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Erweiterter Stadtbus-Halbstundentakt gute Entscheidung und wertvoller Schritt – Feinheiten verbessern

Die einstimmige Stadtrats-Entscheidung für den erweiterten Stadtbus-Halbstundentakt am frühen Nachmittag auf den Linien 1 und 2 ist erfreulich und ein Fortschritt, dem sicher noch weitere Schritte folgen müssen. Dazu wird nicht prioritär der nun ins Gespräch gebrachte 15-Minuten-Takt gehören. Vielmehr wäre über einen Halbstundentakt zu den noch ausstehenden Zeiten am späten Vormittag auf den auf den Linien 1 und 2 oder vor- oder nachmittags auf den Linien 3 und 4 zu diskutieren und dazu die sinnvollste Reihenfolge abzuwägen. Realistischerweise könnten diese Verdichtungen im Jahresrhythmus vorgenommen werden, jedes Jahr zum Schulbeginn im Herbst ein Teil-Paket. Wäre nützlich und wertvoll.

Als flankierende Massnahmen zu der ab Januar erfolgenden Taktverdichtung gilt es aber, die noch vorhandenen Zugangs- und Nutzungshemmnisse des ÖPNV als Gesamtsystem zu beseitigen. Insbesondere ist das kostenlose Umsteigen von den Landkreis-Regionalbussen in den Stadtbus zu vereinfachen: alle Landkreis-Fahrgäste, ob mit Bus oder Bahn kommend, sollten bei Vorlage ihres VSL- oder  Bahnfahrscheins ohne weitere Umtauschaktionen den Stadtbus nutzen könnten oder zumindest bei Vorlage ihres VSL- oder  Bahnfahrscheins ohne weiteren Kontrollkarten-Eintausch ein Tagesticket des Stadtbusverkehrs erhalten. So viel „Stadt und Land – Hand in Hand“ muss sein. Auch eine Aufnahme der Stadtbus-Fahrpläne in die bundesweite Internet-Auskunft der Bahn unter www.bahn.de ist überfällig. Dort kann man zwar durchgehende Reiseketten etwa von jeder beliebigen Bushaltestelle,  etwa aus Regensburg „Greflingerstraße“ zu jeder Bushaltestelle im Landkreis Straubing-Bogen abrufen, zu denen der Stadtwerke Straubing aber nicht. Zur „Hans-Sachs-Straße, Straubing“ kriegt man Verbindungen angezeigt – allerdings nur, weil diese zufällig auch von einer VSL-Landkreis-Linie ein paar Mal am Tag bedient wird. Dass sie von der Stadtbus- Linie 2 stündlich, teils halbstündlich bedient wird, bleibt dem Anfragenden verborgen, der als Standard der Fahrplan-Auskunft in Deutschland anderes gewohnt ist. Und zumindest ein Sonntag im Jahr erfordert einen Busverkehr nach dem Montag- bis Freitag-Fahrplan während seiner Öffnungszeiten: der verkaufsoffene Sonntag. Es kann nicht sein, dass Tausende mit dem Auto zum Einkaufen gelockt und wenige hundert Meter von einem kostenlosen Pendelbus vom Grossparkplatz Am Hagen zum Theresienplatz transportiert werden und dagegen die Bevölkerung der Stadt zwar unter der Verkehrsbelastung leidet, aber keine Möglichkeit hat, mit dem Stadtbus zu den Geschäften zu kommen.

Mit einer diesmal vor dem Start des erweiterten Angebots beginnenden Marketing- und Informationskampagne dürften dann auch wirklich weitere Bevölkerungskreise als Stadtbus-Fahrgäste zu gewinnen sein, die den jeweils nächsten Schritt der Taktverdichtungen rechtfertigen. Der VCD ist zur Unterstützung bereit, wie auch schon letzten Herbst bei der damaligen Probephase.

Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer

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