Anpassung Kfz-Steuer an WLTP ist gleichfalls ein Schritt hin zur Angleichung des Steuersatzes an die Realität

Mit der Einführung des etwas realistischerem Testzyklus WLTP, mit dem der CO2-Ausstoß von Pkw gemessen wird, wird gleichfalls eine Anpassung der Kfz-Steuer notwendig. Denn diese ist seit 2009 neben dem Hubraum auch am CO2-Ausstoß orientiert. Der ökologische Verkehrsclub VCD nimmt dazu heute im Finanzausschuss des Bundestages Stellung und begrüßt das Vorhaben, als „ersten Schritt einer längst überfälligen Angleichung des Steuersatzes an die Realität“.

Zugleich fordert VCD weitere Schritte. Notwendig ist aus seiner Sicht eine grundlegende Reform der Kfz-Steuer in dem größeren Rahmen einer ökologischen Finanzreform. Diese könnte dazu beitragen, dass der motorisierte Individualverkehr endlich seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. 

Der VCD widerspricht demzufolge auch den Kritikern der Gesetzesänderungen, die in der Neuberechnung der CO2-Steuer eine Steuererhöhung sehen wollen.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD betont: „Jeder Autofahrer hat ab September 2018 die Möglichkeit, seinen alten Pkw durch einen neuen mit gleicher Leistung und Größe zu ersetzen, für den trotzdem eine niedrigere Kfz-Steuer fällig wird. Wer bis 2020 ein batterieelektrisches Fahrzeug erwirbt, bleibt sogar mindestens zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit.“

Die Umstellung der CO2-Messung bei Neufahrzeugen (nach WLTP) ist ein Fortschritt und erfordert eine Anpassung im Kraftfahrzeugsteuergesetz. Letztendlich brauchen wir aber den Einstieg in die ökologische Finanzreform, mit echten Anreizen zu ökologischem Handeln.

Die vollständige Stellungnahme des VCD lesen Sie hier.   

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