Kommentar zum Klimaschutzbericht der Bundesregierung: Klimaschutz im Verkehr liegt blank

Berlin. Die Bundesregierung hat heute ihren Klimaschutzbericht 2017 vorgelegt. Statt einer CO2-Reduktion um 40 Prozent seit 1990 wird bis zum Jahr 2020 eine Minderung von nur 32 Prozent erreicht. Eigentlich sollten 500 Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden. Von diesem Ziel ist Deutschland noch 100 Millionen Tonnen CO2 entfernt. Ein wesentlicher Grund dafür sind die steigenden CO2-Emissionen im Verkehr. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert den Klimaschutzbericht wie folgt:

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: „Der Klimaschutz im Verkehr liegt blank. Wir brauchen schnellstmöglich den Ausstieg aus dem Verbrennermotor, weniger Pkw und Lkw und dafür mehr Bus-, Bahn- und Radverkehr. Scharfe CO2-Grenzwerte für Autos sind für den Durchbruch der E-Mobilität unerlässlich. Über eine Steuerreform muss klimaschonendes Verhalten wie Bahnfahren gefördert und der Kauf von Spritfressern unattraktiv gemacht werden. Als Sofortmaßnahme bringt ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen zwei bis drei Millionen Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr. Die Bundesregierung muss jetzt handeln.“

Den Klimaschutzbericht 2017 der Bundesregierung finden Sie hier.

VCD-Pressekontakt:

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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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