TIP: Wanderkarten bei Fahrtziel Natur
Hervorragende Kartendarstellung auf der Wanderkarte der DB "Fahrtziel Natur"
TIP: ins Bliesgau -- Orchideenland und Savoir-vivre
Pressemitteilung vom 26.01.2012
Das Biosphärenreservat Bliesgau Fahrtziel Natur
Um mit den Themen nachhaltige Mobilität und Natururlaub bundesweit Akzente zu setzen, hat das Biosphärenreservat Bliesgau im vergangenen Sommer seine Bewerbung als „Fahrtziel Natur“ bei der Deutschen Bahn eingereicht - mit Erfolg, wie Mitte Januar bekannt wurde. Mit Unterstützung unseres Verbandes gelang dem Biosphärenreservat Bliesgau die Aufnahme in die Kooperation "Fahrtziel Natur" von Deutscher Bahn AG mit den Umweltverbänden.
(Blieskastel/Berlin, 26. Januar 2012) „Zum neuen Jahr bietet Fahrtziel Natur – die Kooperation von BUND, NABU, VCD und DB – ein weiteres attraktives Schutzgebiet zum Entdecken: den Bliesgau. Das Biosphärenreservat im Südosten des Saarlandes besticht mit artenreichen Orchideenwiesen, wertvollen Buchenwäldern und einer eindrucksvollen Auenlandschaft“, so verkündete die DB die Aufnahme des Bliesgaus in die Kooperation Fahrtziel Natur.
Eigens für Fahrtziel Natur hat sich eine Trägergruppe – bestehend aus dem Biosphärenzweckverband Bliesgau, der Mobilitätszentrale von Saarpfalz-Kreis und Saar-Pfalz-Bus, der Kreisverwaltung, der Saarpfalz-Touristik, der Tourismus Zentrale Saarland und dem Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Saarland e.V. - gegründet. Das Projekt wird auch vom Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr unterstützt. Der gemeinsam erarbeitete Antrag des Bliesgaus hat in Berlin und Frankfurt überzeugt. Doch dies nicht nur im Hinblick auf den landschaftlichen Liebreiz und die naturschutzfachliche Wertigkeit der Region - insbesondere die vergleichsweise gute ÖPNV-Ausstattung und das Angebot der FreizeitCARD für Rheinland-Pfalz und Saarland, eine Tourist-Card nach dem All-Inclusive-Ansatz, überzeugten die Jury im vollen Umfang. Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, betont den Imagegewinn für das gesamte Land „Die Auszeichnung Fahrtziel Natur bietet die einmalige Gelegenheit, das Saarland als Naturregion mit vielen Besonderheiten wie dem Biosphärenreservat Bliesgau, den Steinkäuzen und den Orchideen vorzustellen“. Diese Trumpfkarte werden der Bliesgau und das Saarland nun im Laufe dieses Jahres durch zahlreiche bundesweite Marketingaktivitäten spielen. Die beteiligten Umweltverbände und die Bahn bewerben das Biosphärenreservat Bliesgau bevorzugt durch Aktionen in den Reisezentren, über ihren Partner „Ameropa“ und in der Presse. „Die positive touristische Entwicklung in unserer Region hat somit gute Chancen, weiterhin Zuwächse zu verzeichnen“ freut sich Wolfgang Henn, Geschäftsführer der Saarpfalz-Touristik.
Mehr Informationen hierzu gibt es unter DB Fahrtziel Natur und www.biosphaere-bliesgau.eu. Für weitere Fragen steht Pia Schramm in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes gerne zur Verfügung (Tel. 0 68 42 /9 60 09-11, E-Mail: p.schramm@
biosphaere-bliesgau.eu).
TIP: Mit dem Bahn-Sparpreis ins Elsaß fahren
Mit dem Saar-Elsass-Ticket (Mo. bis Fr.) für die erste Person 35,- Euro und für die zweite bis fünfte Person je 17,50 Euro. Samstag oder Sonntag 35,- Euro für bis zu 5 Personen.
http://www.bahn.de/regional/view/regionen/saar/freizeit/saar_elsass.shtml
Das Saar-Elsass-Ticket ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bahn AG, der französischen Eisenbahn TER-SNCF, dem Ministerium für Wirtschaft des Saarlandes und der Region Elsass.
Das Saar-Elsass-Ticket berechtigt zu einer einmaligen Hin- und Rückfahrt zwischen allen Bahnhöfen im Saarland und Straßburg (über Hanweiler Grenze) in allen Nahverkehrszügen in der 2. Klasse.
Macht Autofahren wirklich so viel Spaß?
von Dietrich Strohmaier 25.08.2009
Herrlich im Cabrio bei dem heißen Wetter, wunderbar der röhrende Klang der Sport-Auspüffe von getunten Kisten, Motorrad-Ungeheuern und entfesselten Fahrern auf Landstraßen ohne Rad- und Fußwege, in Wohngebieten und auf der Saarbrücker Stadtautobahn.
Der motorisierte Individualverkehr (MIV) als Lebenselixier mit Spaßfaktor wie die Werbung stets hervorhebt? Die andere Seite beleuchtete jetzt das Statistische Bundesamt: Alle 14 Sekunden passierte im Jahr 2008 ein Verkehrsunfall mit 4.477 Verkehrstoten bundesweit.
Im Saarland selbst gab es 30.330 Verkehrsunfälle mit 5.995 verletzten Personen und 43 Toten. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren zwar ein Rückgang, aber das einst angestrebte Ziel einer Halbierung der Unfallzahlen bis 2010 wurde weit verfehlt. Der wirtschaftliche Schaden dadurch sowie durch den Klimakiller CO2 und die Naturzerstörung ist enorm.
Das Umweltbundesamt bezifferte ihn auf 42 Mrd. €. Der VCD Saarland meint, dass alles dies mit einem ökologisch ausgerichteten Verkehrskonzept vermieden werden könnte. Der Spaß hört auf, wenn er auf dem Rücken der Mitmenschen ausgetragen wird.
Dampf Sonderzug am 9. Mai 2009
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Foto: Karl-Heinz Janson |
So voller Fahrgäste müssten die Bahnsteige öfters sein!
Ankunft eines Dampf Sonderzuges am 9. Mai 2009 im Bhf Neunkirchen zur Weiterfahrt nach Luxemburg aus Anlass des Jubiläums 150 Jahre Eisenbahnen in unserem Nachbarland.
Eine Städtereise nach London – mit dem Bus
Manuel Schauer
Ich war skeptisch. Von einer viertägigen Städtreise würde ich zwei Tage in einem Reisebus verbringen.
Auf dem Hinweg würde ich wahrscheinlich das Saarland kennenlernen, weil der Bus andere Mitreisende in ihren saarländischen Heimatorten abholen würde; wahrscheinlich würden alle zwei Stunden Pausen gemacht werden auf Autobahn-Rastplätzen, im Bus würde ich Volksmusik ertragen müssen, lange auf das Fährschiff warten müssen, Staus im Großraum London würden die Ankunft verzögern, ... Und auf der Rückfahrt das Gleiche noch einmal.
Doch mein 10-jähriger Sohn wollte lieber mit Bus und Fähre nach London fahren als mit dem „Billig-Flieger“. Und da der Preis der Busreise überschaubar war, keine Flughafensteuern, Kreditkartengebühren und Transferkosten anfielen, entschieden wir uns für eine Pauschalreise im Reisebus.
Tatsächlich lernten wir am Tag der Hinreise das saarländische Drei-Gang-Menue (Würstchen mit ungeröstetem Toastbrot und Senf), eine luxenburgische Autobahn-Tankstelle und eine belgische Raststätte kennen; das englische Fährschiff war wenig elegant, die Aussicht auf die Felsenküste von Dover indes grandios. Das – gehobenen Ansprüchen genügende - Hotel führte den Namen „M4 J4“, weil es am Motorway 4, Junction (Ausfahrt) 4 lag – fernab der Innenstadt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln scheinbar nicht zu erreichen. Aus diesem Grund verbrachten wir den ersten Abend im Hotel, lasen in den mitgebrachten Reiseführern und legten uns früh zu Bett.
Am nächsten Tag fuhr die Reisegruppe im Bus in die Innenstadt, wo ein Stadtführer zustieg. Einige Sehenswürdigkeiten wurden abgeklappert; nach drei Stunden „zur freien Verfügung“ im Stadtteil Kensington ging es abends um 19.30 Uhr zurück ins Hotel.
Am nächsten Tag verzichteten wir auf die angebotene Fahrt nach Windsor. In der Nähe des Hotels hatte ich eine Bushaltestelle entdeckt; mangels ausgehängten Fahrplans bestand Gelegenheit, mit dort wartenden Menschen ins Gespräch zu kommen, um Informationen über Abfahrtzeit und Ziel eines Linienbusses zu bekommen.
Den ganzen Tag fuhren wir U-Bahn und Bus - kreuz und quer durch die Stadt-, schlenderten über den Notting Hill Street Market und den Camden Street Market, besichtigten die königlichen Reitställe und das Schifffahrtsmuseum in Greenwich, erklommen die Aussichtsterrasse der Tate Gallery. Abends stießen wir am vereinbarten Treffpunkt zur Gruppe, weil die Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel - außerhalb der Hauptverkehrszeit - nur 50 Minuten dauert, die mit U-Bahn und Linienbus mehr als das Doppelte.
Uns hat es gefallen: die Stadt, das Land, die Menschen – und auch die Fahrt im Bus. Nächstes Jahr werden wir, wenn der Französisch-Unterricht in der Schule begonnen hat, eine Städetreise nach Paris machen. Wieder mit dem Bus – und nach Möglichkeit mit demselben Chauffeur, dessen Freundlichkeit und Können wir schätzen gelernt hatten.
Die Fahrt mit Sunshine-Reisen Lambert kostete für einen Erwachsenen ca. 250 Euro und ca. 200 Euro für ein Kind. Informationen und Buchung unter www.Lambert-Reisen.de oder im Reisebüro. Auch andere saarländische Reiseveranstalter bieten Städtereisen nach London an.
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