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Wegweisung in Straubing und um Straubing herum nicht besonders wegweisend

Hohes motorisiertes Verkehrsaufkommen beeinträchtigt Gesundheit und Lebensqualität bekanntlich nicht nur durch die Lärm- und Abgasemissionen, sondern gefährdet auch nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer. Dass die Ittlinger Strasse ab der Einmündung der Finkenstrasse stadteinwärts über die Heerstrasse bis zur Inneren Passauer Strasse dringendst sicher geführte Radverkehrsanlagen braucht mit sicheren Querungsmöglichkeiten über den Kreuzungsbereich Schlesische/ Ittlinger/ Sankt-Elisabeth-/ Sankt-Nikola-Strasse, bringt der VCD daher immer wieder vor – bisher ohne Erfolg. In der Ittlinger Strasse gibt es ein vermeidbares Verkehrsaufkommen landwirtschaftlicher Fahrzeuge, weil durch die Widmung der B 20 als Kraftverkehrstrasse Anlieferer zu den Agrarlager-, -handels- und -verarbeitungsbetrieben in den Gewerbe- und Industriegebieten Straubing-Ost und -Hafen von nördlich der Donau die Route über Chamer Strasse und dann auf der rechten Donauseite ostwärts über mehrere Kilometer durch bewohnte Gebiete benutzen. Auf der B 20 dagegen könnte das landwirtschaftliche Verkehrsaufkommen an seine Zielbetriebe heran- und wieder weggeführt werden, ohne Wohngebiete im näheren Umgriff zu tangieren. Nachdem der Sinn und Zweck von ausserörtlichen Hauptstrassen wie der B 20 die Aufnahme von Güter- und Schwerverkehr sein soll, die nicht zwingend durch Geschäfts- oder bewohnte Ortslagen geführt werden müssen, beantragten Anwohner, die B 20 zwischen der Auffahrt Straubing-Ittlinger Strasse und der nächstliegenden Auffahrt nördlich der Donau für den landwirtschaftlichen Verkehr freizugeben. Laut Staatlichen Bauamt Passau scheidet „aus Gründen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs eine Nutzung [der B 20]durch landwirtschaftlicher Fahrzeuge aus“. Die Nutzung der Ittlinger Strasse scheidet dafür wohl nicht aus…

Verkehrsaufkommen durchfährt das Stadtgebiet, weil die Erreichbarkeit der Stadtteile nicht ausreichend beschildert ist: Von Osten kommend ist auf der A 3 zunächst nur auf die Ausfahrt „Straubing“ hingewiesen, ohne Unterscheidung von Straubing-Ost oder –Zentrum bzw. –West. Erst nach der Ausfahrt „Straubing“ gibt es dann einen Hinweis auf „Straubing-Zentrum“ mit „P&R“ Am Hagen, dann sind aber ortsunkundige Kraftfahrer schon an der östlichen Ausfahrt „Straubing“ ausgefahren und durchfahren, um ins Zentrum oder nach SR-West zu kommen fast das ganze Stadtgebiet in Ost-West-Richtung. Von Westen her wäre klarzustellen, dass nach der Ausfahrt „Kirchroth / Straubing-Zentrum“ die Ausfahrt „Straubing-Ost / -Ittling / -Hafen“ erst noch kommt, damit Kraftfahrer mit diesen Zielen nicht schon bei der Ausfahrt „Kirchroth / Straubing-Zentrum“ abfahren und dann wiederum fast das ganze Stadtgebiet in West-Ost-Richtung durchfahren. Mehrfach vom VCD bei der Autobahndirektion Südbayern mit exemplarischen Vorschlägen vorgebracht. Aus der Antwort: “Ihre Vorstellungen lassen sich jedoch nicht realisieren , da nach den „Richtlinien für die wegweisende Beschilderung der Autobahnen (RWBA 2000)“ auf einem Vorwegweiser als Geradeausziel lediglich der Name der nächsten Anschlussstelle angezeigt werden darf, hier also nur „Straubing“ oder „Kirchroth“. Ergänzend hierzu möchten wir anmerken, dass das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung uns ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass Doppelnamen für Anschlussstellen nicht mehr genehmigt werden. Eine Umbenennung der Anschlussstelle Kirchroth in "Straubing-West / Kirchroth kann somit allein schon aus diesem Grund nicht realisiert werden.“ Heiliger (Ent-)Bürokratius hilf!!! 

Weiteres Beispiel: Auf der B 8  aus Westen kommend ist zunächst nur auf die Ausfahrt Straubing (ohne Zusatz wie „-West“) beim Tiergarten hingewiesen und nicht auf die noch kommenden Ausfahrten Geiselhöringer und Landshuter Strasse, über die der Verkehr Richtung Straubing-Zentrum , -Süd und –Ost herangeführt wird. Folge: Ortsunkundige fahren von der B 8 bereits an der Ausfahrt Tiergarten ab, auch wenn sie ins Zentrum, nach SR-Süd oder –Ost wollen. Und belasten daher unnötig die Stadt. Es müsste an den Bundesstrassen generell dezidiert auf die für die verschiedenen Stadtteile einschlägigen Ausfahrten hingewiesen werden wie Straubing-Süd / Zentrum / -Alburg / –West/-Tiergarten, -Ost / /- Ittling -Hafen. Dies hatte der VCD vor langem dem Staatlichen Bauamt Passau mit Beispielen geschrieben. Antwort: „Eine Änderung der Wegweisung wurde einvernehmlich [mit der Strassenverkehrsbehörde und der Polizei] als nicht als sinnvoll angesehen.“ Basta. Basta? Welche PolitikerInnen unterstützen den VCD bei für ein sinnvolles Konzept zur Verkehrsvermeidung, -verlagerung und -lenkung im Sinne der Verkehrsteilnehmer wie der Anwohner? Qualifizierte Rückmeldungen erbeten.

Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer

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