Einweihung des modernisierten Bahnhofs Nidda am 26. August 2011
Bürgermeister Hans-Peter Seum wird am Freitag, den 26. August im Rahmen eines Festaktes den komplett modernisierten Bahnhof in Nidda einweihen. Damit verfügt die Region künftig über einen zeitgemäßen Verkehrsknotenpunkt, der die Bahnlinien von Frankfurt/Friedberg, Gießen/Lich und Gelnhausen/Büdingen mit den Bussen in die Niddaer Stadtteile und in die Nachbarkommunen im Vogelsberg verknüpft. Der Komfort im öffentlichen Personennahverkehr wird wesentlich verbessert, Nidda erhält für seine Gäste einen attraktiven Eingang.
Ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof befindet sich unmittelbar vor dem denkmalgeschützten Empfangsgebäude direkt gegenüber dem Ausgang der Fußgängerunterführung, die zu den Bahnsteigen führt und auch mit Aufzügen ausgestattet ist. Bahn- und Bussteige sind behindertengerecht ausgeführt, d. h. gehbehinderte Menschen erreichen die Verkehrsmittel stufenlos und Sehbehinderte werden durch Leitstreifen geführt. Für Pendler stehen 64 Standard-Parkplätze und 3 Behinderten-Parkplätze zur Verfügung. Hinzu kommen 54 überdachte Fahrrad-Abstellplätze.
Dieses Ergebnis hatte einen Vorlauf von mehr als 15 Jahren. Bereits 1996 schlossen der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Stadt Nidda einen Kooperationsvertrag und ließen ein Entwicklungskonzept für den Bahnhof erstellen. Dieses wurde bis Ende 1999 in zahlreichen Schritten mit verschiedensten Stellen der Deutschen Bahn abgestimmt und am 7. Juni 2000 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Im folgenden Frühjahr kaufte die Stadt das Bahnhofsgebäude und den Vorplatz von der Deutschen Bahn AG.
Mit einer Förderung des Landes Hessen für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in Höhe von ca. 4,1 Millionen Euro ist in den folgenden Jahren das Projekt in drei Bauabschnitten umgesetzt worden. Zunächst wurde als Maßnahme der Stadt das Empfangsgebäude für rund 1,19 Millionen Euro umfassend saniert. Zum 1. Mai 2003 wurde es an den Wetteraukreis vermietet, der dort seine Fachstelle Jugendhilfe Ost unterhält.
Unter der Regie der Deutschen Bahn wurden 2009/10 die Bahnsteige einschließlich ihrer Überdachungen erneuert und die Fußgängerunterführung saniert. Für diesen Bauabschnitt, der noch nicht abschließend abgerechnet ist, sind 3,83 Millionen Euro veranschlagt worden. Im Anschluss hat dann wiederum die Stadt den Bahnhofsvorplatz seit August 2010 in den Zentralen Omnibusbahnhof und den Park & Ride-Platz umbauen lassen. Hierfür wurden Gesamtkosten in Höhe von 1,58 Millionen Euro geschätzt. Der RMV hat sich mit der Übernahme von 50 % aller Planungskosten eingebracht.
Der Kostenanteil der Stadt für alle drei Baumaßnahmen beläuft sich auf ca. 1,7 Millionen Euro. Bürgermeister Hans-Peter Seum und Erster Stadtrat Reimund Becker sind überzeugt, dass die städtischen Mittel gut angelegtes Geld sind, um für die Stadt ein einladendes Eingangstor, eine attraktive Visitenkarte, zu schaffen und den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken. Mittlerweile ist es der Stadtverwaltung auch gelungen, zusammen mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Verkehrsgesellschaft Oberhessen im Warteraum des Empfangsgebäudes eine RMV-Mobilitätsinfo einzurichten. Hier können Reisende RMV-Fahrkarten kaufen, Fahrplanauskünfte erhalten, Erfrischungen zu sich nehmen und Toiletten aufsuchen.
Quelle: Pressemitteilung Stadt Nidda
Bahnhofsumbau Nidda
Der Umbau des Bahnhofs Nidda nimmt Formen an. Nachdem bereits die erste Hälfte der Bahnsteige erneuert wurde ist nun die zweite Hälfte in Arbeit. Im März wurde bereits die neue Unterführung freigegeben. Auch wenn noch viele Arbeiten ausstehen, wie z.B. das Dach am Eingang der Unterführung, ist die neue Anlage bereits deutlich zu erkennen, besonders auffallend sind die Fahrstühle, so sind die Gleise in Zukunft auch für all die, die mit dem Treppensteigen ihre Last haben, problemlos zu erreichen. Dieser Umbau ist für den ÖPNV eine deutliche Qualitätssteigerung. Ein großer Wehrmutstropfen fällt aber auch auf die Gesamtsituation am Bahnhof, am Bahnhofsvorfeld und damit an der Situation der Bushaltestellen passiert noch nichts. Ein weiterer Punkt der negativ auffällt ist die mangelnde Möglichkeit, am Bahnhof Fahrkarten für den Fernverkehr zu erwerben. Ein Automat nur für den RMV ist zu wenig, dazu an anderer Stelle weitere Informationen.
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