Lokführerstreik in Hessen
In der letzten Woche kam es zum wiederholten Male zu Streiks der Lokführer. Da insbesondere die Hessische Landesbahn (HLB) bestreikt wurde kam es zu massiven Störungen in der Region Wetterau. Es kam zu Zugausfällen im verbreitetem Ausmass.
Es ist nicht die Angelegenheit des Verkehrsclub Deutschland (VCD) sich in die Tarifpolitik einzuschalten, aber wenn das Informationsmanagement während eines Streikes so grauenhaft ist wie letzte Woche, dann sehen wir uns gezwungen Stellung zu nehmen, so der Vorsitzende des VCD Christoph Winterberg. Keiner der Akteure ob Gewerkschaft der Lokführer, oder die Wetterauer Verkehrsgesellschaft sahen sich genötigt z.B. in Friedberg für Information der Fahrgäste zu sorgen. Das Bedinstete der DB auch nicht gerade mit feuereifer dabei waren, die alleingelassenen Fahrgäste zu informieren, lässt sich zur Not nachvollziehen. Hätte es nicht Busfahrer gegeben, die sich selbstlos den „Verirrten“ angenommen hätten, würden wohl noch einige mehr dem ÖPNV „Ade“ sagen.
Wir, der Kreisverband des VCD Wetterau/Vogelsberg, fordern zum einen die Streikparteien auf, während des Streiks für umfassende Information der Fahrgäste zu sorgen und das vor allem vor Ort, auf den Bahnhöfen, zum anderen fordern wir die Hessische Landesregierung als Eigentümer der HLB auf, sich umgehend mit der Gwerkschaft der Lokführer zusammenzusetzen um eine Einigung im Tarifkonflikt zu finden. Die hessiche Landesregierung wirbt für sich damit, das sie Vorreiter bei der Verwirklichung von Umweltstandards ist, auch der ÖPNV ist ein Umweltstandard. Ein funktionierender ÖPNV verringert den Schadstoffausstoss auch in Hessen immens.
Gerade bei uns in der Wetterau, haben wir in den letzten Jahren viel investiert, um den ÖPNV auszubauen aber durch solch eine desolate Informationspolitik vergraule ich meine Kundschaft und viele werden in ihren Vorurteilen bestätigt, das der ÖPNV unzuverlässig ist.
Wir vom VCD können es nicht nachvollziehen, warum von beiden Seiten, der Umweltschutz so leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.
Schüler der Grundschule Büdingen Vonhausen mit Spaß unterwegs
Nidda, 20.09.2010: Zum vierten Mal rufen das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und der ökologische Verkehrsclub VCD Grundschulen in ganz Deutschland auf, sich an den Aktionstagen »Zu Fuß zur Schule« zu beteiligen. Vom 22. September bis zum 1. Oktober sind in ganz Deutschland viele tausend Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller unterwegs zur Schule und zeigen mit ihren Aktionen, wie viel Spaß es machen kann, sich zu bewegen. Ein weiterer Gewinn: Wer den Schulweg zu Fuß, mit Roller oder Rad zurücklegt, vermeidet Schadstoffe und Treibhausgase und verbessert nachweislich Gesundheit und Wohlbefinden.
Über 2.000 Klassen haben sich dieses Jahr für die Aktionstage angemeldet. Auch die Grundschule in Büdingen Vonhausen, beteiligt sich in diesem Jahr mit einer Aktion.
Gerade im ländlichen Bereich erleben immer mehr Kinder ihre Alltagswege nur noch aus der Windschutzscheibenperspektive im Elterntaxi, so Christoph Winterberg vom VCD Wetterau. Das Auto als Verkehrsmittel - auch für kurze Wege - ist für viele Kinder selbstverständlich. Spaß beim Fahrrad- und Rollerfahren, stressfreie Bus- und Bahnfahrten, bei denen die Eltern Zeit für ihre Kinder haben - all dies sind Erfahrungen, die Kinder immer seltener sammeln können. Deswegen freut es uns besonders, dass eine Schule aus der ländlichen Gegend des Wetteraukreises an der Aktion teilnimmt.
In Kindergarten und Schule wird das Thema Verkehr häufig auf die Verkehrssicherheit reduziert. Der VCD setzt sich dafür ein, dass Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsaspekte in der Verkehrserziehung stärker berücksichtigt werden. Mit seinem Konzept »Kinder im Verkehr« verfolgt der VCD das Ziel, Kinder nicht nur fit für den Verkehr zu machen, sondern ihnen auch ihre Verantwortung bei der Verkehrsmittelwahl und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten für ein nachhaltiges Mobilitätssystem der Zukunft zu zeigen. Als schwächste Verkehrsteilnehmer bedürfen Kinder eines besonderen Schutzes. Das Engagement für mehr Spiel- und Bewegungsraum und mehr Sicherheit auf Schul- und Alltagswegen bildet daher einen Schwerpunkt der VCD-Arbeit.

