Bericht über 100 Jahre Niddertalbahn vom 1. Oktober 2005
Am 1. Oktober herrschte entlang der Niddertalbahn zwischen Bad Vilbel und Glauburg deutlich mehr Betrieb als an anderen Samstagen. Grund war das 100-jährige Jubiläum der Bahnstrecke. Im Tagesprogramm war der Pendelverkehr eines historischen Dampfzuges ebenso vertreten wie Grußworte verschiedener Politiker und Bahnhofsfeste entlang der Strecke. Da die Niddertalbahn etwa zur Hälfte durch das Gebiet des Kreisverbandes Wetterau führt, durfte der VCD natürlich nicht fehlen.
Als Standort für unseren Infostand hatten wir uns den Bahnhof Nidderau ausgesucht, da er einer der größten und meistbesuchten Bahnhöfe der Strecke ist. Obendrein kreuzt sich hier die Niddertalbahn mit der Strecke Hanau-Friedberg, was auf regen Zulauf hindeutete. Leider erfüllten sich unsere Hoffnungen nicht ganz, da das Wetter an diesem Tag nicht wirklich mitspielen wollte.
Trotzdem wurde um kurz nach zehn Uhr morgens der Infostand mit aktuellen Informationen unter einem Pavillon direkt zwischen Bahnhofsgebäude und Gleis 1 aufgebaut. Tatkräftig an diesem Tag vertreten waren Christoph Winterberg, Hans-Ludwig Laupus und Martin Fromm von Seiten des Kreisverbandes. VCD-Zündhölzer und Streichhölzer waren ebenso zu erhalten wie die beliebten Luftballons. Außerdem standen Publikationen und Faltblätter zu verschiedenen Themen genau so zur Verfügung der Interessierten wie die aktuelle Ausgabe der Fairkehr. Ein weiterer Schwerpunkt war die Auto-Umweltliste des VCD. Sie war in vergrößerter Form im Hintergrund des Standes zu sehen. Spontan wurden auch Modelle der örtlichen Buslinie ins Programm aufgenommen.
Um kurz nach elf Uhr wurde der Stand einer ungeplanten Festigkeitsprüfung unterzogen, als direkt vor uns auf Gleis 1 ein Güterzug mit mindestens 80 km/h vorbeifuhr. An dieser Stelle muss deshalb die Frage gestellt werden, ob diese Geschwindigkeit im direkten Bahnhofsbereich seitens der Bahn nicht etwas zu hoch gewählt ist, da der entstandene Sog beinahe nicht nur unseren Stand fort geblasen hätte…….
Recht schnell besserte sich die Laune der Besucher und Beteiligten wieder, da gegen viertel vor zwölf der erste Dampfzug erwartet wurde. Empfangen wurde er mit Musik des örtlichen Posaunenchores, der trotz des Regenwetters angetreten war. In Erinnerung an das „Stockheimer Lieschen“ war dieser Dampfzug der Eisenbahnfreunde Hanau mit 2 Dampfloks und mehreren historischen Wagen bestückt. Die Möglichkeit des Ticketkaufes war am Startort Glauburg-Stockheim scheinbar voll ausgenutzt worden, denn der Zug zeigte sich brechend voll mit Fahrgästen besetzt.
Glücklicherweise besserte sich im Laufe der Mittagszeit das Wetter etwas und es hörte sogar auf zu regnen. So war das nasskalte Wetter für alle Beteiligten deutlich besser zu ertragen und bei Würstchen, Steaks und Gesprächen kam an diesem Herbsttag dann doch noch etwas Stimmung auf.
Außer dem historischen Dampfzug waren an diesem Tag auch noch zwei moderne Triebwagen im Einsatz, die den anfallenden Personenverkehr wenigstens etwas besser verteilen konnten.
Trotzdem war deutlich zu spüren, dass das Interesse auf dem „Stockheimer Lieschen“ lag, denn bei Rückkunft des Zuges gegen 14 Uhr aus Richtung Bad Vilbel nahm die Zahl der Besucher und Interessierten wieder deutlich zu.
Gegen 15 Uhr verließen nach und nach fast alle Besucher den Nidderauer Bahnhofsbereich, so dass eine Fortführung des Informationsstandes wenig lohnend erschien.
Auch wenn durch das schlechte Wetter weit weniger Besucher als erwartet im Laufe des Tages den Bahnhof besucht hatten, so kann der Infostand doch als Erfolg gewertet werden, da durch den Verkauf verschiedener VCD-Utensilien und die Vergabe der Publikationen doch etwas Öffentlichkeitsarbeit gelungen war.
Martin Fromm
Kreisverband Wetterau

