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4. Goldene-Rose-Wettbewerb:
Beleuchtung an Wegen für Radfahrer und Fußgänger

Der 4. kreisweite Wettbewerb mit dem Namen Goldene Rose startete zum Jahreswechsel ‘01/‘02. Passend zur dunklen Jahreszeit ging es um die Qualität der Beleuchtung von Wegen und Straßen, die für Fußgänger und Radfahrer wichtig sind.


Wie Perlen an der Kette reiht sich Lampe an Lampe am Radweg zwischen Freckenhorst und Warendorf, der damit Sieger im 4. Goldene-Rose-Wettbewerb wurde.
Bis Ende März ‘02 hatten wir die Bevölkerung im Kreis Warendorf aufgerufen, auffallend gut und schlecht beleuchtete Wege zu benennen. In zwei Sitzungen und mehreren Ortsbesichtigungen werteten die sechs Vorstandsmitglieder die eingegangenen Vorschläge aus. Preisträger der Goldenen Rose und damit Sieger des Wettbewerbs wurde der Radweg zwischen Warendorf und Freckenhorst. “Hier sind die Kriterien für eine optimale Rad- und Fußwegverbindung am besten erfüllt”, lobt der VCD-Kreisvorsitzende Thomas Lins den viel befahrenen Radweg entlang des Freckenhorster Feidiek-Sportplatzes bis zum Warendorfer Schulviertel. “Die Verbindung zwischen den beiden größten Stadtteilen der Kreisstadt verläuft ohne Umwege, sie ist gut befahrbar und weitgehend abgetrennt vom Autoverkehr.”

Die erst kurz vor Weihnachten fertig gestellte durchgehende Beleuchtung des Radweges macht den Weg noch sicherer und attraktiver", heißt es in unserer Urteilsbegründung.  Positiv möchten wir auch einen anderen Wettbewerbsbeitrag erwähnen: Die durchgehende Beleuchtung am Radweg zwischen den Straßen Pattenmeicheln und Uhlandstraße in Ahlen bewirkt eine gute Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Ahlen einschließlich der Bahnunterführung.

Das gleiche Ziel haben wir auch mit der Vergabe des Negativpreises für den Wettbewerb: Schlecht beleuchtete Rad- und Fußwege sind uns viel mehr als Positivbeispiele gemeldet worden, mit der Verleihung der rostigen Rose möchten wir auf Missstände aufmerksam machen und die Situation für Radfahrer verbessern. Den größten Handlungsbedarf sehen wir bei der mehrfach gemeldeten Radwegverbindung zwischen Beckum und Neubeckum, der damit der Negativpreis „Rostige Rose" zuerkannt wird. „Hier ist die fehlende Beleuchtung ein echtes Manko", wissen Carl-Christoph Bücker und Heinz Grieskamp, die diesen Radweg im Dunkeln getestet haben: “An zwei Stellen macht der Radweg scharfe Kurven und nach der beleuchteten Autobahnunterführung sieht man auf dem Weg praktisch nichts mehr!”
(Bild unten zeigt eine der beiden starken Kurven)


Die Idylle trügt: Im Dunkeln bestehen gravierende Mängel

Hinzu kommt noch die Blendwirkung der Autoscheinwerfer von der parallel verlaufenden Straße. Dabei sind es nur zwei Kilometer zwischen den beiden großen Beckumer Stadtteilen, Potenzial für eine häufige Nutzung des Radweges ist genug vorhanden! In einem ersten Schritt regen wir an, wenigstens die Straßenquerungen beim Radweg zu beleuchten um die Hauptunfallgefahren für Radler zu entschärfen.

In engerer Auswahl für die Rostige Rose war der von Schülern häufig genutzte Wittensknapp in Ennigerloh, der an den Friedhofsweg angrenzt. „Hier könnte man mit einigen Straßenleuchten die Sicherheit für Radfahrer verbessern", weiß Bücker, selbst Ennigerloher. „Den Stadtvätern sollte bei einigen dunklen und unsicheren Wegen im wahrsten Sinne ein Licht aufgehen", wünscht Lins als Ergebnis des Wettbewerbs, „mit relativ geringen Investitions- und Folgekosten können manche Schwachstellen im Radwegenetz der Kommunen beseitigt werden.

Die Kilometerangabe auf dem Schild gilt bis zur Stadtmitte von Neubeckum. Zwischen den beiden Ortsteilen sind es nur zwei Kilometer, die mit Lampen versehen werden müssten.

Helle und sichere Wege sind echte Alternativen zum motorisierten Individualverkehr! Ziel der bisherigen vier Goldene-Rose-Wettbewerbe ist es dem Umweltverbund aus Bahn-, Bus-, Radfahrer- und Fußgängerverkehr auf die Sprünge zu helfen und die Abhängigkeiten vom Auto zu verringern.

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