Unsere Vision

Unsere Vision des guten Wegs zur Haltestelle

Der gute Fußweg zur Haltestelle ist ein Weg, den jeder Mensch nutzen kann.

VCD / Katja Täubert

Ältere Menschen können in Ruhe zu Fuß gehen - auch mit einem Rollator. Menschen mit Gehbehinderung können ihren Rollstuhl nutzen. Menschen mit Sehbehinderung werden durch ein taktiles Leitsystem dabei unterstützt, sich sicher im Straßenraum zu bewegen. Kinder haben ausreichend Raum zum Spielen oder erleben den Spaziergang noch im Kinderwagen. Es gibt Platz auf breiten Gehwegen,  die von Parkplätzen und vom Radweg getrennt sind. Bordsteine sind abgesenkt, Bäume spenden Schatten und Bänke laden zum Ausruhen und Verweilen ein. Für alle Menschen wird dadurch nicht nur das Zufußgehen angenehmer, sondern auch das eigene Quartier zu entdecken, Menschen zu beobachten oder sich mit anderen zu unterhalten.

Es gibt direkte Wege, die Menschen dank gut sichtbarer Beschilderung und verständlichen Stadt- und Umgebungsplänen einfach nutzen können. Diese Wege sind Teil eines dichten Fußwegenetzes, mit denen Menschen alle ihre Ziele erreichen können. Darüber hinaus gibt es fußgängerfreundliche Querungshilfen (z.B. Zebrastreifen) ohne lange Wartezeiten an der Ampel.

Für mehr Sicherheit

  • reduzierte Geschwindigkeit auf den Straßen an Querungen
  • Trennung zwischen Geh- und Radwegen

Für mehr Barrierefreiheit

  • abgesenkte Bordsteine
  • Wegeleitung für alle Menschen: Blindleitsystem, Umgebungspläne, Beschilderung zum ÖPNV und bemerkenswerten Stadtelementen (Monumente, Parks, Viertel).
  • zahlreiche Zebrastreifen und Mittelinseln anstatt Ampeln an Kreuzungen
  • mindestens 2,5 Meter breite Fußwege

Für mehr Aufenthaltsqualität und Komfort

  • Bänke und Verweilzonen im öffentlichen Raum
  • saubere und beleuchtete Straßen
  • Bepflanzung der Straßen

Eine ideale Haltestelle kann jede/r erreichen

VCD / Philipp KosokBelebte Straßenbahnhaltestelle Anger in Erfurt

Egal woher man kommt, ob man an einem weißen Stock geht oder mit einem Rollator fährt. Die Haltestelle ist mit einer sicheren und direkten Überquerung zugänglich. Höher oder tiefer gelegene Stationen kann man auch mit einem Aufzug oder einer Rampe erreichen. Mit taktilen Bodenindikatoren und stufenfrei kann jeder Mensch problemlos in den Bus oder die Bahn einsteigen. Darüber hinaus ist die Oberfläche des Weges für Rollstuhlfahrer/-innen und Kinderwagen praktikabel und hindernisfrei. Die Wartefläche ist breit genug, damit eine ganze Gruppe von Freund/-innen oder die Familie weder in räumlicher Enge warten muss, noch die anderen Fußgänger/-innen oder Fahrgäste stört.

Die Haltestelle bietet allen Fußgänger/-innen und Fahrgästen die Informationen, die sie für ihre Route mit dem öffentlichen Nahverkehr oder zu Fuß brauchen: die Haltestelle ist dank ihrer kontrastreichen Kennzeichnung auch von weitem leicht erkennbar. Über Takt, Ziel, Umstiegsmöglichkeiten und Tarife kann man sich informieren. Die wichtigsten Informationen sind auch in Blindenschrift dargestellt oder als akustische Ansage abrufbar. Schließlich bietet die Haltestelle sowohl einen Liniennetzplan als auch einen Stadt- oder Umgebungsplan an.

Die fahrgastfreundliche Haltestelle wirkt sicher und ist schön gestaltet, damit das Warten entspannt und angenehm ist. Es gibt Licht und überdachte kontrastreiche Warte- und Sitzmöglichkeiten. Der Wartebereich ist groß genug, dass sich Menschen mit Kinderwagen oder Rollstühlen bewegen können. So ist es möglich, ruhig und im Trockenen ein Buch zu lesen oder sich auszutauschen. Darüber hinaus ist das Warten angenehm, da die Haltestelle sauber und unbeschädigt ist. Eine Uhr oder ein Display zeigt, wie lange man noch warten muss.

Für bessere Informationen

  • digitale Anzeige von Wartezeiten an jeder Haltestelle
  • ein verständlicher Umgebungs- und Liniennetzplan an jeder Haltestelle
  • Informationen sind auch für Menschen mit Seh- und Gehbehinderung erfassbar (Breite, Augenhöhe, Blindenschrift, akustische Ansagen). 

Für mehr Barrierefreiheit

  • direkter sicherer Zugang zur Haltestelle auf beiden Seiten des Gehweges
  • Alternative für Zugänge mit Stufen oder Treppen (Absenkung, Rampe, funktionierender Aufzug, Rolltreppe)
  • breite überdeckte Wartefläche, auch für Kinderwagen und Rollstühle

Für mehr Aufenthaltsqualität

  • Sitzmöglichkeiten an jeder Haltestelle
  • Wetterschutz an jeder Haltestelle
  • Mülleimer an jeder Haltestelle