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Schlichtungsstelle Nahverkehr nimmt Dienst auf
Neue Anlaufstelle für Fahrgäste – Stärkung der Kundenrechte
(Frankfurt) Die Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte als unabhängige Einrichtung des Vereins Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V. vermittelt ab dem 1.12.2009 in Auseinandersetzungen zwischen Kunden und den Bus- und Bahnbetrieben des öffentlichen Personenverkehrs (Bus, Straßenbahn, U-Bahn, Eisenbahn) in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Schlichtungsstelle Nahverkehr entwickelt mit Hilfe der Erfahrungen von unabhängigen Schlichtern Problemlösungen im Zusammenspiel mit allen Beteiligten. Dabei steht die Suche nach einer einvernehmlichen außergerichtlichen Lösung im Vordergrund.
Der Verein wird bisher von dreizehn Mitgliedern aus Verbünden und Unternehmensverbänden getragen. Jochen Erlhof, Vorstandsvorsitzender des Vereins: „Die Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte ist eine direkte und verbrauchernahe Lösung bei der Umsetzung der EU-Verordnung zur Stärkung der Rechte von Reisenden. Im Mittelpunkt steht die Schlichtung als Ergänzung des Kundendienstes der Unternehmen und soll die Inanspruchnahme des Rechtsweges möglichst unnötig machen. Damit wird nicht nur die Justiz entlastet, auch Anwaltskosten entfallen.“
Besonders erfreut zeigt sich Jochen Erlhof darüber, dass neben den Mitgliedern aus dem Eisenbahnsektor für die der neue EU-Rechtrahmen ab dem 03.12.2009 unmittelbar gilt auch Bus- und Straßenbahnunternehmen dem Verein beigetreten sind, die nicht unter die neuen EU-Vorgaben fallen. „Dies belegt, dass wir mit unserem Konzept einen zukunftsweisenden Weg eingeschlagen haben. Auf Grund der freiwilligen Selbstverpflichtung der Unternehmen profitieren nun breite Fahrgastkreise von der neuen unabhängigen Schlichtungsmöglichkeit “, Jochen Erlhof weiter.
Die schnelle und unkomplizierte Erreichbarkeit der Schlichtungsstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gewährleistet der Verein über seine verbraucherfreundliche Internetseite www.schlichtungsstelle-nahverkehr-mitte.de. Hier wird der Hilfesuchende über den Hintergrund und den Ablauf des Schlichtungsverfahrens informiert und kann seine Beschwerde direkt online absenden oder das Beschwerdeformular ausdrucken und ausgefüllt an die Schlichtungsstelle senden.
Der Verein Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V., der sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge finanziert, schließt mit seinem Angebot die Lücke vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Kunden und Verkehrsunternehmen und bietet schnelle unbürokratische Hilfe für den Fahrgast.
V.i.S.d.P.:
Schlichtungsstelle Nahverkehr Mitte e.V. (in Gründung)
Mozartstraße 8
55118 Mainz
Uwe Hiltmann
5-Jahres-Vertrag unterzeichnet - Verkehrsverbund weiter verbessern
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Bei Vertragsunterzeichnung Landrat Dr. Rudolf Hinsberger, Staatssekretär Albert Hettrich, Wirtschaftsminister Joachim Rippel, saarVV Geschäftsführer Dieter Grünewald (von links nach rechts gesehen) |
von Karl-Heinz Janson
Am 29. Juli 2009 wurde im Wirtschaftsministerium ein Anschlussvertrag zur Finanzierung des saarländischen Verkehrsverbundes bis 2015 unterzeichnet. Wirtschaftsminister Joachim Rippel betonte dabei die Wichtigkeit des ÖPNV für die individuelle Mobiltiät, auch im Hinblick auf die ökologische Situation. Das Saarland fördert den Verbund mit insgesamt 28,7 Mio. €, das sind mit 2,4 Mio. € gut 10 % mehr als im vergangenen 5-Jahres-Vertrag.
Der Minister dankte Staatsekretär Albert Hettrich für die Arbeit an dem neuen Vertrag mit den saarländischen ÖPNV-Unternehmen, die gemeinsam im saarländischen Verkehrsverbundunternehmen saarVV organisiert sind.
Für den Vorsitzenden des saarländischen Zweckverbandes ÖPNV, Landrat Dr. Rudolf Hinsberger, ist der saarVV eine Erfolgsgeschichte. Laut Dieter Grünewald von Saar-Pfalz-Bus konnten 2008 die Fahrgastzahlen um 6 % auf 78,6 Millionen Fahrgäste gesteigert werden.
Der VCD Saarland begrüßt die positive Entwicklung des saarVV und den Anschlussvertrag, gibt er doch dem ÖPNV Sicherheit für die weitere Entwicklung. Trotzdem sieht der VCD weiteren Verbesserungsbedarf im Verbund. So erinnerte K. H. Janson an das Problem der Wabengrenzen und der sehr teuren Einzelfahrscheine. Er regte dazu die Einführung eines Gemeindetickets an - ähnlich wie es in Saarbrücken schon existiert. Die VCD-Landesvorsitzende Gabriele Langenstein sprach die unbefriedigende Situation am Busterminal vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof an und forderte für die Busse an Knotenpunkten dynamische Anzeigen.
Die VCD-Verbesserungsvorschläge sollen geprüft werden. Die SZ vom 30. Juli 2009 griff die Kritik des VCD in ihrem Bericht auf.
Verknüpfung von Bus und Bahn am Hauptbahnhof
OFFENER BRIEF an die Fraktionen des Stadtrates in Saarbrücken
20. August 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei übersenden wir Ihnen ein Papier zur Frage der Bus- und Bahnverknüpfung am Hauptbahnhof. Die Situation ist seit Jahren sehr unbefriedigend und hat sich auch mehr als ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Eurobahnhofs nicht verbessert.
Angesichts der anstehenden Bauarbeiten am zukünftigen ECE-Center ist mit weiteren Verschlechterungen für die KundInnen zu rechnen. Es ist dringend erforderlich, schon heute die Weichen zu stellen für einen kundenfreundlichen ÖPNV-Verknüpfungspunkt im Herzen der Landeshauptstadt.
Wir würden uns freuen, wenn wir VertreterInnen Ihrer Fraktion im Rahmen eines Gesprächs unsere Überlegungen zur Verbesserung der Bedingungen der ÖPNV-NutzerInnen vorstellen könnten.
Gabriele Langenstein, Landesvorsitzende
Pressemitteilung
Vorstand beim VCD Saarland
Mit Gabriele Langenstein aus Saarbrücken wird der VCD Saarland erstmals von einer Frau als Vorsitzende geleitet. Sie löste 2008 den Juristen Manuel Schauer ab, der nicht mehr kandidierte. Neben dem VCD ist sie auch beim ADFC beim Projekt „Mit dem Rad zur Arbeit“ engagiert.
Zum ihrem Stellvertreter wurde Karl Heinz Janson
aus Heusweiler wiedergewählt. Janson engagiert sich insbesondere mit der Nahverkehrsinitiative Köllertal für den Weiterbau der Saarbahn und eine sinnvolles Lokalbusnetz. Weitere Vorstandsmitglieder sind Dietrich Strohmaier aus Homburg und Andrea Schrickel aus Saarbrücken.
Gabriele Langenstein gab auf der Mitgliederversammlung 2008 eine Übersicht über Arbeitsschwerpunkte für die kommenden zwei Jahre. Der VCD will die Weiterentwicklung des SaarVV mit Engagement begleiten, sich für eine attraktive Fahrradinfrastruktur in den Kommunen und sichere Schulwege einsetzen. Er fordert wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrlärms. Es könne nicht hingenommen werden, so Langenstein, dass die sog. Stadtautobahn die gesamte Saarbrücker Talaue mit ihren Wohn- und Naherholungsgebieten beeinträchtige. An vielen Straßen im Saarland müsse die Bevölkerung erheblichen Verkehrslärm hinnehmen, der zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen könne. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie gebe einen konkreten Anstoß für die Gemeinden, sich der Lärmproblematik anzunehmen. „Nachhaltige Verkehrspolitik muss die Fixierung auf den Autoverkehr überwinden und Maßnahmen einleiten, die die Aufenthaltsqualität in den Städte und Gemeinden verbessern. Darin liegt eine große Chance, wie sich in verschiedene Städten in der Bundesrepublik gezeigt hat“.
Die Mitgliederversammlung verabschiedete auch einstimmig eine Resolution zur besseren Verknüpfung von Bahn und Bus am Saarbrücker Hauptbahnhof.
Kontakt: Gabriele Langenstein Tel: 0681-5847629
Email: G.Langenstein (at) gmx.de
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