Bahnpreise

Preiserhöhung zum Fahrplanwechsel

Die Deutsche Bahn AG (DB AG) erhöht zum 11. Dezember 2016 die Ticketpreise um durchschnittlich 1,3 Prozent im Fern- und 1,9 Prozent im Nahverkehr.

Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn
Quelle: DB AG/Emersleben

Änderungen der Bahnpreise zum 11. Dezember 2016 auf einen Blick

Die Deutsche Bahn AG (DB AG) erhöht zum 11. Dezember 2016 die Ticketpreise um durchschnittlich 1,3 Prozent im Fern- und 1,9 Prozent im Nahverkehr. Während die Preise der Bahncard 25 und 50 konstant bleiben, verteuert sich die Bahncard 100 sowie die Preise für Streckenzeitkarten.

Der Flexpreis als Basis des Preissystems wird zukünftig differenziert (früher Normalpreis). Auf einigen Verbindungen werden die Preise an verkehrsschwachen Tagen gesenkt und an Tagen mit erwartbar hohem Verkehrsaufkommen leicht erhöht. Die Bahn erhofft sich so eine gleichmäßigere Auslastung ihrer Züge. Das Ticket gilt daher ausschließlich am eingetragen Tag.

Zukünftig lassen sich Tickets auf allen Plattformen bereits bis 180 Tage vor der Reise buchen.

Die Stornierung von Tickets kostet ab dem Fahrplanwechsel 19 Euro, statt bisher 17,50 Euro.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt auch in dieser Fahrplanperiode umfangreich Sparpreise ab 19 Euro anzubieten. Der Umfang der Kontingente bleibt weiterhin ein Geheimnis.

2016 testete die Bahn bereits in einigen Zügen freies WLAN. Ab Dezember 2016 wird es in allen ICE-Zügen kostenfrei zur Verfügung stehen.

Das Nachtzugangebot der DB wird vollständig eingestellt. Einzelne Verbindungen werden zukünftig von der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) bedient. Tickets für die Fahrten der ÖBB lassen sich auch über die Buchungsportale der Deutschen Bahn kaufen.

Das Preissystem der Deutschen Bahn in der Übersicht

Flexpreis (ehem. Normalpreis)

Der Flexpreis dient als Grundlage für die Preisberechnung. Fahrten mit dem Flexpreis können spontan und unmittelbar vor Fahrtantritt gebucht werden. Es besteht keine Zugbindung. Die Fahrt muss jedoch am gewählten Geltungstag begonnen werden.

Vor dem ersten Geltungstag sind Umtausch und Erstattung jederzeit kostenlos möglich. Ab dem ersten Geltungstag fällt eine Gebühr in Höhe von 19 Euro an. Im Internet gekaufte Fahrkarten können nur über das Online-Buchungsportal umgetauscht oder erstattet werden.

Der Höchstpreis für die einfache Fahrt innerhalb Deutschlands in der 2. Klasse liegt bei 142 Euro, in der 1. Klasse bei 237 Euro. Für Ticketkäufe im Fernzug wird ein pauschaler Aufschlag in Höhe von 12,50 Euro fällig. In vielen Nahverkehrszügen ist ein Ticketkauf im Zug nicht möglich.

Zahlungsmittelentgelt

Bei Bezahlung mit Kreditkarte oder PayPal beim Kauf von BahnCards und Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen mit Fernverkehrsanteil wird ein Zahlungsmittelentgelt erhoben. Das Entgelt fällt ab einem Betrag von 50 Euro an, beträgt ein Prozent des Einkaufswertes und ist auf einen Höchstbetrag von drei Euro begrenzt.

Platzreservierung

Bei Reservierungen in der 2. Klasse wird ein einheitlicher Preis von 4,50 Euro erhoben. In der 1. Klasse ist die Sitzplatzreservierung im Ticketpreis enthalten. Eine Familienreservierung kostet neun Euro, die Gruppenreservierung ist bereits im Fahrpreis enthalten.

Kinder

Kinder unter sechs Jahren fahren immer kostenlos. Kinder im Alter von sechs bis einschließlich 14 Jahren fahren ebenfalls kostenlos, wenn sie in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils sind. Die Zahl der mitreisenden Kinder wird auf der Fahrkarte des Er-wachsenen eingetragen. Diese Fahrkarten sind nicht im Zug erhältlich.

Das BahnCard-System

Die BahnCard gewährt einen Rabatt auf den Flexpreis. Bezüglich Geltung und Erstattung gelten die gleichen Regeln wie beim Flexpreis.

Bei allen BahnCards ist das Railplus-Angebot automatisch in die BahnCard integriert. So erhalten Sie bei vielen grenzüberschreitenden Bahnreisen einen entsprechenden Rabatt.

BahnCard 25

Wenn Sie eine BahnCard 25 besitzen, erhalten Sie beim Kauf einer Fahrkarte eine Ermäßigung in Höhe von 25 Prozent auf den Flexpreis. Die BahnCard 25 kann mit den Sparpreisen kombiniert werden.

Die BahnCard 25 kostet in der 2. Klasse 62 Euro und in der der 1. Klasse 125 Euro für zwölf Monate. Die ermäßigte BahnCard 25 kostet in der 2. Klasse 41 Euro und in der 1. Klasse 81 Euro. Die ermäßigte Bahncard kann von SeniorInnen (über 60 Jahren) und Schwerbehinderten (ab 70 Prozent Erwerbsun-fähigkeit) erworben werden.

Die Anschaffung der BahnCard 25 lohnt sich, wenn Sie gemessen am Flexpreis, zwischen 250 und 660 Euro pro Jahr für Bahnfahrten ausgeben, mögliche Reduzierungen durch die Kombination mit den Sparpreisen nicht mitgerechnet.

BahnCard 50

Wenn Sie eine BahnCard 50 besitzen, erhalten Sie beim Kauf einer Fahrkarte für Fahrten außerhalb von Verkehrsverbünden eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Flexpreis.

Die BahnCard 50 ist mit den Sparpreisen eingeschränkt kombinierbar. Sie erhalten 25 Prozent Rabatt auf Sparpreise, wenn die Fahrt ausschließlich Fernverkehrszüge (ICE, IC, EC) umfasst. Sobald ihre Verbindung eine Teilstrecke mit einem Regionalzug einschließt, können sie nur zwischen 50 Prozent Rabatt auf den Flexpreis oder dem Sparpreis wählen.

Der Preis der BahnCard 50 beträgt für die 2. Klasse 255 Euro und für die 1. Klasse 515 Euro. Die ermäßigte BahnCard 50 kostet in der 2. Klasse 127 Euro und in der 1. Klasse 252 Euro. Die ermäßigte Bahncard kann von SeniorInnen (über 60 Jahren) und Schwerbehinderten (ab 70 Prozent Erwerbsunfähigkeit) erworben werden.

Der Kauf der BahnCard 50 lohnt sich, wenn Sie, gemessen am Flexpreis, im Jahr zwischen 660 und 7.700 Euro für Bahnfahrten ausgeben, mögliche Reduzierungen durch die Kombination mit den Sparpreisen nicht mitgerechnet.

BahnCard 100

Mit der BahnCard 100 können Sie mit fast allen Zügen der DB AG ohne eine zusätzliche Fahrkarte fahren. Das CityTicket ist in die BahnCard 100 integriert. Die BahnCard 100 beinhaltet damit in über 120 Städten die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb der jeweiligen Stadtgebiete.

Der Preis der BahnCard 100 beträgt in der 2. Klasse 4.190 Euro und in der 1. Klasse 7.090 Euro. Der Kauf einer BahnCard 100 lohnt sich, wenn Sie gemessen am Flexpreis für mehr als 7.750 Euro im Jahr Bahn fahren. Wegfallende Kosten für Fahrten im Nahverkehr sollten zusätzlich bei den Kalkulationen berücksichtigt werden.

CityTicket

Mit der BahnCard können Sie in 121 deutschen Städten mit Ihrer Fernverkehrsfahrkarte am Start- und Zielort Ihrer Reise kostenlos mit Bus, Bahn oder U-Bahn an Ihr Ziel gelangen, wenn es im definierten Geltungsbereich liegt. Voraussetzung für die Nutzung ist, dass die Reise mindestens 100 Kilometer beträgt, ganz oder teilweise Fernverkehrszüge der DB AG genutzt werden und auf dem Fahrschein der BahnCard-Rabatt ersichtlich wird. CityTickets sind an dem Zusatz »+City« auf der Fahrkarte (z.B. »Hannover+City«) zu erkennen. Die Liste der teilnehmenden Städte finden Sie hier.

BahnCard für Kinder und Jugendliche

Für den einmaligen Betrag von zehn Euro erhalten Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren eine BahnCard 25. Diese endet spätestens am Tag vor dem 19. Geburtstag.Personen unter 27 Jahre erhalten die »My Bahn-Card 25« für 39 Euro oder die »My BahnCard 50« für 69 Euro.

Sparpreis

Die Sparpreise sind Sonderangebote der DB. Das Fahrkartenkontingent ist begrenzt. Sie können mit der BahnCard 25 und eigeschränkt auch mit der BahnCard 50 kombiniert werden und sind dann 25 Prozent günstiger. Mit einer BahnCard 50 erhalten Sie nur dann 25 Prozent Rabatt auf Sparpreise, wenn die Fahrt ausschließlich Fernverkehrszüge (ICE, IC, EC) umfasst. Sobald ihre Verbindung eine Teilstrecke mit einem Regionalzug einschließt, können sie nur zwischen 50 Prozent Rabatt auf den Flexpreis oder dem „normalen“ Sparpreis wählen.

Die Sparpreise gibt es nur mit Zugbindung.

Die Stornogebühren betragen 19 Euro.

Sparpreise sind in der 2. Klasse ab 29 Euro, in der 1. Klasse ab 39 Euro erhältlich. Auf kurzen Strecken bis 250 km gibt es den Sparpreis bereits ab 19 Euro.

Für Sparpreise gilt keine Vorverkaufsfrist. Bei vorhandenen freien Plätzen können noch am Abfahrtstag Fahrkarten zum Sparpreis erworben werden.

Familienkinder bis einschließlich 14 Jahren fahren kostenfrei. Alleinreisende Kinder zwischen sechs und 14 Jahren und kostenpflichtige Hunde zahlen den halben Sparpreis.

Bis zu vier mitreisende Personen zahlen jeweils pauschal 19 Euro, wenn der Sparpreis für die erste Person nicht mehr als 39 Euro kostet.

Sparpreis Europa

Der Sparpreis Europa kann für Fahrten im grenzüberschreitenden Fernverkehr genutzt werden. Die Fahrkarten sind je nach Verfügbarkeit und Strecke ab 39 Euro erhältlich, im grenznahen Bereich bereits ab 19 Euro.

Kann ich den Sparpreis für jede Verbindung bekommen?

Um den Sparpreis zu erhalten, muss mindestens ein Fernverkehrszug auf der Fahrt genutzt werden. Außerdem beträgt der Mindestpreis pro Richtung 19 Euro in der 2. Klasse. Wenn Sie auf einer Fahrt nur Nahverkehrszüge nutzen wollen und die Reise pro Richtung mindestens 19 Euro kostet, lohnt es sich eventuell ein kurzes Stück im Fernverkehrszug zu buchen, um den Sparpreis nutzen zu können. Beim Finden der günstigsten Angebote hilft Ihnen auch der Sparpreisfinder auf der Website der DB AG.

Was passiert, wenn ich einen Sparpreis gebucht habe und meinen Zug verpasse?

Mit einem Sparpreis-Ticket sind Sie an den Zug gebunden. Wenn Sie den gebuchten Zug durch bahnbedingte Störungen nicht erreichen, können Sie stattdessen mit dem nächsten Zug fahren. Wenn Sie aus anderen Gründen den geplanten Zug nicht nutzen, müssen Sie erneut ein Ticket buchen. Frühere Regelungen über eine Sparpreis-Zusatzfahrkarte gibt es nicht mehr.

Sind bei Sparpreisen Fahrtunterbrechungen möglich?

Bei den Sparpreisen sind pro Fahrtrichtung zwei Fahrtunterbrechungen innerhalb der eintägigen Geltungsdauer – bis zum nächsten Morgen 10 Uhr – möglich. Aufgrund der Zugbindung müssen die Fahrtunterbrechungen bereits bei der Buchung auf der Fahrkarte eingetragen sein.

Gruppensparpreise

Gruppen können im Fernverkehr erhebliche Rabatte erhalten, die sich nach einer Vielzahl von Faktoren richten. Für eine Gruppe sind mindestens sechs gemeinsam reisende Personen notwendig (nur innerdeutsch). Mit einer Anzahlung von zehn Prozent des Fahrpreises (mindestens 50 Euro je Richtung) kann die Gruppenreise unter bestimmten Voraussetzungen bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden. Für Gruppenreisen gelten gesonderte Storno- und Umtauschbedingungen. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten unter: www.bahn.com/i/view/AUT/de/prices/germany/informationen.shtml

Quer-durchs-Land-Ticket

Das Quer-durchs-Land-Ticket gilt von Montag bis Freitag einen Tag lang für beliebig viele Fahrten von 9 bis 3 Uhr des Folgetages in der 2. Klasse in allen Nahverkehrszügen und S-Bahnen der DB und teilnehmenden Bahnen. Das Ticket kostet 44 Euro (46 Euro am Schalter) plus acht Euro pro Mitfahrer/-in (maximal vier). Beliebig viele Familienkinder unter 15 Jahren können kostenfrei mitgenommen werden, wenn nicht mehr als zwei erwachsene Personen auf dem Ticket vermerkt sind.

Schönes-Wochenende-Ticket

Das »Schönes-Wochenende-Ticket« kostet für die 1. Person 40 Euro (zzgl. zwei Euro Aufschlag am Schalter) und für jede weitere Mitfahrende zusätzlich vier Euro. Es gibt es für Einzelreisende, für Gruppen bis zu fünf Personen und für Eltern beziehungsweise Großeltern mit beliebig vielen Familienkindern unter 15 Jahren.

Das »Schönes-Wochenende-Ticket« ermöglicht ein preiswertes Reisen am Wochenende für einen Tag (Samstag oder Sonntag von 0 bis 3 Uhr des Folgeta-ges) und für beliebig viele Fahrten. Es gilt in allen Nahverkehrszügen der DB AG (S-Bahn, RB, IRE, RE), in vielen Verkehrsverbünden und Privatbahnen.

Ländertickets

Ländertickets sind in einem oder mehreren benachbarten Bundesländern gültig und können von bis zu fünf Personen genutzt werden.

Beliebig viele Familienkinder unter 15 Jahren können kostenfrei mitgenommen werden, wenn nicht mehr als zwei erwachsene Personen auf dem Ticket vermerkt sind.

Das Länderticket gibt es momentan in zwei verschiedenen Versionen, je nach Bundesland: als Mehrpersonen-Karte zum Festpreis für fünf Personen oder als flexibles Ticket. Beim flexiblen Ticket berechnet sich der Preis nach der Anzahl der Mitreisenden, was sie auch für Alleinreisende attraktiv macht.

In den einzelnen Bundesländern gelten unterschiedliche Preise. Ländertickets gelten an einem Tag Ihrer Wahl von 9 bis 3 Uhr des Folgetages (an Wochenenden und Feiertagen bereits ab 0 Uhr) in Nahverkehrszügen der DB (IRE, RE, RB und S-Bahn), in vielen Verkehrsverbünden und den teilnehmenden Privatbahnen.

Fahrradmitnahme

Fernverkehr

Die Fahrradkarte im Fernverkehr kostet für die einfache Fahrt mit BahnCard sechs Euro, ohne BahnCard neun Euro. Für die Mitnahme im Fernverkehr sind die Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung nötig. Die Fahrradkarte für den Fernverkehr kann auch im Internet auf www.bahn.de gebucht werden und beinhaltet automatisch die Stellplatzreservierung.

Nahverkehr

Im Nahverkehr gilt die Fahrradkarte bundesweit als Tageskarte mit beliebig vielen Fahrten. Das Ticket kostet fünf Euro. In einigen regionalen Verkehrsverbünden ist die Fahrradmitnahme kostenfrei. Bitte beachten Sie auch, dass die Fahrradmitnahme nur erlaubt ist, soweit es die Kapazität zulässt. In einigen Regionen ist die Fahrradmitnahme nicht im Berufsverkehr gestattet.

Einheitliches Telefonportal

Die DB AG ist über ein einheitliches Telefonportal unter der Nummer 01806 996633 zu erreichen. Zum Tarif von 20 Cent pro Anruf wird zu allen DB- Services wie Fahrscheinverkauf, Kundendialog, Fahrplanauskunft oder Radfahrer-Hotline weitervermittelt.

Privatbahnen im Fernverkehr

Die Deutsche Bahn AG ist nicht die einzige Anbieterin von Zugreisen im innerdeutschen Fernverkehr. Sie erbringt jedoch rund 99 Prozent der Fahrten. Während es im subventionierten Nahverkehr zahlreiche Wettbewerber gibt, sind im Fernverkehr nur auf drei Strecken private Bahnunternehmen aktiv. Diese haben den DB-Tarif i.d.R. nicht oder nur eingeschränkt übernommen. Auf folgenden Fernverkehrsstrecken können Tickets bei Privatbahnen gebucht werden.

  • Berlin – Hannover – Frankfurt – Stuttgart
    Locomore: Tickets online unter locomore.com, im Zug und an ausgewählten Verkaufsstellen.
  • Hamburg – Münster – Köln
    HKX Hamburg-Köln-Express: Tickets online unter hkx.de, im Zug und an ausgewählten Fahrkartenautomaten und Verkaufsstellen.
  • Berlin – Magdeburg – Halberstadt – Goslar/Thale
    Harz-Berlin-Express: Tickets im Zug und an ausgewählten Verkaufsstellen.

Wege zum Fahrschein

Mann beim Fahrkartenkauf
Quelle: vzbv/Gloger

Ob am Schalter, über Ihren Tablet-PC oder per Telefon - bei der Deutschen Bahn führen viele Wege zum Fahrschein. Doch nicht auf jedem Weg treffen Sie auf die gleichen Preise und Angebote. Hier bekommen Sie eine Orientierungshilfe, welche Art des Fahrkartenkaufs zu Ihnen passt. Ausführliche Informationen, sowie die Vor- und Nachteile finden Sie in dem Papier »Wege zum Fahrschein für die Reise mit der Deutschen Bahn«.

Sie fahren oft mit der Bahn und kennen Tarife und Angebote gut?

Wenn Sie häufig die Bahn nutzen und über Preise und Angebote der DB bereits gut informiert sind, können Sie Ihr Ticket unbesorgt am Fahrkartenautomat oder im Internet erwerben. Zwar bekommen Sie keine persönliche Beratung, sparen dafür aber unnötiges Anstehen in der Warteschlange am Schalter und bekommen die Aktionspreise wie das Schöne-Wochenende-Ticket günstiger. Großer Nachteil ist allerdings, dass Plätze in Kinderabteilen über diese beiden Wege nicht gebucht werden können, auch Zugreisen ins Ausland sind nur begrenzt buchbar.

Sie nutzen nur selten die Bahn und haben nur wenige Informationen über das Preissystem?

Wenn Sie sich mit Reisewegen, Sonderangeboten und Preisen der Bahn nur wenig auskennen, sollten Sie sich vor dem Kauf einer Fahrkarte persönlich beraten lassen. Dies können Sie zum einen am DB Schalter, im DB Mobility Center oder in einer Bahnagentur tun.  Allerdings kann es hier zu Wartezeiten kommen — der spontane Kauf einer Fahrkarte kurz vor der Abfahrt ist deswegen nicht zu empfehlen. Wollen Sie auf die Wartezeiten verzichten, können Sie auch telefonisch Ihr Ticket bestellen und sich das Ticket zuschicken lassen oder bequem am Fahrkartenautomaten ausdrucken. Nachteil:  Der Anruf kostet 20 Cent pro Minute. Außerdem sind Aktionspreise wie das Schöne-Wochenende-Ticket teurer als am Automaten.

Sie haben keine Scheu vor neuen technischen Anwendungen?

Dann holen Sie sich Ihr Ticket einfach über Ihr Smartphone oder ihr Tablet ? mit Hilfe des DB-Navigators können Tickets nach einmaliger Anmeldung problemlos gebucht und auf die App geladen werden. Auf den klassischen Fahrkartenkauf können Sie ganz und gar verzichten, wenn Sie Touch&Travel verwenden. Nach einmaliger Registrierung checken Sie sich mit Ihrem Smartphone beim Einsteigen am Kontaktpunkt ein und beim Aussteigen wieder aus. Der DB-Navigator und Touch&Travel ermöglicht den Reisenden ihre Reise kurzfristig anzutreten. Großer Nachteil: Ist der Akku des Gerätes leer, kann das Ticket nicht nachgewiesen werden.

Philipp Kosok

Referent für Verkehrspolitik, Bahn/Öffentlicher Verkehr; Projektleitung »Multimodal unterwegs«
beim VCD
Fon 030/28 03 51-36
philipp.kosok@vcd.org

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