Mehr Platz für Fuß und Rad

Lange Zeit wurde der Autoverkehr in Stadt- und  Verkehrsplanung bevorzugt. Der fließende und ruhende Autoverkehr beansprucht deswegen heute in den meisten Straßen den Großteil des öffentlichen Raums. Das muss sich ändern.

Dieser Flächenverbrauch ist unverhältnismäßig: In Berlin wird beispielsweise zwar weniger als jeder dritte Weg mit dem Auto zurück gelegt, trotzdem nimmt der Motorisierte Individualverkehr fast 60 Prozent des Straßenraums ein.

Die ungleiche Flächenverteilung äußert sich in zugeparkten Radwegen und Busspuren, zu engen Geh- und Radwegen oder fehlenden Sichtbeziehungen. Das benachteiligt und gefährdet den Umweltverbund.

Aufgrund des steigenden Radverkehrsanteils in vielen deutschen Städten und Gemeinden ist es notwendig, die Fahrradinfrastruktur den neuen Anforderungen anzupassen und auszubauen. Mit dem Projekt »Mehr Platz fürs Rad!« unterstützt und beschleunigt der VCD durch Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit die Radverkehrsförderung deutscher Städte und Gemeinden.

Der Bund und die Länder sind aufgefordert, zentrale Nutzungsformen der Straße wie Aufenthalt, Spiel oder Kommunikation neben der verkehrlichen Funktion anzuerkennen und in der Straßenverkehrsordnung (StVO) bzw. den Straßengesetzen stärker zu berücksichtigen.

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