Gehen Sie zur Bundestagswahl – und wählen Sie die Verkehrswende!

Mobilität ist mehr als Autofahren: Die Notwendigkeit einer Verkehrswende ist bei den Parteien angekommen. VCD fordert Deutschland-Takt für Busse und Bahnen, emissionsfreie Fahrzeuge ab 2030, Tempo 30 in allen Ortschaften und Tempolimit 120 auf den Autobahnen.

Berlin, 21. September 2017. Der ökologische Verkehrsclub VCD ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, zur Bundestagswahl zu gehen und zu wählen. Gehen meint der VCD wörtlich, denn mit dem Zu-Fuß-gehen beginnt die Verkehrswende – eines der Top-Themen im Wahlkampf. Abgasbetrug und Dieselskandal, Manipulationen der Autokonzerne und womöglich Kartellabsprachen haben die Parteien im Wahlkampf benannt. Doch CDU/CSU und SPD haben in ihrer Regierungszeit die Betrügereien der Autoindustrie durch Mauscheleien und fehlende Kontrolle begünstigt. Deshalb gehen sie die Folgen des millionenfachen Betrugs und der gesundheitsschädlichen Stickoxid-Emissionen halbherzig an. Kanzlerin Merkel lässt den Dieselgate am Ende ihrer dritten Amtszeit ungelöst. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz schwankt zwischen der Forderung, dass Autohersteller die Kosten der Nachrüstrung übernehmen müssten und einem Bestandsversprechen für den Diesel.

Der VCD fordert die Parteien in der neuen Bundesregierung auf, den Abgasskandal rückhaltlos aufzuklären. Menschen haben ein Recht auf saubere Luft. Die Bundesregierung ist verpflichtet, die Bürgerinnen und Bürger vor Stickoxiden, Feinstaub und anderen gesundheitsschädlichen Emissionen zu schützen. Aber verbesserte Technik allein reicht nicht.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Der VCD fordert die Parteien dazu auf, die Verkehrswende politisch voranzubringen. Mit einer ökologischen Verkehrswende verbessert die nächste Bundesregierung die Lebensqualität in Stadt und Land. Die Straßenverkehrsgesetze strömen den Mief des letzten Jahrhunderts aus, sie behindern eine zukunftsfähige Mobilität und müssen reformiert werden.“

Der VCD hat zehn Kernforderungen zur Bundestagswahl 2017 für eine Verkehrswende aufgestellt. Unabdingbar sind:

  1. Die Bundesregierung setzt sich in der EU für ambitionierte CO2-Grenzwerte für Pkw und Lkw ein. Deutschland wird bei der Umweltgesetzgebung in der EU vom Bremser zum Taktgeber. Ab ca. 2030 werden nur noch Pkw mit emissionsfreien Antrieben zugelassen.   
  2. Ein „Deutschland-Takt“ mit einem eingängigen Fahrplan und guten Umsteigemöglichkeiten, jede Stunde, jede Richtung: Bahnen und Busse fahren aufeinander abgestimmt, so dass Menschen quer durch das ganze Land flott reisen können. Das setzt voraus, dass die Bundesregierung das Schienennetz ausbaut und in die Systemgeschwindigkeit des Öffentlichen Verkehrs investiert.
  3. Verkehrssicherheit. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerhalb von Ortschaften vermindert Unfälle, verringert Lärm und verbessert die Lebensqualität. Die Einführung des Tempolimits 120 km/h auf der Autobahn rettet Menschenleben, hilft dem Klima, reduziert Schadstoffe und ist ein Beitrag zum demografischen Wandel.

„Zu einer ökologischen Mobilitätswende gibt es keine Alternative, denn nur wenn mehr Menschen Bus, Zug und Rad fahren, zu Fuß gehen und kleine, saubere Autos fahren, wird die Luft sauberer“, sagt Wasilis von Rauch, Bundesvorsitzender des VCD. „Der VCD ruft alle Wählerinnen und Wähler auf, für Mensch, Natur und Klimaschutz zu stimmen und die Verkehrswende zu wählen.“

Den Parteienvergleich und die zehn Kernforderungen zur Bundestagswahl 2017 finden Sie hier: www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/bundestagswahl

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