Startseite Suche Sitemap
 


.


Aktionstag 2011 „Zu Fuß zur Schule“ Rischbachschule St. Ingbert

Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ auch im Saarland

Per Fußbus zur St. Ingberter Rischbachschule – VCD und Staatssekretär übergeben Schülern Reflektorbänder

Nur noch knapp die Hälfte der Schüler kommt ohne Auto zur Schule

St. Ingbert, den 22. September 2011

Die St. Ingberter Rischbachschule lieferte auch dieses Jahr wieder den saarländischen Beitrag zur bundesweiten Aktion „Zu Fuß zur Schule“, bei der über 60.000 Schulkinder das Motto gestalten. Das Auto der Eltern sollte stehen bleiben. Mit ihren selbst erarbeiteten Aktionen werden sie wieder einmal beweisen, wie viel Spaß es macht sich zu bewegen.

Bereits zum fünften Mal in Folge führen der ökologische Verkehrsclub VCD und das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. deutschlandweit die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ durch. Im Saarland blieb es bisher bei der Rischbachschule von St. Ingbert, die sich zum zweiten Mal engagiert. Statt mit vielen Autos die Straßen vor der Schule zu verstopfen, laufen die Kinder in Gruppen zur Schule, zum Teil in Begleitung eines Elternteils. In St. Ingbert entstand dazu wieder eine originelle und farbenfrohe „Fußbushaltestelle“.

Das saarländische Verkehrsministerium unterstützt die Aktion, die von der Stadtverwaltung St. Ingbert gesponsert wurde. Der Staats­sekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Dieter Grünewald, beglückwünschte den VCD und die Schule zum Engagement: „Hier profitieren die Kinder und die Umwelt!“ Tatsächlich beugt Bewegung Haltungsschäden und Übergewicht vor, hält fit und führt zu besserer Konzentrationsfähigkeit im Unterricht und mehr Selbstständigkeit. Durch die CO2-freie Fortbewegung wird zudem das Klima geschont.

„Wir freuen uns, dass sich die Eltern und Schulleitung engagieren, um auf das Verkehrschaos vor ihren Schulen hinzuweisen und Mängel auf dem Schulweg aufzudecken. Das erhöht die Verkehrssicherheit und gibt Kindern die Chance, selbständig unterwegs zu sein“, so Werner M. Ried, Vorstand VCD Saarland.

Die von den Schülern im vergangenen Jahr durchgeführte „Schulwegforschung“ ergab, dass schon mehr als die Hälfte aller Kinder per PKW zur Schule gebracht werden. Ferner dokumentierten die Grundschüler mit bunten Fragebögen, was am Schul­weg noch verbessert werden muss. Die stellvertretende Eltern­spre­cherin der Rischbachschule, Doris Krupke: „Schade, dass dieser wertvolle Input noch nicht zu den versprochenen Maßnahmen durch die Stadt geführt hat. Die uns zum Frühjahr 2011 versprochenen Querungs­hilfen in der Rischbachstraße und Laabdell stehen noch aus“. Alle Beteiligten wünschen sich auch im kommenden Jahr wieder die Aktion und hoffen auf Nachahmer im ganzen Saarland.

Bei Rückfragen
Werner M. Ried, stellv. VCD-Landesvorsitzender, Tel. (mobil): 0151/16407460
E-Mail: saarland@vcd.org       WEB www.zu-fuss-zur-schule.de





























.

Hassel / St. Ingbert: Eine eigene Haltestelle für Eltern an der Eisenbergschule

Der Hasseler Ortsrat will mit verschiedenen Maßnahmen das Verkehrschaos zu Schulbeginn entschärfen

Den Schulweg an der Eisenbergschule sicherer machen – das ist nach wie vor ein großes Anliegen des Hasseler Ortsrates. In der jüngsten Sitzung wurde über eine Elternhaltestelle diskutiert, um das Autochaos zu entschärfen.

Von SZ-Redakteurin Evelyn Schneider  17.06.2011

Hassel. Den Schulweg an der Eisenbergschule sicherer machen – dieses Thema stand bereits des-öfteren auf der Tagesordnung des Hasseler Ortsrates. Auch in der jüngsten Sitzung haben sich die Ortsräte wieder der Thematik angenommen. „Mir graut es immer davor, wenn ich mal meinen Sohn mit dem Auto zur Schule fahren muss“, sagte Markus Hauck (CDU) und beschrieb die Situation vor Schulbeginn als chaotisch. Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, parken auf beiden Straßenseiten und die Kinder laufen zwischen den parkenden Autos herum. „Wir reden hier darüber, wie wir das Schulkind A vor den Eltern des Schulkindes B schützen können“, so Hauck überspitzt.

Um die Situation zu entschärfen, hatte man verschiedene Ideen entwickelt. So wollte der Ortsrat zum Beispiel den schulnahen Containerstandort verlagern lassen. Zuletzt baute der Ortsrat auf die Unterstützung durch die Verwaltung. Sie sollte entsprechende Ideen zur Verbesserung entwickeln. Und tatsächlich wurde ein Arbeitskreis gebildet, der sich mit der Eisenbergschule beschäftigte. Was dessen Ergebnisse sind, das wollte Andreas Weber (Familien-Partei) wissen und hatte einen entsprechenden Antrag an Ortsvorsteher Markus Derschang (CDU) gestellt. Der konnte von ersten Veränderungen berichten: „Es gibt ein Halteverbot auf beiden Seiten im Bereich des Parkplatzes“. Das sei bereits im vergangenen Jahr eingerichtet worden. Außerdem soll eine Elternhaltestelle auf dem Parkplatz entstehen. Denn die vielen Autos zu Schulbeginn sind das größte Problem. „Früher sind 30 Kinder zur Schule gelaufen und zwei gefahren worden, heute laufen fünf Kinder zur Schule und 25 werden gebracht“, so Derschang. An dieser Elternhaltestelle könnten die Eltern kurz halten, ihr Kind absetzen und weiterfahren. „Wenn man die Kinder an der Haltstelle rauslässt, müssen sie nicht mehr über die Straße“, sagte Michael Rinck (CDU). „Es ist einen Versuch wert.“ Darüber war man sich im Ortsrat einig, allerdings könne die spezielle Haltestelle nur funktionieren, wenn die Eltern entsprechend mitmachen. Deshalb schlug Karl-Heinz Härdter (SPD) vor, die Schule mit ins Boot zu nehmen. „Es müsste entsprechende Infoabende für die Eltern geben“, so Härdter. Denn nur mit ihrer Vernunft hätte die Sache eine Chance.

Als weitere Maßnahmen zur Schulwegsicherung plant die Verwaltung, im Zufahrtsbereich ein Kinder-Piktogramm auf die Fahrbahn zu markieren. Außerdem soll entlang der Container in Verlängerung des Gehweges eine Fußgängerfurt markiert werden. Durch einen breiten Strich will man den Unterschied zwischen Parkfläche und Fahrbahn verdeutlichen. Einstimmig fasste der Ortsrat den Beschluss, dass die vorgeschlagenen Veränderungen so schnell wie möglich, spätestens aber zu Beginn des neuen Schuljahres, umgesetzt werden sollen. Außerdem will sich Ortsvorsteher Derschang mit dem Schulleiter der Eisenbergschule in Verbindung setzen, um ihn für die Idee eines Informationsabend für die Eltern zu gewinnen. evy

 

Pixi - Heft für Grundschulkinder



PIXI vom VCD "zu Fuß zur Schule"

Der VCD hat zum Thema "Zu Fuß zur Schule - ein Sonder-Pixi Heft für Kinder" drucken lassen, wovon der VCD Saarland eine Anzahl bestellt hat. Diese stehen für die enstprechenden Aktionen des VCD zur Verfügung. Interessenten können gegen Schutzgebühr (70 Cent) eine Stückzahl des Heftes erhalten.

Zur Bestellung einfach eine eMail an saarland@vcd.org senden mit Adressangabe und gewünschter Stückzahl

 

Eltern wollen sichere Schulwege

Querungshilfen für einen sicheren Schulweg fordern die Organisatoren der Kampagne "Zu Fuß zur Schule" im Umfeld der St. Ingberter Rischbachschule. Die Verwaltung habe Verbesserungen in Aussicht gestellt, aber noch nicht gehandelt. Pressesprecher Wilfried Trapp entgegnet, entsprechende Untersuchungen liefen.

Von SZ-Redakteur Michael Beer  Beitrag vom: 25.05.2011

St. Ingbert. Zu Fuß zur Schule - was für ältere Generationen eine Selbstverständlichkeit war, ist heute Titel einer Kampagne, die soziale, gesundheitliche und ökologische Ziele verfolgt. Im September vergangenen Jahres hat erstmals die St. Ingberter Rischbachschule an dem Projekt teilgenommen. Und es nicht bei einem netten Tag belassen. Die Organisatoren, allen voran Werner Ried vom Vorstand des saarländischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Doris Krupke, Elternvertreterin der Rischbachschule, präsentierten Oberbürgermeister Georg Jung im Dezember Ergebnisse einer Kinder- und Elternbefragung zu ihrem Schulweg.

Positive Gespräche

Der Verwaltungschef, berichtet Krupke heute, habe der Sache aufgeschlossen gegenübergestanden und Abhilfe versprochen. Besonders im Musikantenviertel drückt der Schuh: Sowohl für die Rischbachstraße als auch In der Labdell seien Querungshilfen im Gespräch gewesen, um den Schulweg der Kinder sicherer zu machen. Krupke: "Herr Jung hat uns in diesem Gespräch eine unbürokratische und schnelle Umsetzung der Maßnahmen versprochen." Das ist nun ein halbes Jahr her, den Worten seien noch keine Taten gefolgt. Enttäuscht ist die Elternvertreterin darüber, dass es keine weitere Rückmeldung aus dem Rathaus gegeben habe.

St. Ingberts Pressesprecher Wilfried Trapp erklärt auf Nachfrage, das Dezember-Gespräch sei im Rathaus nicht vergessen worden. Allerdings sei das Einrichten von Querungshilfen an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Ein Bedarf müsse nachgewiesen sein.

Trapp erläutert: "Jetzt, wo das Wetter entsprechend ist, um einen solchen Bedarf zu erkennen, finden Zählungen statt." Der Pressesprecher betonte in diesem Zusammenhang aber auch, OB Jung habe im Gespräch mit den Eltern keine festen Zusagen gegeben.

Frustrierende Situation

VCD-Vorstandsmitglied Ried findet die Situation frustrierend: "Wir hatten die Worte des Oberbürgermeisters als Zusage empfunden." Auch einen verkehrstauglicheren Radweg in der Schlachthofstraße habe Jung in Aussicht gestellt. "Es hieß, das werde angepackt", sagt Ried. Stadt-Pressesprecher Trapp sagt dazu: "Die Schlachthofstraße steht in der Zuständigkeit des Landesbetriebs für Straßenbau. Das liegt nicht in unserer Macht."

Umsonst war der Aktionstag "Zu Fuß zur Schule" nach den Worten von Elternvertreterin Krupke gewiss nicht: "Der Bring-Verkehr morgens vor der Schule war schon extrem. Das ist nach der Aktion besser geworden." Die Befragung vom vergangenen Herbst zeigte, dass rund die Hälfte der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht wurden, selbst wenn die Familien ganz in der Nähe der Grundschule wohnen.

Im kommenden September wolle sich die Rischbachschule wieder an der Kampagne beteiligen, sagt Krupke. Auch andere Schulen könnten sich beteiligen (Infos siehe Internet-Hinweis). Gerade in einer überschaubaren Stadt wie St. Ingbert biete es viele Vorteile, wenn die Kinder den Schulweg auf Schusters Rappen nähmen. Ohne Stress und hellwach könnten sie ankommen, mit ihren Freunden in den Tag starten und damit auch der Umwelt Auto-Abgase ersparen. Die Hilfe der Stadt setzt die Elternvertreterin dabei voraus.

www.zu-fuss-zur-schule.de

www.vcd.org/saarland

 

Meinung

Zu Fuß und fit in den Klassensaal

Von SZ-Redakteur Michael Beer

Wenn die lieben Kleinen mit 25 noch nicht wissen, wie die Waschmaschine funktioniert, der Begriff ÖPNV sie an römische Grabinschriften erinnert und ihr weitester Fußweg entweder vom Sofa zum Kühlschrank oder zur Garage führt, dann wissen Eltern eines: Sie haben nichts falsch gemacht, sondern sich gesellschaftskonform verhalten. Die Überversorgung fängt früh an. Vor dem Kindergarten und der Grundschule herrscht in den Morgenstunden seit Jahren Auto-Krieg. Die am nächsten gelegenen Plätze vor den Eingangstüren sind umkämpft: kein Meter zu viel, so lautet leider die Devise. Dabei könnte alles so viel einfacher sein. Junge Menschen haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Mit Freunden den Schulweg meistern ist nicht nur gesund und umweltschonend, es verhilft auch zu sozialen Kompetenzen, macht ein Stück selbstständig. Die Erziehungsberechtigten müssen es aber auch zulassen.

Die andere Seite der Medaille: Wenn schon die Nebenstraßen zum Highway für Hochmotorisierte oder Schleichweg-Berufspendler werden, ist es nicht zu verdenken, wenn Eltern im Schulweg ein Himmelfahrtskommando sehen. Und sich deshalb lieber hinters Lenkrad klemmen. Für einen sicheren Schulweg ist besonders die Stadt gefordert. St. Ingbert wirbt gerne mit dem Label der "Kinder- und Familienfreundlichkeit". Wo die Stadt sichere Wege schaffen kann, sollte sie es auch tun.

 

Zu Fuß zur Schule - Aktion 2011

Kind mit Fahrrad

Der 22. September ist jedes Jahr der „Zu Fuß zur Schule“ -Tag

An diesem Tag werden Kinder aufgefordert, sich zu bewegen – also zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zur Schule zu kommen. Auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sollen mitmachen und an diesem Tag das Auto stehen lassen. Außerdem können Schulklassen das Anliegen die ganze Aktionswoche über mit ihren Aktivitäten unterstützen.

Unsere Aktion im Jahr 2010: Werner Ried - selbst einer der Väter und Vorstandsmitglied im VCD Saarland - machte in diesem Jahr eine erfolgreiche Aktion in der Rischbachschule in St. Ingbert. Die Kinder wie auch ihre Eltern und Lehrer waren begeistert und haben das Thema begierig aufgenommen.

 









VCD-Aktion in der Rischbachschule in St. Ingbert


Haltestellen für Grundschüler sicher machen

In Überherrn im Saarland hat sich der VCD stark gemacht gemeinsam mit vier Grundschulen, der Gemeinde und den Verkehrsbetrieben, die Haltestellensituation als Gefahrenstelle im Verkehrsgeschehen zu “entschärfen”. An erster Stelle stand die Verbesserung der Verkehrssicherheit, an zweiter die Gestaltung der Haltestelle.

Das Projekt hat Vorbildcharakter.

Link für Dateidownload folgt Hier gibt es einen Projektbericht im pdf-Format.

 



Seite weiterempfehlenSeite drucken