Stopschild

innerorts als Regelgeschwindigkeit!

Jährlich sterben in Deutschland etwa 8.000 Menschen, davon 400 Kinder durch Verkehrsunfälle. 50.000 Kinder werden im Straßenverkehr verletzt. Für den Kreis Warendorf ergeben diese Zahlen ca. 30 Verkehrstote, ein bis zwei tote Kinder pro Jahr und 180 verletzte Kinder. Drei Viertel der Kinder verunglücken innerhalb von Ortschaften. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich nachmittags, wenn Kinder draußen spielen. Ein Großteil der Unfälle kann vermieden werden, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Wohngebieten auf 30 km/h begrenzt wird. Die Erfahrung aus Tempo-30-Zonen zeigt: Die Zahl der Unfälle sinkt um 20%. Der Rückgang bei schweren Unfällen ist noch deutlich höher. Beispielsweise sank die Zahl der Schwerverletzten in Münster um 72%.

Unglaublich, aber wahr!

Wenn ein Kind 15 Meter vor einem Auto auf die Fahrbahn läuft, kann ein Autofahrer, der 30 km/h schnell fährt, noch rechtzeitig anhalten. Fährt er 50 km/h, dann hat er einen Anhalteweg von über 27 Metern! Die Aufprallgeschwindigkeit nach 15 Metern - wenn der 30 km/h schnelle Wagen bereits steht - beträgt noch immer 45 km/h. Das Kind würde getötet oder schwer verletzt.
Der Slogan:

Tempo 30 rettet Leben

ist nicht aus der Luft gegriffen. Deswegen setzen wir uns für Tempo 30 innerorts ein! Wir gehen noch einen Schritt weiter und fordern Tempo 30 nicht nur in oft kleinen unübersichtlichen Zonen, sondern überall da, wo innerorts Menschen (und Kinder!) wohnen. Also keine Zonenregelung, sondern 30 als Regelgeschwindigkeit. Ausgenommen werden sollen nur größere Durchfahrtstraßen.

Aktion des VCD: Tempo 30 auf der Buddenbaumstraße in Freckenhorst

Und Tempo 30 hat noch mehr Vorteile!

1. Schnelles Fahren erfordert breite Fahrbahnen, um ausreichend große Sicherheitsabstände zu gewährleisten. Langsameres Fahren schafft Platz für Fußgänger, Radfahrer und spielende Kinder. Die Straße wird als Lebensraum ein Stück zurückgewonnen. Straßen und Kreuzungen sind einfacher zu überqueren, Wartezeiten an Ampeln entfallen. Zu-Fuß-Gehen und Radfahren wird attraktiver, so dass Autofahrer ihren PKW öfter stehen lassen.

2. Bei einer beschleunigungsarmen und niedrigtourigen Fahrweise stoßen PKW bei Tempo 30 im Stadtverkehr weniger Schadstoffe aus als bei Tempo 50. Vor allem Stickoxide, eine Ozon-Vorläufersubstanz, werden deutlich reduziert.

3. Verkehrslärm ist für die Gesundheit ebenso schädlich wie Autoabgase. Die Einführung von Tempo 30 in Ortschaften ist eine preiswerte und sofort wirksame Maßnahme, Lärm sehr deutlich zu reduzieren. Tempo 30 vermindert den Verkehrslärm um 3 dB(A). Das entspricht einer Halbierung der Verkehrsmenge. 10 Autos, die Tempo 30 fahren, sind so laut wie 5 Autos, die 50 km/h fahren. Auch dies trägt dazu bei, die Lebensqualität der Anwohner deutlich zu verbessern.

Sie sehen, es lohnt sich, sich für Tempo 30 auch in Ahlen, Oelde, Beckum, Warendorf, Telgte, Drensteinfurt, Sassenberg, Wadersloh, Ostbevern, Everswinkel, Sendenhorst, Ennigerloh und Beelen einzusetzen!

Weitere Infos auf Anfrage beim VCD-Kreisverband!
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