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VCD fordert »Vision Zero« für mehr Verkehrssicherheit
Pressemitteilung des VCD Bundesverbandes
Saarland muss Druck machen
SZ 19.01.2010
Gewerkschaft Transnet sieht Schnellverbindung Paris-Saarbrücken-Frankfurt gefährdet. Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet fordert Ministerpräsident Peter Müller auf, Druck auf Bahnchef Rüdiger Grube auszuüben. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Saarbrücken-Frankfurt sei gegenüber der Konkurrenzstrecke über Straßburg in Gefahr.
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Saarbrücken/Paris. Die Bahn war gestern um Beruhigung bemüht. „Es wird sich nichts ändern. Alles bleibt beim alten“, sagte der Konzernbevollmächtigte für das Saarland und Rheinland-Pfalz, Udo Wagner, gegenüber unserer Zeitung.
Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet sieht dagegen die Zukunft der Hochgeschwindigkeits-Verbindung Paris-Saarbrücken-Frankfurt als gefährdet an. Anlass sind französische Medienberichte, nach denen die Privatbahn Veolia künftig die Verbindung Paris-Straßburg-Frankfurt bedienen und die französische Staatsbahn SNCF preislich um 30 Prozent unterbieten will. Gleichzeitig plane die SNCF aus Kostengründen, einige Fernverbindungen seltener zu bedienen. Ralf Damde, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Transnet in Saarbrücken, befürchtet, dass die Franzosen bei einer künftig preislich und zeitlich attraktiveren Verbindung über Straßburg nach Deutschland nicht mehr die Strecke über Saarbrücken nutzen werden. Deshalb müsse schnell dafür gesorgt werden, dass durch weitere Baumaßnahmen, insbesondere zwischen dem Pfälzer Wald und Mannheim, noch Zeitgewinne auf deutscher Seite erreicht werden. Beispielsweise durch weitere Streckenbegradigungen. Die Möglichkeiten seien bereits diskutiert, es fehle noch die Finanzierung.
Deshalb sei jetzt Ministerpräsident Peter Müller gefordert. Bei seinem Treffen mit Bahnchef Grube am 8. Februar in Saarbrücken müsse Müller die Bedeutung der Strecke Paris-Saarbrücken-Frankfurt für die Weiterentwicklung der Region verdeutlichen, so Damde. Derzeit noch ansteigende Fahrgastzahlen seien ein Beweis hierfür, was auch die Attraktivität der Verbindung für die Bahn steigere. Ziel müsse sein, dass Müller und Gruber gemeinsam im Bundesverkehrsministerium um weitere Zuschüsse für den Streckenausbau werben. Derzeit schlafe das Saarland noch, es werde die Bedrohung unterschätzt. Der zu erwartende Wettbewerb der internationalen Bahngesellschaften ab 2011 um die attraktivsten deutschen Strecken schwäche die Position des Saarlandes und der Deutschen Bahn. Alleine die Privatbahn Veolia habe die Genehmigung für viele Verbindungen beantragt. Darunter Strecken ab Frankfurt nach Berlin, Hamburg, Köln.
Meinung
Konkurrenten ernst nehmen
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
Wenn die Privatbahn Veolia von Paris über Straßburg nach Frankfurt fahren und die SNCF preislich um 30 Prozent unterbieten will, gefährdet dies die Strecke über Saarbrücken. Ministerpräsident Peter Müller sollte beim Treffen mit Bahnchef Grube im Februar eine Allianz schmieden, um gemeinsam das Bundesverkehrsministerium zu weiteren Zuschüssen zu bewegen. Zwischen Pfälzer Wald und Mannheim sind noch Zeitgewinne drin. Zeitvorteil und Preis entscheiden, welche Strecke angenommen wird.
BUND gründet Arbeitskreis zum Verkehr
15.01.2010 SZ
Köllertal. Peter Thomas, Sprecher der Regionalgruppe Köllertal des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), regte bei der Mitgliederversammlung im Obersalbacher Bürgerhaus an, einen Arbeitskreis Verkehr zu gründen. BUND-Mitglied Karl-Heinz Janson aus Heusweiler soll ihn leiten. Karl-Heinz Janson ist auch stellvertretender Vorsitzender vom örtlichen Verkehrsclub Deutschland (VCD), der neben den Interessen der Autofahrer auch die anderer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Bahnfahrer vertritt. Mit ins Boot sollen auch der Fahrradclub ADFC und die Nahverkehrsinitiative NVI. hof
saarvv Tariferhöhung -- das falsche Signal
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13.12.2009 Pressemitteilung VCD Saarland
„Wir bedauern, dass der ÖPNV zum Jahreswechsel schon wieder teurer wird. Gerade in einer Zeit, wo das Umsteigen vom Auto auf Bus und Bahn als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz gefordert ist, sollten vom SaarVV positive Signale ausgehen“, stellt die VCD-Landesvorsitzende Gabriele Langenstein fest.
Statt dessen müssten die Kunden für das Busfahren noch tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für eine Einzelstrecke mit Hin- und Rückfahrt mit 4.00 € sei schon derzeit sehr hoch und wirke abschreckend. Innerhalb der letzten fünf Jahre seien die Fahrpreise um 25 % teurer geworden, eine Preissteigerung, die gegenüber anderen Gütern und Dienstleistungen ungewöhnlich hoch sei.
Der VCD fordert zudem eine Vereinheitlichung der Rabatte bei der SaarVV-Card, die sich in den unterschiedlichen Preisstufen von 12,5 bis 25 % bewegten. Dies sei für die Kunden absolut nicht nachvollziehbar.
Dringend notwendig sei, so Langenstein, auch die Einführung einer wabenüberschreitenden Kurzstreckenfahrkarte. Es könne nicht sein, dass Kunden für eine Kurzstrecke von einem Ort zum Nachbarort 2,50 € und von bzw. nach Saarbrücken sogar 3,00 € bezahlen müssten, nur weil sie die Grenze zwischen einer Wabe und der nächsten - z.B. von Sulzbach nach Dudweiler - passierten.
Die neue Landesregierung habe in ihrem Koalitionsvertrag deutliche Akzente in Richtung Verkehrswende und damit für den Öffentlichen Verkehr gesetzt. „Wir erwarten, dass die Jamaika-Koalition angesichts der namhaften Landesförderung für den SaarVV auch ihren Einfluss geltend macht, dass die Qualität des Öffentlichen Verkehrs im Saarland kontinuierlich verbessert wird. Dazu sind aus Sicht des VCD vor allem notwendig: Gute und leicht zugängliche Kundeninformationen, attraktive Tarifgestaltung auch für Gelegenheitskunden, die die Abonnenten von morgen sein könnten, und eine wabenübergreifende Kurzstreckenfahrkarte.
Bei Großveranstaltungen oder auch in der Weihnachtszeit sollten - idealerweise unter Beteiligung der Veranstalter bzw. des Handels - vergünstigte Fahrkarten angeboten werden, um Anreize zu bieten, das Auto zu Hause zu lassen.
VCD Saarland, Gabriele Langenstein Tel. 0681-5847629 (p)
Auch Ministerin wartet auf S-Bahn
Simone Peter will Bahnverbindung des Saarlandes nach Mannheim verbessern
Die neue Saar-Verkehrsministerin Simone Peter will den Bahnverkehr in der Region stark verbessern. Sie sei auch für eine Vergabe der Strecken an Konkurrenz-Firmen der Bahn offen, sagte Peter der SZ.
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Saarbrücken. Die neue saarländische Umwelt-, Verkehrs- und Energieministerin Simone Peter (Grüne) hat im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt, dass sie die Kritik des Bundeschefs des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Gehrmann, am öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Saarland „hundertprozentig“ teilt. Gehrmann hatte in der SZ die Zersplitterung der Zuständigkeiten für den ÖPNV angeprangert, die Praxistauglichkeit des Saarbrücker Eurobahnhofs kritisiert und die Anbindung des Saarlandes an den Knotenpunkt Mannheim als stark verbesserungsbedürftig bezeichnet. „Ich habe auch schon des Öfteren in Kaiserslautern auf dem Bahnhof gestanden und auf die S-Bahn gewartet, um dann eine halbe Stunde später Richtung Mannheim zu zuckeln“, sagte Peter. „Diese Unzulänglichkeiten sind mir bekannt. Der VCD und ich ziehen am gleichen Strang“, erklärte Peter weiter.
In den nächsten fünf Jahren gelte es, Akzente zu setzen. Dafür müsse man nicht einmal immense Mittel einsetzen. So könne man am Eurobahnhof mit Info-Tafeln vieles mit einfachen Mitteln verbessern. Und die auf mehrere Gesellschaften verteilten Zuständigkeiten im ÖPNV zusammenführen.
Von den in der kommenden Woche beginnenden Haushaltsberatungen der Jamaika-Koalition erhofft sich Peter, dass die bisher für Straßen-Neubaumaßnahmen veranschlagten Mittel in den ÖPNV umgelenkt werden können. „Beim Straßenbau muss der Schwerpunkt auf der Erhaltung liegen“, so die Bahnfahrerin Peter. Über die Höhe der zusätzlichen Mittel für den ÖPNV konnte die Ministerin noch keine Auskunft geben. Sie verwies darauf, dass derzeit der Umzug der Verkehrsabteilung aus dem Wirtschaftsministerium in ihr Haus stattfinde und der für Verkehr zuständige Staatssekretär Dieter Grünewald (Grüne), bisher Geschäftsführer der Deutsche-Bahn-Tochter Saar-Pfalz-Bus GmbH (vorher RSW), erst am Montag sein Amt antrete.
Eine verbesserte Anbindung des Saarlandes an den Bahnknotenpunkt Mannheim hat aus Sicht der Verkehrsministerin Priorität. Peter erklärte, dass sie bereits bei der jüngsten Verkehrsministerkonferenz des Bundes und der Länder Gelegenheit gehabt habe, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube für diese Problematik zu sensibilisieren. Denn die Tendenz gehe derzeit leider dahin, dass die Anbindung an Mannheim noch mehr geschwächt werde. „Ich habe das Gefühl, wenn ich von Mannheim ins Saarland fahren will: Man ist schon ein bisschen abgehängt“, bekannte Peter.
Zudem sei die Anbindung an Rhein und Ruhr nicht tragbar. Sie habe lange in Bonn gearbeitet. „Dass man mit dem Auto weniger als die Hälfte an Fahrtzeit dorthin braucht, kann einfach nicht sein“, kritisierte die Grünen-Politikerin. Der saarländische FDP-Verkehrsexperte im Bundestag Oliver Luksic vertrat auf SZ-Anfrage eine ähnliche Haltung. „Dass man mit dem Saarland-Rheinland-Pfalz-Ticket günstig mit Regionalzügen bis nach Bonn fahren kann, ist erfreulich; dass dies aufgrund der langen Übergangszeit von einer Dreiviertelstunde in Koblenz allein bis Bonn knapp vier Stunden dauert, nicht“, so Luksic. Auf der Bahnverbindung nach Mannheim sieht Luksic dagegen vor allem den Ausbau der Möglichkeit, höheres Tempo mit ICE/TGV fahren zu können, als vorrangig an. Er wolle sich dafür in der schwarz-gelben Berliner Koalition stark machen.
Offen ist Verkehrsministerin Peter für eine Vergabe der Regionalverbindungen an DB-Konkurrenz-Unternehmen, auch auf der Verbindung nach Mannheim. Ob sie dabei Unterstützung von Grünewald bekommt, der ein „DB-Mann“ war, bleibt abzuwarten.
Saarland aufs richtige Gleis setzen
Der Verkehrsclub Deutschland fordert dringend einen Politikwechsel im Saarland: Die Jamaika-Koalition müsse im Autoland den Bahnverkehr attraktiver machen, sonst bleibe man deutsches Schlusslicht.
25.11.2009 Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Saarbrücken. Der Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Gehrmann, ist standesgemäß mit der Bahn nach Saarbrücken gefahren und kritisierte gegenüber der SZ das Entree am Saarbrücker „Eurobahnhof“. „Wo ist dort ein Stadtplan? Wie bekomme ich Informationen, welches öffentliche Verkehrsmittel ich nutzen kann, um meine Zieladresse zu erreichen? Gilt im Saarbrücker Nahverkehr mein Bahn-City-Ticket oder muss ich eine Extra-Buskarte kaufen?“, lauteten die Fragen Gehrmanns (Foto: VCD), auf die er keine Antwort fand und deshalb notgedrungen ein Taxi nahm. Doch nicht nur die mangelnde Ausschilderung missfiel dem VCD-Bundeschef, der sich in Saarbrücken unter anderem mit der neuen Saar-Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) traf, um die Probleme des öffentlichen Personennahverkehrs zu erörtern. „Der Hauptbahnhof ist zugig und ungemütlich, es gibt keine angenehmen Wartemöglichkeiten. Zudem sind zu wenig Radabstellplätze am Bahnhof vorhanden“, so Gehrmann. Der Eurobahnhof sei nie mit dem Preis „Bahnhof des Jahres“ des Vereins Allianz Pro Schiene ausgezeichnet worden und werde diesen so bald nicht erhalten.
„Das Saarland hat die höchste Autodichte von allen Bundesländern pro Kopf der Bevölkerung. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe muss das Saarland aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden“, betonte Gehrmann. Es sei dringend an der Zeit für die neue Landesregierung, das Ruder herumzuwerfen. „Es reicht nicht, dreistellige Millionenbeträge in die Kurvenbegradigung auf der ICE/TGV-Strecke durch den Pfälzer Wald zu stecken, wenn gleichzeitig die Anschlüsse von Mannheim ins Saarland nicht funktionieren“, rügte Gehrmann das Taktsystem. Manchmal müsse man zwei Stunden in Mannheim warten, wenn ein Zug dort verspätet einlaufe. Oder man müsse mit der S-Bahn nach Kaiserslautern oder Homburg tuckern und dann nochmal umsteigen bis Saarbrücken. „Das geht gar nicht“, so Gehrmann.
Die rote Laterne beim Bundesvergleich des barrierefreien Ausbaus der Bahnhöfe (nur 44 Prozent im Saarland sind barrierefrei) spreche eine deutliche Sprache: Die neue Landesregierung sei gefordert, ihr Mandat wahrzunehmen, Prüfaufträge im Koalitionsvertrag reichten nicht. „In der Schweiz gibt es einen integralen Takt, da komme ich mit Bahn und Bus immer pünktlich ans Ziel. Das Saarland ist ein ideales Gebiet, um diesem Beispiel nachzueifern“, erklärte VCD-Chef Gehrmann, von Haus aus Meteorologe und Chemiker. Und er hat Verbesserungsvorschläge: Zuallererst brauche es im Saarland einen zentralen Ansprechpartner für alle Probleme mit dem Nahverkehr. Derzeit sei die Lage verwirrend: Es gebe den SaarVV, die VGS Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar mbH, den Zweckverband Personennahverkehr Saarland und die Bahn. „Da sind keine klaren Zuständigkeiten erkennbar“, meinte Gehrmann. Die Zersplitterung der Zuständigkeiten zeige sich besonders beim Bahnhofsvorplatz Saarbrücken. „Wie viele Ansprechpartner für den Vorplatz zuständig sind, ist abenteuerlich“, rügte der Verkehrsexperte. Es gebe ein großes Entwicklungspotential für den Schienenverkehr Richtung Völkingen, Merzig oder Homburg. „Das Saarland ist so klein, das muss funktionieren“, so Gehrmann. Um die Vormacht der Deutschen Bahn im Regionalverkehr zu brechen, müssten die Strecken neu ausgeschrieben werden, das habe anderswo für Verbesserungen gesorgt. „Es reicht nicht aus, Millionen in die Trasse von ICE/TGV zu stecken.“ VCD-Chef Gehrmann
Meinung
Den Umstieg möglich machen
Von SZ-Redakteur Dietmar Klostermann
Wie oft stehen die Saarländer im Stau? Es braucht nur ein Unfall auf der Saarbrücker Stadtautobahn zu passieren, schon geht nichts mehr. Doch die vielen tausend genervten Autofahrer haben wenig Chancen, auf Bahn und Bus umzusteigen, um entspannter und pünktlicher ihre Arbeitsplätze zu erreichen. Der Öffentliche Nahverkehr krankt an vielen Unzulänglichkeiten, der VCD hat die Finger in die Wunden gelegt. Ein zusätzliches Ärgernis ist die Bahnanbindung an den Knotenpunkt Mannheim.
Und wer nach Nordrhein-Westfalen will, nimmt eher das Auto, statt über die Bummelstrecke Trier-Koblenz, über Mainz oder über Mannheim sein Glück zu versuchen. Verkehrsministerin Simone Peter steht vor großen Herausforderungen, um den Pendlern den Umstieg vom Auto möglich zu machen.
Besuch des VCD Bundesvorsitzenden im Saarland
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Am 19. und 20. November besuchte der VCD-Bundesvorsitzende Michael Gehrmann den VCD Landesverband. Bei einem Gedankenaustausch mit dem Vorstand und einem Pressetermin standen die Aussagen der neuen Regierungen in Berlin und Saarbrücken zum Thema Verkehr im Vordergrund.
Gemeinsam mit Vertretern des Landesvorstandes nahm der Bundesvorsitzende die Gelegenheit zu Fachgesprächen mit lokalen Vertretern des ÖPNV wahr. So sprach man mit der Geschäftsleitung des saarVV über die Tarifgestaltung im Hinblick auf Anreize zum Umsteigen vom Auto auf den ÖPNV. Von einem Vertreter der DB wurden Ideen und Pläne für einen attraktiven Regionalschnellverkehr vorgebracht. Beim größten regionalen ÖPNV-Unternehmen, Saarbahn und Saarbus in Saarbrücken standen Fragen aus Sicht der ÖPNV-Kunden im Vordergrund und beim Vorsitzenden des ÖPNV-Zweckverbandes Rainer Ziebold die zukünftige Finanzierung des ÖPNV seitens der Kommunen und die komplizierten Zuständigkeiten für den ÖPNV im Saarland.
Darüber hinaus interessierte sich Gehrmann auch für das Geschehen vor Ort. So befuhr er mit Vorstandsmitglied Karl Heinz Janson die Neubaustrecke der Saarbahn in Riegelsberg und ließ sich in Heusweiler die Bauarbeiten zur Reaktivierung der Köllertalbahntrasse erläutern. Bei einer Fahrt nach Forbach ging es um das Problem des Umsteigens im grenzüberschreitenden Verkehr.
Den Abschluss des zweitägigen Besuchs bildete ein gemeinsames Treffen mit interessierten Mitgliedern im Haus der Umwelt. Dazu kamen neben einer ganzen Anzahl von VCD-Mitgliedern auch Dr. Simone Peter - die neue saarländische Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Dieter Grünewald vom saarVV, Ministerrialrat Becker vom Wirtschaftsministerium und Angelika Baumgart von der Verbraucherzentrale auch Vertreter der Öffentlichkeit. In Kurzreferaten, einer Fragerunde und viel mehr noch bei einem Glas Wein und kleinem Imbiss wurden aktuelle Fragen des Verkehrs im Saarland diskutiert.
Siehe hierzu auch unsere kleine Bildergalerie.
Pressecho der Saarbrücker Zeitung
Umsteigen nötig in Forbach
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Karl-Heinz Janson 26.11.2009
Diesel-Triebwagen nach Forbach im Gleis 2 des Saarbrücker Hauptbahnhofs. Leider fahren die meisten dieser Triebwagen nicht mehr durch bis Metz, in Forbach muß in einen Elektrotriebwagen umgestiegen werden. Letzterer kann wegen der unterschiedlichen Spannungssysteme von DB und SNCF nicht bis Saarbrücken durchfahren. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr für Pendler und Touristen ist stark verbesserungswürdig.
Einöd erhält neuem Haltepunkt
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08.11.2009 Karl-Heinz Janson
Einöd besaß einst einen größeren Bahnhof, da dort sich die Strecken nach Homburg und Bierbach verzweigten. Mit der Stillegung der Strecke Zweibrücken-Homburg verlor der Bahnhof seine Bedeutung und wurde gar als Haltepunkt ganz aufgegeben. Nun erhält der kleine saarländische Ort an anderer Stelle einen neuen DB-Haltepunkt. Dieser liegt zentral im Ort und hat Platz für P&R. Bahnsteig und Wartehalle sind Stand Anfang November bereits fertig, wie das Bild zeigt. Der VCD begrüßt diese Investition und wünscht sich, daß nach Eröffnung viele Fahrgäste das neue Angebot nutzen.
Verbesserungen beim Umsteigen gefordert
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Karl-Heinz Janson 4.11.2009
Die ÖPNV Umsteigestelle Güchenbach ist zwar nur ein Provisorium, das aber zwei Jahre so in Betrieb sein wird. Schon bei der Planung hätte man besser die Bushaltestellen nahe an den Überweg legen sollen. So passiert es jetzt, dass viele den kurzen Weg über die Schienen und die Straße zum Bus wählen. Durch die längeren Wege kommt es bei den Umsteigevorgängen nur vor, Jüngere sind schneller an der Fußgängerampel als Ältere oder behinderte Fahrgäste. Wenn Letztere die Ampel erreichen ist diese wieder rot. Es dauert dann recht lange bis die Ampel für die Fußgänger wieder Grün wird. Da Bus oder Staßenbahn nun schon eintreffen sind viele Fußgänger versucht die Straße bei Rot zu überqueren. Ein tötlicher Unfalls ist leider bereits passiert. Der VCD Köllertal fordert deshalb unverzüglich die Grünphase für Fußgänger zu verlängern und den Abstand zwischen zwei Grünphasen zu verkürzen. Hierzu wird sich der VCD auch an den Landesbetrieb wenden, da dieser leider meist nur autofreundliche Lösungen bevorzugt. Zudem sollte die Geschwindigkeit im Bereich des Umsteigepunktes auf 30 km/h herabgesetzt werden.
Einen weiteren Missstand, so Karl Heinz Janson vom VCD, stellen die fehlenden Wartehallen an den Bushaltestellen dar. Da der Takt nicht immer funktioniert warten die Fahrgäste in der jetzigen Jahreszeit im Regen. Erreichen will der VCD auch, dass die Saarbahn immer nahe an dem Überweg hält damit nicht noch lange Wege auf dem Bahnsteig nötig sind. Und bei den Parkplätzen fordert der VCD auch einen für Behinderte auszuweisen. Der VCD hat zu den Problemen Rat und Riegelsberger Bürgermeister angeschrieben mit der Bitte um kurzfristige Realiserung. Seitens Verwaltung wurde bereits reagiert und dem VCD Abhilfe zu den genannten Punkten zugesagt.
Zug der Zeit
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13.10.2009 Karl-Heinz Janson
Verwundert erblickten Fahrgäste dieser Tage im Bahnhof Saarbrücken eine große Dampflok und stellten sich die Frage, woher diese wohl kommt. Der Anlass für ihr Vorhandensein war eher ein trauriger. Sie zog den Zug der Zeit nach Saarbrücken, eine Ausstellung auf Rädern über die Deportation von Kindern in die Vernichtungslager des Dritten Reiches.
Haltepunkt Bous wird saniert
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Nach jahrelangem Dörnröschenschlaf wird der DB Haltepunkt Bous saniert. Dazu wird insbesondere die etwas schäbige Unterführung renoviert und der Mittelbahnsteig erhöht. Mittelfristig, so Herr Becker vom Wirtschaftsministerium, ist eine Verlängerung der Unterführung Richtung ehemaliges Röhrenwerk vorgesehen. Dort soll ein PR Platz zum Umsteigen angelegt werden.
Weiterbau Saarbahn
Karl-Heinz Janson 30.09.2009
Am 26. September wurde ein weiteres Stück der Saarbahn von ca 6 km durch Riegelsberg in Betrieb genommen. Vor dem Rathaus in Riegelsberg gab es eine "Eventzone" in der der VCD Saarland gemeinsam mit der Verbraucherzentrale einen Stand hatte und über klimafreundliche Mobilität informierte. Da an diesem Stand auch die Festschrift verkauft wurde hatte der Stand regen Besucherzuspruch.
Auf der neuen Strecke gab es an diesem Tag Freifahrt, was von Tausenden bei schöstem Herbstwetter genutz wurde. Vom VCD kam die Anregung für die Fahrgäste eine Sonderfahrkarte zu diesem Ereigniss zu machen. Dazu stellte sich K.H. Janson, stellv. Landesvorsitzender des VCD, an diesem Tage als Schaffner in historischer Uniform der ehemaligen Saarbrücker Straßenbahn zur Verfügung, um die Fahrkarten auch zu entwerten. Bei den Fahrgästen kam dieser kleine Beitrag sehr gut an, und selbst der BILD Zeitung war dies eine Meldung wert.
Neue Busse in Saarlouis
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von Karl-Heinz Janson 07.09.2009
Acht neue Niederflurbusse haben die KVS Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis am 25.08.2009 im Beisein von Staatssekretär Albert Hettrich in Betrieb genommen. Die Busse ersetzen Altfahrzeuge der KVS und sind mit einer behindertengerechten Rampe in der Mitteltür ausgerüstet. Sie besitzen eine intelligente Fahrgastinformation. Neben der nächsten Haltestelle werden die nächsten vier folgenden Haltestellen angezeigt. Damit kann sich der Ortsunkundige bzw. Gelegenheitsfahrer rechtzeitig auf den Ausstieg vorbereiten. Die Fahrzeuge besitzen eine Dieselmotor, der bereits die Schadstoffklasse EURO 5 erfüllt. Sie tragen damit auch zur Verbesserung der Luft in Saarlouis bei.
saarVV gründet ersten landesweiten Fahrgastbeirat
von Karl-Heinz Janson 20.08.2009
Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) nutzt jetzt auch einen Fahrgastbeirat, um die Sorgen und Nöte seiner Kunden zu bündeln und auf den Tisch zu bringen. Unter dem Motto „Aktiv gestalten - Mehr bewegen“ hat der saarVV seinen ersten, saarlandweiten Fahrgastbeirat gegründet. Insgesamt wurden 17 Personen aus dem gesamten Saarland in das Gremium berufen, die sich für den ÖPNV engagieren möchten. Als Sprecher des Fahrgastbeirates wurde Marcel Olivier Maul aus St. Ingbert und als dessen Stellvertreter Chris Rauschenbach aus Saarbrücken gewählt.
In der ersten Sitzung, an der neben den Mitgliedern auch Vertreter der am Verbund beteiligten Verkehrsunternehmen teilnahmen, wurde die zukünftige Arbeitsweise des Fahrgastbeirates festgelegt. Die von den Mitgliedern vorgetragenen Wünsche und Anregungen zeigten vielschichtige Themen auf, wie etwa Umsteigeverbindungen mit passenden Anschlüssen, Tarifangebote, Kundenservice und Werbung. Das Hauptziel des Gremiums ist, mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern.
Der VCD Saarland begrüßt die Einrichtung des neuen Fahrgastbeirates und erinnert daran, daß das Instrument des Fahrgastbeirates zur Verbesserung der Kundenbeziehungen einst vom VCD initiiert wurde. Sehr bedauerlich findet es der VCD, wenn in den Bedingungen für den Fahrgastbeirat Verbandsmitglieder und damit auch der VCD von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Der VCD wird den Fahrgastbeirat in seiner Arbeit unterstützen, schließlich ist es auch prioritäres Ziel des VCD, mehr Fahrgäste für den ÖPNV zu begeistern.
Sprecher: Marcel Olivier Maul, St. Ingbert, Mmaul_Fahrgastbeirat@
yahoo.de
stellvertretender Sprecher: Chris Rauschenbach Saarbrücken/ Kleinblittersdorf/ Saarlouis, Tel. 0151/12489674, Chris-Rauschenbach@
gmx.de
VCD begrüßt Reaktivierung des Haltepunktes Einöd
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Karl Heinz Janson 20. Juli 2009
Der Ort Einöd besaß einst einen Bahnhof mit mehreren Bahnsteigen, denn dort verzweigten sich die Strecken Zweibrücken-Homburg und Zweibrücken-Saarbrücken. Mit dem Niedergang der Nebenbahnlinien in den siebziger und achtziger Jahren wurde die Linie Zweibrücken-Homburg durch Busse ersetzt und der Bahnhof Einöd zum Haltepunkt herabgestuft und später aufgegeben. Mit der Stillegung der Bliestalbahn blieb nur noch die Verbindung nach Saarbrücken im Saarpfalzraum übrig. Die Gleisanlagen wurden drastisch zurückgebaut und der Haltepunkt Einöd aufgegeben.
Auch die Bahnstrecke Pirmasens-Zweibrücken-Saarbrücken stand zur Stilllegung im Gespräch. Sie wurde jedoch mit der Regionalisierung vertaktet und mit neuen Triebwagen bedient. Da die Strecke am Zentrum von Einöd vorbei führt, forderten schon länger lokale Initiativen einen Zughalt in Einöd.
Mit Erfolg, ein neuer Haltepunkt Einöd befindet sich im Bau. Er wurde weiter zur Ortsmitte verlegt und bietet ausreichend Platz für die Anlegung von Park+Ride-Plätzen. Der VCD Saarland begrüßt nachdrücklich die Reaktivierung des Bahn Haltepunktes in Einöd. Der Verkehrsclub hofft, dass er behindertengerecht ausgeführt wird und eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder erhält. Da der Haltepunkt unweit der Hauptstraße liegt, wünscht sich der VCD eine Vertaktung mit der Buslinie.
VCD begrüßt Erneuerung der Busflotte in Saarbrücken
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Karl-Heinz Janson 24. Juli 2009
Vierzehn neue Gelenkbusse hat die Saarbahn neu in Dienst gestellt. Die von Mercedes in Mannheim gebauten Busse haben eine Motor der mit Erdgas betrieben wird weshalb Rußpartikel oder andere unverbrannte Rückstände wie beim Dieselmotor nicht nachweisbar sind. Daher haben die Busse den Blauen Engel erhalten wegen ihrer schadstoffarmen Antriebe. Die Busse erfüllen heute schon die EU-Abgasnorm EURO 6, die ab 2012 Gültigkeit erlangt.
Am 22. Juli wurden die Busse von Geschäftsführer Peter Edlinger der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt 4,9 Millionen Euro kostete die Anschaffung der Busse, das Wirtschaftsministerium gab einen Zuschuss von 2,2 Mio. €. Wirtschaftsminister Joachim Rippel sieht die Investition als einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Bevölkerung. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz freute sich über die mit den Bussen einhergehende Klimaverbesserung in der Stadt, da sie schlechtere Altfahrzeuge ersetzen.
Auch seitens des VCD Saarland, so Vorstandsmitglied Karl Heinz Janson, wird die Erneuerung der Busflotte begrüßt da sie zur Reduzierung der Schadstoffe und damit zur Verbesserung und Schutz des Klimas beiträgt. Zudem sind die Busse behindertengerechter ausgeführt.
Tempo 30 erhöht Sicherheit
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VCD Saarland zum Tag der Verkehrssicherheit
Karl-Heinz Janson 20.6.2009
Zum Tag der Verkehrssicherheit 2009 erinnert der VCD Saarland an die Argumente zur Einrichtung von Tempo 30 Zonen in Wohngebieten und in Ortsstraßen. Besonders Kinder profitieren davon, denn rund 46.000 Kinder werden jährlich im Straßenverkehr verletzt. Deutschland ist bei diesen Zahlen Spitzenreiter in Europa. Läuft ein Kind etwa 15 m vor einem Auto auf die Fahrbahn so wird es bei Tempo 50 noch mit 45 km/H erfasst und trägt schwerste Verletzungen davon. Bei Tempo 30 kommt das Auto noch bei 13,3 m vor dem Kind zum stehen. Bei Tempo 50 beträgt dagegen der Anhalteweg 28 Meter. Auch Radfahrer und Senioren haben mehr Sicherheit durch die geringere Geschwindigkeit.
VCD stellt saarländischen Bahnhofstest Wirtschaftsministerium vor
Karl-Heinz Janson 5.6.2009
Der Verkehrsclub Deutschland VCD Landesverband Saarland e.V. hat seinen jüngst abgeschlossenen Bahnhofstest im saarländischen Wirtschaftsministerium vorgestellt. An dem Fachgespräch nahmen Staatssekretär Albert Hettrich und die Fachreferenten Rudi Becker und Gerd Heil teil. Einig war man sich über die wichtige Rolle der Regionalbahn Rückrat des saarländischen ÖPNV. Neben erfreulichen Verbesserungen an den Bahnhöfen im Saarland gebe es bedauerlicherweise auch erhebliche Mängel durch fehlende Informationen, nicht angepasste Bahnsteighöhen, Vandalismus, Graffittischmierereien.
Staatssekretär Hettrich begrüßte den VCD Bahnhofstest und macht deutlich, dass seine Fachabteilung bezüglich des Anliegens der Renovierung der Bahnhöfe mit dem VCD am gleichen Strang ziehen würde. Leider stießen bisher die nötigen Maßnahmen immer an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Zudem sei das Saarland als Aufgabenträger der Verkehrsleistungen nur Besteller, während die Bahn als Eigner für die Ausführungen zuständig sei. Das Land habe sich, so Hettrich, oft schon stärker finanziell engagiert als die Bahn selbst. Erfreulicherweise seien mit dem Konjunkturprogramm dieser Tage einmalige Mittel für die Sanierung der Bahnhöfe seitens des Bundes bereitgestellt worden. Das Ministerium sei laut Referatsleiter Becker dabei, eine Prioritätenliste zu erstellen und wolle bei den Details auch den VCD als kompetenten Partner mit einbinden.
Ein großes Problem sieht Andrea Schrickel vom VCD in den unterschiedlichen Bahnsteighöhen im Saarland, die für Kinder Ältere und Behinderte nachteilig sind. Die oft fehlende Barrierefreiheit für Radfahrer, Kinderwagen, Rollstuhl reklamierte VCD-Lamdesvorsitzende Gabriele Langenstein. Der VCD hält, so Karl Heinz Janson, Maßnahmen gegen den immer mehr zunehmenden Vandalismus auf den Bahnhöfen für dringend erforderlich. Die Probleme sind dem Ministerium alle bekannt. Vorrangig sollen in den kommenden Jahren die stärker frequentierten Bahnhöfe Dillingen, Völklingen, Neunkirchen, Merzig, Türkismühle und der Bahnhof Saarbrücken-Burbach barrierefrei ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen zwei zusätzliche Haltepunkte in Homburg-Einöd und Burbach- Mitte-IT Park errichtet werden. Der Spatenstich für Homburg Einöd ist für den 5 Juni terminiert. Außerdem sollen in dem Programm fünf weitere Bahnhöfe ganz oder teilweise erneuert werden. Eine Angleichung der Bahnsteighöhen - unterschiedlich für Hauptstrecken und Nebenstrecken - sei vorgesehen. Sorge bereitet dem Ministerium der von Janson angesprochene Vandalismus auch auf frisch renovierten Bahnhöfen. Hierzu regte Staatssekretär Hettrich als saarländisches Pilotprojekt eine sog. "Bahnhofspatenschaft" an: Ein Verein oder Person bzw. die Kommune würde regelmäßig den Bahnhof begehen und umgehend Schäden, Grafitti u.ä. melden. Kleinere Mängel könnten gegen Erstattung der Materialkosten eigenständig beseitigt werden. Damit dem könnte dem Vandalismus möglicherweise wirksam begegnet werden. Eine Mitwirkung des VCD bei einem solchen Projekt sei wünschenswert.
VCD Saarland im Fernsehen
Gleich zweimal sendete der Saarländische Rundfunk im April 2009 Beiträge, in denen der VCD Saarland zu Wort kam.
Am 20. April wurde in der Sendung saarlorlüx über die ICE-Verbindung Frankfurt-Saarbrücken-Paris berichtet. Der VCD Saarland erinnert an die noch ausbaufähige Anbindung des Nahverkehrs an den ICE und bringt den Vorschlag eines "Saarlorlux-Express" als regionale Schnellverbindung der Städte Saarbrücken, Metz und Luxemburg ein.
Am 30. April berichtet die Sendung mag´s in einem längeren Bericht über den VCD Bahnhofstest und zeigte den leider oft schlechten Zustand vieler saarländischer Bahnhöfe und Haltepunkte. Den VCD-Vertretern wurde vom DB-Medienreferent aus Frankfurt untersagt, im SR-Fernsehen auf den gezeigten Bahnhöfen Rede und Antwort zu stehen. Staatssektertär Hettrich betont die künftige Zusammenarbeit mit dem VCD.
VCD begrüßt Nachtbussystem
Karl Heinz Janson, VCD Landesverband Saarland e.V. April 2009
Die Einführung eines Nachtbussystems im Regionalverband Saarbrücken wird vom VCD Landesverband begrüßt. Der Verkehrsclub hofft, dass das vorläufig nur auf ein Jahr begrenzte Modell von den Jugendlichen auch entsprechend angenommen und damit auch fortgeführt wird. Ebenso bleibt zu hoffen, so Karl Heinz Janson vom VCD Landesvorstand, dass durch den Nachtbus Autofahrten alkoholisierter Jugendlicher nach Besuch der Diskotheken geringer werden.
Bezuschusst wird das Nachtbussystem vom Innenministerium mit rund 100.000 €. Für den VCD stellt sich aber auch die Frage, warum die großen Diskotheken in Saarbrücken, die ja Veranstalter dieser Nachtprogramme sind, sich nicht an den Kosten der Nachtbusse beteiligen. So bleibt das Defizit an der öffentlichen Hand
hängen, während die Betreiber der Diskotheken die Gewinne einstreichen.
Detaillierte Informationen zu Fahrstrecken, -zeiten und den Tarifen zum Nachtbus finden sich auf den Seiten des SaarVV.
Kritik an Fahrpreiserhöhungen
10.01.2009 von Karl-Heinz Janson
Pünktlich zum Jahreswechsel wurden im ÖPNV sowohl bei der Deutschen Bahn als auch im saarländischen Verkehrsverbund bei Bussen und Saarbahn wieder die Fahrpreise erhöht. Im saarVV ist es sogar die zweite Fahrpreiserhöhung in nur neun Monaten, stellt kritisch der VCD Saarland fest.
Der VCD Saarland verkennt nicht: im ÖPNV insbesondere im ländlichen Bereich entstehen erhebliche Kosten. Doch besteht das Risiko durch die Fahrpreiserhöhung, dass wieder Kunden aufs Auto umsteigen und durch die Mindereinnahmen das Defizit bleibt. Insbesondere die Kurzstrecke ist mit 2 € sehr teuer. Für eine Hin und Rückfahrt von zwei Personen als Beispiel sind 8 € fällig, für Autobesitzer völlig unakzeptabel. Noch teurer wird es, überschreitet man bei der kurzen Entfernung eine Wabengrenze. Auf dieses Problem hatte der VCD schon beim Start des saarVV hingewiesen. Leider wurde es bis dato nicht gelöst. Andere Verkehrsverbünde haben dagegen längst eine Lösung mit sich überlappenden Waben gefunden.
Unverständlich für den VCD ist auch die Erhöhung bei der DB, die im Personenverkehr ja insgesamt schwarze Zahlen schreibt. Hier stellt sich die Frage ob der verschobene Börsengang immer noch ein Thema ist, und man eine gute Rendite vorweisen will.
Für den VCD Saarland wäre es im ÖPNV viel wichtiger und sinnvoller mehr Fahrgäste zu gewinnen und damit die Defizite zu reduzieren als nur die Preise zu erhöhen. Auch die Kommunen sind gefordert endlich den ÖPNV mit gleichen Mitteln zu fördern wie sie dies auch problemlos für das Auto beim Straßenbau tun. Bei letzteren werden die Defizite immer kommentarlos von der öffentlichen Hand getragen.
Schneller Freunde
fairkehr Dezember 2008 von Michael Adler
Weit über eine Million Deutsche und Franzosen nutzten 2008 den neuen TGV Ost als schnelle Annäherung an den Nachbarn.
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Foto: Michael Adler |
Trotz guter Zusammenarbeit den eigenen Charakter bewahren: ein deutsch-französisches Schaffner-Team in landestypischen Uniformen. |
„Das einzige, was stimmte, war die Spurbreite“, beschreibt Alleo-Marketingleiter Werner Ried die Größe der Aufgabe. Bevor sich der neue TGV mit Hochgeschwindigkeit auf den Weg von Frankreich nach Deutschland machen konnte, galt es für die zu diesem Zweck gegründete deutsch-französische Firma Alleo, zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Eines davon war die Sprachbarriere: Ein Lokführer muss auf der Strecke zwischen Stuttgart und Paris fünf Sicherheitssysteme in zwei Sprachen beherrschen. Daher ist Zweisprachigkeit ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des Personals. Aus Respekt für beide Kulturen gibt es aber keine Vereinheitlichung beim Erscheinungsbild. „DB- und SNCF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter treten in der jeweils eigenen Firmenuniform auf“, erklärt Werner Ried.
Das Niveau der Bordküche orientiert sich an französischen Ansprüchen: In der ersten Klasse werden sogenannte Gourmet-Köfferchen am Platz serviert. Darin finden sich Linsensalat mit Senfsauce und Westfälischem Schinken oder geschnetzeltes Hühnchen in Koriandersauce, zum Dessert feins-te Schokoladen. „Den Alleo-Menüs bescheinigen auch anspruchsvolle Kritiker Traitteur-Niveau“, zeigt sich Werner Ried stolz auf das bisher Erreichte. Das Alleo-Angebot scheint auch bei den Kunden anzukommen. „1,2 Millionen Passagiere werden wir bis Ende 2008 auf beiden Routen, Stuttgart–Paris und Frankfurt–Paris, befördert haben“, prognostiziert Ried. Die durchschnittliche Auslastung liege damit höher als im nationalen ICE-Verkehr der Deutschen Bahn. Da viele Franzosen Deutschland immer noch für ein kulturloses Land im Norden halten, muss Ried als Marketingleiter nicht nur einen Zug, sondern gleich ein ganzes Land bewerben: „Die Kunstszene in Stuttgart und Frankfurt zu vermitteln oder die guten Anschlüsse nach München und Berlin hervorzuheben – das ist die eigentliche Herausforderung.“ Dafür wissen die wenigsten Deutschen, dass es neben Paris unzählige weitere Bahnverbindungen in Frankreich gibt: nach Bordeaux, in die Bretagne, in die Normandie oder ans Mittelmeer.
Die Konkurrenz am Himmel gibt sich bereits teilweise geschlagen: Wie schon auf der Thalys-Strecke Köln–Paris hat die Billig-Airline Germanwings auch den Flugverkehr von Stuttgart und Frankfurt nach Paris eingestellt. Der Chef von Air France räumte kürzlich ein, dass die französische Staats-Airline die Konkurrenz auf der Schiene ebenfalls schmerzlich spürt.
Manchmal kommt auch der Zufall zu Hilfe. Wegen eines Flugstreiks musste eine Gruppe Mitarbeiter der Softwareschmiede SAP auf die Bahn umsteigen. Werner Ried betreute die Computerspezialisten selbst. „Für die fluggewohnten Fahrgäste offenbarte sich eine neue Welt“, stellt er zufrieden fest. Service und Geschwindigkeit sorgten für Begeisterung. Der eigentliche Clou war die Erkenntnis, dass die SAP-Mitarbeiter vom ICE-Halt Mannheim mit der S-Bahn direkt zur Firma fahren konnten, schneller und einfacher als vom Frankfurter Flughafen aus. Die Buchungen aus dem SAP-Standort Walldorf haben seither signifikant zugenommen.
Der Saarländer Ried, der selbst virtuos zwischen französisch und deutsch wechselt, ist selbst am meisten begeistert von „seiner“ Bahnstrecke: „Mit 320 km/h Spitzengeschwindigkeit sind wir nicht nur die schnellste kommerzielle Bahn. Diese Bahnstrecke belebt die deutsch-französische Freundschaft neu. Nie war man so schnell und einfach beieinander.“
Verkehrsclub fordert: Bahn und Bus besser abstimmen
01.12.2008 Saarbrücker Zeitung
Riegelsberg. Zwischen Saarbrücken und Riegelsberg scheint sich ein tragbarer Kompromiss anzubahnen: In einem Zwischenschritt soll die Saarbahn ab 1. Juni 2009 bis zur Haltestelle Güchenbach fahren (wir berichteten bereits). Da hier erhebliche öffentliche Mittel verbaut wurden, sollte auch bald die Saarbahn über diese Gleise rollen, bevor diese weiter nutzlos rosten, schreibt Karl Heinz Janson vom VCD Saarland (Verkehrsclub Deutschland) in einer Pressemitteilung. Eine weitere jahrelange Nichtnutzung verstehe kein Bürger. Wünschenswert wäre, sofern dies der Takt hergebe, die Bahn zumindest bis zum Wohngebiet Gisorsstraße im Russenweg fahren zu lassen, erklärt Janson. Auch sollte geprüft werden, welche Buszubringer man anders anbinden könne, um Busfahrten durch Riegelsberg einzusparen.
Nach Ansicht des VCD ist nötig, dass sich hier die Verantwortlichen der Saarbahn, des ÖPNV-Zweckverbandes (Öffentlicher Personennahverkehr) im Regionalverband und der Kommune an einen Tisch setzen, um "die Bahn auf der fertigen Strecke sinnvoll zum Fahren zu bringen". red>
Dringender Handlungsbedarf bei der Bahnverbindung Saarbrücken-Metz
Zur Fahrzeugpräsentation am 29. November 2008, 14h00 in Forbach
Gabriele Langenstein, VCD Saarland Vorstand
Der Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Saar e.V. begrüßt den Einsatz der neuen elektrischen Doppelstocktriebwagen zwischen Forbach und Metz. Sie bieten mehr Komfort und ein größeres Sitzplatzangebot, um dem starken Anstieg der Fahrgastzahlen in Lothringen begegnen zu können.
Für den VCD ist es allerdings eine Provinzposse, dass diese Fahrzeuge in Ermangelung der notwendigen technischen Ausrüstung nicht bis Saarbrücken fahren können. Dadurch seien nur noch wenige direkte Verbindungen mit der Bahn zwischen Saarbrücken und Metz im Angebot. Die Reisezeit werde durch das Umsteigen in Forbach unnötig verlängert, interregionale Anschlüsse via Saarbrücken gingen verloren.
Dies widerspricht dem Bekenntnis der Politiker zur Stärkung der interregionalen Bezüge und zu Quattropole. „Hier drängt sich der Eindruck auf“, so Landesvorsitzende Gabriele Langenstein, „dass die verantwortlichen Bestellerorganisationen gar kein Interesse daran haben, grenzüberschreitende Angebote auf der Schiene zur Stärkung der Großregion zu realisieren.“
Seit Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris sind im Fernverkehr die drei Eurocity-Verbindungen zwischen Saarbrücken und Metz entfallen. Durch die Änderung des Fahrzeugeinsatzes im Nahverkehr werden zukünftig elektrische Doppelstocktriebwagen die Bedienung innerhalb des Départements Moselle übernehmen. Im Grenzverkehr Saarbrücken-Forbach sollen weiter Dieseltriebwagen eingesetzt werden. Da bei den meisten Verbindungen zwischen Saarbrücken und Metz in Forbach umgestiegen werden muss, liegt die Reisezeit liegt bei deutlich über einer Stunde gegenüber den knapp 45 Minuten, die bei direkten Fahrten möglich wären.
Nach Einschätzung des VCD vereitelt das jetzige Betriebskonzept den Übergang von Zügen des Fernverkehrs in Saarbrücken auf die regionalen Züge in Richtung Lothringen. „Trotz aller europäischen Diskussionen, Quattropole-Ideen und Saar-Lor-Lux-Kooperation ist das Schienenangebot so schlecht wie seit den Weltkriegen nicht mehr“, kritisiert die VCD-Sprecherin.
Der VCD Saar fordert eine grenzüberschreitende, attraktive und schnelle Zugverbindung zwischen Saarbrücken und Metz mindestens im Zwei-Stunden-Takt. Die Reisezeit müsse deutlich unter 1 Stunde liegen, was dann auch die Sicherung der Anschlüsse vom und zum Fernverkehr mit TGV in Metz und IC/ICE in Saarbrücken sicherstellen würde. Ferner könne dann der Fahrzeugbedarf für diese Verbindung deutlich gesenkt werden.
Landesvorstand VCD
Gabriele Langenstein
Verkehrswende nötig
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Die Saarbahn auf dem Weg ins Köllertal |
von Karl-Heinz Janson
Eine Verkehrswende, der langsame Umstieg vom Autoverkehr auf denöffentlichen Verkehr, wird nach Ansicht des VCD immer dringender. Steigende Energiepreise wegen Rohstoffverknappung, die Klimaerwärmung, aber auch der Verkehrslärm sowie zurückgehende Einkommen erfordern als Alternative für die Mobilität weiter Bevölkerungskreise einen leistungsfähigen ÖPNV.
Erfreulich ist, so Karl Heinz Janson vom VCD Saarland, das nun der Weiterbau der Saarbahn ins Köllertal Fortschritte macht. In Riegelsberg wurden Abnahmetests durchgeführt. Erstmals erreichte dabei ein Saarbahnfahrzeug bei Etzenhofen fast die alte Köllertalbahnstrecke. Und Richtung Heusweiler beginnen die Arbeiten zur Freimachung der in den letzten Jahren von der Natur zurückeroberten vorhandenen Bahntrasse. Die neue Projektführung macht sich positiv bemerkbar,die zugesagten Termine werden gehalten. Auch zur Frage der Finanzierung des
Betriebes gibt es Bewegung. Zukünftig müssen die Kommunen im Regionalverband auch Mittel für den ÖPNV bereitstellen, wie dies in den übrigen Landkreisen schon lange geschieht.
Bahnhofstest 2008
Saarbrücker Zeitung Sept. 2008
Saarbrücken. Der Fahrgastverband Pro Bahn Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Saarland machen sich für die Interessen der Bahnfahrgäste stark. Zum zweiten Mal seit 1997 hat der VCD ein Jahr lang alle Bahnhöfe im Saarland bereist und bewertet. 72 Bahnstationen inspizierte der VCD, bewertete acht Kriterien bei denen er jeweils die (Schul-) Noten 1,0 bis 5,0 vergab.
Rund 19 Prozent der getesteten Bahnstationen schnitten mit der Note 4 ab. Friedrichsthal und Saarbrücken Ost belegten einen Platz unter den letzten zehn. Nicht von ungefähr vergab der Verein an den Bahnhof Friedrichsthal die Note 4,11. Eingangshalle und Unterführung sind in katastrophalem Zustand: Beschmierte Wände, abbröckelnder Putz und ein unangenehmer Geruch fallen auf. Die beiden 16-jährigen Dominick Paci und Jens Kniest fahren täglich mit der Bahn ab Friedrichsthal. Ab und zu, erzählt Paci, lungerten Leute auf dem Bahnsteig herum und schnorrten Zigaretten. Der Jugendliche fühlt sich hier, wenn er aussteigt, sogar manchmal bedroht.
Der Bahnhof Oberlinxweiler bei St. Wendel: Anne Schuhmacher, 19 Jahre, aus Oberlinxweiler fährt täglich mit der Bahn zur Arbeit nach Saarbrücken. Um zum Bahnsteig zu gelangen, muss sie unter einer unbeleuchteten Brücke hindurchgehen. „Früh morgens fühle ich mich auf diesem Weg nicht sicher“. Daher nutze sie oft den nächstgelegenen Bahnhof Niederlinxweiler.
Auf dem drittletzten Platz im VCD-Bahnhofstest rangiert Scheidt. Bei vier Bewertungsaspekten vergab der Verein die schlechteste Note 5,0. Bei dem Test arbeitete VCD-Vorstandsmitglied Andrea Schrickel mit. Sie berichtet von einem Wasserrohrbruch in der Unterführung zum Bahnsteig des Haltepunkts Scheidt. Dort sprudelte aus einer Stelle im Boden Wasser heraus. Bereits vor einem Jahr hatte der VCD Saarland darauf in einer E-Mail an das Bahnhofsmanagement Saarbrücken hingewiesen. Das Management antwortete, es werde den Schaden beheben lassen, jedoch sei seitdem nichts passiert, so Schrickel.
Wie könnte es also künftig auf den Bahnhöfen im Saarland aussehen? Kameraüberwachte Bahnhöfe um potentielle Zerstörungswütige abzuschrecken, wie bald in Saarlouis, Neunkirchen und St. Wendel? Fest steht: Das Vandalismusproblem bekommen Kommunen, Land und die Deutsche Bahn nur gemeinsam in den Griff. Bahnfahren im Saarland wird erst dann für Fahrgäste wieder attraktiver werden, wenn Bahnhöfe wieder den Mindeststandard erfüllen.
Benjamin Rannenberg
ÖPNV-Kunden stehen am Landwehrplatz jetzt im Regen
20. August 2008
Neugestaltung erschwert vor allem Busfahrern und –nutzern das Leben
Für Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bietet die heutige Einweihung des Saarbrücker Landwehrplatzes leider keinen Grund zum Jubeln. Zu diesem Urteil kommt der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Saar, nach einer eingehenden Ortsbesichtigung.
„Wir hatten erwartet, dass die Stadt die Neugestaltung dieses zentralen Platzes dazu nutzt, auch die Haltestellen-Situation für Saarbahn- und Bus-Kunden zu verbessern, aber das Gegenteil ist der Fall“, erklärt VCD Saarland-Sprecherin Gabriele Langenstein. Besonders für den Busverkehr verschlechtert sich nach Ansicht des VCD Saarland die Situation. Leidtragende seien Bus-Kunden und Busfahrer gleichermaßen.
Durch den Wegfall der zahlreichen Haltestellen auf dem Platz selbst müssen über zehn Buslinien jetzt an der einzigen verbliebenen Haltestelle auf der Großherzog-Friedrich-Straße stoppen, im fließenden Verkehr! Wie Busfahrer dem VCD berichteten, dürfen sie dort nur eine Minute verweilen. Beim Einstieg einer Rollstuhlfahrerin sei es deshalb bereits zu Problemen gekommen. Da es am Landwehrplatz kaum noch Warteplätze gibt, müssten die Fahrer manchmal zudem mehrere Ehrenrunden durch die Stadt drehen und neben Karstadt Wartezeit überbrücken. „Während andere Städte in moderne Busbahnhöfe investieren, schafft sich Saarbrücken lieber neue Nadelöhre“, kritisiert Langenstein.
Die Bus-Kunden wiederum müssen an der Bushaltestelle auf dem schmalen Saarbahnsteig am Landwehrplatz warten, umtost von Verkehr – ohne Wind- und Wetterschutz. Denn die Wartehäuschen auf demselben Saarbahn-Steig liegen zu weit entfernt.
Auch bei den neugeschaffenen Einrichtungen für Saarbahnnutzer auf dem Landwehrplatz sieht der VCD Saarland gravierende Mängel. So ist die neue Überdachung an der Längsseite des Platzes nach Ansicht des VCD Saarland viel zu hoch und zu schmal, um Wartenden Schutz vor Wind und Regen zu gewähren. Die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen sehen für Wetterschutzeinrichtungen eine Höhe von rund 2,20 Meter und Windschutz von drei Seiten vor. Die neue Überdachung am Landwehrplatz ist 3,80 Meter hoch und nur auf einigen Metern mit Glaswänden versehen.
„Wir sind gespannt, ob und wann die Stadt die als Regen- und Windschutz dringend erforderlichen Wartehäuschen oder modern gestylte verglaste Warteinseln an der Haltestelle anbringen wird. Hoffentlich noch vor dem Winter“, sagt Gabriele Langenstein. „Wir fragen uns auch, warum die Saarbahn-Fahrpläne alle Richtung Gleis zeigen, so dass die Wartenden unter der Überdachung sie nicht einsehen können.“ Ein Rätsel ist dem VCD auch, warum die Fahrplan-Glaskästen nicht von innen beleuchtet werden, sondern von einer Lampe unter dem Dach. „Wie an fast allen anderen Haltestellen in Saarbrücken kann man abends die Pläne nur mithilfe einer Taschenlampe lesen.“ Für den Winter rät der VCD Saarland den Wartenden außerdem, sich Kissen mitzubringen, denn die Steinbänke sind dann zum Sitzen viel zu kalt.
„Bei der Gestaltung des Landwehrplatzes hat man offenbar viel Mühe auf die Ästhetik verwendet, doch die Funktionalität, gerade für den ÖPNV, ist dabei zu kurz gekommen,“ stellt die VCD-Saar-Sprecherin zusammenfassend fest. „Wir begrüßen es, dass die Stadt bei diesem Projekt die Bürger beteiligt hat. Für diejenigen Bürger, die den ÖPNV nutzen, kann das Ergebnis jedoch nicht befriedigend sein.“
Der Verkehrsclub Deutschland versteht sich als Interessenvertretung umweltbewusster Autofahrer, Bus- und Bahnnutzer, Radfahrer und Fußgänger. Er hat im Saarland etwa 500 Mitglieder.
Weiterbau der Saarbahn
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Der Tunnel kann mit vertretbarem Aufwand für die Saarbahn nutzbar gemacht werden |
11.08.2008 Karl-Heinz Janson
Zu einer Ortsbesichtigung hatte auf Bitten des Verkehrsclub Deutschland VCD Saarland die Saarbahn GmbH einige Vertreter des VCD sowie der lokalen Nahverkehrsinitiative Köllertal eingeladen. Unter der Leitung von Frau Dr. Horn wurden markante Punkte der ehemaligen Strecke der Köllertalbahn besucht, die im nächsten teilabschnitt für die Saarbahn reaktiviert werden. Die beiden Projektmanager Dipl. Ing. Frank Erhard und Dipl. Ing. Daniel Bürtel standen Rede und Antwort.
Erste Station war der ehemalige Bahnhof Walpershofen und die dort geplante Brückenerweiterung auf 50 Meter. Wegen der Höhenverhältnisse wird es aller Voraussicht nach eine Stahlbrücke werden. Besonderen Wert wird dabei auf den Lärmschutz gelegt. Wobei man das Projekt aber nicht mit immer weiteren Forderungen überfrachten sollte, da dies zu Bauverzögerungen führt. Neu angelegt wird auch die Zuwegung zu dem vorgesehenen Mittelbahnsteig.
Am Markt Heusweiler wird in Bälde mit der neue Brücke über den Köllerbach begonnen. Dabei wird die vorhandene daneben abgebrochen und für die Bauzeit durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 400.000 €. Parallel mit der Gemeinde sollen auch die Arbeiten für den Haltepunkt und Busverknüpfungspunkt Heusweiler durchgeführt werden. Bis Heusweiler soll die Strecke in zwei Jahren fertig sein und dann auch bis dorthin als Zwischenlösung in Betrieb gehen. Zwei Jahre später soll auch die Reststrecke bis Lebach dann folgen.
In Kirschhof bleibt der Durchgang zur Winterscheidstraße. Die Autobahnbrücke der Bahn ist noch in guten Zustand und bedarf nur geringer Arbeiten. Neu gemacht werden muss dagegen die Brücke der Bahn an der Eiweiler Mühle, da deren Zustand jetzt schon sehr schlecht ist. Größere Arbeiten sind auch am Eiweiler Viadukt nötig. Die vorhandene Stahlkonstruktion ist immer noch der behelfsmäßige Wiederaufbau von 1947, welcher nach der Sprengung der Sandsteinbrücke 1945 durch die Wehrmacht errichtet wurde. Es ist noch nicht festgelegt, ob es nochmals eine Stahlkonstruktion oder eine Betonwanne wird, die neu auf die Pfeiler aufgelegt wird. Seitens K.H. Janson wurde darauf hingewiesen, bei der Neuausführung besonderen Augenmerk auf die Lärmreduzierung zu legen. Dies sei laut Saarbahn-Planer besser mit einem Betontrog zu erreichen. Ein Wiederaufbau der Brücke in der ursprünglichen Bogenform ist allerdings aus Kostengründen nicht mehr machbar.
Letzte Station war der Spitzeichtunnel zwischen Eiweiler und Landsweiler. Nachdem dieser gerüchteweise schon als baufällig bezeichnet wurde, ließ man es sich nicht nehmen, den gesamten Tunnel zu befahren. Dieser befindet sich nach Inaugscheinname und Aussage der Projektleitung in einem standfesten und guten Zustand. Wegen der Oberleitung muss er etwas vertieft werden, die Entwässerung ist neu anzulegen sowie an verschiedenen Punkten müssen Ausbesserungen durchgeführt werden, so dass doch die Sanierungskosten etwa 1,5 Mio € betragen.
Seitens der Projektleitung werden keine unüberwindbaren technischen Hindernisse gesehen für den Weiterbau der Saarbahn, doch muss man dabei den Umfang der Arbeiten insgesamt an der Strecke sehen. Dipl. Ing. Erhard legt besonderen Wert darauf, dass diesmal die einmal festgelegten Termine auch gehalten werden. Die Teilnehmer der Besichtigungsfahrt waren beeindruckt vom Umfang der Arbeiten. Karl Heinz Janson, stellv. Landesvorsitzender des VCD dankte der Saarbahn für die Besichtigungsfahrt und die gegebenen Informationen und wünschte dem Projekt und der Projektleitung Erfolg. Bei weiter steigenden Kraftstoffpreisen, ebenso im Hinblick auf den Klimaschutz benötigt das Köllertal die Saarbahn als Mobilitätsalternative.
Sekttaufe für ICE „St. Ingbert“
Am Samstag wurde ein Intercity Express auf den Namen der Mittelstadt getauft
„St. Ingbert“ geht auf die Reise: Ein Intercity-Express-Zug trägt seit Samstag den Namen der Mittelstadt. Oberbürgermeister Georg Jung und der Deutsche-Bahn-Bevollmächtigte Gerhard Schinner nahmen vor vielen Schaulustigen die Taufe mit Sekt vor.
Saarbrücker Zeitung 13.05.2008 Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf
St. Ingbert. St. Ingbert hat einen neuen Botschafter, einen, der den Namen der Stadt weit über die Grenzen des Saarlandes hinaustragen soll: Am vergangenen Samstag tauften Oberbürgermeister Georg Jung und Gerhard Schinner, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Saarland und Rheinland-Pfalz, einen schmucken Intercity Express (ICE) 3 auf den Namen der Mittelstadt.
Dem einmaligen Anlass angemessen hatten sich bei strahlend blauem Himmel um kurz nach elf Uhr zahlreiche Politiker, Zug- und St.-Ingbert-Fans und Schaulustige am Gleis eins des Bahnhofs eingefunden, um der Sekt-lastigen Taufe und der anschließenden Segnung des Zuges beizuwohnen. „Es ist eine Freude für uns, dass heute ein ICE der Deutschen Bahn auf den Namen St. Ingbert getauft wird. Der Name unserer Stadt kann gar nicht oft genug genannt werden“, so Oberbürgermeister Georg Jung sichtlich stolz in seiner kurzen Ansprache, in der er auch deutlich machte, warum gerade die Mittelstadt diese Ehre verdient.
„St. Ingbert ist eine der starken Städte im Saarland, eine Stadt mit Qualitäten für Familien, Unternehmen, für die Umwelt und für moderne Technologien.“
Auch Deutsche-Bahn-Repräsentant Gerhard Schinner strahlte mit der Sonne um die Wette, als er die Taufe des ICE in einen bahnseitig größeren Kontext setzte. „Was wir brauchen sind schnelle Strecken, moderne Züge und attraktive Bahnhöfe.“ All das habe man gerade auf der Strecke von und nach Paris, auch wenn noch einiges an Arbeit zu leisten sei.
Passend zur Taufe des ICE auf den Namen St. Ingbert kann die Stadt nun auch mit einem modernisierten und jetzt behindertengerechten Bahnhof punkten. Zwei Aufzüge wurden installiert, der Hausbahnsteig an Gleis eins auf 55 Zentimeter Einstiegshöhe angehoben, Zusätzlich wurden neue Sitzgelegenheiten geschaffen – Blindenleitstreifen auf den Bahnsteigen komplettieren die insgesamt 1,7 Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen.
Abseits des offiziellen Teils der Taufe war es vor allem der ICE an sich, der die Gäste fast magisch anzog: Große wie kleine Fans ließen sich im Cockpit des Schnellzuges auf dem Platz des Lokführers nieder, andere nutzten die Chance, um aus einem ausgewachsenen ICE das richtige Hintergrundmotiv für unzählige Erinnerungsfotos zu machen.
Mit der Taufe vom vergangenen Samstag reiht sich St. Ingbert in die Riege von über 170 Städten ein, die in den vergangenen Monaten die Patenschaft für einen ICE übernommen haben. Gerhard Schinner: „Wir wollen so unsere Verbundenheit zu den Regionen zum Ausdruck bringen. Die gesamt ICE-Flotte wird deshalb nach und nach auf die Namen deutscher Städte getauft.“
Kostenlos mit Bus und Bahn zur Schule
Pressemitteilung 13.06.2008 Dietrich Strohmaier
zum Artikel "Kostenlos mit Bus und Bahn zur Schule" vom 27.05.2008 in der Saarbrücker Zeitung
Der VCD Saarland begrüßt den Vorschlag der Landeselternvertretung, das Land solle allen Schülern den Transport mit Bahn und Bus bezahlen. Für die Umwelt sowie für das Verständnis der Schüler dafür wäre dies von großem Wert. Auf jeden Fall wäre dies besser als das jetzt häufig übliche Eltern-Taxi. Der VCD empfiehlt ferner z.B. den Eltern von Auszubildenden, den kostenlosen Transport einzufordern.
Für die Kosten des Transports der Grundschüler kommen ja schon die Gemeinden auf. Das Land windet sich nach Ansicht des VCD Saarland hier mit fadenscheinigen Begründungen aus der Verantwortung. Dass laut Referatsleiter Heil und Pressesprecher Rott der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) aus Steuermittel mit 13,7 Mio jährlich bezuschusst werde, sei doch nicht mehr als recht und billig. Für den Autoverkehr werde allein in diesem Jahr 100 Mio in Straßen investiert.
Hinzu kommen die versteckten kosten des Autoverkehrs, die nicht in den Haushalten ausgewiesenen werden. Fachleute veranschlagten diese nochmals auf mehrere Millionen . "Was kostet z.B. die Tiefgarage im neuen Wirtschaftsministerium an Kapitaldienst und Unterhalt?" fragt sich Dietrich A. Strohmaier, ein Vorstandsmitglied des VCD Saarland. Solche Rechnungen ließen sich für das ganze Land anstellen, so Strohmaier weiter. Der VCD Saarland wünsche sich, dass sich das Land aktiver für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einsetze. Dem ÖPNV komme gerade in Zeiten der Energiepreissteigerungen eine große Bedeutung für Mensch, Umwelt und Klimaschutz zu.
Busreisen als umweltfreundliche Alternative
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Busse als moderne und umweltfreundliche Reisefahrzeuge präsentieren sich vor dem Saarbrücker Schloss. |
Pressemitteilung 15. März 2008 Karl Heinz Janson
Am 14. März 2008 fand im Saarbrücker Schloss der siebte südwestdeutsche Omnibustag statt. Etwa 150 Vertreter der Busunternehmen sowie von Betreibern des ÖPNV als auch aus Verbänden, darunter auch des VCD, waren gekommen. Dazu gab es eine Anzahl von Ausstellungen und Ausstellern rund um das Thema Bus. Über 20 neue Busse wurden vor dem Saarbrücker Schloss präsentiert.
Der Vorsitzende der Fachvereinigung Omnibusverkehr, Hans Gassert, beklagte den ungleichen Wettbewerb der Verkehrsträger. So werde der Bus als das nachweislich ökologischste Verkehrsmittel nicht subventioniert, während Flugzeug und Bahn Milliarden erhielten. Großunternehmen verdrängen den Mittelstand, der sehr mit dem Anstieg der Kraftstoffpreise und den neuen EU-Lenkzeiten zu kämpfen habe. Wirtschaftsminister Joachim Rippel versprach sich für sinnvolle Regelungen seitens der EU einzusetzen.
Den erfolgreichen saarländischen Verkehrsverbund will das Ministerium mit einer Anschlussregelung fortsetzen. Auch will man mehr Kontrollen zur Tariftreue durchführen und besteht nicht mehr zwingend auf Ausschreibungen bei der Neuvergabe von ÖPNV-Verkehren.
Professor Elsner plädierte in Anbetracht des Preisdrucks im ÖPNV-Markt für mehr und stärkere Kooperationen der Busunternehmen untereinander. Dies auch im Hinblick auf die kommenden Veränderungen durch die demografische Entwicklung.
Diese ist für die Bustouristik als umweltfreundlichste Art zu Reisen lauf Professor Barg eine Chance. Die „jungen Alten“ werden zukünftig die wichtigste Zielgruppe werden. Einfachreisen nehmen ab, Eventreisen zu Kultur, Natur, Sport u.ä. nehmen stark zu. Die Kunden legen Wert auf ein Erlebnis bei ihrer Reise. In der anschließenden Diskussion wurde nochmals viel über Wünsche und Bedürfnisse der Kunden gesprochen. Leider, so der VCD Saarland als Verband von ÖPNV-Nutzern, befand sich im Podium kein wirklicher Vertreter der Kundenseite, sondern nur Verbandsvertreter der Omnibusunternehmen.
Meinungsaustausch mit der CDU
Pressemitteilung März 2008 Karl Heinz Janson
Der Verkehrsclub Deutschland sieht sich als Interessenvertretung von Bus- und Bahnnutzern sowie Fußgängern, Radfahrern und umweltbewussten Autofahrern. Er sucht deshalb auch den Austausch mit der Politik. Im Zuge der Umbildung der saarländischen Landesregierung übernahm Michael Schley MdL die Funktion des verkehrspolitischen Sprechers der CDU Landtagsfraktion. Anlass für den Vorstand des VCD Saarland, das Gespräch mit ihm über verkehrspolitische Themen zu suchen und ihm den VCD vorzustellen.
Übereinstimmung herrschte, dass der saarländische ÖPNV Verkehrsverbund gut angelaufen ist und auch nach Ende der Anschubfinanzierung 2010 weiter fortgeführt werden sollte. Die Zusammenarbeit der Partner könnte dabei weiter intensiviert werden. Ebenso sind die Einflüsse der demografischen Entwicklung zu berücksichtigen. Gleicher Meinung war man auch bei der Verbesserung der Fernverkehrsanbindung des Universitäts- und Wirtschaftsstandortes Homburg. Hier ist die DB gefordert die Anbindung an Mannheim mit mehr durchgehenden Relationen zu realisieren als auch durch technische Verbesserungen Fahrzeit zu gewinnen. Breiten Raum in der Diskussion nahm auch die derzeitige Situation der Saarbahn ein. Schley verwies auf die Stärken des Systems, von der Region in das Zentrum zu fahren. Allerdings sollte dort, wo eh schon ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr auf der Schiene erfolgt, nicht noch parallel die Saarbahn fahren.
Weitere Themen waren der Stand des Verkehrsentwicklungsplanes sowie die Mobilitätserziehung im Rahmen des Unterrichts an den Grundschulen. Positiv bewertet der VCD auch die Investitionen des Saarlandes in das Radwegenetz für den Tourismus. Allerdings wünscht man sich vom VCD, dass das Land auch ein Fördergramm auflegt zur Verbesserung des Alltagsradwegenetzes in den Orten. So könnten viele Kurzfahrten in den Orten gespart werden. Man kam überein den Meinungsaustausch zu gegebenem Zeitpunkt fortzusetzen.
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