Öffentlichkeit und individuelles Verhalten
Die Verbesserung des Verkehrs ist nicht nur eine Aufgabe politischer und wirtschaftlicher Organisationen. Jede/r einzelne ist gefordert. Das individuelle Verhalten wird aber wiederum durch die Öffentlichkeit beeinflusst.
In der Öffentlichkeit sollte eine neue Verkehrskultur vermittelt werden. In der Werbung und den Medien insgesamt sollte ein angemessenes Bild des Verkehrs gezeigt werden: weniger aggressives und "heldenhaftes" Autofahren, weniger direkte und versteckte Autowerbung, mehr praktische Informationen zu Rad, Bahn und Bus.
Verbraucher- und Fahrgastorganisationen, Umweltverbände u. a. sollen sich wirksamer für vernünftiges Verkehrsverhalten einsetzen und die Interessen der unmotorisierten und öffentlichen VerkehrsteilnehmerInnen vertreten können. Hierzu sind sie an entsprechenden Gremien und Planungsverfahren generell zu beteiligen.
Die Verkehrserziehung für Kinder und Jugendliche sollte nicht vorrangig auf die spätere Teilnahme am motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sein, sondern auch dessen Probleme darstellen und positive Alternativen zeigen.
Die Fahrerausbildung für Erwachsene muss ein verträgliches Verkehrsverhalten in den Vordergrund stellen.
Jede/r trägt durch sein individuelles Verhalten zur Situation im Verkehr bei. Wenn unsere Ziele verwirklicht werden sollen, müssen die einzelnen VerkehrsteilnehmerInnen akzeptieren, dass sie für ihr Verhalten im Verkehr und für eine verträgliche Verkehrsmittelwahl verantwortlich sind. Viele können heute schon problemlos vom Auto auf Rad oder Bahn umsteigen.
Außerdem sind wir alle politisch dafür verantwortlich, dass durch unsere Wahlentscheidungen und durch öffentlichen Druck Regierungen und Parlamente zu einer vernünftigen Verkehrspolitik angehalten werden.

