setzt sich seit seiner Gründung im Jahre 1986 für eine umweltorientierte und menschenfreundlichere Verkehrspolitik ein, die mit dem Begriff Verkehrswende gekoppelt ist. Der Kreisverband des VCD besteht seit 1991 und bemüht sich, die Ziele des Verbandes auf lokaler Ebene umzusetzen.
Warum tun wir das?
Schon das heutige Verkehrsaufkommen ist unverantwortbar! Wir können uns vor allem den jetzigen Straßenverkehr auf Dauer nicht leisten. Aber damit nicht genug: Wenn man den Prognosen glauben darf, wird beim PKW- Bestand eine Steigerung von heute gut 40 Mio. auf über 50 Mio. bis zum Jahr 2010 eintreten, beim Straßengüterverkehr wird sogar eine Steigerung um 50% erwartet.
Diese Zahlen sind deswegen so beängstigend, weil der ausufernde Straßenverkehr für viele Problembereiche hauptverantwortlich ist.
Hierbei ist zu nennen:
Flächenversiegelung (Fläche doppelt so groß wie das Saarland)
Energieverbrauch
Gesamtölverbrauch in Deutschland seit der Ölkrise vor gut 20 Jahren zurückgegangen. Prozentual haben die Industrie und die privaten Haushalte ihren Verbrauchsanteil gesenkt. Nur der Verkehrsbereich hat seinen Verbrauchsanteil nahezu verdoppelt. Jeder weiß, dass fossile Energien nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Vielleicht reichen die Vorräte noch 40 Jahre oder bei erheblich risikoreicherer und umweltschädlicherer Förderung 50 oder 60 Jahre - aber was dann?
Jedes Jahr sterben ca. 8.000 Menschen im Straßenverkehr.
Bei keiner anderen Technologie nähmen wir diese Verlustzahlen in Kauf. Man denke nur daran, dass im Straßenverkehr seit 1953 in West-Deutschland weit mehr als eine halbe Million Menschen umgekommen sind, von den ca. 5 Millionen Schwerverletzten ganz zu schweigen.
Schadstoffemissionen
Bei den Schadstoffemissionen hat der Anteil des Verkehrs am Gesamtaufkommen in den letzten
Jahren und Jahrzehnten drastisch zugenommen. Und gegen den problematischen Kohlendioxid-Ausstoß hilft kein Katalysator. Die Folgen des Schadstoffausstoßes sind heute allgemein bekannt: Das schon fast in Vergessenheit geratene Waldsterben, das Ozonloch in der Atmosphäre und die schädliche Ozonanreicherung in Bodennähe, Sommersmog, Klimaveränderungen verbunden mit dem erwarteten Treibhauseffekt.
Aus all dem folgt zwingend: Es muss sich etwas ändern!
Die von uns angestrebte Verkehrswende beinhaltet vier Strategien:
Verbesserung der Technik
Verlagerung des Verkehrs auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel
Vermeidung von Verkehr
Beruhigung des Verkehrs
Auch viele Politiker stimmen dem Gedankengang weitgehend zu, verkünden aber dann: Das ist sicher wünschenswert, aber nicht zu finanzieren! Wir halten diesem Einwand eine Aussage des (ehemaligen) EU-Kommissars Neil Kinnock entgegen:
"Für eine Verkehrswende gibt es keine Alternative. Handeln ist teuer. Nicht handeln wird noch teurer!"
Aber die Lobby für umweltorientierte Verkehrspolitik ist schwach! Zu groß sind die Machtinteressen und Einflussmöglichkeiten der (Auto-) Verkehrsindustrie, zu unwissend - oder noch schlimmer:
ignorant - sind viele Zeitgenossen über die Auswirkungen unseres heutigen Verkehrswesens.
Und viele Menschen wissen einfach nicht, dass es Alternativen gibt, die keine oder kaum Einschränkungen in der Lebensqualität bedeuten.Die Lobby umweltorientierter Verkehrspolitik möchten wir durch unsere ehrenamtliche Arbeit stützen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie uns dabei unterstützen könnten.
am besten durch eine Mitgliedschaft im VCD
oder / und durch eine Spende, die steuerlich abzugsfähig ist
durch das Eintreten für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik
durch einen verantwortungsvollen und umweltschonenden Umgang mit dem PKW
durch die häufige Nutzung von Bussen und Bahnen
oder durch Fahrradfahren und Zu-Fuß-Gehen statt motorisierter Fortbewegung