VCD an Landrat und Stadt Bogen: Rückbau der Gleise 1 und 3 am Bahnhof Bogen verhindern
Gegen den von der DB Netz AG beabsichtigten Rückbau der Gleise 1 und 3 am Bahnhof Bogen und damit die Reduzierung der Gleisanlagen auf ein einziges Gleis wendet sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in einer Stellungnahme an die Regierung von Niederbayern und appelliert an Landrat Alfred Reisinger und die Stadt Bogen, sich auch für den Erhalt einer Rangiermöglichkeit einzusetzen. Der Rückbau würde dazu führen, dass ausser den im bestehenden stündlichen Taktverkehr verkehrenden Triebzug-Garnituren im Personenverkehr keine weiteren Verkehre mehr abgewickelt werden könnten, da jegliche Rangiermöglichkeiten wegfielen. Da seitens der BEG (Bayerische Eisenbahngesellschaft) sogar schon über eine Wiederverlängerung der Strecke nach Bogen-Ost, Bereich Bundeswehr-Standort nachgedacht wurde, wäre die Massnahme, die zu betrieblicher Selbstbeschränkung der Bahn führen würde, auch dahingehend kontraproduktiv.
Jeglicher Güterverkehr wäre dadurch verunmöglicht, obwohl es ein verkehrspolitisches Erfordernis ist, den überbordenden Güterverkehr weitestmöglich vom LKW auf die Bahn zu verlagern. Dafür gäbe es auch am Bahnhof Bogen als nördlichem Brückenkopt der KBS durchaus Potentiale mit dem Einzugsgebiet Vorderer Bayerischer Wald, so etwa als Holzverladebahnhof für diesen stark forstwirtschaftlich genutzten Bereich. Bisher erfolgen mangels Güterverkehrsbedienung des Bahnhofs Bogen Holztransporte aus dem Bayerischen Wald per LKW zum Bahnhof Straubing und belasten damit das überörtliche und das städtische Strassennetz. Darüberhinaus böten die in Bogen sowie im Hinterland, insbesondere Bereich Hunderdorf, angesiedelten Industrieunternehmen Potential für Schienentransporte. Auch der Bundeswehr-Standort Bogen sollte über die Schiene angeschlossen werden, da sich auch dort Transportbedarf ergeben kann, der nicht unnötig über das Strassennetz abgewickelt werden sollte.
Somit sei es erforderlich, auf den Rückbau zumindest eines der beiden zur Disposition stehenden Gleise und der dazu notwendigen Weichenverbindung zu verzichten und am Bahnhof Bogen langfristig und dauerhaft zumindest die Dispositionsmöglichkeiten mittels zweier betriebsbereiter Gleise vorzuhalten, erklärt Johann Meindorfer vom VCD und fordert ebenso: Bei jeglichen baulichen Massnahmen Bahnhof Bogen ist die gleichzeitige Schaffung eines barrierefreien Zugangs und einer auf die verkehrenden Fahrzeugtypen abgestimmte barrierefreie Ein- und Ausstiegsmöglichkeit erforderlich. Dass weitere Sanierungs- und Beschleunigungsmassnahmen auf der Bahnlinie von Bogen über Straubing nach Neufahrn notwendig sind, hat der VCD wiederholt sowohl an die Mandatsträger der Region, an die DB Netz AG, als auch an das Bayerische Staatsminsterium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie herangetragen, ebenso an die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG). Dort hat sich der VCD auch für einen Halbstundentakt in den Berufsverkehrszeiten und einen Stundentakt am Wochenende eingesetzt. Auch die Aufwertung der Haltepunkte wie Straubing-Ost oder Geiselhöring mit einer angemessenen Bahnsteiginfrastruktur sei notwendig.
Mit freundlichen Grüßen
Johann Meindorfer

