VCD zur Bahnbilanz: Minister Scheuer muss jährliche Investitionen ins Schienennetz verdoppeln

Berlin. Die Deutsche Bahn hat heute ihre Jahresbilanz für 2018 veröffentlicht. Danach nutzten im vergangenen Jahr rund 148 Millionen Fahrgäste die Fernverkehrszüge der DB. Das sind 5,7 Millionen mehr als 2017. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr im Jahr 2018 lag bei nur 74,9 Prozent. Das operative Ergebnis des Staatskonzerns ging 2018 auf 2,11 Milliarden Euro zurück nach 2,15 Milliarden Euro im Jahr davor. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert dies wie folgt:

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnpolitik: „Hochverschuldet und anhaltend unpünktlich. Die Bilanz der Bahn kann weder Fahrgäste noch die Bundesregierung zufrieden stellen. Der Verkauf der Konzerntochter Arriva kann nur kurzfristig den Druck vom Kessel nehmen. Solange Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer weiterhin auf Straße vor Schiene setzt, wird die Deutsche Bahn nie in Fahrt kommen. Bahnchef Lutz hat heute indirekt eingestanden, dass es unter den geltenden Rahmenbedingungen keine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 geben wird. Eine wachsende, pünktliche und wirtschaftlich gesunde DB braucht dauerhaft die Rückendeckung der Politik. Um eine deutlich höhere Pünktlichkeit und deutlich mehr Fahrgäste zu erreichen, muss der Bund seine jährlichen Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes schnellstmöglich verdoppeln. Die Wettbewerbssituation der Schiene lässt sich auch verbessern, wenn die Regierung endlich auf die milliardenschweren, klimaschädlichen Subventionen für den Straßen- und Flugverkehr verzichtet.“

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

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