DB-Konzernbevollmächtigter Bayern antwortet dem VCD zu Verbesserungen im Bahnverkehr:
Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Straubing frühestens ab 2013 –Neue Fahrkartenautomaten in Straubing, Straubing-Ittling und Geiselhöring 2011 – „Kein grosses Fahrgastpotential für Alternativ-Nachtzughalt“
Da die „Priorisierung der Weiterentwicklung der Verkehrsstationen in Bayern“ mit dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie den „grossen Verkehrsstationen wie … Ingolstadt, Rosenheim, Augsburg und der S-Bahn-Systeme München und Nürnberg“ Vorrang einräume, sei ein barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Straubing frühestens in der Bautranche ab 2013 beinhaltet. Damit antwortete nun der DB-Konzernbevollmächtigte für Bayern Klaus-Dieter Josel der Kreisgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) auf eine Liste an Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr für Straubing und Straubing-Bogen und verweist auf die Zuständigkeit der Stadt für eine Park-&Ride-Anlage.
Dabei führt Josel die Massnahmen der Stadt Vilshofen mit Verlängerung der Bahnsteigunterführung nach Süden und einem Bahnsteigaufzug als beispielhaft an. Für den VCD heisst dies, dass hier die Mandatsträger aus Stadt und Landkreis auf die Staatsregierung mit einem schlüssigen Konzept für P+R am Bahnhof inclusive der Verlängerung der Bahnsteigunterführung oder mit einer Bahnsteigüberführung nach Süden einwirken müssten, zusätzliche Gelder bereitszustellen. „Nachdem die Staatsregierung angeblich die ländlichen Regionen stärken will, müsste sie auch für den Bahnausbau und nicht nur für den Strassenausbau Finanzmittel aus dem entsprechenden Programm bereitstellen, so Johann Meindorfer vom Verkehrsclub.
Auf die Forderung des VCD, solange es am Bahnhof Straubing keinen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen gibt, zur Sicherstellung der Verkehrsbedürfnisse von Mobilitätsbehinderten, Rollstuhlfahrern, Eltern mit Kinderwagen, Radlern sowie sonstigen Rat und Einstiegshilfe Suchenden die Besetzungszeiten des Serviceschalters auf täglich 7 bis 22 Uhr auszuweiten, erwidert Josel, dass dies „aus wirtschaftlichen Gründen leider nicht möglich“ sei und die DB Station & Service AG eine Finanzierung von Servicepersonal ausschliesslich über die Einnahmen aus Stationspreisen an Bahnhöfen der Kategorie 1 und 2“ erhalte. Der Bahnhof Straubing ist aber in Kategorie 3 eingestuft. Solche Finanztransfers zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen der DB sind laut VCD Folge der vor Jahren im Bundestag beschlossenen Bahnreform, die sich nun für die Bewohner ausserhalb der Ballungszentren rächen. Auf das VCD-Verlangen nach Aufrüstung des Bahnhofs Straubing mit einem weiteren Fernverkehrs-Fahrkartenautomaten mit Kartenzahlung und Automaten auch an den Unterwegshalten an der Gäubodenbahn kam die Zusage, dass 2011 in Straubing, Straubing-Ittling und Geiselhöring leistungsfähigere Automaten für den Nah- und Fernverkehr mit Bargeldfunktion aufgestellt werden. Zur gewünschten Kompensation für die weggefallenen Nachtzughalte durch einen Halt des EN 490/491 in Plattling und Straubing führt Josel „kein grosses Fahrgastpotential für den Alternativ-Nachtzughalt“ und sieht auch einen Halt des letzten abendlichen ICE 20 in Straubing keinen Anlass, da in Plattling „ein günstiger Sofortanschluss vom ICE 20 aus Richtung Wien“ bestehe. „Dessen ungeachtet wurde seitens DB-Fernverkehr der Haltewunsch des EN 490/491 in Straubing bereits an die ÖBB, die den Laufweg und die Halte der EuroNight-Züge verantwortet, vorgetragen“.
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer

