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Hausordnung ohne Haus am Bahn-Haltepunkt Straubing-Ost und neue Wartehallen auf Stadtbus-Linie 2 in Straubing-Ittling

VCD: guter Service und Marketing zur Kundenbindung und Neukundengewinnung im Bahn- und Busverkehr notwendig

Eine Hausordnung hat die DB AG ja am Haltepunkt Straubing-Ost ausgehängt, und bedient wird er auch, werktags jede Stunde in jede Richtung und am Wochenende zweistündlich, als Bedarfshalt. Er bietet auch gute Verbindungen aus dem Straubing Osten nicht nur zum Bahnhofumfeld im Zentrum, sondern auch nach Bogen und direkt nach Neufahrn, wo die Anschlüsse von und nach München und Landshut bestehen. Aber zu einer Hausordnung gehört eigentlich auch ein Haus, oder zumindest ein (Warte-) Häuschen als witterungsgeschützte Wartemöglichkeit, meint Johann Meindorfer vom VCD. Und das fehlt ebenso wie ein Fahrscheinautomat am Bahnsteig. Dies müsse, wie auch an etlichen Haltepunkten der Gäubodenbahn im Landkreis Straubing-Bogen schnellstens nachgebessert werden.

Erfreut ist man beim VCD über neue Stadtbus-Wartehallen im Verlauf der Linie 2 in Straubing-Ittling, so am Kostenzer und Kapuzinerweg. Auch die neuen großformatigen Informationstafeln finden Anerkennung.  

Als eher verwunderliches Detail sieht man dagegen die noch an etlichen Haltestellen immer noch aushängenden Plakate zum erweiterten Halbstundentakt auf den Linien 1 und 2, der vor einem Monat wieder eingestellt worden ist. „Die hätte man lieber schon vor Einführung der Probephase im September aushängen sollen und nicht erst nach deren Beginn und auch nur auf beharrliches Nachfragen unsererseits,“ so Meindorfer und unterstreicht leicht ironisch die ernsthafte Forderung, den auf den ganzen Nachmittag erweiterten Halbstundentakt ab September 2010 zumindest jeweils für das Winterhalbjahr, der Zeit der höheren Nachfrage, wieder einzuführen: “ Aber vielleicht und hoffentlich sind die Aushänge ja der Zeit voraus und nicht hinterher und es setzt sich bei der Stadt doch die Einsicht durch, dass man den durchgehenden Halbstundentakt braucht.“ Der VCD weise unterdessen derzeit die Bewohner etlicher Straßenzüge mit Info-Anheftern auf Fahrplanheften von Stadtbus und den DB-Städteverbindungen Straubing auf die bestehenden Angebote quasi „vor der Haustür“ hin. Immerhin gebe es ja auch weiterhin den Halbstundentakt morgens und ab dem mittleren Nachmittag montags bis freitags auf allen 4 Stadtbuslinien und sowohl die Straubinger sollten diesen nutzen wie auch die Fahrgäste aus dem Landkreis, die kostenlos in die Stadtbusse umsteigen können. Es sei aber nach wie vor mehr Engagement und Sorgfalt bei Service und Marketing zur Kundenbindung und Neukundengewinnung im Bahn- und Busverkehr zu erwarten, darauf wolle man auch mit der kleinen Hausordnungs- und Häuschen-Kommentierung hinwirken. Denn gute ÖPNV-Alternativen zum überbordenen motorisierten Individualverkehr seien Voraussetzung, dass neue Fahrgäste für die umweltverträglicheren Verkehrsträger Bus und Bahn gewonnen werden können.

Mit freundlichen  Grüßen

Johann Meindorfer

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