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Aktueller Zwischenstand Ausbau der S6 auf der Main-Weser-Bahn

Aktueller Zwischenstand Ausbau der S6 auf der Main-Weser-Bahn.

 

Bereits in den 80er Jahren gab es erste Überlegungen und Pläne zu einem Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt-West und Friedberg. Nach Einführung der S-Bahn auf diesem Streckenabschnitt stellte sich nämlich recht schnell heraus, dass dieser Bereich durch den parallel laufenden Nahverkehr, Fernverkehr und Güterverkehr überlastet war. Mitte der 90er Jahre forcierte dann der damalige Landrat des Wetteraukreises, Rolf Gnadl, die Bemühungen und gründete mit anliegenden Gemeinden und Verbänden die Interessengemeinschaft S6.

Als vorrangiges Ziel wurde der zügige vierspurige Ausbau zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel formuliert, da in diesem Bereich zusätzlich auch noch die Niddertalbahn bis Frankfurt durchläuft und es praktisch täglich zu Verspätungen insbesondere im Nahverkehr kam und kommt.

Leider folgten in den folgenden Jahren einige Verzögerungen. Verschiedene Bauwerke müssen verbreitert oder neu gebaut und Lärmschutzmaßnahmen angebracht werden, die Planungen dafür zogen sich in die Länge. Auch verschiedene Anwohner befürchten eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. So kam es zu Problemen bei der Durchführung des Planfeststellungsverfahrens und bis zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht viel Sichtbares geschehen. Lediglich wurde in Bad Vilbel ein neues, aber von diesem Projekt eigentlich unabhängiges, neues Stellwerk gebaut.

Glücklicherweise hat sich mittlerweile die Stadt Frankfurt positiv zum Ausbau der S6 in ihrem Bereich geäußert und das Planfeststellungsverfahren für den südlichen Bereich zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel wird Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Für den nördlichen Bereich zwischen Bad Vilbel und Friedberg ist die Planfeststellung bereits erfolgt, so dass für das nächste Jahr hoffentlich mit einem Baurecht für den vierspurigen Ausbau in beiden Bereichen gerechnet werden kann.

Wenn alles gut und wie geplant läuft, könnten beide Streckenabschnitte etwa zusammen fertig gestellt werden, obwohl das erste Verfahren ja zehn Jahre vor dem zweiten eingeleitet wurde.

Es bleibt zu hoffen, dass es nicht noch zu weiteren Verzögerungen kommt, so dass die Wetterauer Bürger etwa gegen das Jahr 2020 den deutlich verbesserten Service im Nahverkehr nutzen können und somit auch eine deutlich spürbare Entlastung der Straßen möglich wird.

Letztlich sind natürlich gut 25 Jahre Planfestellungs- und Bauphase für einen vom Bürger dringend benötigten Streckenabschnitt schon hart an der Grenze des Ertragbaren und der VCD Kreisverband Wetterau-Vogelsberg hofft, dass der öffentliche Nahverkehr in der Region dadurch nicht einen Imageschaden davonträgt.

 

Martin Fromm

VCD Wetterau – Vogelsberg

 

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