Rollwiderstand

Reifen entscheiden über Kraftstoffverbrauch

Bei einem modernen Pkw entfallen 20 bis 30 Prozent des Kraftstoffverbrauchs auf die Reifen. Der Rollwiderstand des Reifens wirkt dabei der Bewegungsenergie entgegen und muss bei jeder Beschleunigung überwunden werden. Wie groß der Wiederstand des Reifens ist, wird dabei auf einem Rollenprüfstand ermittelt und der Reifen anschließend einer der Energieeffizienzklassen von A bis G zugeordnet. Durch eine Verringerung des Rollwiderstandes können deutliche Einsparungen im Kraftstoffverbrauch realisiert und zusätzlich die Emissionswerte verbessert werden.

Die Abbildung zeigt, wie stark Reifen mit unterschiedlichem Rollwiderstand Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs haben. Der Unterschied zwischen der besten Klasse A und Klasse G kann bei dem Referenzfahrzeug rund 10 Prozent, bzw. 0,66 Liter/100 km betragen. Bei hohen Fahrleistungen hat dies große Auswirkungen auf Geldbeutel und Umwelt.

So wird deutlich, wie die auf den ersten Blick vermeintlich geringe Kraftstoffersparnis besonders rollwiderstandsoptimierter Reifen gegenüber konventionellen Reifen über die Jahreslaufleistung gerechnet zu deutlichen Unterschieden beim Kraftstoffverbrauch und somit in den Kraftstoffkosten führt. Gemessen an Reifen der Klasse A verbraucht ein identisches Fahrzeug mit Reifen der Klasse G bei angenommenen 25.000 Kilometer im Jahr bis zu 165 Liter mehr Kraftstoff. Dies entspricht bei einem Kraftstoffpreis von 1,60 Euro pro Liter zusätzlichen Tankkosten von 264 Euro. Oder anders ausgedrückt: Mit 165 Litern Super könnte das Referenzfahrzeug ca. 2.500 Kilometer weit fahren. Und ein weiterer Aspekt ist wichtig: Die Ersparnis durch geringere Treibstoffkosten ist dabei wesentlich höher als die Mehrkosten der etwas teureren rollwiderstandsarmen Reifen.

Michael Müller-Görnert

Verkehrspolitischer Sprecher
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