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Hauptversammlung der Kreisgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD)

Für den VCD ein Muss: System von Bahn und Bus aus einem Guss

Park&Ride für Bahnpendler, Südlichen Bahnsteigzugang und Barriererfreiheit des Bahnhofs einplanen

Bahn und Bus müssen nach Überzeugung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD):zu einem benutzerfreundlichen System aus einem Guss ausgebaut werden. Dazu müsse auch der in der Aufstellung befindliche erste gemeinsame Nahverkehrsplan für Stadt und Landkreis Straubing-Bogen entsprechende Inhalte liefern. Das war einhellige Meinung bei der Hauptversammlung der Kreisgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Dabei wurden auch deren Kreisvorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt bzw. gewählt: Sprecher Johann Meindorfer, stellvertretende Sprecher Rainer Schwarz und Maria Stauber. Landesvorstandsmitglied Kurt Bayer aus Metten berichtete über stabile Mitgliederzahlen in Bayern und versprach Unterstützung des Landesvorstandes für die Forderung nach Grunderschliessung aller Oberzentren im eigenwirtschaftlich von der DB AG zu betreibenden Fernverkehr, wozu Straubing gehöre.

Nötigenfalls wären Teile des Fernverkehrs-Grundangebotes nach dem Besteller-Prinzip durch den Bund zu finanzieren, was einen angemessenen Beitrag des Bundes im Rahmen seines Gewährleistungsauftrages darstellen würde. So sehe auch ein vom Bundesrat bereits beschlossener Gesetzentwurf von 2008 ein Mindestangebot von 6 Zügen für alle Oberzentren vor, dieser wurde aber bisher vom Bund nicht aufgegriffen. Der VCD wird die Bundestags-Abgeordneten bitten, diesen Beschluss in das Verfahren zur Umsetzung zu bringen.

Bayer verwies auf bereits stattgefundene Verbesserungen im regionalen Bahnverkehr in den letzten 20 Jahren, wie Stundentakte zwischen Regensburg, Straubing und Passau, auf der Rottal- und Waldbahn sowie werktags auf der Gäubodenbahn. Der VCD fordert aber dort eine Fahrplanverdichtung mit einem Stundentakt auch am Wochenende und einen Halbstundentakt werktags als verbesserte regionale Erschliessung und Anbindung an Bezirkshauptstadt Landshut und Landeshauptstadt München über Neufahrn mit Ausbau und streckenbeschleunigendem Ausbau der Gäubodenbahn. Dazu muss laut Meindorfer die Strecken- und Signaltechnik ebenso verbessert werden wie auch wichtige Bahnübergänge technisch gesichert werden müssen. Dass dazu auch verkehrlich unbedeutende Bahnübergänge aufgelassen werden müssen, liesse sich allerdings auch nicht ganz vermeiden, es gebe aber mit der Rottalbahn ein gutes Beispiel, wie ein Interessenausgleich und eine Attraktivitätssteigerung der Strecke gelingen könne. Beim barriererfreien Ausbau des Bahnhofs, den der VCD ebenso wie die Interessenverbände behinderter Menschen seit langem einfordert, müsse sine notwendige Park&Ride-Anlage für Bahnpendler, sowie ein Bahnsteigzugang von Süden her mit realisiert werden. Damit könnten städtebauliche und verkehrliche Probleme gelöst und die Belangen von mobilitätsbehinderten Personen sichergestellt werden. Ein barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen mit Aufzügen sei nicht nur für Rollstuhlfahrer erforderlich, sondern auch für die stetig steigende Zahl von Radlern, die die Züge benutzen und mangels ausgedehnter personeller Besetzung nur noch eingeschränkt ebenerdig über die Gleise gelangen können und daher die Treppen der  Bahnsteigunterführung nutzen müssen. Den bis Mitte März erweiterten Stadtbus-Halbstundentakt auf den Linien 1 und 2 müsse man im Sinne einer schrittweisen Taktverdichtung zumindest jeweils im Winterhalbjahr, der Zeit der höheren Nachfrage, wieder einführen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

Verkehrsclub Deutschland VCD Kreisgruppe Straubing-Bogen

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