Modal Split
Der Binnenverkehr der Stadt Tübingen ist zu etwa je einem Viertel den Verkehrsmitteln "Auto", "ÖPNV", "Fahrrad" und "Zu Fuß Gehen" zuzuordnen. Diese -auch als Modal Split bezeichnete- Aufteilung ist das Ergebnis einer Haushaltsbefragung des Stadtverkehr Tübingen (SVT) zum Mobilitätsverhalten der Tübinger Einwohner.
Die Möglichkeiten für eine sozial- und umweltverträgliche Mobilität sind in Tübingen, verglichen mit ähnlich großen Städten, recht gut. So gibt es einen Stadtverkehr auf relativ hohem Niveau, mit einem dicht gewobenen Liniennetz und einer hohen Taktfrequenz.
Der, vom VCD initiierte, Verein Ökostadt Tübingen e.V. unterhält den Carsharing-Betrieb teilAuto mit inzwischen mehr als 50 Fahrzeugen und 1200 Nutzern.
Die Sorgenkinder des VCD im Tübinger Verkehrsgeschehen sind die Radfahrer und die Fußgänger: Die zahlreichen Radfahrer sind im Straßenbild allgegenwärtig, so dass andere Verkehrsteilnehmer überall mit ihnen rechnen müssen. Doch die zur Verfügung stehende Verkehrsfläche für Fußgänger und Radfahrer ist in keinster Weise ihrem hohen Verkehrsanteil angemessen. Um jeden Quadratmeter aber, der dem Autoverkehr zugunsten von Radlern und Fußgängern abgerungen werden soll, wird in Tübingen ein erbitterter Kampf geführt, was sich am Beispiel der seit mehr als 15 Jahren heiß umkämpften Mühlstraße besonders eindrucksvoll manifestiert.

