Enge Gehwege melden & Gefahrenstellen entschärfen

VCD-Aktion »Freie Gehwege«

Parkende Autos auf Gehwegen sind mehr als nur ein Ärgernis für Fußgänger*innen, oft führen sie zu gefährlichen Situationen. Unsere Mitmach-Aktion „Freie Gehwege“ hat gezeigt, wo es brenzlig ist. Betroffene konnten von Mitte Oktober bis Dezember 2025 Engstellen durch aufgesetzt parkende Autos melden. Das Ziel: Gehwege wieder ungehindert und gefahrlos nutzbar zu machen!

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Gehwege sicherer machen – die Mitmach-Aktion

Gehwege sind für Menschen da, nicht für Autos. Dank der Unterstützung zahlreicher Bürger*innen zeigt unsere Mitmach-Aktion, wo Hindernisse durch parkende Autos auftreten. 

Wichtig zu wissen: Im Fokus der Aktion sind Gehwege, auf denen regelmäßig und über einen längeren Straßenabschnitt Fahrzeuge auf dem Gehweg parken (entweder halb aufgesetzt oder komplett) – und den Bürgersteig dadurch auf unter 1,80 m verengen, sodass der Begegnungsverkehr von Fußgänger*innen (auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl) erheblich behindert wird. 

Übersichtskarte Gehwegparken

Mit einem Klick auf der Karte prüfen, welche Einschränkungen im Aktionszeitraum gemeldet wurden.

Download der Auswertung als PDF

Hier die Zusammenfassung der Aktion und wesentliche Ergebnisse als praktisches Papier laden.
 

Ergebnisse der VCD-Aktion

Die Mitmach-Aktion zeigt: Gehwegparken ist vielerorts ein Problem – vor allem für Kinder und Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Rollator. Unsere Online-Karte ermöglicht einen Überblick der gemeldeten Engstellen und der zugehörigen Informationen am Ort. Die Ergebnisse auf einen Blick: 

  • Insgesamt wurden 3.354 Gehwegabschnitte gemeldet, auf denen aufgesetzt parkende Autos regelmäßig das Durchkommen erschweren. Davon konnten 3.320 ausgewertet werden.
  • Auf drei von vier gemeldeten Gehwegen wird illegal geparkt, auf jedem fünften ist das Parken durch ein entsprechendes Verkehrszeichen erlaubt (s. Abb.).
  • Ob erlaubt oder nicht: In fast allen Fällen liegt die Restgehwegbreite unter 1,50 Meter und damit unter den rechtlichen Vorgaben. Auf zwei Dritteln aller gemeldeten Gehwegabschnitte verbleiben sogar weniger als 1 Meter. Deutlich zu wenig, um den Gehweg gefahrlos zu benutzen.
  • Besonders häufig sind dort Familien mit Kindern und Kinderwagen unterwegs, zahlreiche kleinere Kinder auch per Rad. Viele Rückmeldungen gab es auch von Menschen mit Rollstuhl oder Rollator. Das zeigt: Besonders Kinder und diejenigen, die mehr Platz auf dem Fußweg benötigen, sind durch das Gehwegparken gefährdet.
  • An Müllabfuhrtagen werden viele Gehwege zusätzlich verengt. 

Die Ergebnisse geben uns Rückenwind: Städte müssen Handeln

Um das Bewusstsein für die Belange des Fußverkehrs bei den Entscheidungsträger*innen zu erhöhen und sie zum Handeln zu bewegen, haben wir die Ergebnisse an die jeweiligen Kommunen weitergeleitet – selbstverständlich anonymisiert. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Situation zu überprüfen und das Gehwegparken überall zu unterbinden, wo es für Fußgänger*innen besonders gefährlich ist. 

Unsere Forderungen

Um den Fußverkehr sicherer zu machen und Kindern das Radfahren auf Gehwegen zu ermöglichen, fordert der VCD:

  • sicherere und barrierefreie Fuß- und Gehwege,
  • eine entschlossene Umsetzung der nationalen Fußverkehrsstrategie,
  • die Einführung eines aktiven Parkraum-Managements,
  • digitale Parkraum- und Verkehrskontrollen, und
  • die Vision Zero: Keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr im Verkehr.

Materialien für freie Gehwege

Der VCD setzt sich aktiv für sicherere Mobilität für Klein und Groß ein. Mit unseren Gelben Karten und der VCD-Toolbox können Fußgänger*innen und Radfahrer*innen auf unbewusste Gefahren durch falsch parkende Autos aufmerksam machen. Mit der Anleitung „Werde aktiv gegen Falschparken“ geben wir Tipps für Aktionsideen. Jetzt kostenlos entdecken!

Hintergrundinformationen zum Thema Gehwegsicherheit

Welche Handlungsspielräume ergeben sich durch das wegweisende Urteil des Bundesverwaltungsgericht zum Parken auf Gehwegen, welche rechtliche Grundlagen haben sich geändert und wie lässt sich das auf kommunaler Ebene nutzen, um konkrete Verbesserungen vor Ort zu erwirken? Hier finden Sie spannende VCD-Präsentationen und Leitfaden zum Thema. 

Der VCD - Ihr Partner für familienfreundliche Mobilität

Der VCD macht sich besonders für familienfreundliche Mobilität stark. Denn Kinder und Jugendliche sollen ihre Wege selbstständig und sicher zurücklegen können – zur Schule, zu Freund*innen und zum Training. Dafür braucht es aber auch die passenden Voraussetzungen für einen menschengerechten Verkehr. 

VCD-Forderungen für familienfreundliche Mobilität

  • Eine Reform des Straßenverkehrsrechts mit Fokus auf selbstständige und sichere Mobilität von Kindern. 
    Dazu braucht es Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts sowie mehr Schul- und Spielstraßen.
  • Deutliche Investitionen in ein dichtes, sicheres und barrierefreies Schulwege-Netz bis 2030.
  • Ein Bundesmobilitätsgesetz inkl. der Etablierung von Vision Zero, null Verkehrstote.

Für weniger als 8 Euro im Monat vertritt der VCD eure Anliegen und sorgt für eine familienfreundliche, sozial-, stadt- und umweltverträgliche Mobilität. Wir unterstützen Familien in ihrem Mobilitätsalltag mit nützlichen Informations-, Beratungs- und Serviceangeboten. Und bieten spannende Mitmachaktionen und -angebote in eurer Nähe!

Michael Müller-Görnert

Verkehrspolitischer Sprecher
Fon 030/28 03 51-19
michael.mueller-goernert@vcd.org

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