Alte Reflexe helfen nicht weiter
(Leserbrief von Hannes Linck zum geplanten Feldberg-Parkhaus)
Bezüglich des BZ-Artikels 'CDU will an Parkhausplänen festhalten' vom 22.9.11 fragt man sich doch, warum CDU und SPD immer noch wie in den 1970er Jahren an dem Glauben festhalten, dass wirtschaftliche und touristische Entwicklung nur mit viel mehr Autoverkehr möglich ist. Gibt es doch im In- und Ausland inzwischen viel gute Beispiele, wo Regionen engagiert und erfolgreich gerade mit weniger Autoverkehr für sich werben.
Auch die sensible Feldberg-Region könnte von einer naturverträglichen Herangehensweise profitieren. Das immer wieder geforderte Feldberg-Parkhaus dagegen würde die Verkehrsprobleme nicht lösen, sondern im Gegenteil verschlimmern, weil neue Park-Kapazitäten natürlich sehr bald mehr Autos anziehen würden als unterzubringen wären. Was hier gefordert wird, hat mit Erholung nicht viel zu tun, weder Mensch noch Natur kommen dadurch zur Ruhe.
Die regionale Politik sollte also lieber die Landesregierung in der Weise in die Pflicht nehmen, dass diese die Region wie angekündigt bei der Entwicklung und Umsetzung eines Verkehrskonzeptes am Feldberg unterstützt, das auf deutlich mehr und attraktiver organisierte Bus- und Bahnverbindungen setzt. Die alten Auto-Reflexe sollten auch bei CDU und SPD endlich überwunden werden!

