Enttäuschung über Salomon
So verwunderlich wie die unterstützende Position der meisten OBs in Baden-Württemberg für Stuttgart 21 ist, so enttäuschend ist die Haltung von OB Salomon. Warum ist nicht einmal ein grünes Stadtoberhaupt bereit, die Dinge beim Namen zu nennen? Dass nämlich das unsinnige Projekt in Stuttgart nicht nur dort dem Bahnverkehr schadet, sondern in ganz Baden-Württemberg und ganz besonders im Rheintal.
Während nämlich in Stuttgart bereits der Streit um die inzwischen fest eingeplanten Mehrkosten für den unterirdischen Bahnhof losgeht, wird der Ausbau der Rheintalbahn weiter ausgebremst. Bereits im Frühjahr wurde von Minister Ramsauer der wichtige Eisenbahntunnel in Rastatt gestrichen, nun lehnte DB-Chef Grube Verbesserungen für den Raum Weil ab. Das zeigt noch einmal, was jeder weiß: Das Geld, das in Stuttgart sinnlos vergraben wird, fehlt am Rhein.
Es geht also weiter in Richtung Sparvariante und das so langsam, dass nicht vor 2050 mit der Fertigstellung der Rheintalbahn zu rechnen ist. Doch wir brauchen dringend das 3. und 4. Gleis, damit der Regionalverkehr ausgebaut werden kann, und wir brauchen eine umwelt- und menschenverträgliche Lösung. Warum also diese Leisetreterei von Salomon?
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Linck
Verkehrsclub Deutschland (VCD)
Freiburg

