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Umweltzone wirkt gegen Feinstaub, Tunnel nicht!

Leserbrief zum Kommentar in der Badischen Zeitung am 9.1.2010 'Argument für den Tunnel':

Dass Autofahrer Probleme mit der Umweltzone haben, zeigt, dass sie - zumindest in geringem Umfang - wirkt. Es wird schon so sein, dass einige jetzt längere Wege fahren - wenn sie fahren. Doch in Erwartung von längeren Wegen werden auch einige seltener oder gar nicht mehr mit dem Auto nach Freiburg fahren. Bekanntlich können sie dabei ja auf ein gutes Bahn- und Bussystem ausweichen, kommen also überall hin, wo sie hinwollen.

Und überraschend kam die Umweltzone ja auch nicht, sie wurde seit Jahren angekündigt. Da hätten sich viele längst darauf einstellen können.

Dass sich jetzt einige beschweren, sollte nicht als Argument gegen die Umweltzone gelten. Man kann davon ausgehen, dass viele andere, die keine Plakette für ihr Fahrzeug bekommen, auf Bus und Bahn umsteigen, endlich ihr Fahrzeug nachrüsten oder bei der Kaufentscheidung für ihr nächstes Auto durch die Zone motiviert werden, ein möglichst feinstaubarmes zu kaufen.

So kann die Umweltzone durchaus für die ganze Region zu einer Reduktion des Dieselrußausstoßes beitragen. Dies könnte sie allerdings deutlich besser, wenn sie sinnvoller gestaltet wäre, nämlich flächendeckend in ganz Freiburg - auch auf der B31. Hier sollte die Politik rasch aktiv werden!

Ein Argument für den geplanten Stadttunnel sind die (geringen) Probleme mit der Zone allerdings überhaupt nicht. Denn er könnte ja nur den in ihm ausgestoßenen Dieselruß durch aufwendige Filter binden. Durch die höhere Durchfahrtkapazität gegenüber heute würde durch den Tunnel aber deutlich mehr regionaler und überregionaler Autoverkehr angezogen und dadurch in der Region mehr Feinstaub erzeugt.

Mit freundlichen Grüßen
Hannes Linck, VCD

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