VCD: Ab 12. Dezember mehr Züge und teilweiser Halbstundentakt zwischen Plattling, Straubing und Regensburg
Triebwagen mit mobiler Rampe zur Spalt- und Höhenüberbrückung – Tarifsystem bleibt – Semesterticket auf Straubing ausdehnen!
Taktverdichtung auf der Gäubodenbahn erforderlich – BEG an barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing erinnert
Nachdem die agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG künftig die Verkehre auf der Strecke Neumarkt – Regensburg –Straubing – Plattling übernehmen wird, erhielt Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf Fragen zum künftigen Bahnbetrieb erfreuliche Mitteilungen: So wurde laut agilis gerade noch rechtzeitig inzwischen dem Antrag Erteilung der Genehmigung zur Inbetriebnahme und Bauartzulassung für die dreiteiligen agilis-Triebfahrzeuge vom Typ Coradia Continental, Baureihe 440, stattgegeben. Dem Fahrplanentwurf seien etliche zusätzliche Züge zwischen Plattling, Straubing und Regensburg zu entnehmen, insbesondere ist Montags bis Freitags ein Halbstundentakt ab Plattling Richtung Regensburg über Straubing von ca. halb Sechs Uhr bis 8 Uhr am Morgen uns am späteren Nachmittag ab ca. 16:27 bis 18:27 Uhr von Straubing nach Regensburg vorgesehen, was vor allem Pendlern und Studenten, aber auch für Einkaufsfahrten nützen wird.
Ein Anliegen ist dem VCD, dass es dadurch zu keiner weiteren Zersplitterung des Tarifsystems kommt. Man wünsche sich mit dem RVV (Regensburger Verkehrsverbund) eine Ausdehnung der Gültigkeit des Semester-Tickets auf die Gesamtstrecke. Nun hat agilis dem VCD gegenüber erklärt, das Tarif- bzw. Vertriebssystem werde sich nicht grundlegend ändern. Alle Fahrscheine der DB würden bei agilis anerkannt, auch die Angebote des Freistaats Bayern wie das Bayern -Ticket. Fahrscheine aus dem Eigenvertrieb von agilis könnten „natürlich ebenfalls in den Fahrzeugen anderer Unternehmen genutzt werden“. Das Semesterticket Regensburg wird analog zur heutigen Situation gültig sein, was laut VCD Straubing und den Landkreis nicht mit erfasst. Bezüglich einer weiteren Ausdehnung der Gültigkeit sei agilis generell gesprächsbereit, was laut Meindorfer einem Auftrag an die Politik in Stadt und Landkreis gleichkomme, mit agilis, dem RVV und dem Studentenwerk Regensburg über eine Ausdehnung zu verhandeln. Auf jedem neuen Triebzug sei eine mobile Rampe vorhanden, „die vom Zugpersonal auf Anforderung ausgelegt wird und der Spalt- und Höhenüberbrückung dient“. Da dies immer noch nicht die ganze Zugangssituation etwa am Bahnhof Straubing barrierefrei macht, rief der VCD den notwendigen barrierefreien Ausbau sowie eine generelle und bayernweite Abstimmung von Bahnsteighöhen an die eingesetzten Fahrzeuge bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) in Erinnerung. Man fordert auch den Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau; bei letzterer fehlt auch nach wie vor ein zweites Gleis zwischen Landshut und Plattling. Für hinreichende Pünktlichkeit sei eine Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik sowie Tempo 160 bei Reisezügen erforderlich, so Meindorfer. Er bittet die BEG, sich beim Bund, der DB Netz AG und dem Freistaat für entsprechende Finanz-mittel und Aufnahme in die Ausbaupläne einzusetzen. Auch seien die Verspätungen durch verspätete S-Bahnen abzustellen. Die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn brauche einen ganztägigen Stundentakts auch an Wochenenden und Feiertagen sowie einen Halbstundentakt werktags in den Hauptverkehrszeiten. Die BEG solle Mittel dafür zur Verfügung stellen. Sinnvoll wären laut VCD Anschlüsse an die zwischen München und Regensburg und umgekehrt bisher ohne Halt in Neufahrn verkehrenden Alex-Zusatzzüge.
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer

