Ergebnisse Lüneburg

Mehr Bänke und Wetterschutz

Zu wenige Sitzmöglichkeiten und Wetterhäuschen an der Haltestelle „Am Sande“ in Lüneburg. Mit einem grünen Sitzkissen und Regenschirmen kämpfte der VCD für mehr davon.

Haltestelle „Am Sande“ ist belebt, aber wenig barrierefrei

Die Doppelhaltestelle „Am Sande“ liegt im Zentrum von Lüneburg und ist groß, belebt und angenehm für Fahrgäste gestaltet. Auf den ersten Blick sind zwar mehrere Wartehäuschen und Sitzbänke zu erkennen, jedoch sind sie nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Außerdem halten die Busse teilweise ca. 50 Meter vom nächsten Wartehäuschen entfernt, wo es weder eine Überdachung noch Sitzmöglichkeiten gibt. Die Haltestelle erreicht im VCD-Check 65 von möglichen 100 Prozentpunkten – ein „befriedigend“.

Die Verbesserung folgender Punkte würde die Qualität der Haltestelle „Am Sande“ erhöhen:

  • Mehr Bänke und mehr Wetterschutz
  • Wegweiser- oder Fußgängerleitsystem zum ÖPNV, Plätzen oder Parks
  • Echtzeit-Anzeige der Abfahrten und Haltepunkten
  • Verbesserung der Barrierefreiheit (Informationszugang, Bodenbelag, Blindenleitsystem)

Wenig Information an der Haltestelle „Reichenbachplatz“

Die zweite exemplarisch getestete Haltestelle ist der „Reichenbachplatz“. Dort schnitten die Bereiche „Sicherheit“ sowie „Orientierung und Information“ mit „ungenügend“ am schlechtesten ab. Nachts ist die Haltestelle selbst nicht beleuchtet, sie bekommt nur etwas Licht durch die Laterne ab, die auf dem Mittelstreifen der Reichenbachstraße steht. Durch den großen Parkplatz und die zwei verwinkelten Fahrradständer hinter der nördlichen Haltestellenseite entstehen dunkle, schlecht einsehbare Ecken, die das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste senken. Auch führt der Radweg auf dem Gehweg genau zwischen Haltestelle und Straße entlang, was zu Konflikten zwischen Radfahrenden und ÖPNV-Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen führen kann.

Darüber hinaus bietet die Haltestelle kaum Orientierung und Information für die Fahrgäste. Die Liniennummern sind auf den Schildern teilweise so verblasst, dass sie nicht mehr lesbar sind. Die Informationen über Linien und Abfahrtszeiten sind unübersichtlich, hängen teilweise übereinander und können weder von Menschen im Rollstuhl noch von Menschen mit Sehschwäche gelesen werden, da sie zu hoch hängen und die Schrift zu klein ist. Eine Echtzeit-Anzeige und akustische Informationen für erblindete Personen gibt es an der Haltestelle nicht.

Ergebnisse des Checks

Leo Demuth

Sprecher für den VCD Regionalverband Elbe-Heide
leo.demuth@web.de

Raum- und Verkehrsdaten

Einwohner*innen: 73.581 [2011]

Fläche: 70,34 km2

Verkehrsverbund: Hamburger Verkehrsverbund (HVV)

Verkehrsunternehmen: KVG Stade GmbH & Co. KG

Diese Wege haben wir getestet

Lüneburg: Von der Haltestelle „Am Sande“ bis zur Alten Ratsapotheke (200 m)

Strecke: 64 % (befriedigend)

Haltestelle: 65 % (befriedigend)

Gesamtbewertung: 64 % (befriedigend)

Lüneburg: Von der Haltestelle „Reichenbachplatz“ bis zum Denkmal Johannes Reichenbach Brunnen (100 m)

Strecke: 50 % (mangelhaft)

Querung: 78 % (gut)

Haltestelle: 51 % (ausreichend)

Gesamtbewertung: 60 % (ausreichend)