Auto-Klimaanlagen verursachen fluorierte Treibhausgase - Pendeln mit der Bahn 30% günstiger als mit dem Auto
VCD bietet Spritspartipps für Autofahrer und Auto-Umweltliste 2010/2011 als
Handreichung zum Autokauf -
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bietet Spritspartipps für alle Autofahrer
und die neueste VCD Auto-Umweltliste 2010/2011 an: Dass Auto-Klimaanlagen am stärksten zum Ausstoß fluorierter Treibhausgase beitragen wissen nur wenige. Denn auf Grund der Vibrationen während der Fahrt sowie durch Leckagen entweicht im Laufe der Zeit ein Teil des Kältemittels aus der Klimaanlage. Laut UN-Weltklimarat IPCC ist das Treibhauspotenzial (GWP) des weltweit in Fahrzeugen eingesetzten Kältemittels Tetrafluorethan (R134a) 1340-mal höher als das des Kohlendioxids. Derzeit sind 400 Millionen Fahrzeuge weltweit mit einer Klimaanlage ausgestattet. Dass es ausgerechnet mit diesem CO2 ein überall verfügbares Ersatzmittel für Klimaanlagen gäbe, darüber informiert das VCD-Magazin "Fairkehr" ebenso.
Während bei Stickoxiden und Rußpartikeln durch Grenzwerte die Emissionen
deutlich reduziert werden konnten, sank der CO2-Ausstoß im Straßenverkehr
seit 1990 lediglich um vier Prozent. "Die Autoindustrie muss ihre Anstrengungen in Sachen Klimaschutz ernsthaft forcieren und den Durchschnittsverbrauch aller Pkw massiv senken, " so die Forderung. Die VCD Auto-Umweltliste zeige, dass es schon heute Pkw gibt, die wenig verbrauchen und damit Umwelt und Portemonnaie wenig belasten. Aber davon gebe es immer noch viel zu wenige. Moderne Umwelttechnik müsse Standard in allen Modellen werden. Die Autoindustrie habe die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht zuletzt dank massiver Subventionen überwunden. Nun gebe es keine Ausrede mehr, den Klimaschutz zu vernachlässigen. Der VCD: "Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der 2009 bundesweit verkauften Neuwagen lag bei 154 Gramm CO2 pro Kilometer. Bis 2015 muss der Ausstoß bei Neuwagen nach EU-Vorgaben auf 137 Gramm sinken. Dieser Grenzwert ist viel zu schwach. Deshalb ist es umso wichtiger, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß aller verkauften Pkw wie von der EU gefordert bis 2020 auf 95 Gramm je Kilometer zu senken. "Wenn die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele ernstnimmt, muss sie die Autoindustrie
bei dem Versuch ausbremsen, auch diesen Grenzwert wieder zu torpedieren, so der VCD. Wissenschaftler und Umweltverbände seien sich einig, dass ein
Grenzwert von 80 Gramm CO2 je Kilometer zielführend und erreichbar ist."
Dass schon mit dem heutigen Stand der Technik ein CO2-Ausstoß von unter 95
Gramm realisierbar sei, zeige die VCD Auto-Umweltliste. Ca. 30% - eine Zahl
spricht für sich.
Wie günstig das Pendeln mit der Bahn im Vergleich zum Auto ist, hat jetzt
der ADAC Südbayern berechnet. Das Resultat: Das Pendeln mit der Bahn ist ca.
30% günstiger als mit dem Auto! Der ADAC Südbayern hat für seine Berechnung unterschiedliche Fahrzeugtypen zugrunde gelegt: Berücksichtigt wurden auch die laufenden Betriebskosten wie Werkstatt-, Reifen-, Kraftstoff- und Ölnachfüllkosten sowie eine Pauschale für Wagenwäsche und -pflege von 250 Euro im Jahr. Diese Kosten wurden mit dem Preis für eine DB Monatskarte im Abo verglichen und die Ersparnis berechnet. Das aktuelle Auto-Infopaket mit
der VCD Auto-Umweltliste, den 11 VCD-Spritspartipps", dem VCD-Magazin "Fairkehr" zu Klimaanlagen, der Ausarbeitung "Bus, Bahn und PKW im Umweltvergleich" und Infos zu günstigen Bahnangeboten gibt es für 5 Euro beim VCD, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Email vcd-straubing@
vcd-bayern.de. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie Samstag bis 14 Uhr. Gegen 5 Euro (als Schein oder Briefmarken) werden die Materialien auch gerne zugesandt.
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer

