Brennstoffzelle

Wundermittel Wasserstoff?

Eine Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in Sauerstoff und Wasser um. Während dieser chemischen Reaktion wird elektrische Energie freigesetzt. Ein Elektromotor sorgt für den Antrieb.

Quelle: Toyota

Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff durch chemische Reaktion mit Sauerstoff zu Wasser um. Dabei wird elektrische Energie frei, die einen Elektromotor antreibt. Die von den Autobauern seit vielen Jahren als Zukunftstechnologie angepriesene Brennstoffzelle erzeugt daher beim Autofahren keine Emissionen. Während deutsche Hersteller nach wie vor funktionierende Prototypen in Pkw-, Transporter- und Busflotten testen, haben Toyota und Hyundai in 2015 jeweils ein Brennstoffzellenauto in den Markt gebracht. Doch insbesondere die Technik, um Wasserstoff herzustellen, ist sehr aufwendig und teuer. Auch ist unklar, mit Hilfe welcher Energie Wasserstoff in großen Mengen aus Wasser hergestellt werden soll. Aus Umweltsicht macht nur regenerativ erzeugter Strom Sinn.Zudem müsste ein völlig neuartiges Tankstellennetz aufgebaut werden. Die Bundesregierung plant, zusammen mit der Wirtschaft bis 2025 400 Wasserstofftankstellen zu installieren. Dennoch ist es fraglich, ob angesichts der aufwändigen Herstellung von Wasserstoff und der hohen Kosten für Infrastruktur und Brennstoffzelle die Technik marktfähig wird.

Vor- und Nachteile der Brennstoffzelle

Vorteile

  • Der Antrieb arbeitet völlig abgasfrei (aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf)
  • Doppelter Wirkungsgrad im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren

Nachteile

  • Die Produktion von Wasserstoff ist sehr teuer und energieintensiv. Werden zur Gewinnung fossile Brennstoffe eingesetzt und CO2 ausgestoßen, ist die CO2-Bilanz dahin. Nur mit regenerativ erzeugtem Strom - aus Sonne, Wind- oder Wasserkraft - kann die Brennstoffzellentechnologie als wirklich umweltfreundlich gelten.
  • Noch hohe Kosten für Brennstoffzellen und Aufbau Tankinfratstruktur

Gerd Lottsiepen

Verkehrspolitischer Sprecher
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gerd.lottsiepen@vcd.org