Saar-Pfalz-Bus GmbH stellt Buszug in Homburg vor
10.07.2009 Pressemitteilung der Saar-Pfalz-Bus GmbH
Die Saar-Pfalz-Bus GmbH plant für das Schuljahr 2010/2011 den Einsatz eines neuen Fahrzeugkonzeptes: den „Buszug“. Derzeit werden mögliche Einsatzstrecken ermittelt. Der Test-Buszug, der vorgeführt wurde, besteht aus einem Standard-Linienbus mit einem 11 m langen Anhänger (Gesamtfahrzeuglänge 23 m). Insgesamt kann das Gespann bis zu 160 Fahrgäste befördern (Steh- und Sitzplätze), d. h. rund die doppelte Kapazität eines normalen Linienbusses.
Dieter Grünewald erläuterte die Vorteile des Buszuges: „Das Fahrzeugkonzept ermöglicht den effizienten Einsatz von Buskapazitäten. So können in Spitzenzeiten Fahrzeuge eingespart und in Schwachlastzeiten der Anhänger einfach abgekoppelt werden. Das bringt Einsparungen im Energieverbrauch, in der Instandhaltung und bei den Personalkosten.
Darüber hinaus bietet der Anhänger den Fahrgästen einen hohen Fahrkomfort.“ Die Sicherheit des Buszuges wird durch Automatiktüren, elektronisches Bremssystem und elektronisches Stabilitätsprogramm gewährleistet. Das Fahrzeug ist im Innen- und Außenbereich durch drei Kameras vom Fahrerraum aus überschaubar. Die Kommunikation wird durch eine Gegensprechanlage zwischen Anhänger und Fahrer ermöglicht. Der Raum zwischen Bus und Zugfahrzeug wird durch Absperrbänder gesichert.
UNSERE DISKUSSIONSRUNDE
...
in Luxemburg wird ein solcher "Bus-Zug" bereits im Liniendienst betrieben. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge des Fuhrunternehmers "Voyages Emile Weber", der damit Fahrten für die Linie 118 "Luxemburg - Kircherg - Trier/Mesenich" übernimmt. Ebenso sind zu Spitzenzeiten (Berufsverkehr) Doppeldeckerbusse im Einsatz.
Auffällig sind die Zugbusse schon, ich war selber ganz überrascht, als ich die an der Haltestelle "Coudenhove-Kalergi" an der Universität Kirchberg gesehen habe. Vor allem die Absperrbänder zwischen Bus und Anhänger springen ins Auge.
Interessant sind in Luxemburg auch die "Bus-Trams", das sind dreigliederige Gelenkbusse (mit zwei Drehgelenken) des Fahrzeugherstellers "Van Hool", die auf ausgewählten Strecken mit hoher Taktdichte (7-10 min) in Luxemburg-Stadt fahren. Da die Fahrzeuge durch die drei Segmente ausschwenken sind damit keine engen Kurvenradien befahrbar. Eingesetzt werden solche Busse beispielsweise zwischen Kirchberg und Luxemburg-Gare (Bahnhof), dem Verlauf der geplanten Straßenbahn "LuxTram", die im nächsten Jahrzehnt in der Stadt gebaut werden soll. Die Liniennummer ist mir leider entfallen.
Christian Rohé
Die Idee ist über 50 Jahre alt. Hier eine interessante Darstellung aus Österreich. Macht es so mehr Spaß, Bus zu fahren? Jedenfalls ist es besser, einen Sitzplatz im Anhänger zu haben als einen engen Stehplatz vorne.
Ralph Schrickel
Auch im Saarland gab es schon mal so was. Der Trolleybus nach Heusweiler fuhr von 1956 bis 1960 mit einem Anhänger zu Spitzenzeiten. Er hatte eine Ausnahme-genehmigung, weil dies nicht den deutschen Gesetzten entsprach. Ob diese neuen Monster in den Orten Sinn machen mit 50 m langen Haltestellen, sei dahingestellt.
Karl-Heinz Janson
Seite weiterempfehlenSeite drucken

