saarländisch-lothringischen Straßenbahn-Ringverkehr gab es bereits
Karl Heinz Janson März 2012
Der VCD Saarland hat zum weiteren Ausbau der SaarBahn die Errichtung einer Linie links der Saar bis Großrosseln vorgeschlagen mit Weiterführung über das ehemalige lothringische Grubenbahnetz bis Forbach und wieder zurück nach Saarbrücken. Auch in Lotringen denkt man an eine Tram-Train.
Eine ähnliche Trassenführung existierte interessanterweise mit der ehemaligen Forbacher Straßenbahn bereits von 1907 bis 1945. Diese Bahn fuhr auf der Strecke von Kleinrosseln über Marinau nach Forbach und weiter über Stiring-Wendel bis zur Landesgrenze an der Goldenen Bremm. Im zweiten Weltkrieg wurde sogar eine Gleisverbindung zu den Straßenbahnen im Saartal hergestellt und die Straßenbahn verkehrte als Linie 12 im gemeinsamen Netz. Dies hatte allerdings den Nachteil, dass 1945 die Forbacher Straßenbahnwagen großteils bei den Bombenangriffen auf Saarbrücken zerstört wurden. Auch war das Forbacher Netz durch Kämpfe stark beschädigt, so dass nach 1945 der Forbacher Straßenbahnbetrieb nicht mehr aufgenommen wurde, sondern auf Bus und später auf Trolleybus umgestellt wurde. Die Saarbrücker Straßenbahnen im Saartal mussten später Forbach rund 35.000.000 Franc Entschädigung für das zerstörte Straßenbahnmaterial bezahlen.
Zur Geschichte der Forbacher Straßenbahn bzw. des öffentlichen Transports findet im „Office de tourisme“ noch bis Ende April 2012 eine Foto- und Exponatenausstellung statt. Das Gebäude liegt neben der Mairie und ist ca. 5 Minuten vom Bahnhof Forbach bzw. vom Busbahnhof entfernt.
"100 ans de transport en commun"
Lieu : Office de Tourisme de Forbach; Espace mémoire locale
Neuer Fernbus verbindet Zentren Luxembourg-Trier-Kaiserslautern-Frankfurt
Eine neue Fernbuslinie bringt Sie von Luxemburg zum Frankfurter Hauptbahnhof mit Haltestellen Luxemburg Kirchberg, Trier Hauptbahnhof, Fachhochschule Birkenfeld, Kaiserslautern Hauptbahnhof und Frankfurt Flughafen.
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VGS Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar mbH denkt grenzüberschreitend
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Hierzu empfehlen wir die Webinformationen des Unternehmens
http://www.vgs-online.de/?page_id=56
http://www.vgs-online.de/?page_id=51
Prestige-Busprojekt in Metz kostet fast 200 Millionen Euro
Saarbrücker Zeitung 21.02.2012
Auf den Straßen der Mosel-Stadt Metz wird derzeit viel gearbeitet und umgeleitet. Rund 30 Baustellen sollen den Weg für das Busprojekt „Mettis“ ebnen. Hier sollen ab Herbst 2013 hybride Dieselbusse in eigenen Spuren rollen.
Metz. Mit zwei neuen Buslinien soll in Metz ab September 2013 vieles schneller gehen: Mettis heißt das Projekt, das mit modernen Bussen das bestehende Busnetz ergänzt. Das Projekt wird als Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft präsentiert: Bevölkerungszuwachs, Treibhauseffekt, notwendige Energieeffizienz. Aber was hat Mettis, was das bisherige Busnetz nicht hat?
Die hybriden Diesel-Spurbusse sollen Autofahrer zum Umsteigen bewegen und die Metzer schneller und umweltfreundlicher durch die Stadt bringen. Der Gemeindeverband Metz Metropole bewirbt das Prestigeprojekt damit, dass Mettis 80 Prozent der städtischen Arbeitsplätze und rund die Hälfte der Arbeitsplätze des Gemeindeverbands direkt anschließe. Die Busse sollen auf zwei Linien von Teilen der Vorortviertel im Norden und Osten durch das Zentrum in Viertel des Westens und Südens fahren. Mit 39 Haltestellen auf 18 Kilometern Strecke.
Die Opposition ist jedoch kritisch. Die Abgeordnete Marie-Jo Zimmermann hätte das „schrecklich teure“ Projekt so nicht umgesetzt: „Mettis löst nicht das eigentliche Verkehrsproblem, das in der Umfahrung der Stadt liegt.“ Die UMP-Politikerin hätte eine Modernisierung des innerstädtischen Busnetzes und den Bau einer Regionalstadtbahn, die die einzelnen Viertel verbindet, vorgezogen. „Das hätte die Hälfte gekostet“, ergänzt Zimmermann, die eine erneute Steigerung der Projektkosten und damit eine höhere Verschuldung befürchtet. 2009 sollte Mettis noch 146 Millionen Euro kosten, 2010 waren es bereits 198 Millionen Euro. Aber Grund zur Angst vor einer Schuldenexplosion sieht man im Rathaus nicht. Pressesprecherin Nathalie Schauber teilt mit, dass die Kosten mit Subventionen in Höhe von 75 Millionen Euro und Anleihen des Gemeindeverbands in Höhe von 106 Millionen Euro getragen werden. „Die Anleihen haben eine Dauer von 25 bis 35 Jahren“, sagt sie. Sie würden durch den Fahrscheinverkauf und die Transportsteuer gedeckt, die französische Firmen zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs an die Kommune zahlen müssen. Der Rest der Kosten sei bereits aus dieser Transportsteuer von 2007 bis 2010 finanziert.
Die neuen Busse verkehren in eigenen Fahrspuren und sehen aus wie Straßenbahnen. Aber die wollte man nicht (wieder) haben. Schauber erklärt: „Straßenbahnen würden das Doppelte kosten. Die Busse sind für die Stadt besser geeignet, da Streckenhindernisse besser behoben und Peripherieviertel leichter ans Netz angeschlossen werden können.“ Auch sieht Schauber in den Bussen ein höheres ökologisches Potenzial: „In rund 15 Jahren wird es möglich, aus den Hybridfahrzeugen komplett elektrisch betriebene Busse zu machen.“
8000 Pendler, so hofft man, sollen auf Mettis umsteigen – für sie werden drei neue Parkplätze angelegt. Touristen wird Mettis vor allem am Bahnhof und am Centre Pompidou auffallen, die von beiden Linien bedient werden. In der Fußgängerzone könnte es für Touristen dafür gemütlicher werden: Statt wie bisher fünf Buslinien soll dort dank Mettis nur noch eine normale Linie fahren. sop
Erschienen:21.02.2012 / SZR / SBM_MAN / BREG_3
Ressort:Region
in etwas geänderter Form auch hier:
Erschienen:21.02.2012 / SZR / PM_LOK / CLOK80_8
Ressort:Lokales
"Die Tram ist notwendig"
08. Februar 2012 Tageblatt Luxembourg
LUXEMBURG - Die Zusage der Regierung, die Tram ab 2014 zu bauen, begeistert die hauptstädtische Führung. Zufrieden ist sie über die Entwicklung von Vel'oh.
Die Tram in Luxemburg wird gebaut. Am Dienstag hatte die Regierung ihre Bereitschaft zum Bau der Straßenbahn bestätigt. Baubeginn ist 2014. Erste Wagen sollen bereits 2017 fahren. Erleichterung bei der Hauptstadtführung.
(Bild) Rund 600 Fahrräder werden täglich ausgeliehen.
Die Tram sei notwendig. Sie sei effizienter als Busse, so ein zufriedener Bürgermeister Xavier Bettel (DP) am Mittwoch vor der Presse. Sie müsse alle wirtschaftlichen Zentren miteinander verbinden, betonte seinerseits Finanzschöffe François Bausch („déi gréng“) und nannte dabei unter anderem den Kirchberg und den Findel. Bleibt die Frage der Finanzierung, der Lastenteilung zwischen Staat und Gemeinde. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten, so Bausch. Es müsse eine nationale Lösung her, betonte er. Die Tram wird übrigens auch Thema in der Rede zur Lage des Landes sein, die Premierminister Jean-Claude Juncker voraussichtlich am 8. Mai im Parlament vortragen wird.
Sanfte Mobilität auf dem Vormarsch
Zufrieden gaben sich die Stadtchefs auch mit der Entwicklung des anderen sanften Mobilitätsinstruments. Vel’oh zähle inzwischen etwa 5.000 Abonnenten, so Bausch. Pro Tag würden mehr als 600 Räder ausgeliehen. 2011 verzeichnete der Fahrradverkehr im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 20 Prozent. Das Fahrrad stelle jetzt 3,5 Prozent am Gesamtverkehr dar. Der Stadtführung reicht das nicht. Ziel seien 10 Prozent in den wenigen Jahren. Jetzt sollen Konventionen mit Firmen geschlossen werden. Die Ausleihprozeduren sollen vereinfacht werden, wobei man sich am Modell Brüssel inspiriert wolle. A propos Fahrradfahren in der Stadt: Am 17. Juni findet der Tag des Zweirads in Luxemburg statt. An diesem Tag werden im Stadtzentrum etliche Straßen nur mit dem Fahrrad befahrbar sein.
Klarheit schaffen im Taxi-Bereich soll eine Zusammenkunft mit den Taxiunternehmen am 9. März bringen, kündigte Bürgermeister Bettel an. Die Rede geht unter anderem um eine Reorganisation der Zonen mit unterschiedlichen Fahrpreisen und um die Einführung von Öko-Taxis. Das Taxi-Ökolabel soll strengen Bedingungen unterworfen werden. Es soll noch vor den Sommerferien eingeführt werden und hat als Ziel, mehr Transparenz bei den Taxipreisen zu schaffen. Die Gemeinde will CO2-Ausstoßgrenzen für die Taxen festlegen. Wer darunter bleibt erhält das Label. Im Augenblick fahren in Luxemburg 150 Taxis.
Dann wurde bekannt gegeben dass das Car-Share-System im Laufe des Jahres 2013 kommen soll. Die Gemeinde will dafür eine eigene Gesellschaft gründen. Schliesslich wird der Weihnachtsmarkt 2013 unter das Motto eines Landes gestellt und auf den "Knuedler" (place Guillaume) erweitert.
(rh./Tageblatt.lu)
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/luxemburg/story/26508133
Grünes Licht für Vandières - neuer TGV-Bahnhof in Lothringen
August 2011
Vor wenigen Wochen hat sich der französische Staatsrat (Conseil d'État) dafür ausgesprochen, dem Projekt eines TGV-Bahnhofes im lothringischen Vandières die „öffentliche Nützlichkeit” (déclaration d'utilité publique) zu erteilen: eine Etappe auf dem Weg zu diesem Bahnhof, der die Anbindung an das bestehende Schienennetz sichern würde. Der derzeitige Bahnhof TGV-Lorraine in Louvigny ist nur über die Straße erreichbar. Louvigny, Département Moselle, der sprichwörtliche „Bahnhof im Rübenacker”, hat 30 Millionen Euro gekostet.
Vandières, Départment Meurthe-et-Moselle, wird mehr als drei Mal so teuer, führen dessen Gegner ins Feld. Zudem sei noch nicht geklärt, was mit Louvigny geschieht, wo dann ein Frachtbahnhof entstehen könnte - meinen die Befürworter des Bahnhofs in Vandières, die vor allem im betroffenen Département Meurthe-et-Moselle, in den benachtbarten Vogesen und bei der Region zu finden sind. Ablehnend steht man dem neuen Bahnhof vor allem im Département Moselle gegenüber. (gil)
Trier - Luxembourg Direktvergabe an die CFL
Quelle EU-Amtsblatt 23.06.2011
Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Direktvergabe gemeinwirtschaftlicher Verkehrsleistungen im SPNV zwischen Trier und der Landesgrenze Luxemburg (RE- und RB-Leistungen) im Zeitraum vom internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2013 bis zum internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2014 an die CFL bekannt gegeben (2011/S 118-194899). Die Verkehrsdienstleistung ist ab der Landesgrenze Luxemburg vertraglich an die Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) gebunden. Weiter muss der SPNV-Nord eine zeitliche Lücke zwischen zwei Verträgen von einem Jahr schließen. Der SPNV-Nord beabsichtigt daher, die Verkehrsdienstleistung von Trier zur Landesgrenze auf Grundlage von § 3 Abs. 5 lit. l VOL/A an die CFL direkt zu vergeben. Der Umfang der Verkehrsleistung entspricht mit ca. 200 000 Zkm in Grundzügen dem Fahrplan 2011.
Bahnt sich beim Hochmoselübergang ein neuer Finanzskandal an?
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14.06.2011 Brücke zerstört Moseltal – Grüne in Rheinland Pfalz machen sich zum Steigbügelhalter einer anachronistischen Verkehrspolitik
Ürzig/Zeltingen-Rachtig/Wittlich – Der Bau des Hochmoselübergangs verwüstet die touristische Naherholungsregion ‘Moselsporn’, zerschneidet wichtige Wanderwege und entstellt das Moseltal durch die Beton-Hochbrücke irreversibel. Doch ebenso alarmierend sind die raren Informationen über die Kosten des Bauvorhabens. Weder über die tatsächlichen Baukosten noch über die Folgeschäden gibt es eine zuverlässige und glaubwürdige Kostenaufstellung. Wird die B 50/ Hochmoselübergang jetzt auch zum Finanzskandal? Eine umstrittene Planung könnte zu einer Verdreifachung der veranschlagten Kosten führen.
Für die Pfeilergründung im Geröllhang auf der linken Moselseite wählte man bei der Planung die einzige bis zur Mosel herunter tiefgründig instabile Stelle im Moseltal zwischen Trier und Cochem, so die Dipl. Geologin Dr. Elisabeth von den Hoff. “Der umstrittene Hochmoselübergang wird mehr als die geplanten 400 Millionen Euro kosten. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Experten in den beteiligten Behörden von Kosten von weit über einer Milliarde Euro.” (Die Eifelzeitung 16/2011 vom 20.04.2011)
“Die Grünen haben sich in den Koalitionsverhandlungen diese unschlüssigen Zahlen als bare Münze auftischen lassen,” so Georg Laska, Vorsitzender der Bürgerinitiative “Pro-Mosel”, die den Bau verhindern will. “Statt die Betonpolitik der SPD zu korrigieren, machen die Grünen sich zum Steigbügelhalter einer anachronistischen Verkehrspolitik. Dafür wurden sie nicht gewählt.”
Weitere Informationen:
Der enttäuschende Ausgang der Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz im Hinblick auf den Hochmoselübergang ist nicht das Ende der Proteste. Es mehren sich Stimmen aus ganz Deutschland, darunter viele Grünen-Mitglieder, die das Bauvorhaben nach wie vor für inakzeptabel halten und damit die eigenen Parteifreunde kritisieren.
Rekapitulieren wir: Der Neubau der Bundesstraße 50 durch unbebautes Gebiet mitten in einer weltbekannten Urlaubs- und Weinregion wurde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geplant, war jedoch stets hart umstritten. Das Projekt war mehrmals beerdigt und schließlich doch wieder hervorgeholt worden, weil es in den 1990er Jahren ins politische Kalkül der Rot-Gelben Landesregierung passte.
Der Planfeststellungsbeschluss (letzte gültige Fassung von 2006) enthält eine Vielzahl überkommener, heute nicht mehr gültiger Rechtfertigungen für das überdimensionale Bauvorhaben, speziell was dessen Rolle als ‘leistungsfähige Fernverbindung’ und als “Anbindung der Moselregion” betrifft. Schwerwiegende Einwendungen (es waren insgesamt 2300) wurden zum größten Teil nicht ernst genommen, die Auswirkungen auf die Mittelmoselregion kleingeredet, die mögliche Beeinträchtigung weltbester Riesling-Weinlagen nicht einmal erwähnt.
Heute wissen die Betroffenen mehr als der Planfeststellungsbeschluss ihnen verraten hatte: Der Bau verwüstet die für den Tourismus wichtige Naherholungsregion ‘Moselsporn’, zerschneidet wichtige Wanderwege und entstellt das Moseltal durch die Beton-Hochbrücke irreversibel.
Weder zu den tatsächlichen Baukosten noch zu den damit verbundenen Schäden gibt es eine zuverlässige und glaubwürdige Kostenaufstellung. Die Landesregierung bewegt sich hiermit in einem nebulösen Zwischenreich, zu Lasten der Moselregion und auf Kosten der Steuerzahler aus ganz Deutschland. Wird die B 50 neu/ Hochmoselübergang jetzt auch ein Finanzskandal?
Die Eifelzeitung gehörte zu den ersten, die den Skandal um den Nürburgring aufdeckte. Jetzt hat sie augenscheinlich wieder einen Finanzierungsbluff aufgespürt: Im “Eifeltorial” der Ausgabe 16/2011 vom 20.04.2011 ist wörtlich zu lesen: “Auch der umstrittene Hochmoselübergang wird mehr als die geplanten 400 Millionen Euro kosten. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Experten in den beteiligten Behörden von Kosten von weit über einer Milliarde Euro.” Ein Dementi gab es bislang nicht!
Eine Erklärung für einen solchen Unterschied zwischen ‘amtlichen’ und ‘tatsächlichen’ Kosten haben die Mitglieder der Bürgerinitiative Pro-Mosel und des BUND parat: Ganz augenscheinlich ist in die Kostenplanung des Kernstücks der geplanten B 50 neu, des Hochmoselübergangs, etwas Entscheidendes nicht mit eingeflossen: Mit der Pfeilergründung im Geröllhang auf der linken Moselseite ließe man sich nämlich auf ein ungeheuerliches Abenteuer ein. Die Dipl. Geologin Dr. Elisabeth von den Hoff, langjährige Mitstreiterin gegen das Projekt, hatte schon 2006 in ihren Einwendungen darauf hingewiesen, dass der Ürziger Hang die einzige bis zur Mosel herunter tiefgründig instabile Stelle im Moseltal zwischen Trier und Cochem mit einer 400 m tiefen Verwerfung ist. Berücksichtigung fand das nicht.
Erst nach späteren geologischen Untersuchungen hat die Straßenbauverwaltung dieses Problem etwas ernster genommen. Trotzdem rechnet der zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier für den Hochmoselübergang mit einer Kostensteigerung auf nur 158 % im gesamten Planungszeitraum, für das Gesamtprojekt dagegen mit 211%. “Das ist ganz und gar unlogisch, diese Rechnung kann so nicht aufgehen”, so Georg Laska, Vorsitzender von Pro-Mosel. “Und besonders ärgert uns, dass die Grünen sich in den Koalitionsverhandlungen diese unschlüssigen Zahlen als bare Münze haben auftischen lassen.”
“Wenn es stimmt, dass heute schon mit einer Verdreifachung der Kosten gerechnet werden muss, ist es höchste Zeit, das Projekt zu stoppen”, fordert Heide Weidemann, stellv. Vorsitzende des BUND Rheinland-Pfalz: “Auch wenn man sich schon daran gewöhnt hat, dass bei öffentlichen Aufträgen immer alles teurer wird”: Dieses Ausmaß würde alle Grenzen sprengen. “Stattdessen aber wird ständig so getan, als seien die schon verausgabten Kosten der damit verbundene Schadensersatz eine Zumutung, obwohl es sich dabei höchstens um ca. 120 Mio. Euro handeln dürfte. Die ‘Zumutung für den Steuerzahler’ beim Weiterbau wäre möglicherweise 8 mal so hoch, und die Chancen für viele wichtige Verkehrsprojekte im Gegenzug gleich Null! 700 Straßenbrücken haben dringendsten Sanierungsbedarf. Es droht der Mobilitätsinfarkt, wenn man da nicht ansetzt und sich im Gegenzug von illusionären Großprojekten verabschiedet. Ein ‘weiter so’ ist unverantwortlich. Statt die Betonpolitik der SPD zu korrigieren, machen die Grünen sich zum Steigbügelhalter einer anachronistischen Verkehrspolitik. Dafür wurden sie nicht gewählt“.
Bundesverkehrskongress 2011 in Trier
Nachlese
- der Vortrag von Werner Ried
Quattropole-Ringzug "Qintracity" ab 2015
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Resolution des VCD Saarland am 24.03.2010
Saar-Regierung muss auf Lothringen zugehen für eine Ökologisierung
des Grenzverkehrs
Die Mitglieder des Verkehrsclub Deutschland Saar beobachten mit Sorge, wie einseitig der grenzüberschreitende Verkehr zwischen dem Saarland und Lothringen bzw. Luxemburg auf das Auto ausgerichtet ist: Neue Straßen wie die Verbindung zwischen St. Avold und Saarlouis wurden jüngst in Betrieb genommen. Bahnstrecken wurden hingegen abgebaut oder stillgelegt (Grenzübergänge Überherrn, Gersheim, Bouzonville). Die Bahnreise nach Metz erfordert in den meisten Fällen wieder ein Umsteigen in Forbach; ein attraktives Schienenangebot vom Saarland nach Luxemburg fehlt völlig.
Die globale Erwärmung, Peak Oil und der bevorstehende Verkehrskollaps in der Großregion drängen hingegen dazu, den Schienenverkehr als umweltfreundlichem Verkehrsträger für Güter und den Personenverkehr aus- statt abzubauen. Der Anteil der Schiene liegt im grenzüberschreitenden Verkehr jedoch nur noch bei knapp 1 Prozent.
Die Mitglieder des VCD-Saar appellieren daher an die saarländische Landesregierung,
• umgehend auf die neue lothringische Regionalregierung zuzugehen,
um gemeinsam den Grenzverkehr ökologisch auszurichten
• einen Europäischen Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ)
einzurichten, der die Bestellung des regionalen Schienenverkehrs von
Saarland, Luxemburg, Lothringen und Rheinland-Pfalz koordiniert
• den Ringzug für die Quattropole "Qintracity"* schnellstmöglich zu
verwirklichen
• die aktuell laufende Ausschreibung des Regionalverkehrs auf der Schiene um
den Bereich des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zu ergänzen
Der VCD Saarland hält es für unverantwortlich, das Nahverkehrs-Angebot auf der Schiene von 2014 bis 2029 voranzutreiben ohne dabei den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zu berücksichtigen. Dies erfolgt gegenwärtig unter Federführung von Rheinland-Pfalz per Ausschreibung.
Das Saarland darf verkehrstechnisch nicht mehr länger Anhängsel rheinpfälzischer Schienenplanung sein, sondern muss selbst seinen Bedarf definieren und eigene Schienenkompetenz aufbauen.
Saarbrücken, den 24. März 2010
Die Teilnehmer der Jahresmitgliederversammlung des VCD Saarland
Nähere Informationen zum Projekt Qintracity* finden Sie in diesem pdf-Präsentationsdokument (1MB)
* Qintracity steht für Quatropole intra city
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