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VCD: Aktionsplan ungeeignet, regionales Konzept zur Verkehrsverminderung notwendig

Als ungeeignet, um kurz- oder mittelfristig eine nachhaltige Verbesserung der Belastung der Freiburger Bevölkerung herbeizuführen, beurteilt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den vorliegenden Entwurf des Luftreinhalte-/Aktionsplan in seiner Stellungnahme. Dies trifft nach Ansicht des Vereins besonders für die Maßnahmen bezüglich des motorisierten Straßenverkehrs zu, auf deren Beurteilung er sich beschränkt.

"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass, scheint das Motto des Plans zu sein", so der VCD-Vorsitzende Hannes Linck. Obwohl im Plan selbst angeführt werde, dass der LKW- und PKW-Verkehr der Hauptverursacher der Belastungen durch Feinstaub und NO2 darstellt, würden keine Maßnahmen vorgeschlagen, die diesen Verkehr auf ein menschen- und umweltverträgliches Maß reduzieren könnten. Teilweise sind die Vorschläge sogar kontraproduktiv in diesem Sinne, was bei der jeweiligen Beurteilung der Maßnahmen auch durch die Autoren so bewertet wird.

Viele Maßnahmen, die aus Sicht des Vereins bessere Wirkungen erzeugen könnten, werden im Kapitel 5.3 als nicht weiter zu verfolgen kurz abgehandelt. Inwiefern sie einer intensiven Prüfung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Umsetzbarkeit unterzogen wurden, sei dem Plan nicht zu entnehmen. In der Arbeitsgruppe sei jedenfalls nur sehr oberflächlich über einen Teil dieser Maßnahmen diskutiert worden, so Linck.

Weiter führt der VCD in seiner Stellungnahme aus: Ein großer Teil der Belastungen stammt lt. dem Plan aus dem großräumigen Hintergrund. Deshalb erscheint eine Entlastung unserer Stadt und Region nur durch ein regionales Konzept der gründlichen Verkehrsentlastung möglich, nicht durch die vorgeschlagenen kleinräumigen Verkehrsverlagerungen mittels Straßenneu- oder -ausbau. Ein solches Konzept widerspricht allerdings natürlich dem mehrfach im Plan erwähnten Ziel, die Freizügigkeit des Verkehrs nicht einschränken zu wollen.

Dieser Logik folgt auch die Einrichtung einer Umweltzone, die so viele Ausnahmen enthält, dass eine messbare Wirkung davon nicht zu erwarten ist. Als einzig wirksame Maßnahme wird der Bau eines Stadttunnels beschrieben, der, wenn überhaupt, realistisch wohl erst in 25 Jahren verwirklicht sein dürfte. Durch die mit ihm einhergehende ungefähre Verdoppelung der Durchfahrtkapazität dürften seine positiven Wirkungen auf die Schadstoffbelastung durch das Anziehen zusätzlichen motorisierten Verkehrs sehr schnell in ihr Gegenteil verwandelt werden.

Die ausführliche Stellungnahme siehe Anlage.

 

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