf mehrere Gesellschaften verteilten Zuständigkeiten im ÖPNV zusammenführen.
Von den in der kommenden Woche beginnenden Haushaltsberatungen der Jamaika-Koalition erhofft sich Peter, dass die bisher für Straßen-Neubaumaßnahmen veranschlagten Mittel in den ÖPNV umgelenkt werden können. „Beim Straßenbau muss der Schwerpunkt auf der Erhaltung liegen“, so die Bahnfahrerin Peter. Über die Höhe der zusätzlichen Mittel für den ÖPNV konnte die Ministerin noch keine Auskunft geben. Sie verwies darauf, dass derzeit der Umzug der Verkehrsabteilung aus dem Wirtschaftsministerium in ihr Haus stattfinde und der für Verkehr zuständige Staatssekretär Dieter Grünewald (Grüne), bisher Geschäftsführer der Deutsche-Bahn-Tochter Saar-Pfalz-Bus GmbH (vorher RSW), erst am Montag sein Amt antrete.
Eine verbesserte Anbindung des Saarlandes an den Bahnknotenpunkt Mannheim hat aus Sicht der Verkehrsministerin Priorität. Peter erklärte, dass sie bereits bei der jüngsten Verkehrsministerkonferenz des Bundes und der Länder Gelegenheit gehabt habe, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube für diese Problematik zu sensibilisieren. Denn die Tendenz gehe derzeit leider dahin, dass die Anbindung an Mannheim noch mehr geschwächt werde. „Ich habe das Gefühl, wenn ich von Mannheim ins Saarland fahren will: Man ist schon ein bisschen abgehängt“, bekannte Peter.
Zudem sei die Anbindung an Rhein und Ruhr nicht tragbar. Sie habe lange in Bonn gearbeitet. „Dass man mit dem Auto weniger als die Hälfte an Fahrtzeit dorthin braucht, kann einfach nicht sein“, kritisierte die Grünen-Politikerin. Der saarländische FDP-Verkehrsexperte im Bundestag Oliver Luksic vertrat auf SZ-Anfrage eine ähnliche Haltung. „Dass man mit dem Saarland-Rheinland-Pfalz-Ticket günstig mit Regionalzügen bis nach Bonn fahren kann, ist erfreulich; dass dies aufgrund der langen Übergangszeit von einer Dreiviertelstunde in Koblenz allein bis Bonn knapp vier Stunden dauert, nicht“, so Luksic. Auf der Bahnverbindung nach Mannheim sieht Luksic dagegen vor allem den Ausbau der Möglichkeit, höheres Tempo mit ICE/TGV fahren zu können, als vorrangig an. Er wolle sich dafür in der schwarz-gelben Berliner Koalition stark machen.
Offen ist Verkehrsministerin Peter für eine Vergabe der Regionalverbindungen an DB-Konkurrenz-Unternehmen, auch auf der Verbindung nach Mannheim. Ob sie dabei Unterstützung von Grünewald bekommt, der ein „DB-Mann“ war, bleibt abzuwarten.
Saarland aufs richtige Gleis setzen
Der Verkehrsclub Deutschland fordert dringend einen Politikwechsel im Saarland: Die Jamaika-Koalition müsse im Autoland den Bahnverkehr attraktiver machen, sonst bleibe man deutsches Schlusslicht.
25.11.2009 Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Saarbrücken. Der Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Gehrmann, ist standesgemäß mit der Bahn nach Saarbrücken gefahren und kritisierte gegenüber der SZ das Entree am Saarbrücker „Eurobahnhof“. „Wo ist dort ein Stadtplan? Wie bekomme ich Informationen, welches öffentliche Verkehrsmittel ich nutzen kann, um meine Zieladresse zu erreichen? Gilt im Saarbrücker Nahverkehr mein Bahn-City-Ticket oder muss ich eine Extra-Buskarte kaufen?“, lauteten die Fragen Gehrmanns (Foto: VCD), auf die er keine Antwort fand und deshalb notgedrungen ein Taxi nahm. Doch nicht nur die mangelnde Ausschilderung missfiel dem VCD-Bundeschef, der sich in Saarbrücken unter anderem mit der neuen Saar-Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) traf, um die Probleme des öffentlichen Personennahverkehrs zu erörtern. „Der Hauptbahnhof ist zugig und ungemütlich, es gibt keine angenehmen Wartemöglichkeiten. Zudem sind zu wenig Radabstellplätze am Bahnhof vorhanden“, so Gehrmann. Der Eurobahnhof sei nie mit dem Preis „Bahnhof des Jahres“ des Vereins Allianz Pro Schiene ausgezeichnet worden und werde diesen so bald nicht erhalten.
„Das Saarland hat die höchste Autodichte von allen Bundesländern pro Kopf der Bevölkerung. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe muss das Saarland aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden“, betonte Gehrmann. Es sei dringend an der Zeit für die neue Landesregierung, das Ruder herumzuwerfen. „Es reicht nicht, dreistellige Millionenbeträge in die Kurvenbegradigung auf der ICE/TGV-Strecke durch den Pfälzer Wald zu stecken, wenn gleichzeitig die Anschlüsse von Mannheim ins Saarland nicht funktionieren“, rügte Gehrmann das Taktsystem. Manchmal müsse man zwei Stunden in Mannheim warten, wenn ein Zug dort verspätet einlaufe. Oder man müsse mit der S-Bahn nach Kaiserslautern oder Homburg tuckern und dann nochmal umsteigen bis Saarbrücken. „Das geht gar nicht“, so Gehrmann.
Die rote Laterne beim Bundesvergleich des barrierefreien Ausbaus der Bahnhöfe (nur 44 Prozent im Saarland sind barrierefrei) spreche eine deutliche Sprache: Die neue Landesregierung sei gefordert, ihr Mandat wahrzunehmen, Prüfaufträge im Koalitionsvertrag reichten nicht. „In der Schweiz gibt es einen integralen Takt, da komme ich mit Bahn und Bus immer pünktlich ans Ziel. Das Saarland ist ein ideales Gebiet, um diesem Beispiel nachzueifern“, erklärte VCD-Chef Gehrmann, von Haus aus Meteorologe und Chemiker. Und er hat Verbesserungsvorschläge: Zuallererst brauche es im Saarland einen zentralen Ansprechpartner für alle Probleme mit dem Nahverkehr. Derzeit sei die Lage verwirrend: Es gebe den SaarVV, die VGS Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar mbH, den Zweckverband Personennahverkehr Saarland und die Bahn. „Da sind keine klaren Zuständigkeiten erkennbar“, meinte Gehrmann. Die Zersplitterung der Zuständigkeiten zeige sich besonders beim Bahnhofsvorplatz Saarbrücken. „Wie viele Ansprechpartner für den Vorplatz zuständig sind, ist abenteuerlich“, rügte der Verkehrsexperte. Es gebe ein großes Entwicklungspotential für den Schienenverkehr Richtung Völkingen, Merzig oder Homburg. „Das Saarland ist so klein, das muss funktionieren“, so Gehrmann. Um die Vormacht der Deutschen Bahn im Regionalverkehr zu brechen, müssten die Strecken neu ausgeschrieben werden, das habe anderswo für Verbesserungen gesorgt. „Es reicht nicht aus, Millionen in die Trasse von ICE/TGV zu stecken.“ VCD-Chef Gehrmann
Meinung
Den Umstieg möglich machen
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Wie oft stehen die Saarländer im Stau? Es braucht nur ein Unfall auf der Saarbrücker Stadtautobahn zu passieren, schon geht nichts mehr. Doch die vielen tausend genervten Autofahrer haben wenig Chancen, auf Bahn und Bus umzusteigen, um entspannter und pünktlicher ihre Arbeitsplätze zu erreichen. Der Öffentliche Nahverkehr krankt an vielen Unzulänglichkeiten, der VCD hat die Finger in die Wunden gelegt. Ein zusätzliches Ärgernis ist die Bahnanbindung an den Knotenpunkt Mannheim.
Und wer nach Nordrhein-Westfalen will, nimmt eher das Auto, statt über die Bummelstrecke Trier-Koblenz, über Mainz oder über Mannheim sein Glück zu versuchen. Verkehrsministerin Simone Peter steht vor großen Herausforderungen, um den Pendlern den Umstieg vom Auto möglich zu machen.
Besuch des VCD Bundesvorsitzenden im Saarland
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Am 19. und 20.11.2009 besuchte der VCD-Bundesvorsitzende Michael Gehrmann den VCD Landesverband. Bei einem Gedankenaustausch mit dem Vorstand und einem Pressetermin standen die Aussagen der neuen Regierungen in Berlin und Saarbrücken zum Thema Verkehr im Vordergrund.
Gemeinsam mit Vertretern des Landesvorstandes nahm der Bundesvorsitzende die Gelegenheit zu Fachgesprächen mit lokalen Vertretern des ÖPNV wahr. So sprach man mit der Geschäftsleitung des saarVV über die Tarifgestaltung im Hinblick auf Anreize zum Umsteigen vom Auto auf den ÖPNV. Von einem Vertreter der DB wurden Ideen und Pläne für einen attraktiven Regionalschnellverkehr vorgebracht. Beim größten regionalen ÖPNV-Unternehmen, Saarbahn und Saarbus in Saarbrücken standen Fragen aus Sicht der ÖPNV-Kunden im Vordergrund und beim Vorsitzenden des ÖPNV-Zweckverbandes Rainer Ziebold die zukünftige Finanzierung des ÖPNV seitens der Kommunen und die komplizierten Zuständigkeiten für den ÖPNV im Saarland.
Darüber hinaus interessierte sich Gehrmann auch für das Geschehen vor Ort. So befuhr er mit Vorstandsmitglied Karl Heinz Janson die Neubaustrecke der Saarbahn in Riegelsberg und ließ sich in Heusweiler die Bauarbeiten zur Reaktivierung der Köllertalbahntrasse erläutern. Bei einer Fahrt nach Forbach ging es um das Problem des Umsteigens im grenzüberschreitenden Verkehr.
Den Abschluss des zweitägigen Besuchs bildete ein gemeinsames Treffen mit interessierten Mitgliedern im Haus der Umwelt. Dazu kamen neben einer ganzen Anzahl von VCD-Mitgliedern auch Dr. Simone Peter - die neue saarländische Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Dieter Grünewald vom saarVV, Ministerrialrat Becker vom Wirtschaftsministerium und Angelika Baumgart von der Verbraucherzentrale auch Vertreter der Öffentlichkeit. In Kurzreferaten, einer Fragerunde und viel mehr noch bei einem Glas Wein und kleinem Imbiss wurden aktuelle Fragen des Verkehrs im Saarland diskutiert.
Siehe hierzu auch unsere kleine Bildergalerie.
Pressecho der Saarbrücker Zeitung
Umsteigen nötig in Forbach
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Karl-Heinz Janson 26.11.2009
Diesel-Triebwagen nach Forbach im Gleis 2 des Saarbrücker Hauptbahnhofs. Leider fahren die meisten dieser Triebwagen nicht mehr durch bis Metz, in Forbach muß in einen Elektrotriebwagen umgestiegen werden. Letzterer kann wegen der unterschiedlichen Spannungssysteme von DB und SNCF nicht bis Saarbrücken durchfahren. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr für Pendler und Touristen ist stark verbesserungswürdig.
Einöd erhält neuem Haltepunkt
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08.11.2009 Karl-Heinz Janson
Einöd besaß einst einen größeren Bahnhof, da dort sich die Strecken nach Homburg und Bierbach verzweigten. Mit der Stillegung der Strecke Zweibrücken-Homburg verlor der Bahnhof seine Bedeutung und wurde gar als Haltepunkt ganz aufgegeben. Nun erhält der kleine saarländische Ort an anderer Stelle einen neuen DB-Haltepunkt. Dieser liegt zentral im Ort und hat Platz für P&R. Bahnsteig und Wartehalle sind Stand Anfang November bereits fertig, wie das Bild zeigt. Der VCD begrüßt diese Investition und wünscht sich, daß nach Eröffnung viele Fahrgäste das neue Angebot nutzen.
Verbesserungen beim Umsteigen gefordert
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Karl-Heinz Janson 4.11.2009
Die ÖPNV Umsteigestelle Güchenbach ist zwar nur ein Provisorium, das aber zwei Jahre so in Betrieb sein wird. Schon bei der Planung hätte man besser die Bushaltestellen nahe an den Überweg legen sollen. So passiert es jetzt, dass viele den kurzen Weg über die Schienen und die Straße zum Bus wählen. Durch die längeren Wege kommt es bei den Umsteigevorgängen nur vor, Jüngere sind schneller an der Fußgängerampel als Ältere oder behinderte Fahrgäste. Wenn Letztere die Ampel erreichen ist diese wieder rot. Es dauert dann recht lange bis die Ampel für die Fußgänger wieder Grün wird. Da Bus oder Staßenbahn nun schon eintreffen sind viele Fußgänger versucht die Straße bei Rot zu überqueren. Ein tötlicher Unfalls ist leider bereits passiert. Der VCD Köllertal fordert deshalb unverzüglich die Grünphase für Fußgänger zu verlängern und den Abstand zwischen zwei Grünphasen zu verkürzen. Hierzu wird sich der VCD auch an den Landesbetrieb wenden, da dieser leider meist nur autofreundliche Lösungen bevorzugt. Zudem sollte die Geschwindigkeit im Bereich des Umsteigepunktes auf 30 km/h herabgesetzt werden.
Einen weiteren Missstand, so Karl Heinz Janson vom VCD, stellen die fehlenden Wartehallen an den Bushaltestellen dar. Da der Takt nicht immer funktioniert warten die Fahrgäste in der jetzigen Jahreszeit im Regen. Erreichen will der VCD auch, dass die Saarbahn immer nahe an dem Überweg hält damit nicht noch lange Wege auf dem Bahnsteig nötig sind. Und bei den Parkplätzen fordert der VCD auch einen für Behinderte auszuweisen. Der VCD hat zu den Problemen Rat und Riegelsberger Bürgermeister angeschrieben mit der Bitte um kurzfristige Realiserung. Seitens Verwaltung wurde bereits reagiert und dem VCD Abhilfe zu den genannten Punkten zugesagt.
Zug der Zeit
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13.10.2009 Karl-Heinz Janson
Verwundert erblickten Fahrgäste dieser Tage im Bahnhof Saarbrücken eine große Dampflok und stellten sich die Frage, woher diese wohl kommt. Der Anlass für ihr Vorhandensein war eher ein trauriger. Sie zog den Zug der Zeit nach Saarbrücken, eine Ausstellung auf Rädern über die Deportation von Kindern in die Vernichtungslager des Dritten Reiches.
Haltepunkt Bous wird saniert
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Nach jahrelangem Dörnröschenschlaf wird der DB Haltepunkt Bous saniert. Dazu wird insbesondere die etwas schäbige Unterführung renoviert und der Mittelbahnsteig erhöht. Mittelfristig, so Herr Becker vom Wirtschaftsministerium, ist eine Verlängerung der Unterführung Richtung ehemaliges Röhrenwerk vorgesehen. Dort soll ein PR Platz zum Umsteigen angelegt werden.
Weiterbau Saarbahn
Karl-Heinz Janson 30.09.2009
Am 26. September wurde ein weiteres Stück der Saarbahn von ca 6 km durch Riegelsberg in Betrieb genommen. Vor dem Rathaus in Riegelsberg gab es eine "Eventzone" in der der VCD Saarland gemeinsam mit der Verbraucherzentrale einen Stand hatte und über klimafreundliche Mobilität informierte. Da an diesem Stand auch die Festschrift verkauft wurde hatte der Stand regen Besucherzuspruch.
Auf der neuen Strecke gab es an diesem Tag Freifahrt, was von Tausenden bei schöstem Herbstwetter genutz wurde. Vom VCD kam die Anregung für die Fahrgäste eine Sonderfahrkarte zu diesem Ereigniss zu machen. Dazu stellte sich K.H. Janson, stellv. Landesvorsitzender des VCD, an diesem Tage als Schaffner in historischer Uniform der ehemaligen Saarbrücker Straßenbahn zur Verfügung, um die Fahrkarten auch zu entwerten. Bei den Fahrgästen kam dieser kleine Beitrag sehr gut an, und selbst der BILD Zeitung war dies eine Meldung wert.
Neue Busse in Saarlouis
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von Karl-Heinz Janson 07.09.2009
Acht neue Niederflurbusse haben die KVS Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis am 25.08.2009 im Beisein von Staatssekretär Albert Hettrich in Betrieb genommen. Die Busse ersetzen Altfahrzeuge der KVS und sind mit einer behindertengerechten Rampe in der Mitteltür ausgerüstet. Sie besitzen eine intelligente Fahrgastinformation. Neben der nächsten Haltestelle werden die nächsten vier folgenden Haltestellen angezeigt. Damit kann sich der Ortsunkundige bzw. Gelegenheitsfahrer rechtzeitig auf den Ausstieg vorbereiten. Die Fahrzeuge besitzen eine Dieselmotor, der bereits die Schadstoffklasse EURO 5 erfüllt. Sie tragen damit auch zur Verbesserung der Luft in Saarlouis bei.
saarVV gründet ersten landesweiten Fahrgastbeirat
von Karl-Heinz Janson 20.08.2009
Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) nutzt jetzt auch einen Fahrgastbeirat, um die Sorgen und Nöte seiner Kunden zu bündeln und auf den Tisch zu bringen. Unter dem Motto „Aktiv gestalten - Mehr bewegen“ hat der saarVV seinen ersten, saarlandweiten Fahrgastbeirat gegründet. Insgesamt wurden 17 Personen aus dem gesamten Saarland in das Gremium berufen, die sich für den ÖPNV engagieren möchten. Als Sprecher des Fahrgastbeirates wurde Marcel Olivier Maul aus St. Ingbert und als dessen Stellvertreter Chris Rauschenbach aus Saarbrücken gewählt.
In der ersten Sitzung, an der neben den Mitgliedern auch Vertreter der am Verbund beteiligten Verkehrsunternehmen teilnahmen, wurde die zukünftige Arbeitsweise des Fahrgastbeirates festgelegt. Die von den Mitgliedern vorgetragenen Wünsche und Anregungen zeigten vielschichtige Themen auf, wie etwa Umsteigeverbindungen mit passenden Anschlüssen, Tarifangebote, Kundenservice und Werbung. Das Hauptziel des Gremiums ist, mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern.
Der VCD Saarland begrüßt die Einrichtung des neuen Fahrgastbeirates und erinnert daran, daß das Instrument des Fahrgastbeirates zur Verbesserung der Kundenbeziehungen einst vom VCD initiiert wurde. Sehr bedauerlich findet es der VCD, wenn in den Bedingungen für den Fahrgastbeirat Verbandsmitglieder und damit auch der VCD von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Der VCD wird den Fahrgastbeirat in seiner Arbeit unterstützen, schließlich ist es auch prioritäres Ziel des VCD, mehr Fahrgäste für den ÖPNV zu begeistern.
Sprecher: Marcel Olivier Maul, St. Ingbert, Mmaul_Fahrgastbeirat@
yahoo.de
stellvertretender Sprecher: Chris Rauschenbach Saarbrücken/ Kleinblittersdorf/ Saarlouis, Tel. 0151/12489674, Chris-Rauschenbach@
gmx.de
VCD begrüßt Reaktivierung des Haltepunktes Einöd
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Karl Heinz Janson 20. Juli 2009
Der Ort Einöd besaß einst einen Bahnhof mit mehreren Bahnsteigen, denn dort verzweigten sich die Strecken Zweibrücken-Homburg und Zweibrücken-Saarbrücken. Mit dem Niedergang der Nebenbahnlinien in den siebziger und achtziger Jahren wurde die Linie Zweibrücken-Homburg durch Busse ersetzt und der Bahnhof Einöd zum Haltepunkt herabgestuft und später aufgegeben. Mit der Stillegung der Bliestalbahn blieb nur noch die Verbindung nach Saarbrücken im Saarpfalzraum übrig. Die Gleisanlagen wurden drastisch zurückgebaut und der Haltepunkt Einöd aufgegeben.
Auch die Bahnstrecke Pirmasens-Zweibrücken-Saarbrücken stand zur Stilllegung im Gespräch. Sie wurde jedoch mit der Regionalisierung vertaktet und mit neuen Triebwagen bedient. Da die Strecke am Zentrum von Einöd vorbei führt, forderten schon länger lokale Initiativen einen Zughalt in Einöd.
Mit Erfolg, ein neuer Haltepunkt Einöd befindet sich im Bau. Er wurde weiter zur Ortsmitte verlegt und bietet ausreichend Platz für die Anlegung von Park+Ride-Plätzen. Der VCD Saarland begrüßt nachdrücklich die Reaktivierung des Bahn Haltepunktes in Einöd. Der Verkehrsclub hofft, dass er behindertengerecht ausgeführt wird und eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder erhält. Da der Haltepunkt unweit der Hauptstraße liegt, wünscht sich der VCD eine Vertaktung mit der Buslinie.
VCD begrüßt Erneuerung der Busflotte in Saarbrücken
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Karl-Heinz Janson 24. Juli 2009
Vierzehn neue Gelenkbusse hat die Saarbahn neu in Dienst gestellt. Die von Mercedes in Mannheim gebauten Busse haben eine Motor der mit Erdgas betrieben wird weshalb Rußpartikel oder andere unverbrannte Rückstände wie beim Dieselmotor nicht nachweisbar sind. Daher haben die Busse den Blauen Engel erhalten wegen ihrer schadstoffarmen Antriebe. Die Busse erfüllen heute schon die EU-Abgasnorm EURO 6, die ab 2012 Gültigkeit erlangt.
Am 22. Juli wurden die Busse von Geschäftsführer Peter Edlinger der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt 4,9 Millionen Euro kostete die Anschaffung der Busse, das Wirtschaftsministerium gab einen Zuschuss von 2,2 Mio. €. Wirtschaftsminister Joachim Rippel sieht die Investition als einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Bevölkerung. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz freute sich über die mit den Bussen einhergehende Klimaverbesserung in der Stadt, da sie schlechtere Altfahrzeuge ersetzen.
Auch seitens des VCD Saarland, so Vorstandsmitglied Karl Heinz Janson, wird die Erneuerung der Busflotte begrüßt da sie zur Reduzierung der Schadstoffe und damit zur Verbesserung und Schutz des Klimas beiträgt. Zudem sind die Busse behindertengerechter ausgeführt.
Tempo 30 erhöht Sicherheit
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VCD Saarland zum Tag der Verkehrssicherheit
Karl-Heinz Janson 20.6.2009
Zum Tag der Verkehrssicherheit 2009 erinnert der VCD Saarland an die Argumente zur Einrichtung von Tempo 30 Zonen in Wohngebieten und in Ortsstraßen. Besonders Kinder profitieren davon, denn rund 46.000 Kinder werden jährlich im Straßenverkehr verletzt. Deutschland ist bei diesen Zahlen Spitzenreiter in Europa. Läuft ein Kind etwa 15 m vor einem Auto auf die Fahrbahn so wird es bei Tempo 50 noch mit 45 km/H erfasst und trägt schwerste Verletzungen davon. Bei Tempo 30 kommt das Auto noch bei 13,3 m vor dem Kind zum stehen. Bei Tempo 50 beträgt dagegen der Anhalteweg 28 Meter. Auch Radfahrer und Senioren haben mehr Sicherheit durch die geringere Geschwindigkeit.
VCD stellt saarländischen Bahnhofstest Wirtschaftsministerium vor
Karl-Heinz Janson 5.6.2009
Der Verkehrsclub Deutschland VCD Landesverband Saarland e.V. hat seinen jüngst abgeschlossenen Bahnhofstest im saarländischen Wirtschaftsministerium vorgestellt. An dem Fachgespräch nahmen Staatssekretär Albert Hettrich und die Fachreferenten Rudi Becker und Gerd Heil teil. Einig war man sich über die wichtige Rolle der Regionalbahn Rückrat des saarländischen ÖPNV. Neben erfreulichen Verbesserungen an den Bahnhöfen im Saarland gebe es bedauerlicherweise auch erhebliche Mängel durch fehlende Informationen, nicht angepasste Bahnsteighöhen, Vandalismus, Graffittischmierereien.
Staatssekretär Hettrich begrüßte den VCD Bahnhofstest und macht deutlich, dass seine Fachabteilung bezüglich des Anliegens der Renovierung der Bahnhöfe mit dem VCD am gleichen Strang ziehen würde. Leider stießen bisher die nötigen Maßnahmen immer an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Zudem sei das Saarland als Aufgabenträger der Verkehrsleistungen nur Besteller, während die Bahn als Eigner für die Ausführungen zuständig sei. Das Land habe sich, so Hettrich, oft schon stärker finanziell engagiert als die Bahn selbst. Erfreulicherweise seien mit dem Konjunkturprogramm dieser Tage einmalige Mittel für die Sanierung der Bahnhöfe seitens des Bundes bereitgestellt worden. Das Ministerium sei laut Referatsleiter Becker dabei, eine Prioritätenliste zu erstellen und wolle bei den Details auch den VCD als kompetenten Partner mit einbinden.
Ein großes Problem sieht Andrea Schrickel vom VCD in den unterschiedlichen Bahnsteighöhen im Saarland, die für Kinder Ältere und Behinderte nachteilig sind. Die oft fehlende Barrierefreiheit für Radfahrer, Kinderwagen, Rollstuhl reklamierte VCD-Lamdesvorsitzende Gabriele Langenstein. Der VCD hält, so Karl Heinz Janson, Maßnahmen gegen den immer mehr zunehmenden Vandalismus auf den Bahnhöfen für dringend erforderlich. Die Probleme sind dem Ministerium alle bekannt. Vorrangig sollen in den kommenden Jahren die stärker frequentierten Bahnhöfe Dillingen, Völklingen, Neunkirchen, Merzig, Türkismühle und der Bahnhof Saarbrücken-Burbach barrierefrei ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen zwei zusätzliche Haltepunkte in Homburg-Einöd und Burbach- Mitte-IT Park errichtet werden. Der Spatenstich für Homburg Einöd ist für den 5 Juni terminiert. Außerdem sollen in dem Programm fünf weitere Bahnhöfe ganz oder teilweise erneuert werden. Eine Angleichung der Bahnsteighöhen - unterschiedlich für Hauptstrecken und Nebenstrecken - sei vorgesehen. Sorge bereitet dem Ministerium der von Janson angesprochene Vandalismus auch auf frisch renovierten Bahnhöfen. Hierzu regte Staatssekretär Hettrich als saarländisches Pilotprojekt eine sog. "Bahnhofspatenschaft" an: Ein Verein oder Person bzw. die Kommune würde regelmäßig den Bahnhof begehen und umgehend Schäden, Grafitti u.ä. melden. Kleinere Mängel könnten gegen Erstattung der Materialkosten eigenständig beseitigt werden. Damit dem könnte dem Vandalismus möglicherweise wirksam begegnet werden. Eine Mitwirkung des VCD bei einem solchen Projekt sei wünschenswert.
VCD Saarland im Fernsehen
Gleich zweimal sendete der Saarländische Rundfunk im April 2009 Beiträge, in denen der VCD Saarland zu Wort kam.
Am 20. April wurde in der Sendung saarlorlüx über die ICE-Verbindung Frankfurt-Saarbrücken-Paris berichtet. Der VCD Saarland erinnert an die noch ausbaufähige Anbindung des Nahverkehrs an den ICE und bringt den Vorschlag eines "Saarlorlux-Express" als regionale Schnellverbindung der Städte Saarbrücken, Metz und Luxemburg ein.
Am 30. April berichtet die Sendung mag´s in einem längeren Bericht über den VCD Bahnhofstest und zeigte den leider oft schlechten Zustand vieler saarländischer Bahnhöfe und Haltepunkte. Den VCD-Vertretern wurde vom DB-Medienreferent aus Frankfurt untersagt, im SR-Fernsehen auf den gezeigten Bahnhöfen Rede und Antwort zu stehen. Staatssektertär Hettrich betont die künftige Zusammenarbeit mit dem VCD.
VCD begrüßt Nachtbussystem
Karl Heinz Janson, VCD Landesverband Saarland e.V. April 2009
Die Einführung eines Nachtbussystems im Regionalverband Saarbrücken wird vom VCD Landesverband begrüßt. Der Verkehrsclub hofft, dass das vorläufig nur auf ein Jahr begrenzte Modell von den Jugendlichen auch entsprechend angenommen und damit auch fortgeführt wird. Ebenso bleibt zu hoffen, so Karl Heinz Janson vom VCD Landesvorstand, dass durch den Nachtbus Autofahrten alkoholisierter Jugendlicher nach Besuch der Diskotheken geringer werden.
Bezuschusst wird das Nachtbussystem vom Innenministerium mit rund 100.000 €. Für den VCD stellt sich aber auch die Frage, warum die großen Diskotheken in Saarbrücken, die ja Veranstalter dieser Nachtprogramme sind, sich nicht an den Kosten der Nachtbusse beteiligen. So bleibt das Defizit an der öffentlichen Hand
hängen, während die Betreiber der Diskotheken die Gewinne einstreichen.
Detaillierte Informationen zu Fahrstrecken, -zeiten und den Tarifen zum Nachtbus finden sich auf den Seiten des SaarVV.
Kritik an Fahrpreiserhöhungen
10.01.2009 von Karl-Heinz Janson
Pünktlich zum Jahreswechsel wurden im ÖPNV sowohl bei der Deutschen Bahn als auch im saarländischen Verkehrsverbund bei Bussen und Saarbahn wieder die Fahrpreise erhöht. Im saarVV ist es sogar die zweite Fahrpreiserhöhung in nur neun Monaten, stellt kritisch der VCD Saarland fest.
Der VCD Saarland verkennt nicht: im ÖPNV insbesondere im ländlichen Bereich entstehen erhebliche Kosten. Doch besteht das Risiko durch die Fahrpreiserhöhung, dass wieder Kunden aufs Auto umsteigen und durch die Mindereinnahmen das Defizit bleibt. Insbesondere die Kurzstrecke ist mit 2 € sehr teuer. Für eine Hin und Rückfahrt von zwei Personen als Beispiel sind 8 € fällig, für Autobesitzer völlig unakzeptabel. Noch teurer wird es, überschreitet man bei der kurzen Entfernung eine Wabengrenze. Auf dieses Problem hatte der VCD schon beim Start des saarVV hingewiesen. Leider wurde es bis dato nicht gelöst. Andere Verkehrsverbünde haben dagegen längst eine Lösung mit sich überlappenden Waben gefunden.
Unverständlich für den VCD ist auch die Erhöhung bei der DB, die im Personenverkehr ja insgesamt schwarze Zahlen schreibt. Hier stellt sich die Frage ob der verschobene Börsengang immer noch ein Thema ist, und man eine gute Rendite vorweisen will.
Für den VCD Saarland wäre es im ÖPNV viel wichtiger und sinnvoller mehr Fahrgäste zu gewinnen und damit die Defizite zu reduzieren als nur die Preise zu erhöhen. Auch die Kommunen sind gefordert endlich den ÖPNV mit gleichen Mitteln zu fördern wie sie dies auch problemlos für das Auto beim Straßenbau tun. Bei letzteren werden die Defizite immer kommentarlos von der öffentlichen Hand getragen.
Schneller Freunde
fairkehr Dezember 2008 von Michael Adler
Weit über eine Million Deutsche und Franzosen nutzten 2008 den neuen TGV Ost als schnelle Annäherung an den Nachbarn.
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Foto: Michael Adler |
Trotz guter Zusammenarbeit den eigenen Charakter bewahren: ein deutsch-französisches Schaffner-Team in landestypischen Uniformen. |
„Das einzige, was stimmte, war die Spurbreite“, beschreibt Alleo-Marketingleiter Werner Ried die Größe der Aufgabe. Bevor sich der neue TGV mit Hochgeschwindigkeit auf den Weg von Frankreich nach Deutschland machen konnte, galt es für die zu diesem Zweck gegründete deutsch-französische Firma Alleo, zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Eines davon war die Sprachbarriere: Ein Lokführer muss auf der Strecke zwischen Stuttgart und Paris fünf Sicherheitssysteme in zwei Sprachen beherrschen. Daher ist Zweisprachigkeit ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des Personals. Aus Respekt für beide Kulturen gibt es aber keine Vereinheitlichung beim Erscheinungsbild. „DB- und SNCF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter treten in der jeweils eigenen Firmenuniform auf“, erklärt Werner Ried.
Das Niveau der Bordküche orientiert sich an französischen Ansprüchen: In der ersten Klasse werden sogenannte Gourmet-Köfferchen am Platz serviert. Darin finden sich Linsensalat mit Senfsauce und Westfälischem Schinken oder geschnetzeltes Hühnchen in Koriandersauce, zum Dessert feins-te Schokoladen. „Den Alleo-Menüs bescheinigen auch anspruchsvolle Kritiker Traitteur-Niveau“, zeigt sich Werner Ried stolz auf das bisher Erreichte. Das Alleo-Angebot scheint auch bei den Kunden anzukommen. „1,2 Millionen Passagiere werden wir bis Ende 2008 auf beiden Routen, Stuttgart–Paris und Frankfurt–Paris, befördert haben“, prognostiziert Ried. Die durchschnittliche Auslastung liege damit höher als im nationalen ICE-Verkehr der Deutschen Bahn. Da viele Franzosen Deutschland immer noch für ein kulturloses Land im Norden halten, muss Ried als Marketingleiter nicht nur einen Zug, sondern gleich ein ganzes Land bewerben: „Die Kunstszene in Stuttgart und Frankfurt zu vermitteln oder die guten Anschlüsse nach München und Berlin hervorzuheben – das ist die eigentliche Herausforderung.“ Dafür wissen die wenigsten Deutschen, dass es neben Paris unzählige weitere Bahnverbindungen in Frankreich gibt: nach Bordeaux, in die Bretagne, in die Normandie oder ans Mittelmeer.
Die Konkurrenz am Himmel gibt sich bereits teilweise geschlagen: Wie schon auf der Thalys-Strecke Köln–Paris hat die Billig-Airline Germanwings auch den Flugverkehr von Stuttgart und Frankfurt nach Paris eingestellt. Der Chef von Air France räumte kürzlich ein, dass die französische Staats-Airline die Konkurrenz auf der Schiene ebenfalls schmerzlich spürt.
Manchmal kommt auch der Zufall zu Hilfe. Wegen eines Flugstreiks musste eine Gruppe Mitarbeiter der Softwareschmiede SAP auf die Bahn umsteigen. Werner Ried betreute die Computerspezialisten selbst. „Für die fluggewohnten Fahrgäste offenbarte sich eine neue Welt“, stellt er zufrieden fest. Service und Geschwindigkeit sorgten für Begeisterung. Der eigentliche Clou war die Erkenntnis, dass die SAP-Mitarbeiter vom ICE-Halt Mannheim mit der S-Bahn direkt zur Firma fahren konnten, schneller und einfacher als vom Frankfurter Flughafen aus. Die Buchungen aus dem SAP-Standort Walldorf haben seither signifikant zugenommen.
Der Saarländer Ried, der selbst virtuos zwischen französisch und deutsch wechselt, ist selbst am meisten begeistert von „seiner“ Bahnstrecke: „Mit 320 km/h Spitzengeschwindigkeit sind wir nicht nur die schnellste kommerzielle Bahn. Diese Bahnstrecke belebt die deutsch-französische Freundschaft neu. Nie war man so schnell und einfach beieinander.“
Verkehrsclub fordert: Bahn und Bus besser abstimmen
01.12.2008 Saarbrücker Zeitung
Riegelsberg. Zwischen Saarbrücken und Riegelsberg scheint sich ein tragbarer Kompromiss anzubahnen: In einem Zwischenschritt soll die Saarbahn ab 1. Juni 2009 bis zur Haltestelle Güchenbach fahren (wir berichteten bereits). Da hier erhebliche öffentliche Mittel verbaut wurden, sollte auch bald die Saarbahn über diese Gleise rollen, bevor diese weiter nutzlos rosten, schreibt Karl Heinz Janson vom VCD Saarland (Verkehrsclub Deutschland) in einer Pressemitteilung. Eine weitere jahrelange Nichtnutzung verstehe kein Bürger. Wünschenswert wäre, sofern dies der Takt hergebe, die Bahn zumindest bis zum Wohngebiet Gisorsstraße im Russenweg fahren zu lassen, erklärt Janson. Auch sollte geprüft werden, welche Buszubringer man anders anbinden könne, um Busfahrten durch Riegelsberg einzusparen.
Nach Ansicht des VCD ist nötig, dass sich hier die Verantwortlichen der Saarbahn, des ÖPNV-Zweckverbandes (Öffentlicher Personennahverkehr) im Regionalverband und der Kommune an einen Tisch setzen, um "die Bahn auf der fertigen Strecke sinnvoll zum Fahren zu bringen". red>
Dringender Handlungsbedarf bei der Bahnverbindung Saarbrücken-Metz
Zur Fahrzeugpräsentation am 29. November 2008, 14h00 in Forbach
Gabriele Langenstein, VCD Saarland Vorstand
Der Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Saar e.V. begrüßt den Einsatz der neuen elektrischen Doppelstocktriebwagen zwischen Forbach und Metz. Sie bieten mehr Komfort und ein größeres Sitzplatzangebot, um dem starken Anstieg der Fahrgastzahlen in Lothringen begegnen zu können.
Für den VCD ist es allerdings eine Provinzposse, dass diese Fahrzeuge in Ermangelung der notwendigen technischen Ausrüstung nicht bis Saarbrücken fahren können. Dadurch seien nur noch wenige direkte Verbindungen mit der Bahn zwischen Saarbrücken und Metz im Angebot. Die Reisezeit werde durch das Umsteigen in Forbach unnötig verlängert, interregionale Anschlüsse via Saarbrücken gingen verloren.
Dies widerspricht dem Bekenntnis der Politiker zur Stärkung der interregionalen Bezüge und zu Quattropole. „Hier drängt sich der Eindruck auf“, so Landesvorsitzende Gabriele Langenstein, „dass die verantwortlichen Bestellerorganisationen gar kein Interesse daran haben, grenzüberschreitende Angebote auf der Schiene zur Stärkung der Großregion zu realisieren.“
Seit Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris sind im Fernverkehr die drei Eurocity-Verbindungen zwischen Saarbrücken und Metz entfallen. Durch die Änderung des Fahrzeugeinsatzes im Nahverkehr werden zukünftig elektrische Doppelstocktriebwagen die Bedienung innerhalb des Départements Moselle übernehmen. Im Grenzverkehr Saarbrücken-Forbach sollen weiter Dieseltriebwagen eingesetzt werden. Da bei den meisten Verbindungen zwischen Saarbrücken und Metz in Forbach umgestiegen werden muss, liegt die Reisezeit liegt bei deutlich über einer Stunde gegenüber den knapp 45 Minuten, die bei direkten Fahrten möglich wären.
Nach Einschätzung des VCD vereitelt das jetzige Betriebskonzept den Übergang von Zügen des Fernverkehrs in Saarbrücken auf die regionalen Züge in Richtung Lothringen. „Trotz aller europäischen Diskussionen, Quattropole-Ideen und Saar-Lor-Lux-Kooperation ist das Schienenangebot so schlecht wie seit den Weltkriegen nicht mehr“, kritisiert die VCD-Sprecherin.
Der VCD Saar fordert eine grenzüberschreitende, attraktive und schnelle Zugverbindung zwischen Saarbrücken und Metz mindestens im Zwei-Stunden-Takt. Die Reisezeit müsse deutlich unter 1 Stunde liegen, was dann auch die Sicherung der Anschlüsse vom und zum Fernverkehr mit TGV in Metz und IC/ICE in Saarbrücken sicherstellen würde. Ferner könne dann der Fahrzeugbedarf für diese Verbindung deutlich gesenkt werden.
Landesvorstand VCD
Gabriele Langenstein
Verkehrswende nötig
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Die Saarbahn auf dem Weg ins Köllertal |
von Karl-Heinz Janson
Eine Verkehrswende, der langsame Umstieg vom Autoverkehr auf denöffentlichen Verkehr, wird nach Ansicht des VCD immer dringender. Steigende Energiepreise wegen Rohstoffverknappung, die Klimaerwärmung, aber auch der Verkehrslärm sowie zurückgehende Einkommen erfordern als Alternative für die Mobilität weiter Bevölkerungskreise einen leistungsfähigen ÖPNV.
Erfreulich ist, so Karl Heinz Janson vom VCD Saarland, das nun der Weiterbau der Saarbahn ins Köllertal Fortschritte macht. In Riegelsberg wurden Abnahmetests durchgeführt. Erstmals erreichte dabei ein Saarbahnfahrzeug bei Etzenhofen fast die alte Köllertalbahnstrecke. Und Richtung Heusweiler beginnen die Arbeiten zur Freimachung der in den letzten Jahren von der Natur zurückeroberten vorhandenen Bahntrasse. Die neue Projektführung macht sich positiv bemerkbar,die zugesagten Termine werden gehalten. Auch zur Frage der Finanzierung des
Betriebes gibt es Bewegung. Zukünftig müssen die Kommunen im Regionalverband auch Mittel für den ÖPNV bereitstellen, wie dies in den übrigen Landkreisen schon lange geschieht.
Bahnhofstest 2008
Saarbrücker Zeitung Sept. 2008
Saarbrücken. Der Fahrgastverband Pro Bahn Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Saarland machen sich für die Interessen der Bahnfahrgäste stark. Zum zweiten Mal seit 1997 hat der VCD ein Jahr lang alle Bahnhöfe im Saarland bereist und bewertet. 72 Bahnstationen inspizierte der VCD, bewertete acht Kriterien bei denen er jeweils die (Schul-) Noten 1,0 bis 5,0 vergab.
Rund 19 Prozent der getesteten Bahnstationen schnitten mit der Note 4 ab. Friedrichsthal und Saarbrücken Ost belegten einen Platz unter den letzten zehn. Nicht von ungefähr vergab der Verein an den Bahnhof Friedrichsthal die Note 4,11. Eingangshalle und Unterführung sind in katastrophalem Zustand: Beschmierte Wände, abbröckelnder Putz und ein unangenehmer Geruch fallen auf. Die beiden 16-jährigen Dominick Paci und Jens Kniest fahren täglich mit der Bahn ab Friedrichsthal. Ab und zu, erzählt Paci, lungerten Leute auf dem Bahnsteig herum und schnorrten Zigaretten. Der Jugendliche fühlt sich hier, wenn er aussteigt, sogar manchmal bedroht.
Der Bahnhof Oberlinxweiler bei St. Wendel: Anne Schuhmacher, 19 Jahre, aus Oberlinxweiler fährt täglich mit der Bahn zur Arbeit nach Saarbrücken. Um zum Bahnsteig zu gelangen, muss sie unter einer unbeleuchteten Brücke hindurchgehen. „Früh morgens fühle ich mich auf diesem Weg nicht sicher“. Daher nutze sie oft den nächstgelegenen Bahnhof Niederlinxweiler.
Auf dem drittletzten Platz im VCD-Bahnhofstest rangiert Scheidt. Bei vier Bewertungsaspekten vergab der Verein die schlechteste Note 5,0. Bei dem Test arbeitete VCD-Vorstandsmitglied Andrea Schrickel mit. Sie berichtet von einem Wasserrohrbruch in der Unterführung zum Bahnsteig des Haltepunkts Scheidt. Dort sprudelte aus einer Stelle im Boden Wasser heraus. Bereits vor einem Jahr hatte der VCD Saarland darauf in einer E-Mail an das Bahnhofsmanagement Saarbrücken hingewiesen. Das Management antwortete, es werde den Schaden beheben lassen, jedoch sei seitdem nichts passiert, so Schrickel.
Wie könnte es also künftig auf den Bahnhöfen im Saarland aussehen? Kameraüberwachte Bahnhöfe um potentielle Zerstörungswütige abzuschrecken, wie bald in Saarlouis, Neunkirchen und St. Wendel? Fest steht: Das Vandalismusproblem bekommen Kommunen, Land und die Deutsche Bahn nur gemeinsam in den Griff. Bahnfahren im Saarland wird erst dann für Fahrgäste wieder attraktiver werden, wenn Bahnhöfe wieder den Mindeststandard erfüllen.
Benjamin Rannenberg
ÖPNV-Kunden stehen am Landwehrplatz jetzt im Regen
20. August 2008
Neugestaltung erschwert vor allem Busfahrern und –nutzern das Leben
Für Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bietet die heutige Einweihung des Saarbrücker Landwehrplatzes leider keinen Grund zum Jubeln. Zu diesem Urteil kommt der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saar, nach einer eingehenden Ortsbesichtigung.
„Wir hatten erwartet, dass die Stadt die Neugestaltung dieses zentralen Platzes dazu nutzt, auch die Haltestellen-Situation für Saarbahn- und Bus-Kunden zu verbessern, aber das Gegenteil ist der Fall“, erklärt VCD Saarland-Sprecherin Gabriele Langenstein. Besonders für den Busverkehr verschlechtert sich nach Ansicht des VCD Saarland die Situation. Leidtragende seien Bus-Kunden und Busfahrer gleichermaßen.
Durch den Wegfall der zahlreichen Haltestellen auf dem Platz selbst müssen über zehn Buslinien jetzt an der einzigen verbliebenen Haltestelle auf der Großherzog-Friedrich-Straße stoppen, im fließenden Verkehr! Wie Busfahrer dem VCD berichteten, dürfen sie dort nur eine Minute verweilen. Beim Einstieg einer Rollstuhlfahrerin sei es deshalb bereits zu Problemen gekommen. Da es am Landwehrplatz kaum noch Warteplätze gibt, müssten die Fahrer manchmal zudem mehrere Ehrenrunden durch die Stadt drehen und neben Karstadt Wartezeit überbrücken. „Während andere Städte in moderne Busbahnhöfe investieren, schafft sich Saarbrücken lieber neue Nadelöhre“, kritisiert Langenstein.
Die Bus-Kunden wiederum müssen an der Bushaltestelle auf dem schmalen Saarbahnsteig am Landwehrplatz warten, umtost von Verkehr – ohne Wind- und Wetterschutz. Denn die Wartehäuschen auf demselben Saarbahn-Steig liegen zu weit entfernt.
Auch bei den neugeschaffenen Einrichtungen für Saarbahnnutzer auf dem Landwehrplatz sieht der VCD Saarland gravierende Mängel. So ist die neue Überdachung an der Längsseite des Platzes nach Ansicht des VCD Saarland viel zu hoch und zu schmal, um Wartenden Schutz vor Wind und Regen zu gewähren. Die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen sehen für Wetterschutzeinrichtungen eine Höhe von rund 2,20 Meter und Windschutz von drei Seiten vor. Die neue Überdachung am Landwehrplatz ist 3,80 Meter hoch und nur auf einigen Metern mit Glaswänden versehen.
„Wir sind gespannt, ob und wann die Stadt die als Regen- und Windschutz dringend erforderlichen Wartehäuschen oder modern gestylte verglaste Warteinseln an der Haltestelle anbringen wird. Hoffentlich noch vor dem Winter“, sagt Gabriele Langenstein. „Wir fragen uns auch, warum die Saarbahn-Fahrpläne alle Richtung Gleis zeigen, so dass die Wartenden unter der Überdachung sie nicht einsehen können.“ Ein Rätsel ist dem VCD auch, warum die Fahrplan-Glaskästen nicht von innen beleuchtet werden, sondern von einer Lampe unter dem Dach. „Wie an fast allen anderen Haltestellen in Saarbrücken kann man abends die Pläne nur mithilfe einer Taschenlampe lesen.“ Für den Winter rät der VCD Saarland den Wartenden außerdem, sich Kissen mitzubringen, denn die Steinbänke sind dann zum Sitzen viel zu kalt.
„Bei der Gestaltung des Landwehrplatzes hat man offenbar viel Mühe auf die Ästhetik verwendet, doch die Funktionalität, gerade für den ÖPNV, ist dabei zu kurz gekommen,“ stellt die VCD-Saar-Sprecherin zusammenfassend fest. „Wir begrüßen es, dass die Stadt bei diesem Projekt die Bürger beteiligt hat. Für diejenigen Bürger, die den ÖPNV nutzen, kann das Ergebnis jedoch nicht befriedigend sein.“
Der Verkehrsclub Deutschland versteht sich als Interessenvertretung umweltbewusster Autofahrer, Bus- und Bahnnutzer, Radfahrer und Fußgänger. Er hat im Saarland etwa 500 Mitglieder.
Weiterbau der Saarbahn
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Der Tunnel kann mit vertretbarem Aufwand für die Saarbahn nutzbar gemacht werden |
11.08.2008 Karl-Heinz Janson
Zu einer Ortsbesichtigung hatte auf Bitten des Verkehrsclub Deutschland VCD Saarland die Saarbahn GmbH einige Vertreter des VCD sowie der lokalen Nahverkehrsinitiative Köllertal eingeladen. Unter der Leitung von Frau Dr. Horn wurden markante Punkte der ehemaligen Strecke der Köllertalbahn besucht, die im nächsten teilabschnitt für die Saarbahn reaktiviert werden. Die beiden Projektmanager Dipl. Ing. Frank Erhard und Dipl. Ing. Daniel Bürtel standen Rede und Antwort.
Erste Station war der ehemalige Bahnhof Walpershofen und die dort geplante Brückenerweiterung auf 50 Meter. Wegen der Höhenverhältnisse wird es aller Voraussicht nach eine Stahlbrücke werden. Besonderen Wert wird dabei auf den Lärmschutz gelegt. Wobei man das Projekt aber nicht mit immer weiteren Forderungen überfrachten sollte, da dies zu Bauverzögerungen führt. Neu angelegt wird auch die Zuwegung zu dem vorgesehenen Mittelbahnsteig.
Am Markt Heusweiler wird in Bälde mit der neue Brücke über den Köllerbach begonnen. Dabei wird die vorhandene daneben abgebrochen und für die Bauzeit durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 400.000 €. Parallel mit der Gemeinde sollen auch die Arbeiten für den Haltepunkt und Busverknüpfungspunkt Heusweiler durchgeführt werden. Bis Heusweiler soll die Strecke in zwei Jahren fertig sein und dann auch bis dorthin als Zwischenlösung in Betrieb gehen. Zwei Jahre später soll auch die Reststrecke bis Lebach dann folgen.
In Kirschhof bleibt der Durchgang zur Winterscheidstraße. Die Autobahnbrücke der Bahn ist noch in guten Zustand und bedarf nur geringer Arbeiten. Neu gemacht werden muss dagegen die Brücke der Bahn an der Eiweiler Mühle, da deren Zustand jetzt schon sehr schlecht ist. Größere Arbeiten sind auch am Eiweiler Viadukt nötig. Die vorhandene Stahlkonstruktion ist immer noch der behelfsmäßige Wiederaufbau von 1947, welcher nach der Sprengung der Sandsteinbrücke 1945 durch die Wehrmacht errichtet wurde. Es ist noch nicht festgelegt, ob es nochmals eine Stahlkonstruktion oder eine Betonwanne wird, die neu auf die Pfeiler aufgelegt wird. Seitens K.H. Janson wurde darauf hingewiesen, bei der Neuausführung besonderen Augenmerk auf die Lärmreduzierung zu legen. Dies sei laut Saarbahn-Planer besser mit einem Betontrog zu erreichen. Ein Wiederaufbau der Brücke in der ursprünglichen Bogenform ist allerdings aus Kostengründen nicht mehr machbar.
Letzte Station war der Spitzeichtunnel zwischen Eiweiler und Landsweiler. Nachdem dieser gerüchteweise schon als baufällig bezeichnet wurde, ließ man es sich nicht nehmen, den gesamten Tunnel zu befahren. Dieser befindet sich nach Inaugscheinname und Aussage der Projektleitung in einem standfesten und guten Zustand. Wegen der Oberleitung muss er etwas vertieft werden, die Entwässerung ist neu anzulegen sowie an verschiedenen Punkten müssen Ausbesserungen durchgeführt werden, so dass doch die Sanierungskosten etwa 1,5 Mio € betragen.
Seitens der Projektleitung werden keine unüberwindbaren technischen Hindernisse gesehen für den Weiterbau der Saarbahn, doch muss man dabei den Umfang der Arbeiten insgesamt an der Strecke sehen. Dipl. Ing. Erhard legt besonderen Wert darauf, dass diesmal die einmal festgelegten Termine auch gehalten werden. Die Teilnehmer der Besichtigungsfahrt waren beeindruckt vom Umfang der Arbeiten. Karl Heinz Janson, stellv. Landesvorsitzender des VCD dankte der Saarbahn für die Besichtigungsfahrt und die gegebenen Informationen und wünschte dem Projekt und der Projektleitung Erfolg. Bei weiter steigenden Kraftstoffpreisen, ebenso im Hinblick auf den Klimaschutz benötigt das Köllertal die Saarbahn als Mobilitätsalternative.
Sekttaufe für ICE „St. Ingbert“
Am Samstag wurde ein Intercity Express auf den Namen der Mittelstadt getauft
„St. Ingbert“ geht auf die Reise: Ein Intercity-Express-Zug trägt seit Samstag den Namen der Mittelstadt. Oberbürgermeister Georg Jung und der Deutsche-Bahn-Bevollmächtigte Gerhard Schinner nahmen vor vielen Schaulustigen die Taufe mit Sekt vor.
Saarbrücker Zeitung 13.05.2008 Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf
St. Ingbert. St. Ingbert hat einen neuen Botschafter, einen, der den Namen der Stadt weit über die Grenzen des Saarlandes hinaustragen soll: Am vergangenen Samstag tauften Oberbürgermeister Georg Jung und Gerhard Schinner, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Saarland und Rheinland-Pfalz, einen schmucken Intercity Express (ICE) 3 auf den Namen der Mittelstadt.
Dem einmaligen Anlass angemessen hatten sich bei strahlend blauem Himmel um kurz nach elf Uhr zahlreiche Politiker, Zug- und St.-Ingbert-Fans und Schaulustige am Gleis eins des Bahnhofs eingefunden, um der Sekt-lastigen Taufe und der anschließenden Segnung des Zuges beizuwohnen. „Es ist eine Freude für uns, dass heute ein ICE der Deutschen Bahn auf den Namen St. Ingbert getauft wird. Der Name unserer Stadt kann gar nicht oft genug genannt werden“, so Oberbürgermeister Georg Jung sichtlich stolz in seiner kurzen Ansprache, in der er auch deutlich machte, warum gerade die Mittelstadt diese Ehre verdient.
„St. Ingbert ist eine der starken Städte im Saarland, eine Stadt mit Qualitäten für Familien, Unternehmen, für die Umwelt und für moderne Technologien.“
Auch Deutsche-Bahn-Repräsentant Gerhard Schinner strahlte mit der Sonne um die Wette, als er die Taufe des ICE in einen bahnseitig größeren Kontext setzte. „Was wir brauchen sind schnelle Strecken, moderne Züge und attraktive Bahnhöfe.“ All das habe man gerade auf der Strecke von und nach Paris, auch wenn noch einiges an Arbeit zu leisten sei.
Passend zur Taufe des ICE auf den Namen St. Ingbert kann die Stadt nun auch mit einem modernisierten und jetzt behindertengerechten Bahnhof punkten. Zwei Aufzüge wurden installiert, der Hausbahnsteig an Gleis eins auf 55 Zentimeter Einstiegshöhe angehoben, Zusätzlich wurden neue Sitzgelegenheiten geschaffen – Blindenleitstreifen auf den Bahnsteigen komplettieren die insgesamt 1,7 Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen.
Abseits des offiziellen Teils der Taufe war es vor allem der ICE an sich, der die Gäste fast magisch anzog: Große wie kleine Fans ließen sich im Cockpit des Schnellzuges auf dem Platz des Lokführers nieder, andere nutzten die Chance, um aus einem ausgewachsenen ICE das richtige Hintergrundmotiv für unzählige Erinnerungsfotos zu machen.
Mit der Taufe vom vergangenen Samstag reiht sich St. Ingbert in die Riege von über 170 Städten ein, die in den vergangenen Monaten die Patenschaft für einen ICE übernommen haben. Gerhard Schinner: „Wir wollen so unsere Verbundenheit zu den Regionen zum Ausdruck bringen. Die gesamt ICE-Flotte wird deshalb nach und nach auf die Namen deutscher Städte getauft.“
Kostenlos mit Bus und Bahn zur Schule
Pressemitteilung 13.06.2008 Dietrich Strohmaier
zum Artikel "Kostenlos mit Bus und Bahn zur Schule" vom 27.05.2008 in der Saarbrücker Zeitung
Der VCD Saarland begrüßt den Vorschlag der Landeselternvertretung, das Land solle allen Schülern den Transport mit Bahn und Bus bezahlen. Für die Umwelt sowie für das Verständnis der Schüler dafür wäre dies von großem Wert. Auf jeden Fall wäre dies besser als das jetzt häufig übliche Eltern-Taxi. Der VCD empfiehlt ferner z.B. den Eltern von Auszubildenden, den kostenlosen Transport einzufordern.
Für die Kosten des Transports der Grundschüler kommen ja schon die Gemeinden auf. Das Land windet sich nach Ansicht des VCD Saarland hier mit fadenscheinigen Begründungen aus der Verantwortung. Dass laut Referatsleiter Heil und Pressesprecher Rott der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) aus Steuermittel mit 13,7 Mio jährlich bezuschusst werde, sei doch nicht mehr als recht und billig. Für den Autoverkehr werde allein in diesem Jahr 100 Mio in Straßen investiert.
Hinzu kommen die versteckten kosten des Autoverkehrs, die nicht in den Haushalten ausgewiesenen werden. Fachleute veranschlagten diese nochmals auf mehrere Millionen . "Was kostet z.B. die Tiefgarage im neuen Wirtschaftsministerium an Kapitaldienst und Unterhalt?" fragt sich Dietrich A. Strohmaier, ein Vorstandsmitglied des VCD Saarland. Solche Rechnungen ließen sich für das ganze Land anstellen, so Strohmaier weiter. Der VCD Saarland wünsche sich, dass sich das Land aktiver für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einsetze. Dem ÖPNV komme gerade in Zeiten der Energiepreissteigerungen eine große Bedeutung für Mensch, Umwelt und Klimaschutz zu.
Busreisen als umweltfreundliche Alternative
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Busse als moderne und umweltfreundliche Reisefahrzeuge präsentieren sich vor dem Saarbrücker Schloss. |
Pressemitteilung 15. März 2008 Karl Heinz Janson
Am 14. März 2008 fand im Saarbrücker Schloss der siebte südwestdeutsche Omnibustag statt. Etwa 150 Vertreter der Busunternehmen sowie von Betreibern des ÖPNV als auch aus Verbänden, darunter auch des VCD, waren gekommen. Dazu gab es eine Anzahl von Ausstellungen und Ausstellern rund um das Thema Bus. Über 20 neue Busse wurden vor dem Saarbrücker Schloss präsentiert.
Der Vorsitzende der Fachvereinigung Omnibusverkehr, Hans Gassert, beklagte den ungleichen Wettbewerb der Verkehrsträger. So werde der Bus als das nachweislich ökologischste Verkehrsmittel nicht subventioniert, während Flugzeug und Bahn Milliarden erhielten. Großunternehmen verdrängen den Mittelstand, der sehr mit dem Anstieg der Kraftstoffpreise und den neuen EU-Lenkzeiten zu kämpfen habe. Wirtschaftsminister Joachim Rippel versprach sich für sinnvolle Regelungen seitens der EU einzusetzen.
Den erfolgreichen saarländischen Verkehrsverbund will das Ministerium mit einer Anschlussregelung fortsetzen. Auch will man mehr Kontrollen zur Tariftreue durchführen und besteht nicht mehr zwingend auf Ausschreibungen bei der Neuvergabe von ÖPNV-Verkehren.
Professor Elsner plädierte in Anbetracht des Preisdrucks im ÖPNV-Markt für mehr und stärkere Kooperationen der Busunternehmen untereinander. Dies auch im Hinblick auf die kommenden Veränderungen durch die demografische Entwicklung.
Diese ist für die Bustouristik als umweltfreundlichste Art zu Reisen lauf Professor Barg eine Chance. Die „jungen Alten“ werden zukünftig die wichtigste Zielgruppe werden. Einfachreisen nehmen ab, Eventreisen zu Kultur, Natur, Sport u.ä. nehmen stark zu. Die Kunden legen Wert auf ein Erlebnis bei ihrer Reise. In der anschließenden Diskussion wurde nochmals viel über Wünsche und Bedürfnisse der Kunden gesprochen. Leider, so der VCD Saarland als Verband von ÖPNV-Nutzern, befand sich im Podium kein wirklicher Vertreter der Kundenseite, sondern nur Verbandsvertreter der Omnibusunternehmen.
Meinungsaustausch mit der CDU
Pressemitteilung März 2008 Karl Heinz Janson
Der Verkehrsclub Deutschland sieht sich als Interessenvertretung von Bus- und Bahnnutzern sowie Fußgängern, Radfahrern und umweltbewussten Autofahrern. Er sucht deshalb auch den Austausch mit der Politik. Im Zuge der Umbildung der saarländischen Landesregierung übernahm Michael Schley MdL die Funktion des verkehrspolitischen Sprechers der CDU Landtagsfraktion. Anlass für den Vorstand des VCD Saarland, das Gespräch mit ihm über verkehrspolitische Themen zu suchen und ihm den VCD vorzustellen.
Übereinstimmung herrschte, dass der saarländische ÖPNV Verkehrsverbund gut angelaufen ist und auch nach Ende der Anschubfinanzierung 2010 weiter fortgeführt werden sollte. Die Zusammenarbeit der Partner könnte dabei weiter intensiviert werden. Ebenso sind die Einflüsse der demografischen Entwicklung zu berücksichtigen. Gleicher Meinung war man auch bei der Verbesserung der Fernverkehrsanbindung des Universitäts- und Wirtschaftsstandortes Homburg. Hier ist die DB gefordert die Anbindung an Mannheim mit mehr durchgehenden Relationen zu realisieren als auch durch technische Verbesserungen Fahrzeit zu gewinnen. Breiten Raum in der Diskussion nahm auch die derzeitige Situation der Saarbahn ein. Schley verwies auf die Stärken des Systems, von der Region in das Zentrum zu fahren. Allerdings sollte dort, wo eh schon ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr auf der Schiene erfolgt, nicht noch parallel die Saarbahn fahren.
Weitere Themen waren der Stand des Verkehrsentwicklungsplanes sowie die Mobilitätserziehung im Rahmen des Unterrichts an den Grundschulen. Positiv bewertet der VCD auch die Investitionen des Saarlandes in das Radwegenetz für den Tourismus. Allerdings wünscht man sich vom VCD, dass das Land auch ein Fördergramm auflegt zur Verbesserung des Alltagsradwegenetzes in den Orten. So könnten viele Kurzfahrten in den Orten gespart werden. Man kam überein den Meinungsaustausch zu gegebenem Zeitpunkt fortzusetzen.
Nein zur Teilprivatisierung der Bahn
pressedienst ver.di saar 111/07 - 04. September 2007
ver.di und VCD-Saarland fordern die SPD-Fraktionsvorsitzenden auf Bundes-, EU- und Landesebene auf, sich in ihrer heute und morgen stattfindenden Konferenz gegen die Teilprivatisierung der Bahn auszusprechen.
Saarbrücken: ver.di-Landesleiter, Alfred Staudt sowie Andrea Schrickel, Mitglied des Vorstandes des VCD, Verkehrsclub Deutschland-Landesverband Saarland e.V., fordern die SPD-Fraktionsvorsitzenden auf Bundes-, EU- und Landesebene auf, sich in ihrer heute und morgen auf dem Saarbrücker Halberg stattfindenden Konferenz gegen die Teilprivatisierung der Bahn auszusprechen.
Damit unterstützt ver.di und der VCD-Saar die saarländische SPD, die sich ebenfalls gegen eine Teilprivatisierung der Bahn öffentlich aussprach.
ver.di als Mitglied im Bündnis „Bahn für Alle“ und der VCD-Saarland, wollen eine Kapitalprivatisierung der Bahn verhindern. Zwei Drittel der Bundesbürger/innen lehnen, laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die Privatisierung ab. 67 % der Bundesbürger/innen (72% der SPD-Anhänger/innen, 71% der CDU/CSU-Anhänger/innen; so eine Emnid-Umfrage von Anfang August, im Auftrag der Zeitung „Die Zeit“) wollen, dass die Bahn in öffentlicher Hand geführt wird.
Gerade die Länder und Kommunen werden durch die geplante Teilprivatisierung schwerwiegend getroffen. Nach Ansicht von Staudt und Schrickel hätte die Teilprivatisierung nachfolgende Auswirkungen:
Politik, insbesondere Kommunen und Länder, verlieren noch mehr Einfluss auf die Bahnhofs- und Netzentwicklung.
Private Investoren engagieren sich nur, wenn sich ihre Investition lohnt. Rendite
schaffen sie durch Senken der Betriebskosten, z. B., geringere Instandhaltung, Streckenstilllegungen, geringere Lohnkosten und durch Personalabbau.
Die Einstellung der InterRegios und deren Ersatz durch Nahverkehrszüge zeigen eine Entwicklung auf, die sich noch verstärken kann: „eigenwirtschaftliche“ Fernverkehrsleistungen werden durch bestellte und von den Ländern bezahlte Nahverkehrsleistungen ersetzt.
Ein Rückzug und eine Verschlechterung des Schienenverkehrs aus der Fläche schränkt die Mobilität vieler Bürger/innen ein und führt zu Verschlechterungen für die verladene Wirtschaft.
Öffentliches Vermögen würde weit unter dem Wert abgegeben werden.
Gerade im Saarland konnten die Bürger/innen in den vergangenen Jahren einen Teil der negativen Entwicklung der Bahn in Vorbereitung des beabsichtigten Börsengangs spüren. Deshalb erwarten der ver.di-Landeschef Staudt und VCD-Saar-Vorstandsmitglied Schrickel, von der heute und morgen stattfindenden Konferenz der SPD-Spitzen klare Signale gegen eine Teilprivatisierung der Bahn.
Hinweis
Der VCD-Saarland lädt Interessierte zur Vorführung des Films „Bahn unterm Hammer“ und zur anschließenden Diskussion über den Eisenbahnverkehr in Deutschland, am 07.09.07, um 19.30 Uhr, im Kino Achteinhalb in Saarbrücken ein. Nähere Informationen erteilt der VCD, Ev.–Kirch-Straße 8, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-46720, Manuel Schauer 0178-5642983, Schauer@vcd-saar.de
Protest gegen erneute Fahrpreiserhöhung
April 2007 Karl-Heinz Janson Pressemitteilung
Zum 1. April 2007 hat der Saar VV erneut die Preise erhöht, nachdem dies schon einmal in 2006 der Fall war. Damit sind insbesondere die Einzelfahrkarten im SaarVV mit Abstand die teuersten in den Verkehrsverbünden.
Der VCD begrüßt zwar, dass mit der SaarVV Karte ähnlich der Bahncard Preisnachlässe möglich sind und jetzt auch im Stadtverband eine Schüler und Auszubildentenfahrkarte eingeführt wurde. Ziel sollte aber sein mit insgesamt günstigen Tarifen auch Autofahrer zum umsteigen auf Busse und Bahnen zu bewegen.
Während es in Saarbrücken eine Kurzstreckenkarte gibt und die Wabe Saarbrücken ein großes Gebiet umfasst, kritisiert der VCD, dass in den ländlichen Bereichen einzelne Orte gleich in mehrere Waben aufgeteilt sind, wie in St. Ingbert oder Heusweiler, und damit der Preis entsprechend erhöht ist. Hier fordert der VCD nach wie vor an eine wabenübergreifende Kurzstreckenkarte. Gerade im Hinblick auf den Klimaschutz sollten nach Ansicht des VCD Anreize geschaffen werden Auf Busse und Bahnen umzusteigen. „ Hierzu wird vom Saar VV noch zuwenig getan“ äußerte dazu der stellvertretende Vorsitzende des VCD Saar, Karl Heinz Janson. Er sieht bei noch weiter steigenden Preisen die Gefahr, dass sogar wieder aufs Auto umgestiegen wird.
Service Point im Saarbrücker Hauptbahnhof ist derzeit eine Zumutung
Mai 2007 - Karl Heinz Janson Pressemitteilung
Umbauten bringen naturgemäß oft Provisorien mit sich. So auch beim Umbau des Saarbrücker Hauptbahnhofes. Doch kann man nach Ansicht des VCD Saar auch Provisorien kundenfreundlich gestalten. Ein krasses Negativbeispiel ist aber der derzeitige Service Point. Wie der Name schon sagt dient er dem Service des Kunden. Was sich die DB wohl dabei gedacht hat diesen Service in den letzten Gebäudeecken unterzubringen muss man sich fragen.
„Die Standorte sind eine Zumutung für die Kunden aber auch für die DB Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ äußert dazu Karl Heinz Janson; stellvertretender Vorsitzender des VCD Saarland. Der VCD fordert , dass der Service Point ähnlich den Verkaufsständen gut findbar in einem Container am Bahnhof untergebracht wird, oder in das Service Center integriert wird, dort wo ihn auch oft die Kunden suchen.
Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt Erfolge des Saarländischen Verkehrsverbunds (SaarVV)
15.12.2006 (VCD Manuel Schauer, Vorsitzender VCD Saarland)
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saarland e. V., sieht in der Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV einen deutlichen Fortschritt für den öffentlichen Personennahverkehr im Saarland.
Mit Einführung des Verbundes habe das leidige Lösen von Einzelfahrscheinen beim Umsteigen ein Ende, und es gebe eine übersichtliche Tarifstruktur. Die neue Nummerierung der Busse schaffe größere Übersichtlichkeit für die Kunden. Die kürzlich vorgestellte Einjahresbilanz habe gezeigt, dass verbesserte Angebote des ÖPNV auch einen Kundenzuwachs brächten. Der VCD hatte sich seit Jahren für einen Verkehrsverbund stark gemacht, wie er in den anderen Bundesländern schon seit langem existiert.
Man dürfe sich jedoch nicht mit den ersten Erfolgen zufrieden geben, sondern müsse weitere Verbesserungen im Verkehrsverbund anstreben, so Vorstandssprecher Manuel Schauer. Der VCD wünscht sich nach wie vor einen Kurzstreckenfahrschein, der auch wabenübergreifend gilt: So ließen sich teure Fahrscheine für eine kurze Strecke – z. B. von Rentrisch nach Scheidt, von Sulzbach nach Dudweiler oder von Eiweiler nach Heusweiler vermeiden. Die in einzelnen Gemeinden – z. B. in Saarbrücken, St. Ingbert und Püttlingen - angewendeten Kurzstreckenregelungen sollten in das Tarifsystem des SaarVV integriert werden. Der VCD fordert außerdem die Überprüfung zu eng geschnittener Waben, insbesondere im Raum St. Ingbert. Eine zentrale Forderung ist die Geltung des Saarland-Rheinland-Pfalz-Tickets der DB in sämtlichen Verkehrsmitteln des SaarVV. Dieses Ticket gilt bisher nur in den Zügen der DB und den Regionalbuslinien der RSW, jedoch nicht in der Saarbahn und den anderen im Verbund fahrenden Bussen.
Der VCD bemüht sich darum, im Gespräch mit dem SaarVV für diese Anliegen der ÖPNV-Benutzer eine gute Lösung zu finden.
Verkehrsclub lehnt Weiterbau der Saarbahn ab
Bahn-Strecke reicht aus, Vorsitzender bestätigt
09.02.2006 Saarbrücker Zeitung
Saarbrücken. Die Saarbahn soll nicht bis nach Völklingen ausgebaut werden. Das hat der neue Vorstand des Landesverbandes des Verkehrsclubs Deutschland auf seiner konstituierenden Sitzung in Saarbrücken gefordert.
Der Club, der sich als Sprachrohr für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und für Fußgänger sieht, machte gleichzeitig konkrete Vorschläge, wie man das öffentliche Verkehrsnetz im Saarland günstiger und effizienter ausbauen könnte. "Die Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Völklingen funktioniert gut. Es ist völlig unsinnig, hier die Saarbahn fahren zu lassen", stellte der alte und neue Vorsitzende Manuel Schauer fest. Stattdessen schlägt der Club vor, entlang der Bahnstrecke neue Haltepunkte einzurichten, so etwa in Völklingen am Amtsgericht oder in Altenkessel am IT-Park. Weiterhin plädiert der Clubvorstand dafür, zwischen Dillingen und St. Ingbert Regionalbahnen im Halb-Stunden-Takt fahren zu lassen.
Vorsitzender bestätigt
Dem neuen Vorstand gehören neben Schauer Karl-Heinz Janson, Andrea Schrickel, Michael Ames, Gerhard Fischer, Gabriele Langenstein und Dietrich Strohmaier an. Verbesserungsvorschläge haben sie auch für den Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV), dessen Einführung 2005 zwar begrüßen, der ihrer Meinung nach jedoch noch an einigen Anfangsfehlern leidet. "Wir fordern eine wabenüberschreitende Kurzstreckenregelung, damit das Überfahren von Wabengrenzen nicht mehr so teuer wird", erläutert Schauer. Auch die "mangelnde Öffentlichkeitsarbeit des SaarVV" kritisierten die Vorstandsmitglieder in ihrer Sitzung. "Die wenigsten Leute wissen, dass sie mit ihrer Bahn-Card in Saarbrücken auch eine Ermäßigung in den Bussen bekommen", erläuterte Manuel Schauer.
Als weiteres Ziel hat sich der Club eine Kampagne zum Thema Lärm vorgenommen. "Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf der Stadtautobahn könnte man den Lärm schon um einiges verringern", regte Gabriele Langenstein dazu an. ut
Verkehrsverbund schnell verbessern
19.10.2005 Saarbrücker Zeitung
VCD und Verdi: Auf kurze Wartezeiten sowie attraktive Anschlüsse kommt es an Im saarländischen Verkehrsverbund wird es keine Kinderfahrscheine geben, die den ganzen Tag gelten. Dies kündigte der Geschäftsführer der Regionalbus Saar-Westpfalz, Dieter Grünewald, bei einer Informationsveranstaltung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) an.
Saarbrücken. Schnelle Verbesserungen im saarländischen Verkehrsverbund fordern der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der an der Saar 500 Mitglieder hat, und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. So müsse den Kunden ein noch höherer Nutzen geboten werden, wozu möglichst kurze Umsteigezeiten und eine engere Vertaktung der Fahrpläne gehörten. Es reiche nicht, nur verbilligte Tarife auf den Strecken anzubieten.
Die Gesellschaft SaarVV, die den Verkehrsverbund koordiniert, müsse für eine noch bessere Öffentlichkeitsarbeit sorgen, fordert der Vorsitzende des VCD Saar, Manuel Schauer. So fehle immer noch eine einheitliche Hotline, bei der Kunden schnell Auskunft erhalten. Auch bleibe die Werbung für den Verbund hinter den Erfordernissen zurück. Dies betreffe besonders die Deutsche Bahn AG. So würden weder die Vorteile der Bahn-Card 25 hervorgehoben, noch werde den Bahnkunden gesagt, dass sie mit ihrem Fahrschein im Saarland auch jeden beliebigen Bus zu ihrem Fahrziel nutzen können. Wer die Bahn-Card 25 nutzt, erhalte auch bei jeder Busfahrt 25 Prozent Preisnachlass. Dieter Grünewald, Geschäftsführer der Regionalbus Saar-Westpfalz (RSW) und einer der Koordinatoren des Verkehrsverbundes, kündigt bereits Verbesserungen an.
So werde die Anzahl der Waben zur Ermittlung der Fahrpreise überprüft und in einigen Landesteilen verändert, insbesondere im Großraum St. Ingbert. Dort hat die jetzige Wabenstruktur für zum Teil erhebliche Verteuerungen gesorgt. Auch soll die Übersichtlichkeit der Angebote an den Fahrkarten-Automaten verbessert werden. Wer heute ein Tagesticket für den gesamten Verbund lösen will, sucht vergeblich nach einer Taste mit der Aufschrift "Tageskarte Verbund". Er muss einen Ort an der Landesgrenze eingeben, etwa Tettingen-Butzdorf unweit von Perl. Gleichgültig, ob er zu diesem oder einem anderen Ort fahren will. Dieses komplizierte Verfahren soll schnell geändert werden.
Nicht geändert werde die Regel für Kinderfahrscheine. Hier wurde die Altersgrenze von zwölf auf 14 Jahre angehoben, die Tickets gelten an Schultagen aber nur nachmittags. Wären sie ganztags gültig, ginge dies zu Lasten des Verkaufs von Schüler-Monatskarten. Monatskarten, die ganztags gültig sind, seien günstig und ermöglichten beliebig viele Fahrten zur Schule und privaten Zielen, so Grünewald. Mittlerweile lösten so viele Schüler morgens Einzelfahrscheine beim Busfahrer, dass es immer häufiger zu Verspätungen komme, räumt der VCD ein. ts
Schienenpersonennahverkehr im Saarland
Wünsche an DB Regio und das Ministerium für Wirtschaft
Rechtliche Rahmenbedingungen
2005 VCD Saarland - Manuel Schauer
Das Saarland hat durch einen Verkehrsvertrag die DB Regio AG mit der Erbringung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) beauftragt: DB Regio fährt die RE-und RB-Züge im Auftrag des Landes. Der Inhalt des Verkehrsvertrages ist der Öffentlichkeit nicht bekannt; es ist davon auszugehen, dass in dem Verkehrsvertrag die Standards der Bedienung festgelegt sind. Das Saarland erhält vom Bund aufgrund des Regionalisierungsgesetzes erhebliche Mittel, mit denen „insbesondere der Schienenpersonennahverkehr zu finanzieren ist“.
Missstände und Vorschläge zur Abhilfe
1. Pünktlichkeit und Anschluss-Sicherung
Durch den Einsatz beschleunigungsstarker Fahrzeuge ist es – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Fahrplans – gelungen, die Pünktlichkeit des Schienenpersonennahverkehrs zu steigern. Verspätungen, die häufig auf betriebsfremden Ursachen beruhen, lassen sich indes nicht völlig ausschließen. Die – von DB Regio so genannte – Pünktlichkeitsoffensive führt dazu, dass Züge in den Knotenbahnhöfen (z. B. Saarbrücken, Dillingen) nach Plan abfahren, ohne die Ankunft eines – auch nur wenige Minuten - verspäteten Zuges abzuwarten. Zum Beispiel ist häufiger zu beobachten, dass in Dillingen die RB nach Niedaltdorf abfährt, obwohl der RE aus Trier auf einem anderen Gleis – mit wenigen Minuten Verspätung - einfährt; dies ist besonders ärgerlich, da der „Anschlusszug“ vor den Augen von Fahrgästen abfährt. Das „Abfahren nach Plan“ der RB nach Niedaltdorf lässt sich nicht mit betrieblichen Notwendigkeiten begründen, da dieser Zug an seinem Zielbahnhof Niedaltdorf keinen Anschluss sicherzustellen hat.
Abhilfe könnte durch die Herstellung von Anschlüssen bei wenig verspäteten Zügen geschaffen werden, wobei – selbstverständlich – eine differenzierte Betrachtung zu erfolgen hat: Dort, wo der Anschluss-Zug seinerseits einen Anschluss sicherzustellen hat, ist eine verspätete Abfahrt weniger in Betracht zu ziehen als dort, wo kein weiterer Anschluss sicherzustellen ist. Ferner ist zu berücksichtigen, wann der nächste planmäßige Anschlusszug fährt: Wenn der nächste Anschlusszug planmäßig erst in 60 Minuten fährt, sollte länger gewartet werden als dann, wenn er in 30 Minuten fährt. Die Anschlussregelungen sollten im Voraus festgelegt (z. B. Abfahrt des RE in Saarbrücken HBf Richtung Kaiserslauten verzögert sich bis zu 3 Minuten, wenn RE aus Koblenz in Saarbrücken HBf verspätet eintrifft und hierdurch der Anschluss hergestellt werden kann) und den Fahrgästen kommuniziert werden.
Ferner sollten Anschlusszüge (z. B. RE aus Koblenz in Saarbrücken HBf, RE in Saarbrücken HBf Richtung Kaiserslautern) am selben Bahnsteig ein- bzw. abfahren; bei ankommenden RE-Zügen.
2. Fahrkartenverkauf im Zug
Durch den Verzicht auf den Einsatz von Zugbegleitern besteht für Kunden keine Möglichkeit mehr, im Zug einen Fahrschein zu erwerben. Ist der Fahrscheinautomat am Bahnhof defekt oder kommt der Fahrgast erst kurz vor Abfahrt des Zuges zum Bahnsteig und steigt dann ohne Fahrkarte ein, wird bei einer Kontrolle durch den „Prüfdienst“ ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ erhoben. Die Beweislast für den defekten Automaten trägt der Fahrgast.
Abhilfe könnte durch den Einbau von Fahrkartenautomaten in den Zügen geschaffen werden.
3. Einsatz von Zugbegleitern
Der Verzicht auf den Einsatz von Zugbegleitern führt nicht nur zu erhöhtem „Schwarzfahren“, sondern auch zu einer Einbuße der Sicherheit im Zug, zumindest des subjektiven Sicherheitsgefühls, da gegen Störungen (z. B. Rauchen, Pöbeln, Vandalismus) nicht mehr eingeschritten wird. Abhilfe könnte durch Einsatz von Zugbegleitern zumindest in den Abendstunden geschaffen werden. (MS)
Expertenrunde für Saarbrücken
13.07.2005 Pressemitteilung VCD
Die Grünen hatten mehrere Experten eingeladen, die zur aktuellen Verkehrssituation in Saarbrücken Stellung nahmen. Dabei seien nach Ansicht des VCD Saarland (im Verkehrsclub Deutschland) auf erhebliche Versäumnisse in der Verkehrspolitik hingewiesen worden, die nachhaltig auch mit für die marode finanzielle Lage der Landeshauptstadt verantwortlich seien.
Wenn für den Autoverkehr im Durchschnitt etwa 130 Euro pro Einwohner und Jahr (Prof. Monheim, Trier) ausgegeben würden, die nicht direkt im Haushalt erschienen, so seien dies für Saarbrücken über 20 Millionen! "Am Beispiel der aktuellen Großprojekte Ostspangenknoten und Ludwigsbergkreisel mit dem Ziel der Stauvermeidung und der beginnenden Schließung von Schulen, Schwimmbädern, Theater usw. wird deutlich, dass der Autoverkehr allem anderen die Luft nimmt" erklärt Dietrich Strohmaier, der 2. Vorsitzende des VCD Saarland. Staus könnten durch eine intelligente Verkehrspolitik - so eine weitere These von Prof. Monheim - reduziert werden.
Hierzu müsste der öffentliche Nah- sowie der Radverkehr gestärkt werden. In "intelligenteren" Regionen gebe es beispielsweise Firmen, die ihren Mitarbeitern Leihräder zur Verfügung stellten damit diese von und zu Bus und Bahn radeln könnten. Für diese Firmen würde dies sich sogar rechnen, weil sie nicht so viele Parkplätze bräuchten. "Das sind doch Ansätze, die sich wohltuend von der derzeitigen Denke einer angeblich autogerechten Stadt unterscheiden" so Strohmaier weiter.
Der Weg von Stadtplaner Dr. Häckelmann (siehe Artikel in der SZ vom 8.7.05 "Der Mann, der in grünen Wellen denkt") sei pragmatisch und nachzuvollziehen, so der VCD weiter. Mit der Schaltung der Ampeln hätte er richtig versucht, den vorhandenen Straßenraum optimal zu nutzen. Unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen seien dabei leider die Potentiale von Fuß- und Rad-Verkehr zu kurz gekommen. "Und dennoch beschweren sich viele Autofahrer über das häufige Ampelrot. Wollen die denn, dass alle Ampeln auf Grün gestellt werden?" fragt Strohmaier.
Auf ein weiteres Versäumnis habe der Chef von Cambio-Carsharing, R.Jahn, zu Recht hingewiesen. Weder die Wirtschaft noch die Verwaltung hätten die Vorteile von Carsharing in Saarbrücken erkannt: Geringere Kosten und weniger Parkraum. Außerdem führe Carsharing zu einer intelligenteren Auswahl der Verkehrsmittel je nach Sachlage. "Dies ist das wichtigste Ziel des auf ökologischen Verkehr ausgerichteten VCD" erklärt hierzu Manuel Schauer, der neue 1. Vorsitzende des VCD Saarland. So sei es nicht verwunderlich, erklärt der VCD weiter, dass unter den geschilderten Bedingungen dem Vertreter der Schwächsten im Straßenverkehr - nämlich der Radfahrer,
Thomas Fläschner vom ADFC blieb nur übrig, die desolate Situation des Radverkehrs in Saarbrücken zu beklagen. Die Menschen hätten Angst, auf der Straße zu fahren da Radwege fehlten. Und die neue Koalition im Stadtrat sei zudem dabei, das von der Lokalen Agenda 21 und dem ADFC entwickelte und vom alten Rat beschlossenen Veloroutenkonzept zu zerschlagen. "Hier schließt sich wieder der Kreis" sagt Schauer. "Der kostengünstige Radverkehrt wird bekämpft, der teure Autoverkehr gehätschelt - und dann wundert man sich wenn kein Geld mehr da ist". (VCD)
Langjährige Forderung des Clubs erfüllt
07.07.2005 (VCD Manuel Schauer)
Der Landesverband Saarland des Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV zum 1. August 2005. „Endlich ist es möglich, mit einem Ticket beispielsweise von der Saarlouiser Innenstadt zur Uni-Klinik in Homburg zu fahren“ so sein Sprecher Manuel Schauer. Damit wird eine seit langem erhobene Forderung des Clubs erfüllt, dessen Ziel die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs ist. „Erfreulich ist auch, dass die BahnCard zum Erwerb ermäßigter Fahrschein in den Bussen berechtigt. Damit wird diese zu einer Mobilitätskarte aufgewertet.“
Der Verkehrsclub übt jedoch auch Kritik: In vielen Fällen wird es zu einer Verteuerung der Fahrpreise kommen, vor allem dort, wo eine Strecke über eine Wabengrenze hinweg zurückgelegt wird: Wer von Luisenthal (in der Wabe Völklingen) nach Burbach (in der Wabe Saarbrücken) mit dem Zug fährt, muss € 2,60 zahlen, während bisher nur € 1,30 zu zahlen sind; auch die Fahrt mit dem Bus von Sulzbach nach Dudweiler wird deutlich teurer, weil die Wabengrenze in die Wabe Saarbrücken überschritten wird. Abhilfe könnte eine Kurzstreckenregelung (zum Beispiel: vier Haltestellenabschnitte im Bus, ein Haltestellenabschnitt in der Regionalbahn, zwei Haltestellenabschnitte in der Saarbahn) bringen. Der Verkehrsclub bezweifelt die Aussage von Minister Georgi (Saarbrücker Zeitung vom 2.Juli 2005), dass in höchstens 10 % der Fälle eine Preissteigerung eintreten werde: Allein durch den Wegfall der kostenfreien Mitnahmeregelung für Kinder unter 14 Jahren in Regionalbahnen und Regionalexpress-Zügen wird für Familien eine Verteuerung eintreten. Auch die Regelung, wonach Einzelfahrkarten für alleinreisende Kinder an Schultagen erst ab 15.30 Uhr gelten, wird als bürokratisch und wenig großzügig kritisiert. Auch für diejenigen Bahnreisenden, die mit der BahnCard 50 bisher eine Ermäßigung von 50 % erhielten, wird es vielfach teurer, weil die BahnCard 50 nur noch eine geringere Ermäßigung bietet.
„Wir wünschen uns die Einführung einer Saarland-Monatskarte zu einem attraktiven Preis, nämlich nach dem Vorbild der Regio-Karte für den Regio-Verkehrverbund Freiburg im Breisgau“ so der VCD-Sprecher. Monatskarten für diesen Verkehrsverbund, dessen Größe dem des Saarlandes entspricht, kosten € 39,50, während die Saarland-weit gültige Monatskarte des neuen Verkehrsverbundes € 133 kostet. „Wenn Monatskarten zu einem attraktiven Preis angeboten werden, werden viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel im Saarland nutzen“, ist der VCD überzeugt. Alternativ könnte daran gedacht werden, waben- oder streckengebundene Monatskarten an Wochenenden zu Gesamtnetzkarten aufzuwerten: Der Wochenendausflug mit Bus und Bahn würde dann nicht an den Kosten scheitern.
SaarVV Verkehrsverbund zum 1. August 2005
06.07.2005 Pressemitteilung VCD
Der Landesverband Saarland des Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Einführung des Saarländischen Verkehrsverbundes SaarVV zum 1. August 2005. „Endlich ist es möglich, mit einem Ticket beispielsweise von der Saarlouiser Innenstadt zur Uni-Klinik in Homburg zu fahren“ so sein Sprecher Manuel Schauer. Damit wird eine seit langem erhobene Forderung des Clubs erfüllt, dessen Ziel die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs ist. „Erfreulich ist auch, dass die BahnCard zum Erwerb ermäßigter Fahrschein in den Bussen berechtigt. Damit wird diese zu einer Mobilitätskarte aufgewertet.“
Der Verkehrsclub übt jedoch auch Kritik: In vielen Fällen wird es zu einer Verteuerung der Fahrpreise kommen, vor allem dort, wo eine Strecke über eine Wabengrenze hinweg zurückgelegt wird: Wer von Luisenthal (in der Wabe Völklingen) nach Burbach (in der Wabe Saarbrücken) mit dem Zug fährt, muss 2,60 zahlen, während bisher nur 1,30 zu zahlen sind; auch die Fahrt mit dem Bus von Sulzbach nach Dudweiler wird deutlich teurer, weil die Wabengrenze in die Wabe Saarbrücken überschritten wird. Abhilfe könnte eine Kurzstreckenregelung (zum Beispiel: vier Haltestellenabschnitte im Bus, ein Haltestellenabschnitt in der Regionalbahn, zwei Haltestellenabschnitte in der Saarbahn) bringen.
Der Verkehrsclub bezweifelt die Aussage von Minister Georgi (Saarbrücker Zeitung vom 2.Juli 2005), dass in höchstens 10 % der Fälle eine Preissteigerung eintreten werde: Allein durch den Wegfall der kostenfreien Mitnahmeregelung für Kinder unter 14 Jahren in Regionalbahnen und Regionalexpress-Zügen wird für Familien eine Verteuerung eintreten. Auch die Regelung, wonach Einzelfahrkarten für alleinreisende Kinder an Schultagen erst ab 15.30 Uhr gelten, wird als bürokratisch und wenig großzügig kritisiert. Auch für diejenigen Bahnreisenden, die mit der BahnCard 50 bisher eine Ermäßigung von 50 % erhielten, wird es vielfach teurer, weil die BahnCard 50 nur noch eine geringere Ermäßigung bietet.
„Wir wünschen uns die Einführung einer Saarland-Monatskarte zu einem attraktiven Preis, nämlich nach dem Vorbild der Regio-Karte für den Regio-Verkehrverbund Freiburg im Breisgau“ so der VCD-Sprecher. Monatskarten für diesen Verkehrsverbund, dessen Größe dem des Saarlandes entspricht, kosten 39,50, während die Saarland-weit gültige Monatskarte des neuen Verkehrsverbundes 133 kostet. „Wenn Monatskarten zu einem attraktiven Preis angeboten werden, werden viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel im Saarland nutzen“, ist der VCD überzeugt. Alternativ könnte daran gedacht werden, waben- oder streckengebundene Monatskarten an Wochenenden zu Gesamtnetzkarten aufzuwerten: Der Wochenendausflug mit Bus und Bahn würde dann nicht an den Kosten scheitern.
Mehr Busse zur Lösung der Verkehrsprobleme
23.05.2005 (VCD Dietrich Strohmaier)
Der 1. FC Saarbrücken bleibt weiter in der 2. Liga. Dies bedeute auch weiterhin Verkehrsprobleme bei Spielen im Ludwigspark-Stadion, erklärte jetzt der VCD Saarland (im Verkehrsclub Deutschland LV Saarland). Denn die Landeshauptstadt komme offensichtlich mit den Verkehrsproblemen bei Großveranstaltungen wie etwa auch an der Saarlandhalle und von/zu den Saarterrassen nicht zurecht. Die Stadt habe in der Vergangenheit offensichtlich zu sehr auf das Auto gesetzt. Die
Erfahrungen in anderen größeren Städten zeigten, dass große Menschenmengen angemessen nur mit Bussen und Bahnen bewältigt werden können. Auch Fuß- und Radverkehr könnten einen erheblichen Beitrag leisten, so der VCD weiter. Dies gelte insbesondere für Stoßverkehre wie sie bei Großveranstaltungen entstehen. Autostraßen, Parkplätze und Parkhäuser müssten unverhältnismäßig groß angelegt werden. "Ich verstehe nicht wie jetzt - etwa unter Einsparzwängen im städtischen Haushalt - das Congress-Zentrum Saarland oder der FCS mehr Parkplätze und sogar ein Parkhaus fordern können" sagt hierzu Dietrich A. Strohmaier vom VCD Saarland. Begrüßenswert sei dagegen die Idee eines Kundentickets, so Strohmaier weiter. Wieso sei dies nicht schon längst auch für das Stadion verwirklicht ? In anderen Städten hätten sich solche schon seit Jahrzehnte bewährt wie übrigens auch schon hier an der Saarmesse oder den Güdinger Renntagen.
"Hat hier der stadteigene VVS-Konzern seine Hausaufgaben versäumt?" fragt Strohmaier weiter. Busse, Bahnen und Personal seien jedenfalls vorhanden. Sie müssten nur zielgerichtet zur eingesetzt werden. Der VCD Saarland fordert von der Verwaltung und den in den Aufsichtsräten vertretenen Parteien, ihre Anstrengungen für den Einsatz von mehr Bussen zu verstärken.
Saarlouis: kinder- oder autofreundlich?
04.11.2004 (VCD Gerhard Fischer)
Angesichts der aktuellen bildungspolitischen Diskussion könnte man davon ausgehen, dass uns die Kinder (und deren Entwicklung) wichtig sind. Nun ist Deutschland wahrlich nicht für Kinderfreundlichkeit berühmt. Die Stadt Saarlouis aber hat für ihr diesbezügliches Engagement hohe Auszeichnungen erhalten!
Um so mehr schockt die Diskussion um die Nutzung des Schulhofes (als Parkplatz!) an der Ludwigsschule. Sie ist ein Indiz für einen (gesellschafts-) politischen Irrweg, der offensichtlich von manchen mit Tunnelblick weiterverfolgt wird.
Schulhöfe sind von ihrer Deklaration her Schon- und Bewegungsräume für Kinder (und Jugendliche). Statt solche Tabu-Zonen dem Autoverkehr zu opfern, sollten sich die Ideengeber besser überlegen, ob sie das Weihnachtsgeschäft –wenn das denn wirklich so wichtig ist – mit einer Verbesserung des ÖPNV-Angebotes fördern sollten.
In Deutschland haben wir vier mal soviel Autos wie Kinder. Will denn gerade Saarlouis mit lokalpolitischen Entscheidungen eine solch makabere Entwicklung unterstützen?
Busse und Bahn bleiben im Saarland auf dem Abstellgleis
Landesregierung kapituliert beim Verkehrsverbund
28.04.2001 (VCD Dietrich Strohmaier)
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums droht der Verkehrsverbund zu scheitern. Der Landesregierung gelingt es wie auch der Vorgängerregierung nicht, die saarländischen Verkehrsbetriebe unter einen Hut zu bekommen. Insbesondere die Saarbrücker Verkehrsbetriebe Saartallinien und Saarbahn verhindern mit überzogenen Vorderungen einen Verbund.
Der nun von Wirtschaftsminister Georgi anvisierte Verbund der Unternehmen außerhalb des Stadtverbands Saarbrücken kann den ÖPNV im Saarland kaum attraktiver machen, so Carsten Jung Vorsitzender des VCD Saar, „wenn der Stadtverband Saarbrücken mit seinen 360.000 Einwohnern und 200.000 Pendlern nicht dabei ist, macht ein Verbund keinen Sinn.“
Auch die Hoffnung von Minister Georgi, daß die neue EU-Richtlinie zum ÖPNV für mehr Druck auf die Verkehrsuntenehmen sorgen werde und sie dann zum Verbund bereit währen, teilt der VCD nicht. Die EU-Richtline ist derzeit als Kommisionsvorlage in der Beratung und wird frühestens 2003/04 verabschiedet. Danach folgt eine ca.6-8 Jahre dauernde Übergangsfrist, bevor die Richtlinie dann in etwa zehn Jahren gilt. So lange sollten die Saarländer nicht auf einen Verbund warten müssen, während es Deutschland fast flächendeckend Verkehrsverbünde gibt. Selbst in den dünn besiedelten Regionen um das Saarland herum gibt es nun Verbünde. Der Westpfalz-Verbund startete am 1.4.2000 und der Verkehrsverbund Region Trier startete am 1.1.2001.
Hier stellt sich die Frage, warum es in Rheinland-Pfalz gelingt Verbünde einzurichten und saarländische Landesregierungen daran scheitern. Wieso können die Saarbrücker Verkehrsbetriebe, die sich zu fast zweidrittel aus Zuschüssen von Land und Stadt Saarbrücken finanzieren, mit fadenscheinigen Gründen einen landesweiten Verkehrsverbund blockieren.
Wenn Busse und Bahnen im Saarland einmal Bundesniveau erreichen sollen, ist ein landesweiter Verkehrsverbund aller Unternehmen unerläßlich. Bisher ist der Anteil des saarländischen ÖPNV am Gesamtverkehr nur halb so groß wie im Bundesdurchschnitt.
Der VCD fordert daher die Stadt Saarbrücken als Eigentümerin ihrer Verkehrsbetriebe auf dafür zu sorgen, daß die Blockadehaltung aufgegeben wird. Gleichzeitig muß die Landesregierung endlich das Heft in die Hand nehmen und notfalls störrischen Unternehmen mögliche Konsequenzen aufzeigen.
Die Zukunft des ÖPNV
11. Februar 2003 Podiumsdiskussion in Blieskastel
Mit der Einführung der City-Bahn im Jahr 1989 durch die Deutsche Bundesbahn hat der Öffentliche Nahverkehr im Saarpfalz-Kreis erstmals einen Aufschwung erlebt.
Im Taktverkehr, stündlich und halbstündlich, wurde die Kreisstadt Homburg über St. Ingbert an die Landeshauptstadt Saarbrücken angebunden. Auch die Strecke nach Neunkirchen wurde mit einem Taktverkehr aufgewertet. Im Jahr 1994 folgte die Strecke Zweibrücken - Lautzkirchen - Saarbrücken.
Seit zehn Jahren engagiert sich der Saarpfalz-Kreis finanziell im Öffentlichen Nahverkehr, zunächst mit dem Bliestal-Bus Homburg - Reinheim. Drei weitere Kreisbuslinien wurden seither eingerichtet: Der Höcherberg-Bus mit den Linien Homburg - Höchen - Bexbach und Bexbach - Limbach - Homburg und die Linie Blieskastel - Rubenheim - Aßweiler. Die Einrichtung weiterer Kreisbuslinien, etwa Aßweiler - Ormesheim - Ommersheim - St. Ingbert, steht noch aus.
Mit dem "Kaschtler Dolmusch" war die Stadt Blieskastel 1995 Vorreiter eines Stadtbusses im Saarpfalz-Kreis. Die Stadt Homburg hat vor fünf Jahren ein Stadtbusystem eingeführt, in der Stadt St. Ingbert ist ein solches System in Vorbereitung.
Das Saarland hat seit 1997 drei Regionalbuslinien im Saarpfalz-Kreis eingerichtet: Blieskastel - Flughafen Ensheim - Saarbrücken, Homburg - Zweibrücken und St. Ingbert - Neunkirchen. Keine Frage, der öffentliche Personennahverehr hat in den vergangenen 10 Jahren im Saarpfalz-Kreis einen Aufschwung erlebt. 6 Millionen Fahrgäste befördert die Regionalbus Saar-Westpfalz GmbH in ihren Bussen auf mehr als 40 Linien im Saarpfalz-Kreis . Dazu kommen die Kunden der Bahn.
Ob sich dieser Aufschwung mit der Einrichtung weiterer Linien fortsetzt oder angesichts leerer öffentlicher Kassen ein Rückschritt zu erwarten ist, wollen der Saarpfalz-Kreis und der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saarland, in einer Podiumsdiskussion klären. "Quo vadis ÖPNV - Wohin geht die Reise mit Bus und Bahn im Saarpfalz-Kreis" lautet der provokante Titel. Landrat Clemens Lindemann für den Saarpfalz-Kreis, Vertreter der zuständigen Ministerien in Saarbrücken, Markus Philipp vom VCD, Vertreter der RSW und Helmut Müller für die Agenda 21 (St. Ingbert) diskutieren im Podium die spannende Frage der Zukunft des ÖPNV im Saarpfalz-Kreis und im Saarland und laden zum mitdiskutieren ein.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. Februar 2003, ab 19 Uhr, in der Bliesgaufesthalle in Blieskastel statt.
Autor: ust http://www.saarpfalz-kreis.de/presse/2455.htm
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