Fahrplan 2020

Änderungen zum Fahrplanwechsel

Im Bahnverkehr gilt ab 15. Dezember 2019 der Fahrplan 2020. Die Preise im Fernverkehr der Deutschen Bahn bleiben zum Fahrplanwechsel unverändert. Was sich ändert, finden Sie hier im Überblick.

Änderungen der Bahnpreise zum Fahrplanwechsel 2019/2020 auf einen Blick

  • Das Klimapaket der Bundesregierung beinhaltet eine Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 7 % auf Fernverkehrstickets. Bei Reisen ins Ausland ist der deutsche Streckenanteil betroffen. Bahnunternehmen, wie die DB aber auch die ÖBB und Flixtrain, erklärten, die Steuersenkung 1:1 an die Fahrgäste weiterreichen zu wollen. Das entspricht einer Preissenkung von rund 10 %. Das neue Gesetz tart am 1. Januar 2020 in Kraft.
  • Auswirkungen auf den Preis sehen folgendermaßen aus. Der Preis eines Tickets zum Super Sparpreis in 2020 wurde von zuvor 19,90€ auf 17,90€ gesenkt – mit BahnCard-Rabatt beginnt der günstigste Preis nun bereits bei 13,40€. Auch die Preise für die verschiedenen BahnCards wurden 10 % günstiger. Seit Januar kostet die BahnCard 100 nur noch 3.952€ (vorher 4.395€) und seit Februar gibt es die BahnCard 25 für 55,70€ (vorher 62€) und die BahnCard 50 für 229€ (vorher 255€).
  • Die Preise im Nahverkehr sind nicht von der Steuersenkung betroffen und sind außerhalb von Verbundgebieten um rund 1,7 % zum Fahrplanwechsel gestiegen.

Erweiterungen des Linienangebotes

  • Auf nachfragestarken Routen, wie beispielsweise von Hamburg ins Ruhrgebiet sowie Berlin – Erfurt – München und Berlin – Braunschweig – Frankfurt/Main, werden zusätzliche ICE-Fahrten angeboten.
  • Die internationalen Verbindungen werden erweitert: Ab Mai wird es eine neue Railjet-Verbindung (Betrieben von DB, ÖBB & CD) zwischen Berlin – Dresden – Prag – Wien – Graz geben.
  • In Kooperation mit der ÖBB gibt es auf den Strecken Zürich –  Berlin/Hamburg eine neue Intercity-Nachtverbindung. Dabei fahren die Nacht-IC im Verbund mit den Nightjets der ÖBB.
  • Nachtzüge der ÖBB fahren ab Insbuck bzw. Wien via Nürnberg und Frankfurt a.M. nach Brüssel.
  • Neu ist auch eine Intercity-Verbindung Dresden – Berlin – Rostock. Im Dezember 2019 startete sie mit zehn Fahrten am Tag. Ab März 2020 wird diese auf einen Zwei-Stunden-Takt mit 16 Fahrten am Tag erweitert.
  • Flixtrain erweitert das Angebot in Thüringen. Seit dem Fahrplanwechsel fährt der DB-Konkurent Erfurt, Eisenach und Gotha an.

Das Preissystem der Deutschen Bahn in der Übersicht

Flexpreis

Der Flexpreis dient als Grundlage für die Preisberechnung. Fahrten mit dem Flexpreis können spontan und unmittelbar vor Fahrtantritt gebucht werden. Es besteht keine Zugbindung. Die Fahrt muss jedoch am gewählten Geltungstag begonnen werden.

Vor dem ersten Geltungstag sind Umtausch und Erstattung jederzeit kostenlos möglich. Ab dem ersten Geltungstag fällt eine Gebühr in Höhe von 19 Euro an, für reine Nahverkehsfahrkarten von 17,50 Euro. Im Internet gekaufte Fahrkarten können nur über das Online-Buchungsportal umgetauscht oder erstattet werden.

Der Höchstpreis für die einfache Fahrt innerhalb Deutschlands in der 2. Klasse liegt bei 149 Euro, in der 1. Klasse bei 249 Euro. Für Ticketkäufe im Fernzug wird ein pauschaler Aufschlag in Höhe von 12,50 Euro fällig. In vielen Nahverkehrszügen ist ein Ticketkauf im Zug nicht möglich.

Das BahnCard-System

Die BahnCard gewährt einen Rabatt auf den Flex-, Spar- und Super-Sparpreis. Mit dem VCD BahnCard-Rechner finden Sie heraus, welche die Richtige für Sie ist bzw. ob sich eine Anschaffung lohnt.

BahnCard 25
Wenn Sie eine BahnCard 25 besitzen, erhalten Sie beim Kauf einer Fahrkarte eine Ermäßigung in Höhe von 25 Prozent auf den Flex-, Spar- und Super-Sparpreis. Die ermäßigte BahnCard kann von Senior/-innen (ab 60 Jahren) und Schwerbehinderten (ab 70 Prozent Erwerbsunfähigkeit) erworben werden.

BahnCard 50
Wenn Sie eine BahnCard 50 besitzen, erhalten Sie beim Kauf einer Fahrkarte eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Flexpreis. Für den Super-Sparpreis und Sparpreis erhalten Sie 25 Prozent Rabatt.

BahnCard 100
Mit der BahnCard 100 können Sie mit fast allen Zügen der DB AG ohne eine zusätzliche Fahrkarte fahren. Das CityTicket ist in die BahnCard 100 integriert. Eventuell entfallende Kosten für Fahrten im städtischen Nahverkehr (City-Ticket-Bereich) sollten bei den Kalkulationen berücksichtigt werden.

BahnCard für Kinder und Jugendliche
Für den einmaligen Betrag von zehn Euro erhalten Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren eine BahnCard 25. Diese endet spätestens am Tag vor dem 19. Geburtstag.

Personen unter 27 Jahren erhalten die »My BahnCard 25« für 39 Euro oder die »My BahnCard 50« für 69 Euro. Die Funktionen decken sich mit denen einer normalen BahnCard 25 bzw. BahnCard 50.

City-Ticket

Das City-Ticket ist integriert sobald die Reisestrecke mindestens 100 Kilometer beträgt und ganz oder teilweise Fernverkehrszüge der DB AG genutzt werden. City-Tickets sind an dem Zusatz »+City« auf der Fahrkarte (z.B. »Hannover+City«) zu erkennen. Die Liste der teilnehmenden Städte finden Sie hier.

Mit dem City-Ticket können Sie in 126 deutschen Städten mit Ihrer Fernverkehrsfahrkarte am Start- und Zielort Ihrer Reise kostenlos mit Bus, Bahn oder U-Bahn an Ihr Ziel gelangen, wenn es im definierten Geltungsbereich liegt.

Sparpreise

Die Sparpreise sind Sonderangebote der DB. Das Fahrkartenkontingent ist begrenzt. Sie können mit der BahnCard 25 und mit der BahnCard 50 kombiniert werden und sind dann 25 Prozent günstiger. Der VCD Bahntest 2019/20 zeigt, wann die meisten Sparpreis-Tickets verfügbar sind.

Die Sparpreise gibt es nur mit Zugbindung. Die Stornogebühr beträgt 19 Euro.

Sparpreise sind in der 2. Klasse ab 21,50 Euro, in der 1. Klasse ab 32,30 Euro erhältlich.

Für Sparpreise gilt keine Vorverkaufsfrist. Bei vorhandenen freien Plätzen können noch am Abfahrtstag Fahrkarten zum Sparpreis erworben werden.

Familienkinder bis einschließlich 14 Jahren fahren kostenfrei. Alleinreisende Kinder zwischen sechs und 14 Jahren und kostenpflichtige Hunde zahlen den halben Sparpreis.

Sparpreis Europa

Der Sparpreis Europa kann für Fahrten im grenzüberschreitenden Fernverkehr genutzt werden. Die Fahrkarten sind je nach Verfügbarkeit und Strecke ab 22,40 Euro erhältlich.

Was passiert, wenn ich einen Sparpreis gebucht habe und meinen Zug verpasse?

Mit einem Sparpreis-Ticket sind Sie an den Zug gebunden. Wenn Sie den gebuchten Zug durch bahnbedingte Störungen nicht erreichen, können Sie stattdessen mit dem nächsten Zug fahren. Wenn Sie aus anderen Gründen den geplanten Zug nicht nutzen, müssen Sie erneut ein Ticket buchen. Frühere Regelungen über eine Sparpreis-Zusatzfahrkarte gibt es nicht mehr.

Sind bei Sparpreisen Fahrtunterbrechungen möglich?

Bei den Sparpreisen sind pro Fahrtrichtung zwei Fahrtunterbrechungen innerhalb der eintägigen Geltungsdauer – bis zum nächsten Morgen 10 Uhr – möglich. Aufgrund der Zugbindung müssen die Fahrtunterbrechungen bereits bei der Buchung auf der Fahrkarte eingetragen sein.

Gruppensparpreise

Gruppen können im Fernverkehr erhebliche Rabatte erhalten, die sich nach einer Vielzahl von Faktoren richten. Für eine Gruppe sind mindestens sechs gemeinsam reisende Personen notwendig (nur innerdeutsch). Mit einer Anzahlung von pauschal 50 Euro kann die Gruppenreise unter bestimmten Voraussetzungen bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden. Für Gruppenreisen gelten gesonderte Storno- und Umtauschbedingungen. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten unter: www.bahn.com/i/view/AUT/de/prices/germany/informationen.shtml

Quer-durchs-Land-Ticket

Das »Quer-durchs-Land-Ticket« gilt von Montag bis Freitag einen Tag lang für beliebig viele Fahrten von 9 bis 3 Uhr des Folgetages in der 2. Klasse in allen Nahverkehrszügen, S-Bahnen der DB und teilnehmenden Bahnen. Das Ticket kostet 44 Euro (46 Euro am Schalter) plus acht Euro pro Mitfahrer/-in (maximal vier). Beliebig viele Familienkinder unter 15 Jahren können kostenfrei mitgenommen werden, wenn nicht mehr als zwei erwachsene Personen auf dem Ticket vermerkt sind.

Ländertickets

Ländertickets sind in einem oder mehreren benachbarten Bundesländern gültig und können von bis zu fünf Personen genutzt werden.

Beliebig viele Familienkinder unter 15 Jahren können kostenfrei mitgenommen werden, wenn nicht mehr als zwei erwachsene Personen auf dem Ticket vermerkt sind.

Das Länderticket gibt es momentan in zwei verschiedenen Versionen, je nach Bundesland: als Mehrpersonen-Karte zum Festpreis für fünf Personen oder als flexibles Ticket. Beim flexiblen Ticket berechnet sich der Preis nach der Anzahl der Mitreisenden, was sie auch für Alleinreisende attraktiv macht.

In den einzelnen Bundesländern gelten unterschiedliche Preise. Ländertickets gelten an einem Tag Ihrer Wahl von 9 bis 3 Uhr des Folgetages (an Wochenenden und Feiertagen bereits ab 0 Uhr) in Nahverkehrszügen der DB (IRE, RE, RB und S-Bahn), in vielen Verkehrsverbünden und den teilnehmenden Privatbahnen.

Kinder

Kinder unter sechs Jahren fahren immer kostenlos. Kinder im Alter von sechs bis einschließlich 14 Jahren fahren ebenfalls kostenlos, wenn sie in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils sind. Die Zahl der mitreisenden Kinder wird auf der Fahrkarte des Erwachsenen eingetragen. Diese Fahrkarten sind nicht im Zug erhältlich.

Fahrradmitnahme

Fernverkehr

Die Fahrradkarte im Fernverkehr kostet für die einfache Fahrt mit BahnCard 5,40 Euro, ohne BahnCard 8 Euro. Für die Mitnahme im Fernverkehr sind die Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung nötig. Die Fahrradkarte für den Fernverkehr kann auch im Internet auf www.bahn.de gebucht werden und beinhaltet automatisch die Stellplatzreservierung. Die Mitnahme ist in IC-, EC- und ausgewählten ICE-Zügen (vierte Gerneration) möglich.

Nahverkehr

Im Nahverkehr gilt die Fahrradkarte bundesweit als Tageskarte mit beliebig vielen Fahrten. Das Ticket kostet fünf Euro. In einigen regionalen Verkehrsverbünden ist die Fahrradmitnahme kostenfrei. Bitte beachten Sie auch, dass die Fahrradmitnahme nur erlaubt ist, soweit es die Kapazität zulässt. In einigen Regionen ist die Fahrradmitnahme nicht im Berufsverkehr gestattet.

Platzreservierung

Bei Reservierungen in der 2. Klasse wird ein einheitlicher Preis von vier Euro erhoben. In der 1. Klasse ist die Sitzplatzreservierung im Ticketpreis enthalten. Eine Familienreservierung kostet acht Euro, die Gruppenreservierung ist bereits im Fahrpreis enthalten.

Gebühren für Zahlungsmittel

Bei Bezahlung mit Kreditkarte oder PayPal beim Kauf von BahnCards und Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen mit Fernverkehrsanteil wird ein Zahlungsmittelentgelt erhoben. Das Entgelt fällt ab einem Betrag von 50 Euro an, beträgt ein Prozent des Ticketpreises und ist auf einen Höchstbetrag von drei Euro begrenzt.

Privatbahnen im Fernverkehr

Die Deutsche Bahn AG ist nicht die einzige Anbieterin von Zugreisen im innerdeutschen Fernverkehr. Sie erbringt jedoch rund 99 Prozent der Fahrten. Während es im subventionierten Nahverkehr zahlreiche Wettbewerber gibt, sind im Fernverkehr nur auf vier Strecken private Bahnunternehmen aktiv. Diese haben den DB-Tarif i.d.R. nicht oder nur eingeschränkt übernommen. Auf folgenden Fernverkehrsstrecken können Tickets bei Privatbahnen gebucht werden:

FlixTrain
Tickets online unter https://www.flixtrain.de, in der FlixBus-App oder in ausgewählten Reisebüros

  • Aachen - Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Dortmund - Bielefeld - Hannover - Berlin - Lutherstadt Wittenberg - Leipzig
  • Stuttgart - Heidelberg - Weinheim - Darmstadt - Frankfurt - Fulda - Eisenach - Gotha - Erfurt - Halle - Berlin
  • Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Gelsenkirchen - Münster - Osnabrück - Hamburg

Nachtzüge der Österreichische Bundesbahn (ÖBB nightjet)
Tickets online unter https://tickets.oebb.at/, den Reisezentren der Deutschen Bahn oder in ausgewählten Reisebüros

  • Zahlreiche Verbindungen ab Hamburg, Berlin, Düsseldorf und München nach Österreich, Polen, Italien und in die Schweiz.

Harz-Berlin-Express
Tickets im Zug und an ausgewählten Verkaufsstellen.

  • Berlin – Magdeburg – Halberstadt – Goslar/Thale

Wege zum Fahrschein

Ob am Schalter, über Ihr Tablet oder per Telefon - bei der Deutschen Bahn führen viele Wege zum Fahrschein. Doch nicht auf jedem Weg treffen Sie auf die gleichen Preise und Angebote.

Sie fahren oft mit der Bahn und kennen Tarife und Angebote gut?

Wenn Sie häufig die Bahn nutzen und über Preise und Angebote der DB bereits gut informiert sind, können Sie Ihr Ticket unbesorgt am Fahrkartenautomat oder im Internet erwerben. Zwar bekommen Sie keine persönliche Beratung, sparen dafür aber unnötiges Anstehen in der Warteschlange am Schalter und bekommen die Aktionspreise wie das Schöne-Wochenende-Ticket günstiger. Großer Nachteil ist allerdings, dass Plätze in Kinderabteilen über diese beiden Wege nicht gebucht werden können, auch Zugreisen ins Ausland sind nur begrenzt buchbar.

Sie nutzen nur selten die Bahn und haben nur wenige Informationen über das Preissystem?

Wenn Sie sich mit Reisewegen, Sonderangeboten und Preisen der Bahn nur wenig auskennen, sollten Sie sich vor dem Kauf einer Fahrkarte persönlich beraten lassen. Dies können Sie zum einen am DB Schalter, im DB Mobility Center oder in einer Bahnagentur tun.  Allerdings kann es hier zu Wartezeiten kommen — der spontane Kauf einer Fahrkarte kurz vor der Abfahrt ist deswegen nicht zu empfehlen. Wollen Sie auf die Wartezeiten verzichten, können Sie auch telefonisch Ihr Ticket bestellen und sich das Ticket zuschicken lassen oder bequem am Fahrkartenautomaten ausdrucken. Nachteil:  Der Anruf kostet 20 Cent pro Minute. Außerdem sind Aktionspreise wie das Schöne-Wochenende-Ticket teurer als am Automaten.

Sie haben keine Scheu vor neuen technischen Anwendungen?

Dann holen Sie sich Ihr Ticket einfach über Ihr Smartphone oder ihr Tablet ? mit Hilfe des DB-Navigators können Tickets nach einmaliger Anmeldung problemlos gebucht und auf die App geladen werden. Auf den klassischen Fahrkartenkauf können Sie ganz und gar verzichten, wenn Sie Touch&Travel verwenden. Nach einmaliger Registrierung checken Sie sich mit Ihrem Smartphone beim Einsteigen am Kontaktpunkt ein und beim Aussteigen wieder aus. Der DB-Navigator und Touch&Travel ermöglicht den Reisenden ihre Reise kurzfristig anzutreten. Großer Nachteil: Ist der Akku des Gerätes leer, kann das Ticket nicht nachgewiesen werden.

Philipp Kosok

Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodialität
Fon 030/28 03 51-36
philipp.kosok@vcd.org
Twitter @PhilippKosok

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