VCD fordert von Bundesverkehrsminister Dobrindt: Blaue Plakette, jetzt!

Mit tausenden Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern fordert der VCD den Bundesverkehrsminister vor seinem Berliner Dienstsitz zum Handeln auf: Sofortmaßnahmen für saubere Luft und eine Reduzierung der Stickoxid-Belastung in deutschen Städten sind unumgänglich. Die Gesundheit der Menschen muss vor die Unternehmensinteressen rücken.

Berlin, 16. Mai 2017. Immer mehr Akteure fordern die blaue Plakette. Denn sie ist das effektive und schnell umsetzbare Instrument, um die Luftbelastung durch Schadstoffe aus Dieselmotoren absenken zu können. Mit ihr ist es Städten möglich, gezielt Fahrzeugen mit zu hohem Stickoxidausstoß die Zufahrt zu verwehren. Und im Gegenzug besonders saubere Fahrzeuge zu kennzeichnen. Zusätzlicher Effekt: die blaue Plakette gibt den Anreiz, rasch Nachrüstlösungen zu entwickeln.

Doch statt auf Basis dieser Erkenntnise zu handeln und betroffene Städte und Kommunen zu unterstützen, mauert der Bundesverkehrsminister und stellt einmal mehr Unternehmensinteressen vor die Gesundheit der Menschen.

Der ökologische Verkehrsclub VCD will dies nicht länger hinnehmen. Mit einer Protestaktion vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin forderte der VCD heute Minister Dobrindt zur Einführung der blauen Plakette auf. Und zwar jetzt!

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Tagtäglich wird die Gesundheit von Millionen von Menschen durch Schadstoffe aus Dieselmotoren geschädigt. Aber Maßnahmen bleiben aus. Schuld daran ist maßgeblich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Denn er verweigert weiterhin die Einführung der blauen Plakette. Wir fordern: Schluss mit dem Aussitzen des Abgasskandals und dem Schutz der Autoindustrie. Autohersteller müssen für ihre Fehler haften und die Städte brauchen jetzt ein Instrument, um die Luftqualität verbessern zu können.“

Im Vorfeld der Protestaktion sammelte der VCD über die Petition „Schadstoffe aus Dieselmotoren machen krank. Blaue Plakette – jetzt!“ mehrere tausend Unterschriften von Bürgerinnen und Bürger. Diese Stimmen wurden heute an das Bundesverkehrsministerium übergeben.

Wasilis von Rauch, VCD-Bundesvorsitzender: „Wir werden nicht aufhören für eine gesunde und nachhaltige Mobilität zu kämpfen. Dazu gehört der Ausbau von Rad und ÖPNV. Wenn Auto, dann muss es heißen: sauber – und zwar im Alltagsbetrieb auf der Straße und nicht nur im Labor.“

Zwei Fotos der heutigen Aktion vor dem Bundesverkehrsministerium finden Sie unter: https://www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos/


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Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.org

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