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VCD: „Täglicher Wahnsinn am Knoten Theresiencenter/Theresientor

Blockierte Überwege und Falschparken auf Geh- und Radwegen führen Schulwegeplan ad absurdum.

Kreuzung beampelt, Grün für Radler und Fussgänger – und trotzdem kein Durchkommen. Täglicher Zustand vor Schulbeginn am Knoten Theresiencenter/Theresientor und Stadtgraben, so Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Grund dafür sind Autoschlangen, die vom Kinseherberg den Stadtgraben Richtung Süden befahren und auch noch bei „Dunkelgelb“ oder stockendem Verkehr in die Kreuzungsbereiche einfahren und dort dann stehenbleiben. Erlaubt sei dieses Einfahren nach der Strassenverkehrsordnung (StVO) nicht, so der VCD, aber mangels Kontrollen sei das ordnungswidrige Verhalten weit verbreitet. „Stockt der Verkehr, so darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen niemand in die Kreuzung oder Einmündung einfahren, wenn er auf ihr warten müsste,“ zitiert der VCD-Sprecher hierzu aus § 11 der StVO. Rücksichtlosigkeit gegenüber Verkehrsteilnehmern sei auch das Falschparken auf Geh- und Radwegen wie entlang der Regensburger Strasse. Etlichen Fahrzeugführern sei wohl nicht bewusst, dass das Schild „eingeschränktes“ Halteverbot an einer Strasse mit Geh- und Radweg nur das kurzzeitige Halten auf dieser Strasse erlaubt, nicht aber auf dem Geh- und Radweg. Nachdem es sich dabei auch um Schulwege handelt, appelliert der VCD dringend, die für Radler und Fussgänger reservierten Verkehrsräume zu achten und nicht mit Kraftfahrzeugen zu befahren oder beparken. Das unzulässige Blockieren von Kreuzungen sowie behinderndes und gefährdendes Falschparken müsse gerade auch aus Gründen der Schulwegsicherheit durch Polizei und Kommunale Verkehrsüberwachung im Zuge verstärkter Kontrollen geahndet werden.“ Es nütze nichts, wenn Geh- und Radwege in Schulwegepläne aufgenommen und empfohlen werden, wenn sie wegen anhaltenden Falschparkens starkt eingeengt, dadurch nur äusserst eingeschränkt benutzbar und brauchbar sind. Sie müssten Begegnung und Überholung von Radlern und Fussgängern ermöglichen, bei grösserer Breite von Kinderwägen, Rollatoren, Rollstühlen sowie Fahrradanhängern. Künftige Schulwegepläne sollen laut VCD auch vorhandene Gefährdungen und Konfliktpunkte sowie Abhilfemassnahmen aufzeigen. Aus Gründen der Schulwegsicherheit und allgemein der Lebensqualität in der Stadt sei diese und ihre Mandatsträger auch generell zu Massnahmen zur Verringerung des motorisierten Individualverkehrs gefordert – durch Förderung und Attraktivermachen der umwelt- und sozialverträglicheren Fortbewegungsarten mit Zufussgehen, Radfahren, Bus- und Bahnbenutzung. Die von OB Markus Pannermayr bei mehreren Anlässen postulierte „fahrradfreundliche Stadt“ müsse durch gezielten Mitteleinsatz für weitere wichtige Radverkehrsachsen verwirklicht werden. Meindorfer denkt dabei an die West-Ost-Magistrale Stetthaimer Platz - Innere Passauer Strasse - Heerstrasse Ittlinger-/ Schlesische Strasse, wo sicher geführten Radverkehrsanlagen wie durchgängige Fahrradstreifen entlang der Heerstrasse und der Ittlinger Strasse immer noch fehlten, ebenso wie über den Kreuzungsbereich Schlesische/ Ittlinger/ Sankt-Elisabeth-/Sankt-Nikola-Strasse hinweg. Eine weitere Taktverdichtung des Stadtbusverkehrs auf einen annähernden durchgängigen 30-Minuten-Takt von Montag bis Freitag und unkopliziertes Umsteigen von den Landkreis-Regionalbussen in den Stadtbus und verstärkte Werbung hierfür müssten unnötige Autofahrten ersetzen und für mehr Verkehrssicherheit und eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sorgen. Entsprechende Vorschläge habe der VCD auch für den gemeinsamen Nahverkehrsplan von Stadt Straubing und Landkreis Straubing-Bogen eingebracht und hofft auf deren Realisierung.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

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