VCD: verkaufsoffener Sonntag künftig nur noch mit regulärem Busangebot wie an Werktagen vertretbar
Falschparken auf Geh- und Radwegen stellt grobe Rücksichtlosigkeit gegenüber Verkehrsteilnehmern dar
Dass zur Vermeidung der hohen Verkehrs- und Umweltbelastung durch den motorisierten Individualverkehr an verkaufsoffenen Sonntagen zu den Öffnungszeiten der Geschäfte für ein ÖPNV-Angebot wie an normalen Werktagen gesorgt werden muss, hält Johann Meindorfer von der VCD- Kreisgruppe Straubing-Bogen für erforderlich,. Die Verantwortlichen bei der Stadt, den Stadtwerken und im Landratsamt sowie bei der VSL (Verkehrsgemeinschaft Straubinger Land), die für den Busverkehr in Stadt und Land verantwortlich seien, sollten an solchen aufkommensstarken Tagen zumindest für einen entsprechenden Busbetrieb an den künftigen verkaufsoffenen Sonntagen sorgen, wie er sonst unter der Woche zur Verfügung steht. Allein durch die Parkplatzsuche war an den bisherigen verkaufsoffenen Sonntagen immer ein erhebliches PKW-Verkehrsaufkommen zu verzeichnen, das nicht gerade zu einer guten Aufenthaltsqualität in der Stadt beitrage. “Um einerseits die Verkehrs- und Umweltbelastung durch den motorisierten Individualverkehr zu verringern und auch den Bevölkerungskreises der Landkreis- und der Stadtbevölkerung ohne Auto den Stadtbummel mit Besuch der Geschäfte zu ermöglichen, beantragen wir, künftig bei solchen Veranstaltungen ab Mittag die VSL- und die Stadtbuslinien wie an Werktagen auf allen Linien verkehren zu lassen,“ so die Begründung im VCD-Schreiben. Das Besucheraufkommen an diesen Tagen sowohl aus dem Stadtgebiet wie aus dem Landkreis lasse darauf schliessen, dass eine adäquate Fahrgastzahl im ÖPNV erreicht werden kann. Gerade bei Grossereignissen, ob verkaufsoffener Sonntag, Gäubodenvolksfest mit Ostbayernschau Eishockeyspielen oder sonstigen besucherstarken Sportveranstaltungen sei eine gute Erreichbarkeit mit öffenlichen Verkehrsmitteln dringendst sicherzustellen, wenn man den notwendigen Umwelt- und Klimaschutz nicht vollends ausser Acht lassen wolle.
Als grobe Rücksichtlosigkeit gegenüber Verkehrsteilnehmern ist das Falschparken auf Geh- und Radwegen laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu sehen. Dies zeige sich gehäuft entlang der Regensburger Strasse, nicht nur am letzten verkaufsoffenen Sonntag. Etlichen Fahrzeugführern sei wohl auch gar nicht bewusst, dass das Schild „eingeschränktes“ Halteverbot an einer Strasse mit Geh- und Radweg nur das kurzzeitige Halten auf dieser Strasse erlaubt, nicht aber auf dem Geh- und Radweg. Auch die Geh- und Radwege entlang von einigen Abschnitten der Äusseren Passauer Strasse seien ein beliebtes Ziel von Falschparkern, manche stellten sich gleich auf das aufgespritzte Radfahrer-Symbol, um dieses ja nicht beachten zu müssen:
Mit freundlichen Grüßen
Johann Meindorfer

